Donald Cativo, kurz Don.

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  • Donald Cativo, kurz Don.

    Hallo Zusammen,

    anbei meine erste Bewerbung für einen geschlossenen Server.
    Ich spiele Ark seit 2 Jahren. Irgendwie schon immer als Rollenspiel. Jedoch macht es auf einem Server mit speziellen Regeln wahrscheinlich mehr Sinn & Spass ; )


    Mein Character hat sicher ein paar Grundzüge von mir, ist aber abgesehen vom Alter ein extremeres Ego.
    Ein Neuanfang auf Chimeare wäre für Ihn das beste, was ihm passieren könnte.
    Schauen wir mal, was ihn erwartet...

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    VornameDonald
    NachnameCativo
    SpitznameDon
    Alter42
    Größe1,86cm
    Gewicht~70kg
    Haarfarbeergraut
    Augenfarbebraun
    BerufDon war Schankwirt im Ruhrgebiet, bis er 2011 Job und Wohnung den Rücken kehrte um die Welt zu bereisen. Seit dem führt er ein Leben auf der Straße.
    HerkunftSohn eines italienischen Einwanderers und einer Deutschen Mutter. Aufgewachsen im Ruhrgebiet. Jetzt pendelnd in ganz Europa unterwegs.
    StärkenCharmant
    Handwerklich begabt
    Überlebenskünstler
    Selbstreflektierend
    SchwächenMisanthrop
    Hang zu Betäubungsmitteln
    Ansätze von Klaustrophobie
    Selbstreflektierend
    CharakterzügeFreiheitsliebend
    Freundlich
    Vorsichtig
    Eigensinnig
    Antiautoritär
    Einzelgänger





    Brummen.
    Nicht das Geräusch. Das Gefühl.
    Er hat sich schon daran gewöhnt. Die tägliche Quittung der letzten Nacht.

    Don öffnet die Augen. Die Sonne scheint hell durch eine Glastür. Er blinzelt - und guckt direkt auf eine IKEA Miniküche, davor ein IKEA Tisch auf IKEA Teppich. Alles schon mal gesehen. Aber dennoch in dieser Kombination für ihn unbekannt. Vor allem die vielen Pflanzen. Und die Ordnung. Die Wohnung ist zwar spartanisch, aber sehr gepflegt.

    Er setzt sich auf. IKEA 2er Sofa. Im Vergleich zu den letzten Schlafplätzen durchaus bequem. Nur nicht lang genug. Er streckt sich. Sein Blick gleitet auf der Suche nach seinem Army-Rucksack über den Boden. Dieser lehnt am Sofa. Durst. Don macht sich auf in Richtung Küche und steckt den Kopf in die Spüle. Er dreht das Wasser auf.

    Während das kalte Wasser über seine Haare in sein Gesicht und seinen Nacken läuft, kommt ein Teil der Erinnerung an die letzte Nacht zurück. Nichts Außergewöhnliches; sinnlose Unterhaltungen. Dazu billiger Fusel, verpanschte Drogen. Von allem zuviel.

    Er zieht seinen Kopf aus dem Wasserstrahl und trinkt... und trinkt. Das Brummen wird schwächer. Noch ein paar Schluck...

    Er guckt sich um. Niemand sonst im Raum. Auf dem Tisch liegt ein Zettel. Mädchen-Schreibschrift. "Ich bin bei meiner Mutter. Schlaf dich aus und fühl dich wie zuhause.“Darunter zwei Herzchen. Und klein darunter: „Kannst ja schon mal packen!"

    „Packen?“ murmelt Don. Blickt in Richtung Sofa auf seinen Rucksack, grinst und sagt laut „Fertig.“ … und leiser „One job well done.“, während sich das Grinsen wieder auflöst.

    Don setzt sich auf den Stuhl. Kein IKEA, eher Sperrmüll. Dennoch bequem.
    Er erinnert sich dunkel an ein Gespräch mit einem sehr hübschen jungen Mädchen. Es ging um das große Thema. Das große "Warum". Allerdings verlief das Gespräch diesmal anders. Sie lachten dabei.

    Don guckt sich um. 3 Türen. Die sonnendurchflutete Glastür führt zum Balkon. Eine weitere Tür mit Guckloch. Don steht auf und guckt hindurch. Ein leeres Treppenhaus, wie er es erwartet hat. Das etwas wie erwartet ist, beruhigt ihn. Er geht zur letzten Tür. Sie ist nur angelehnt. Als er sie aufschwingt, erblickt er ein gemütliches Schlafzimmer mit einem großen Bett. Dazu ein Bauernschrank, ein Spiegel, ein paar Bilder... und eine weitere Tür. Die Tür führt ins Bad. Klein – aber mit Dusche. Don hebt den Arm und riecht. „Fühl dich wie zuhause“ murmelt er, entledigt sich seiner Boxershorts und zieht den Vorhang zur Dusche auf. Eine Flasche Shampoo, eine Seife. Ein Schwamm. „Für ein Mädchen echtwenig Zeugs“ denkt er und lächelt. Don nimmt seine Shorts mit den Zehen hoch und buxiert sie in die Dusche. Er stellt sich unter den Duschkopf und dreht die Armatur auf. Kalt… kühl… warm … heiß. Für einen Moment steht die Zeit für Don still. Heiß duschen, das hat er vermisst.

    Langsam erinnert sich Don: Er traf sie spät… oder schon früh, das liegt im Auge des Betrachters. Beide waren bereits ziemlich drüber. Don war von seinen temporären Begleitern genervt und hatte sich wie üblich abgesetzt. Er warf Steinchen von der Brücke in den Fluß, als sie sich neben ihn stellte.

    Nachdem Don sich geduscht und abgetrocknet hat, legt er Handtuch und Duschschwamm ordentlich auf die Wäschekiste. Dann wringt er seine Shorts aus und geht zurück zu seinem Rucksack und knotet ihn auf. Er nimmt eine andere Shorts heraus und zieht sie an. Nach durchriechen von drei T-Shirts entscheidet sich Don für das Schwarze mit Schaumbuchstaben in neongrün: #KeinApplausFürScheisse. Seine Jeans und das T-Shirt von gestern findet er gefaltet auf einem antik wirkenden Beistelltischchen. Er packt das gefaltene T-Shirt vorsichtig oben in den Rucksack und zieht die Jeans an.

    Sie hatte eine herzliche Lache, nicht aufgesetzt. Sie hatte Gras dabei und so führten sie alsbald ausgelassene Gespräche. Normalerweise war Don es, der oberflächliche Unterhaltungenmit schlechte-Laune-Themen abwürgte. Diesmal kam sie auf sein Thema – und beide verstanden sich sofort. Trotz Altersunterschied. Sie könnte seine Tochter sein aber Intellektuell war sie auf seinem Level. Beide waren versunken in Weltschmerz und fanden sich als gegenseitige Bestätigung.

    „Fühl dich wie zuhause“ murmelt Don erneut, als er den Cappuccino-Knopf der vollautomatischen Kaffeemaschine drückt. Mit der gefüllten Kaffeetasse und seiner feuchten Boxershorts geht er auf den Balkon. Er wirft die Shorts über das Geländer. „Südbalkon“ denkt er sich „mit scheiß Ausblick.“ und setzt sich auf den Klappstuhl mit Blickrichtung zu den benachbarten Betonbauten.

    Das Problem am Weltschmerz ist, das er absolut berechtigt ist – und verfällt man ihm erst einmal, wird es schwer, noch gute Gründe für die Existenz einer so egoistischen Spezies, wie den Menschen, zu finden. Somit zweifelt man schnell auch an der Sinnhaftigkeit der eigenen Existenz. Beide verstanden sich jedoch so gut, als sie die Probleme der Welt diskutierten, dass sie sich dabei nicht schlecht und verloren vorkamen. Und so schmiedeten sie Pläne, gemeinsam dem Wahnsinn des Konsums zu entkommen. Irgendwo im Ausland ein unberührtes Fleckchen finden, wo man noch im Einklang mit der Natur leben kann. „Südamerika oder so.“ schlug sie vor.

    Packen...“schießt es Don durch den Kopf. Da war was. Der Zettel. Sie meinte nicht, dass er seine Sachen Packen sollte – sie meinte ihre.

    Don steht auf und guckt nach der Sonne – es ist Nachmittag. Er geht zurück zur Küche. Die Mikrowelle hat eine Digitalanzeige mit Uhr: 15:32

    Was Don letzte Nacht nicht preisgab: ihn reizte das Leben in Südamerika auch nicht wirklich. Er war bereits viel gereist und wusste, dass es eigentlich überall gleich ist. Der Konzernkapitalismus hatte längst die entlegensten Ecken der Welt mit ihrer „Zuviel-isation“ erobert. Die einzige Antwort wäre weltweiter Verzicht – und dazu ist offensichtlich kaum einer bereit. Gepredigt wird das Gegenteil von Politik, Medien und natürlich der Wirtschaft, mit ihrem grenzenlosen Wachstum. Er hatte schon vor Jahren resigniert und sich stattdessen in einen Kreislauf der Betäubung und Selbstzerstörung gestürzt – für ihn die einzige Möglichkeit, einen möglichst kleinen Abdruck in dieser Welt zu hinterlassen. Job, Auto und Wohnung waren schon lange weg. Die Sozialsysteme ignorierte er, da er sie als demütigend empfand. Für Selbstmord war er schlicht zu feige. Er nahm, was sich ihm bot, in dem er sich durchschnorrte. Der Rest war für Ihn nur eine Frage der Zeit. So abgemagert wie er war, sicherlich nicht mehr lange.

    Die Vorstellung, mit ihr in ein Paradies zu reisen, machte ihn letzte Nacht schwach. Es war ein schöner Traum. Doch wollte er dies wirklich dem Mädchen zumuten? Sie hat Ihr Leben noch vor sich.

    Don nimmt die noch feuchte Boxershorts und bindet sie außen an seinem Rucksack fest. Sein Blick schweift noch einmal durch die Wohnung, dann geht er zur Tür. Als er sie öffnen will, erschrickt er: sie ist verschlossen. Panik macht sich in ihm breit. Dann sieht er genau auf Augenhöhe ein Sicherheitsschloss mit einem Drehknauf. Er dreht den Knauf, öffnet die Tür problemlos - und geht ins Treppenhaus.

    Dons restlicher Tag verläuft wie üblich. Nach ein paar Drinks und Drogen zu oberflächlichen Gesprächen verliert er sich im Rausch. Er hat kein Problem damit, sich bis nahe der Besinnungslosigkeit durchzuschnorren. Seine Art kommt immer gut an - bis er anfängt, alle bekehren zu wollen. Am Ende landet er wieder an der Brücke. Diesmal ist niemand sonst hier. Er geht schwankend ein paar Meter den Fluss hinab und setzt sich auf eine der Parkbänke in Richtung Ufer. Er lässt die müden Augen noch einmal über das Flussufer schweifen. Don legt sich hin, platziert den Rucksack unter seinem Kopf und schließt die Augen.
    Dann schläft er ein.


    Brummen.
    Wie üblich.

    Vögel zwitschern. Der Fluss rauscht. Er ist laut; fast schon wie Wellen in der Brandung. Don blinzelt. Sein linker Arm schmerzt.
    Es ist hell, sehr hell...




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    Wo er nun aufwacht, liegt an Euch. ; )