Charlies Begleiter, Gefährten und Freunde

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    • Charlies Begleiter, Gefährten und Freunde

      Carla (Hyäne) Freigelassen


      Carla war ein Geschenk des Himmels. Ich hatte gerade erst meinen ersten Begleiter verloren, da stand sie, einsam in einer Lichtung. Das tat sie auch noch am zweiten Tag. Am dritten Tage dann beschloß ich, mich ihr zu nähern. Ich weiß garnicht mehr warum. Ob es der Wunsch eines verängstigten, blutigen Anfängers war, nicht mehr allein sein zu müssen. Ob es ihre Körpersprache war, die einem Hund so ähnelt und darum so vertraut wirkte. Etwas, das ich noch aus der alten Welt kannte, etwas, das ich verstehen konnte. Und sie? Nun, altes Blut war überall um sie herum. Normalerweise sind Hyänen ihrer Art Rudeltiere. Sie war allein. Wurden die anderen getötet, wurde sie von ihnen getrennt, ich weiß es nicht. Doch sie war genauso neugierig auf mich. Im Laufe des Nachmittags reduzierte sich unsere Distanz, bis sie schließlich an meiner Hand schnüffelte. Ich würde es heute nicht mehr tun, doch ich hatte die verrückte Idee, das wilde Tier zu streicheln. Sie ließ es zu. Es war vielleicht genau das Richtige. Am Ende unserer Begegnung, verließen wir beide die Lichtung. Und sie sollte nie mehr von meiner Seite weichen.

      Charakter und Beziehungen
      Sie ist von allen die treueste Seele. Grundsätzlich eine herzensgute Hündin, die viel vergibt und sehr viel mitmacht. Sie folgt mir, so wie ich es möchte, oder wartet so lange auf mich, bis ich sie zu mir hole. Nur tragen tut sie nicht gern, außer den Dingen, die sie interessant findet. Dazu zählt alles an Fleisch, was sie selbst frisst, sowie Stöcke, höchstens noch eine Holztür. Sie ist weiterhin sehr verspielt und verschmust, zum Glück von Elois und mir, jedoch zum Leidwesen von Speedy. Sie kommt mit anderen Menschen gut aus. Deutlich größere Tiere, die sie nicht kennt, machen sie nervös, aber sie würde nicht weglaufen, ehe ich es tue. Kleinere Tiere sind durchaus ein Problem, da Hyänen alles was kleiner ist als Beute betrachten. Je größer das Rudel, desto relativer darf diese Größe auch Mal sein. Carla allein jedoch greift nur mit hoher Aggressivität alles an, was kleiner ist als sie. Das konnte ich ihr zum Großteil abgewöhnen, dennoch kommt es manchmal noch vor. Sie hat nunmal noch immer ihre Instinkte. An unsere kleinen Gefährten ist sie gewöhnt und sie betrachtet diese nicht als Beute, dafür haben wir gesorgt.
      Nach dem Verschwinden von Elois, war es für mich allein zu aufwändig, mich um alle Gefährten zu kümmern. Carla konnte ich nicht mehr den Auslauf und die Zuneigung bieten, welche sie brauchte. Aus diesem Grunde wurde auch sie freigelassen.

    • Speedy (Microraptor)

      Ein zurückgelassener Biberdamm ist eine seltene wie glückliche Gelegenheit. Biber sind Sammler, oftmals findet man etwas, das man auch selbst gebrauchen kann. Ich nutzte den Umstand, brach den Damm auf und fand wundervolle Blumen darin. Ob sie Elois gefallen? Ich nahm sie mit. Alle. Auf dem Weg zurück, nur wenige Schritte, raschelte das Gebüsch. Ein Schatten schoss auf mich zu. Gerade noch zog ich meinen Kopf zur Seite, etwas striff mich. Als der Schatten landete, erkannte ich den Microraptor. Er beließ es nicht dabei, zeigte sich sehr aggressiv und hartnäckig. Geschickt gelang es ihm während eines Angriffes, mir eine der in den Taschen verstauten Blumen zu entreißen. Sofort zog er sich zurück, fraß sie hastig und drehte sich wieder zu mir. Er wollte mehr. Offenbar stellen diese Blume seine Nahrungsquelle dar. Blumen aus diesem Damm, den ich zerstörte. Weitere Angriffe folgten. Einige Bolas saßen und lehrten ihn, einen gewissen Abstand zu halten. Doch er folgte mir. Sollte ich ihn zu einem anderen Damm führen? Doch ich wusste um die betäubende Fähigkeit dieses Tieres. In dieser Phase mussten Elois und ich um unser Leben bangen, sie sicher noch mehr. Sollte ich diese glückliche Lage wirklich ungenutzt lassen? Könnte ich diese Eigenschaften, die den Microraptor so gefährlich machen, nicht irgendwie für uns nutzen? Also behielt ich die Blumen. Er folgte mir. Zuerst stellte ich eine ganze Weile seine neue Nahrungsquelle dar. Doch ich nutzte den Umstand, dass wir dafür einander näher kommen mussten, und verringerte mit Geduld, Zeit und Feinfühligkeit die Distanz zwischen uns. Bald fraß er aus der Hand. Tage später konnte ich mich ihm ohne Nahrung nähern. Als nächsten Schritt bekam er von mir die Nahrung als Vorrat zur Verfügung gestellt. Er akzeptierte mich dennoch bei sich. Seine forsche Art war hierbei ein Vorteil, er saß schon früh auf meiner Schulter, um eine Blume zu erhaschen. Mittlerweile kommen wir gut miteinander aus. Er kommt mit, wenn ich die Hand nach ihm ausstrecke. Er hilft mir, wenn ich in Gefahr bin. Und er toleriert Menschen. Die meisten zumindest.

      Charakter und Beziehungen
      Er ist am liebsten für sich. Erste Versuche, ihn mit Carla zusammenzuführen, scheiterten. Carla ist klüger als er und verstand schnell, dass es Spaß macht, den kleinen Speedy zu provozieren. Dieser lässt sich jedes Mal darauf ein und ist überhaupt nicht froh dabei. Somit halte ich sie getrennt. Er ist tatsächlich nicht sehr intelligent, weshalb Elois auch viele Versuche brauchte, bis er verstand, dass er sie nicht anzufauchen hat. Er kann sie wirklich nicht leiden. Sobald sie in seiner Nähe ist, hat er sie im Blick, dreht ihr niemals den Rücken zu. Das Fauchen hat aufgehört, doch Kamm und Gefieder sind ab einer gewissen Nähe aufgerichtet. Ich fürchte, er würde sie im Notfall nicht ohne mein Zutun verteidigen. Yasko interessiert ihn nicht, trotz seiner Größe. Wahrscheinlich, weil der kleine Kerl für Yasko genauso uninteressant ist. Mit Artemis schnattert er tatsächlich manchmal, auch wenn ich nicht das Gefühl habe, dass dahinter eine tiefere Kommunikation steckt. Beide finden es wohl eher interessant, dass der jeweils andere auf dieselbe Art (mit dem Schnabel zu klappern und leise zu schnattern) antwortet.

    • Artemis (Terrorvogel) Gestorben


      Geplant war ein Bad mit den Delfinen bei Wiking Bay. Doch statt Delfinen fanden Elois und ich einen weißen Terrorvogel. Er hielt sich Nahe unseres Floßes auf. Für mich war es ein sehr schönes Tier, doch ohne Elois hätte ich es wohl nicht weiter beachtet. Uns ist klar gewesen, dass wir besser dran sind, wenn ich mein eigenes Reittier besitze. Ein Terrorvogel kam für mich durchaus in Frage. So ließ ich mich von ihr ermutigen und sie zeigte mir, wie wir auf ihre Art ein Tier an uns binden können. Es war das erste Mal, dass ich dafür ein Tier niederrang und ihm meinen Willen und meine Dominanz aufzwang, um es dann niedergeschlagen aufzupäppeln, bis in unser Zuhause brachte und in einen Käfig sperrte. Der Terrorvogel, ein Weibchen, tat mir Leid. Wie sie so im Käfig stand. Mit großen Augen die Gegend erkundete. Ein Tier, gewohnt über weite Strecken zu laufen, eingesperrt in ein paar Quadratmeter. Tagelang. Ich befasste mich mit ihr, so wie ich die Zeit dazu hatte. Fütterte sie. Lernte von ihr. Wir fanden einen Weg, zu kommunizieren. Vor Feuerhat sie Respekt. Das half mir, als sie eines Tages den Zaun niederriß und frei herumlief. Sie hielt einen großzügigen Abstand zu mir. So war ich in der Lage, Grenzen aufzuzeigen. Sowie sie zu weit ging, hob ich die Fackel empor. Sie ist ein intelligentes Tier, lernt schnell. Sie kam wieder in den reparierten Käfig, doch ich gestand ihr zu, bald mit mir allein auf die gemeinsame Jagd zu gehen. Das ist die Königsklasse der Bindung unter den Carnivoren. Nicht nur, dass man sich gegenseitigen Respekt erarbeiten kann, mit dem richtigen Verhalten kann ich mich als der Überlegenere etablieren. Ich suche die Beute aus. Ich bestimme den Zeitpunkt des Angriffs. Ich sichere mir den ersten Bissen. Jede Grenzüberschreitung von Artemis wird nicht toleriert. Anfangs gab es gezanke, doch Dank feinfühligem Verhalten ist es nie eskaliert. Wir haben unsere Sache gut gemacht, wir konnten kommunizieren, verstanden die Grenzen und konnten sie umsetzen. Als letzten Schritt habe ich sie an unsere Mitbewohner gewöhnt, besonders an die kleineren, damit diese nicht als potentielle Beute zählen. Speedy zum Beispiel war sehr einfach, ihn auf meiner Schulter zu haben sorgte für genug Verwirrung, damit Artemis sich den kleinen Begleiter genauer ansieht. Bei Carla habe ich sie zusehen lassen, wie ich Zeit mit ihr verbringe. Bald band ich Artemis mit ein. Sie verstanden sich bald als Spielgefährten. Das passt auch zur Natur dieser Vögel. Sie sind selten allein, meist in festen Paaren unterwegs oder gar zu Dritt. Es sind sehr soziale Tiere. Darum war die Bindung an uns nicht nur möglich, sondern auch wichtig.

      Charakter und Beziehungen
      Wie bereits erwähnt,ist Artemis sehr intelligent. Sie versteht die besondere Bindung zwischen Elois und mir. Durch das richtige Verhalten ihr gegenüber und eine gute Einbindung, entstand daraus Respekt und Akzeptanz, statt Eifersucht und Konkurrenzverhalten. Elois ist der einzige Mensch, bei dem sie Zeichen der Zuneigung zeigt. Zwar akzeptiert sie Elois noch nicht als Reiterin, sehr wohl aber als Begleiterin, sei es für eine Reise oder die Jagd. Sie mag es auch nicht, wenn wir streiten und drängt sich häufig dazu, oder dazwischen. Carla ist wie eine Freundin für Artemis und Carla versteht Artemis genauso. Sie spielen und raufen, toben sich aus, was beiden sehr gut tut, schließlich wäre Yasko dafür zu stark und die anderen zu zierlich. Die anderen werden mittlerweile von Artemis akzeptiert, dass sie zu uns gehören. Sie würde die kleinen beschützen. Vielleicht sieht sie in Speedy sogar ein Küken, das würde erklären, wieso sie hin und wieder seine liebsten Blumen pflückt und ins Nest legt. Jedoch halten sich weitere soziale Aktivitäten in Grenzen. Artemis ist für mich das Paradebeispiel dafür, wie falsch und Widerlich der Name ihrer Art doch ist. Sicher, bei der Jagd und wenn sie auch sonst kämpfen müssen, zeigen sie sich besonders aggressiv, hartnäckig, bösartig. Doch schaut man darüber hinaus, sehe ich eine intelligente, gutmütige Begleiterin, die Carla in Sachen Treue sehr nahe kommt.
      Im Weiteren Verlauf entstand zwischen ihr und Ella eine Freundschaft. Artemis zeigt Aufregung, Freude und beschützendes Verhalten ihr gegenüber, als soziale Interaktionen waschen sie sich gegenseitig, Ella streichelt Artemis gerne. Als Höhepunkt des Vertrauens, verknüpft Artemis ihre Sympathie Ella gegenüber mit der meinen. Und da ich sie reite, forderte Artemis sich dies auch von Ella ein. Es gab den ein oder anderen Rundlauf, offenbar versteht Artemis auch darin eine sozial bindende Interaktion, was anhand unserer Kommunikation und unserem Verhältnis zueinander naheliegt.
      Wir haben viele Winkel Ragnaroks erkundet, was aufgrund ihrer Geschwindigkeit, die sie dank einer erlernten Technik selbst von den schnellsten wilden Artgenossen deutlich abhebt, und ihrer segelnden Eigenschaft gut möglich ist.
      Bei einem begleitenden Ausritt mit Eve und Barbas wurden wir von Wildhunden angegriffen. Dabei saß ich nicht auf ihr, sie versuchte mich zu beschützen und rannte mit den Tieren davon. Ich selbst starb dabei und als ich den Schauplatz wieder betrat, fand ich ihren leblosen Körper einige hundert Meter weiter.



    • Lucy, Chikahua, Zarref, Skuld, Urd (Deinonychus) Freigelassen


      Als ich das bereits geplünderte Zuhause des toten Marcus untersuchte, fand ich fünf mit Leben gefüllte Eier, die seine freigelassenen Federraptoren hinterlassen haben. Diese nahm ich aus vielfältigen Gründen an mich, um sie mit Kamiras Hilfe zu brüten. Wir arbeiteten sorgfältig, gewissenhaft und wurden mit fünf gesunden Federraptoren, einem Männchen und vier Weibchen, belohnt. Die erste Zeit über kümmerten wir uns beide darum, später übernahm ich die weitere Aufzucht, wobei hier auch Hilfe von Daniel und Ella da war. Im Unwissen darüber, wie die Außenwelt auf die Zöglinge reagieren würde, hielt ich sie im Versteck und mit dem Vorhaben, sie von vornherein freizulassen, wurden die menschlichen Kontakte auf ein Minimum begrenzt. Kaum dass sie körperlich erwachsen waren, begannen die Rangkämpfe, an deren Ende ich mich mit einigen Umwegen zum Alpha erarbeiten konnte. Nun konnte ich mein spezielles Training beginnen, welches sie zur Selbstständigkeit bewegen sollte. Ihre Stärke war überraschend, obwohl mir die Stärke ihrer Eltern mehrfach erzählt wurde. Zur selben Zeit brach die Drachenpest aus und es dauerte nur wenige Tage, als sich auch meine Zöglinge stark veränderten – ihr Federkleid wurde dichter, ihre Stimmlage tiefer. Es sollte sich als Anpassung an die wütende Krankheit herausstellen. Es gelang mir nicht, sie von den kranken Dodos fernzuhalten, und so kam es zu einem Kampf, aus welchem die Zöglinge weitestgehend unversehrt hervorgingen. Trotz mehrfacher Bisse bei allen Fünf durch diese kranken Tiere, erfolgte keine Ansteckung. Weitere solcher Begegnungen bestätigten ihre Immunität und ich nutzte sie, um aktiv und effektiv gegen diese Krankheit zu kämpfen. So waren sie auch zeitweise in den Highlands unterwegs, um die dort lebenden Menschen zu schützen. Noch während des Tobens der Drachenpest ließ ich sie in einer von Menschen weitestgehend unberührten Gegend frei, da sie meiner Einschätzung nach dafür bereit waren, und ich hielt somit mein Versprechen.

      Charakter und Beziehungen
      Lucy, erhielt ihren Namen von Daniel, welcher sie besonders ins Herz schloß, als sie ihm gerade noch bis zum Knie reichte. Seine Hoffnung, sie möge auf seine Augenhöhe heranwachsen, wurde übertroffen und Daniel konnte bei einer gemeinsamen Jagd nur mit Blick nach oben in ihre klugen Augen schauen. Sie war die Stärkste unter den Federraptoren und diejenige, welche Charlie bezwingen musste, um Ranghöchster zu werden.
      Chikahua, benannt durch mich, da ihr mehrfarbiges Federkleid mich an einen aztekischen Indianer erinnerte. Sie zeigte sich schon früh besonders aggressiv und ließ keinen Fremden an sich heran. Sie beanspruchte zuerst die Führung des Rudels für sich, bis sie von Lucy in die Schranken gewiesen wurde. Sie zeigte sich als die intelligenteste und diente für das Rudel als Vorbild, um neu erlerntes nachzuahmen.
      Zarref, der dank Kamira so hieß, war das einzige Männchen und der letzte des besonders starken Trios des Rudels. Sein schwarzes Federkleid unterschied sich durch die blauen Linien darin von Lucys. Er zeichnete sich als besonders guter Jäger aus, konnte tödliche Verletzungen präzise zufügen und stand der stärkeren Lucy in nichts nach.
      Urd und Skuld sollten für die Vergangenheit und Zukunft stehen, befand Ella. Ihr goldenes optisches Erscheinungsbild gefiel ihr besonders. Beide waren auffallend kleiner und schwächer als ihre Geschwister und deshalb auch eher die ruhigeren und zurückhaltenderen im Rudel. Sie beteiligten sich nicht an den Rangkämpfen. Trotzdem konnten sie ihren Teil im Rudel beitragen und hatten hier ihren sicheren Platz.
      Sie alle hatten bewusst keinen Kontakt zu weiteren Menschen, um sich nicht an diese zu gewöhnen. Unter den Begleitern gab es nur Artemis, welche nach einigen Schwierigkeiten schließlich akzeptiert und in die gemeinsame Jagd integriert und als Lehrerin angesehen wurde. Selbst Yasko wurde später nur toleriert, während ihm nie Wohl in ihrer Nähe war. Die zufällige Begegnung mit den Sankru geschah glücklicherweise sehr früh, durch ihre Neugier wurden sie zurückgehalten und ich in der Vaterrolle hatte viel Einfluss, sodass mein ruhiges Verhalten von ihnen angenommen wurde. Sie waren allesamt für Tiere sehr intelligent und hoch aggressiv. Bei jeder Jagd wollten sie ihren Platz in der Welt herausfinden und griffen nahezu alles an, wobei sie auch vor Diplodocus keinen Halt machten, welchen sie gemeinsam innerhalb von Sekunden töten konnten. Passend dazu zeigten sie sich sehr verspielt, so wie Orcas mit ihrer Beute spielen, taten sie es bevorzugt mit kranken Dodos. Ich sensibilisierte sie auf diese Tiere, brauchte ihr Interesse aber nicht aufrecht erhalten, da die besondere Zähigkeit dieser kleinen Tiere dazu führte, dass die Zöglinge sich an ihnen besonders grausam austoben konnten. So rissen sie bewusst gern zuerst gemeinsam die Glieder eines Vogels aus, ehe sie den Kopf zerbissen, da so die Beute noch länger zappelte und Widerstand leistete. Auch das war ein Grund für mich, Menschen von ihnen fernzuhalten. Ihre Freilassung gestaltete ich kompromisslos und erfolgreich, weshalb ich nun kein Alpha mehr darstelle. Dies dürfte nun wieder Lucy sein. Wer einem Rudel von fünf Federraptoren unter Anführung eines schwarzen Raptors begegnet, sollte davon ausgehen, dass nicht sie sich fürchten müssen, sondern jeden erfolgreich jagen und töten werden!

    • Barbas (Ankylosaurus) Gestorben


      Die Felder vor unserer Tür erfüllten nicht nur für uns den Zweck, uns mit reichlich Zutaten zum Kochen zu versorgen. Sie waren auch eine regelrechte Offenbarung für kleine und mittelgroße Pflanzenfresser, die sie leicht erreichen konnten und eine geschmackliche Abwechslung erfuhren. Einer von ihnen, der gefräßigste von allen, entschied gleich, sich häufiger blicken zu lassen. Bald schlief er dort auch gern in der Mittagshitze. Der gute Barbas liebt Fressen über alles, dicht gefolgt von Schlafen. Er ist uns früh aufgefallen. Er duldete unsere Nähe, solange er machen konnte, was er wollte. Er blieb auch nicht lange skeptisch, als ich ihm die ersten Beeren aus der Hand anbot – schließlich musste er sich dann noch weniger recken. Barbas ist eine sehr erfahrene Panzerechse, was wohl seine Ruhe erklärt. Nichtsdestotrotz, oder vielleicht gerade deshalb, hat er einen mächtigen Schlag drauf - verglichen mit anderen Panzerechsen! Einfache Rüstung würde einen Menschen nicht schützen und sofort zu seinem Schlafsack befördern. Ich vermute, das ist ihm bewusst. Über all die Jahre wusste er sich zu wehren, was ihm eine gewisse Selbstsicherheit gegeben hat. Und darum scheut er, wie allgemein Panzerechsen ohnehin, Menschen grundsätzlich nicht. So war es nicht schwer, mit ihm eine Bindung aufzubauen. Er verstand, dass ich etwas mit den Feldern zu tun habe, wir verbrachten viel Zeit miteinander und Ereignis um Ereignis, manchmal gefährlich wie ein gemeinsamer Kampf, meist jedoch gelassen, wie ein gemeinsamer Spaziergang oder Mittagsschlaf, band uns zusammen. Er folgt mir, ich folge ihm. Er trägt auch gerne Sachen, wenn ich dafür Beeren für ihn bereit halte. Kommunikation ist ebenfalls möglich, er reagiert auf bestimmte Töne, auf die er konditioniert werden konnte. Er versteht Ausdrücke für "Gefahr", "Ruhe", "Wandern" oder "Fressen". Er ist von allen Begleitern ein ganz besonderer. Er lebt eine Art aus, wie ich sie nur bewundern kann. Bei ihm fühle ich mich ruhig und wohl. Wir sind stets entspannt, selbst im Training.
      Einzige Ausnahmen zeigte er, als er Ammaniez aus versehen schlug, so glaubte ich etwas wie Empathie zu sehen. Als er hingegen von Aron geschlagen wurde (und mit ihm dann den Boden wischte), wirkte er noch Stunden später angespannt. Am letzten Tag auf Ragnarok verschwand er mitten im Sandsturm. Ob er floh oder gegen diese kleinen Flugsaurier kämpfte, werde ich nie erfahren. Er blieb auf Ragnarok.

      Charakter und Beziehungen
      Dickkopf, ganz klar. Wenn Barbas nicht will, dann kann ein Beben über uns hereinbrechen, es juckt ihn nicht. Er schläft wenn er müde ist, macht Pausen zum Fressen, wie es ihm passt. Sind jedoch diese Grundbedürfnisse (die oft genug vorkommen) gestillt, lässt er sich zu vielem überreden. Das ist händelbar.
      Er scheut, wie bereits gesprochen, keine Menschen. Man kann neben ihm stehen und zanken, er würde sich eher gelangweilt schlafenlegen, als nervös reagieren. Apropos Streit, wenn ich mich streite, so hat Barbas offenbar ein Gesprür dafür. Mimik ist ihm sehr wichtig, er scheint darin etwas erkennen zu können. Zumindest versteht er ein angespanntes Gesicht. Es kam schonmal vor, dass er mich im Streit mit dem Kopf anstuppste, damit ich ihn ansehe und er mit seinen rehbraunen Augen meinen Ausdruck deuten kann. Je nachdem zieht er mich dann manchmal aus den Streit heraus, was so manches Hemd gekostet hat, grunzt mich "belehrend" an, oder wenn es ihm zu doof ist, legt er sich demonstrativ schlafen. Ja, das ist Barbas.
      Mit den anderen Tieren pflegt er keinen Kontakt. Er sieht in ihnen weder Gefahr, noch Gesellen. Sollen sie machen, was sie wollen. Vermutlich denkt er sich das.
      Beziehungen zu anderen Menschen haben sich nicht weiter ergeben. Manche füttern ihn gerne und er hat sich schnell daran gewöhnt. Für einen neuen Geschmack nimmt er weite Reisen auf sich und so ziemlich jedes Anwesen, welches selbst Gemüse anbaut, wurde schonmal von Barbas besucht, weshalb viele ihn kennen. Es ist nicht immer nachvollziehbar, wie er es hineinschaffte und er zeigt auch hier eine eiserne Geduld und wartet teilweise tagelang, ehe er endlich seine Lieblingsspeise erreichen kann.

    • Yasko (Thylacoleo) Gestorben


      Keinen Tag nachdem mich Lopard mit seinem Giftdrachen besuchte und mich verängstigt zurückließ, erschienen Menschen auf einem anderen Giftdrachen, sowie zwei Thylacoleos. Elois sollte noch eine kurze Weile bei mir bleiben, ich bot ihrer Riesenkatze etwas Fleisch an. Das war die erste Begegnung zwischen mir und Yasko. Er sollte schon kurz darauf eine wichtige Rolle spielen, als Elois Begleiter, welche mit ihm einen Pakt geschlossen hatte. Er setzte sich tapfer für die Menschen auf Oskus Farm im Kampf gegen die Bedrohung durch die Gesichtslosen ein. Bedingt durch meine Nähe zu Elois, durfte ich bald auf seinem Rücken mitreiten, wobei er es noch lange genoß, mich und andere einzuschüchtern. Aus dem Pakt wurde eine Freundschaft und auch ich konnte mir meine Toleranz ihmgegenüber verdienen. Den Wendepunkt stellte unser gemeinsamer Kampf gegen einen Rex dar, bei welchem er mich als Jäger und Freund endgültig akzeptierte und ich seitdem alleine auf ihm reiten durfte. Während aller Krisen stand Yasko uns treu zur Seite, sowie man ihn rief konnte man zuverlässig auf seine Hilfe vertrauen. Meine Beziehung zu ihm blieb auf einem guten Niveau, wobei durch Artemis unsere Zusammenarbeit nachließ. Mit dem häufigeren Fernbleiben durch Elois und ihrem anschließenden Verschwinden, wurde er zunehmend unruhiger und aggressiver. Zu spät erkannte ich, wie wichtig es war, nun für ihn da zu sein und ihm eine gewisse Auslastung zu ermöglichen. Mit Namis Aufnahme hatte Yasko schließlich eine soziale Komponente, auf die er sich konzentrierte. Als ich in dieser Zeit nach beiden sehen wollte, waren sie verschwunden. Es sollte Wochen dauern, ehe er sich wieder blicken ließ. Mit Elois hatte er abgeschlossen, scheinbar auch, weil Elois versuchte, ihn gewaltsam einzufangen, so wie Pantaleyon erzählte. Und da war er. Als wäre nie etwas gewesen, stand er mir wie selbstverständlich zur Seite und half mir in der Schlussphase Ragnaroks, die er, so wie viele andere, nicht überlebte.

      Charakter und Beziehungen
      Yasko war eigensinnig und frech. Es gab einen großen Toleranzbereich, was man mit ihm gemeinsam machen konnte, doch diesen musste man respektieren. Sowie er eine bestimmte Region nicht betreten wollte, gab es keine Kompromisse. Ebenso sollte er auch gewisse Abneigungen nie mehr ablegen, wie z.B. gegen Säbelzahnkatzen, was Snotra sehr zu spüren bekam. Menschen gegenüber wurde er im Laufe unserer gemeinsamen Zeit sehr aufgeschlossen, es gab kaum jemanden, der sich nicht auf seinen Rücken schwingen durfte. Dafür musste man damit leben, dass er gerne mal seine eigene Route zum Ziel ablief und nicht selten hatte ich das Gefühl, sie war bewusst holpriger gewählt, um uns Menschen daran leiden zu lassen. Mit den anderen Gefährten kam er gut zurecht, auch wenn er zu keinem eine wirkliche Beziehung hatte.