Die ersten Eindrücke von Ammaniez

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    • Nach dem Absturz mit Ben habe ich mich doch am Kopf verletzt , was ich wirklich gar nicht mitbekommen habe. Ben hat seine Orientierung verloren aber er hat trotzdem versucht so zu stürzen , das ich keine großen Verletzungen bekommen habe. Bin ich froh das wird nicht so hoch geflogen bin , er hat zum glück ein paar Kratzer abbekommen. Jetzt habe ich noch eine Narbe am Körper , welches mich an diese Welt immer erinnern wird.

      Tage später ging es mir wieder besser und Ramona hat mir die Fäden gezogen. Sie stellte draußen eine Tafel auf und wir schrieben alles auf was hier alles passiert ist. Wir sind am überlegen und tüfteln , wie wir die Welt retten können oder zumindest irgendwelche Lösungen finden können. Wir reisen durch die Gegend und schauten uns in den alten Ruinen um , um nach Hinweisen zu suchen. Wir finden einfach nichts. GAR NICHTS. Keine hinterlassenen Notizen , Zeichen oder sonstiges. NICHTS. Doch Charlies Schlüssel ist unsere allerletzte Hoffnung. Wir haben fast die ganze Insel durchsucht.

      Anscheinend verpasse ich immer meinen Bruder wenn ich ihn besuchen komme. Wenn ich bei ihm bin dann schläft er. Auf der letzten Stufe der Treppe zu seinem Zimmer stelle ich Antonio immer eine Vase mit frischen Blumen hin , als kleines Zeichen dafür das ich da war und ich ihn nicht vergessen habe. Ich habe das Gefühl er zieht er zieht sich immer mehr zurück.

      Gibt es überhaupt noch Hoffnung? Ich versuche zu helfen wo ich nur kann und jeden Tag zu genießen den ich habe.
    • Die Stimmung wird immer angespannter bei den Sankrus. Eine Neue haben wir auch noch dazu bekommen. Sie scheint sehr schüchtern aber ich habe mich auch nur kurz vorgestellt. Ich bin nochmal ins Castello zu Antonio geflogen um zu schauen wie es ihm geht. Ich wollte ihm erzählen was wir so machen wegen all dem was passiert. Wir haben uns irgendwie immer verpasst. Doch ich fand NICHTS. Antonio war weg mit den Kleinen und den Raben. Nicht mal eine Nachricht hat er mir hinterlassen. Warum nur? Hat ihn meine Entscheidung doch zu sehr getroffen , dass er gegangen ist? Ich durchsuchte das Castello auf Hinweisen aber nichts. Vielleicht war ich zu aufgeregt? Ich weiß es nicht. Wenn Antonio irgendwas zustoßen sollte , werde ich es mir niemals verzeihen. Ich hätte ihn nicht verlassen sollen. Ich hätte bei ihm bleiben sollen. Habe ich meine Familie verraten? Wenn ich mich beruhigt habe werde ich Antonio suchen egal was kommen mag. Oder werde ich auch so enden wie Killian, der akzeptieren musste, dass sein Vater vielleicht tot ist? Antonio wo bist du nur hin? Ich vermisse ihn so sehr, schon seit dem ich gegangen bin. Wenn Ray nicht an meiner Seite gewesen wäre, dann wäre ich vielleicht komplett zusammengebrochen. Er ist der einzige den ich noch habe. Antonio, du wirst immer bei mir sein.
    • Es ging alles so schnell. Mir wurde nicht die Chance gegeben meinen Bruder zu suchen. Nun liege ich hier auf meinen Schlafsack in der neuen Welt und kann mich kaum beruhigen. Ich bin froh das Ray und ich uns schnell gefunden haben. Da fühle ich mich zumindest nicht allein. Als ich aufwachte überströmte mich eine Welle der Einsamkeit. Damals war ich nicht allein. Hinter mir hörte ich ein wichern und ich drehte mich langsam um und sah wir ein Pferd auf mich zurannte. Es war meine Ari. Ich weiß nicht wie sie hierher gekommen ist doch ich bin froh das sie da ist. Wir ritten vorsichtig umher und ich schaute mich um und hielt Ausschau nach Ray. Ich hatte solche Angst. Doch für solche Situationen habe ich doch schließlich trainiert und habe mich zusammengerissen. Knallrote Bäume überall. Pflanzen und eine Art Pilze die ich noch nie gesehen habe. Die Tiere die ich bis jetzt gesehen habe sind die selben. Eine neue Welt zum entdecken und eine Chance meinen Bruder zu suchen falls er es auch hierher geschafft hat. Ray gibt mir zumindest in dieser Hinsicht mut. Wir werden die anderen und meinen Bruder finden.
    • Es sind schon einige Tage her das sie Sankrus uns gefunden haben, sie waren anscheinend nicht weit weg da Ray ein Signalfeuer gesehen hat. Ich war so fertig mit meinen Nerven und so müde, dass ich die Reise auf deren Plateu nicht mitbekommen habe. Jeder hat ein Platz gefunden wo er seine Hütte aufbauen kann. Bei uns wird es nicht so groß wie das Castello welches mein Bruder gebaut hat aber das ist ok für mich. Meine Hände sind wieder raus und ein wenig wund geworden durch das viele Sammeln von Ressourcen was wir zum Bauen brauchen. Vom Bauen habe ich keine Ahnung aber Ramona hat mir angeboten ihr bei der Küche zu helfen, wenn es soweit ist. Ulysses meinte auch das ich meine Werksatz neben seiner Schmiede errichten kann, da ich auch oft die Schmiede brauchen werde. Mein Herz erfüllt sich mit Freude, weil die Sankrus mich ohne zu zögern wieder aufgenommen haben. Wir teilen alles um zu überleben. Ray und die Sankrus sind meine einzige Familie die ich noch habe. Sie sind nicht so böse wie andere behauptet haben. Ich bin gerne bei ihnen und hoffe das ich auch bleiben kann aber natürlich auch wegen Ray. Ich helfe wo ich nur kann. Mit Jake komme ich auch langsam immer besser zurecht, was ich natürlich wirklich gut finde, da ich mit niemanden Streit haben will. Ulysses hat ein Floß gebaut und wir sind ein wenig umher gesegelt. Ab und zu war es verdammt gefährlich. Zum Glück ist die Nacht angebrochen und wir haben tatsächlich Charlie Sheona und sogar Nazar gefunden. Doch sie haben Antonio leider auch nicht gesehen. Doch alle sind guter Hoffnung das er noch leben könnte. Enola und Vaan sind immer noch unauffindbar.
    • Ulysses hat begonnen die Schmiede zu bauen und bald bekomme ich meinen eigenen Arbeitsplatz. Hoffentlich. Ray sprach die Sankrus an wegen meiner Aufnahme bei ihnen. Ich war schon lange nicht mehr so nervös wie an jenem Tag. Ulysses sagte , wenn Vaan und Enola nach ein paar Wochen nicht aufzufinden sind dann würde er mich aufnehmen. Doch wenn sie auftauchen, liegt die Entscheidung an der Königen und Vaan. Also werde ich geduldig warten. Ich habe zu meinen Bruder gehört dich die Lage hat sich geändert. Nach all der Zeit außerhalb der Erde brauche ich Menschen um mich herum denen ich Vertrauen kann. Ramona setzt sich immer wieder für mich ein und ich bin ihr wirklich dankbar dafür. Doch was wird passieren wenn ich keine Sankru sein kann? Ray ist zumindest auf dem guten Weg ein Sankru zu werden. Werde ich dann gehen müssen und auch Ray müsste ich da lassen? Ich mag nicht allein sein und würde es auch nicht versuchen wollen.

      Ich bin dann aufgewacht und habe mich draußen kurz umgesehen aber es war keiner da. Also bin ich los geritten um ein paar Ressourcen zu holen. Doch Ulysses und die anderen waren auf dem Turm und desswegen habe ich sie nicht sehen und hören können. Er rief nach mir und sagte das ich Enola begrüßen sollte.
      Ich war froh das es ihr gut ging. Wir haben leider nicht viel gesprochen, sie war so müde das sich kurz nach unserer Begegnung hingelegt hatt. Doch irgendwie fühle ich mich wie das letzte Rad am Wagen , ich gehöre dazu aber doch wieder nicht. Die Sankrus sind wie eine große Familie für mich die ich niemals hatte.
    • Es hat sich viel getan den letzten Wochen und wir kamen langsam voran. Mit mühe habe ich Rays Hose fertig gestellt da ich noch keine Werkstatt habe. Dadurch kann ich mein Handwerk leider nicht ganz ausdehnen und das macht mich ein wenig traurig und frustriert mich. Ich kann mein können nicht voll ausschöpfen und es fragt mich auch keiner danach außer Ray. Vaan kam und hat mich gleich im Kampf getestet und es war echt nicht leicht. Er wollte mich, warum auch immer, wahrscheinlich testen. Testen ob ich gut genug bin? Wofür? Ist das wirklich eine gute Entscheidung bei den Sankrus zu bleiben? Ich bin hin und her gerissen. Brauchen sie mich überhaupt? Ray hat Ramona und Ulysses gefragt ob er ihnen helfen kann, bei was auch immer, da die beiden scheinbar irgendwo hin wollten. Doch die antwort kam anders als gedacht. Er habe nicht die Ausrüstung um mitzukommen und sie würde Ulysses mehr vertrauen. Man sah in Rays Blick das er nicht gerade zufrieden war damit was sie sagte. Wenn sie uns nicht so sehr vertrauen, warum sind wir denn noch hier?

      Als ich mit Ari draußen in der Wildnis war und Holz gesammelt hatte, kamen ein Terrorvogel und 2 dieser Schattenhunde aus dem nichts und griffen uns an. Verdammt ich war doch gerade auf dem Rückweg, weil es langsam dunkel wurde. Sie wollte mich beschützen und ist dabei gestorben. Ich wurde förmlich zerfetzt und die Schmerzen sind unerträglich. Es tut mir so leid Ari, ich habe dich in Gefahr gebracht und jetzt bist du nicht mehr bei mir. Ramona gab mir was gegen die Schmerzen und wir haben ein wenig geredet. Sie fragte mich warum ich genau zu den Sankru möchte. Meine Antwort war sehr wage. Ich weiß momentan wirklich nicht was ich will. Sie sagte, das Vaan mich im Visier hat und von mit meinem Handeln bis jetzt nicht überzeugt ist. Muss ich ihn wirklich überzeugen? Doch wenn ihnen meine Gründe nicht reichen, dann ist das so und ich werde gehen. Mal ganz davon ab wollte ich auch von ihnen lernen und sie haben mir nichts beigebracht außer den Kampf in der Arena.

      Und die Wochen vergingen und jeder tat sein Ding. Meine Werkstatt wurde nicht mal angefangen zu bauen obwohl ich mit Stöckern ein kleines Gebiet abgesteckt habe. Ray und ich haben uns irgendwie auseinander gelebt. Er hat viel zu tun und die Sankrus auch. Wir reden kaum mehr miteinander da er immer gleich ins Bett gegangen ist , weil er so müde war. Langsam habe ich niemanden mehr. Auch der Plan meinen Bruder zu suchen schiebt sich immer weiter hinaus. Ich liebe Ray aber so kann ich nicht bei den Sankru bleiben. Seine Ziehe sind andere als meine. Es war eine schöne Zeit aber ich will Vaan nichts beweisen müssen. Ich bin wie ich bin und das sollen die anderen nun mal akzeptieren. Mein Rucksack ist gepackt und es fehlen nur noch ein paar Sachen , dann geh ich. Ray wird den anderen schon bescheid geben wenn sie meine Abwesenheit bemerken.
    • Ich bin bei Deisek untergekommen und ich finde es nett von ihm das er mich bei sich aufgenommen hat. Leider konnte ich Samantha nicht kennen lernen da sie auf eine Reise gegangen ist um selbstständiger zu werden , sagte er zumindest. Kurz darauf sind wir mit seinem Floß aufgebrochen und haben uns ein wenig unterhalten. Er erzählte mir , dass er an einer Frau Interesse hat aber sie es irgendwie nicht versteh. Ich habe leider keine Ahnung wer das sein soll aber das werde es mit Sicherheit bald erfahren. Er fragte mich natürlich auch warum ich von den Sankrus gegangen bin und ich habe versucht so gut es geht zu antworten , auch wenn es mir schwer gefallen ist. Ich brauche eine Bleibe und ein Ort wo es sicher ist und Menschen um mich herum sind , die auch meine Hilfe benötigen. Das erste mal reise ich außerhalb der Wüste. Es war wirklich gefährlich und ich war froh meine guten Werkzeuge nicht dabei gehabt zu haben. Wir sind bei Charlie vorbeigekommen aber er war nicht da , dann sind wir weiter zu Jake und er fragte mich warum ich mit Deisek unterwegs bin. Da erzähle ich ihm die Gründe und er schien nicht begeistert zu sein , dass ich den anderen keine Nachricht hinterlassen habe. Ray wird ihnen schon bescheid geben , wenn sie meine Abwesenheit bemerken. Ich habe doch einfach nur auf mein Herz gehört. Hätte ich vllt doch bei meinem Bruder bleiben sollen? Aber da hätte ich niemals das Kämpfen gelernt und hätte die schöne Zeit mit Ray nicht gehabt. Ich muss abfangen meinen eigenen Weg zu gehen. Wir haben unsere Zelte bei Jake aufgeschlagen und haben dort übernachtet.

      Ein Tag später sind wir zu dritt zu Sheona gereist und wurden nett empfangen. Ich bin so froh gewesen andere Gesichter zu sehen und Charlie war auch da. Er war damals ein guter Freund gewesen bevor ich zu den Sankru gegangen bin und das hat unsere Freundschaft kaputt gemacht. Ich wurde von Vaan wie eine Fliege ausgequetscht , auch wenn ich keine Namen genannt habe. Auch das ist ein Grund warum ich von dort weg bin. Ich hoffe ich gewinne Charlies Vertrauen wieder und er kann mir verzeihen.
      Da saßen wir alle am Tisch , während das Feuer uns wärmte. Wir erzählten uns Geschichten , unsere Pläne und unser Vorhaben. Raynir interessiert sich wirklich sehr was unsere Erde angeht. Ich habe schon lange nicht mehr so viel gelacht. Es ist langsam Zeit für eine Veränderung und ich werde einen Fuß nach dem anderen setzen. Ziel für Ziel. ich bin gespannt wo mich die Reise hinführt.
    • Ich habe schon befürchtet das sie mich nicht verstehen würden. In diesen Moment vermisse ich Antonio umso mehr. Es bricht mir das Herz ihn nicht bei mir zu haben. Ihre Worte taten mir weh. Auch wenn ich ohne was zu sagen gegangen bin , war es doch eine gute Entscheidung. Seit ich auf dieser Welt bin , habe ich das Gefühl , dass mir alles aus den Fingern gleitet. Mein Bruder ist nicht bei mir , Ray ist anscheinend auch ziemlich abwesend und nicht nur mir gegenüber und meine Ziele entfernen sich immer weiter von mir. Doch irgendwo tief in meinem Herzen schreit irgendwas nach Hilfe und ich kann leider nicht hören was es ist. Soll mich Vaan dafür bestrafen , dass ich gegangen bin , obwohl ich keine Sankru bin. Noch tiefere Schmerzen kann ich nicht mehr ertragen als das , was mir damals zugefügt wurde. Ich bin natürlich sehr dankbar dafür , dass sie mir ein Dach über den Kopf und Essen gegeben haben. Auch mich das Kämpfen gelehrt haben. Ich werden ihnen alles zurückgeben was ich ihnen schulde. Ich werde in Zukunft wieder Neutral werden und mich auf keine Seite richten. Dann soll ich dafür Verdammt sein allein zu sein. Wie kann ich nur denken eine Familie zu bekommen wenn ich nicht mal Schwanger werden kann? Mein Leben ist verflucht.
    • Deisek und ich haben begonnen Holzstämme zu halbieren um daraus Böden zu Formen. Doch kurze Zeit später sind wir einen Neuling namens Pete begegnet. Zumindest hat er schon mal ein mal die Erfahrung des Sterbens und der Auferstehung gemacht. Pete war schon ziemlich verwirrt aber ich denke er packt das schon. Ich habe ihm das wichtigste Grundwissen vermittelt. Wir alle kennen die Welt nicht und müssen sie erstmal kennen lernen. Pete hat mir angeboten mir zu helfen beim zusammenschustern des Bodens. Er ist wirklich kräftig gebaut und ist mir auch wirklich eine große Hilfe. Ich habe schon genaue Vorstellungen wie meine neue Behausung sein soll. Leider wird es nicht so stabil wie das Castello. Wie denn auch , wenn mein Bruder nicht da ist. Doch ich habe ja jetzt zwei starke Männer an meiner Seite und ich denke wir werden es ganz gut schaffen.

      Doch ich habe das Gefühl das Deisek nicht gerade sehr beliebt ist bei den anderen. Er ist wirklich sehr direkt und sagt meistens das was er denkt. Ich bin beruhigt , dass er bei den Sankrus nichts zu meinen Verschwinden hinzu gefügt hat. Es hätte mit Sicherheit schlimmere Folge gehabt aber er sagte nichts obwohl die Sankrus ihn nach seiner Meinung gefragt haben. Aber war es wirklich Sinnvoll das Deisek so über Charlie redet? Gegenüber den Sakrus? Ulysses ist sowieso gar nicht gut auf Charlie zu sprechen , soweit ich das mitbekommen habe. Und wenn Ramona Ulysses nicht immer zügeln würde , wäre Charlie mit Sicherheit schon tot. Sie sehen die guten Absichten nicht von ihm auch wenn ich selber nicht weiß , was er vor hat.

      Deisek und ich haben uns auf dem Weg zu Sheona gemacht und die Reise verlief doch ziemlich ruhig aber es war trotzdem ein langer Weg. Doch ich werde nicht die Kraft haben , mich so schnell auf den Rückweg zu machen. Ich muss die Räucherkammer für Reynir fertigstellen. Doch als ich schlafen gehen wollte , kam Charlie zu mir weil er mit mir reden wollte. Ich habe mich gewundert warum wir etwas abseits gegangen sind. Er sagte es mir kurz und knapp , Ray ist tot. Von den nackten Hunden zerfetzt. Er war doch immer so vorsichtig. Wie konnte das passieren? Auch wenn wir getrennte Wege gegangen sind , habe ich ihn geliebt. Ich bin verflucht und ich habe das Gefühl innerlich zu zerbrechen. Ich habe jeden verloren der mir im Leben wichtig ist. Mein Ungeborenes , Armenis , Ray und wahrscheinlich auch Antonio. Ich habe niemanden mehr , der mir halt gibt.
    • Die Tage ziehen sich in die Länge und jeder versucht mich aufzumuntern. Ich kann kaum schlafen , bin nur am weinen wenn keiner hinschaut. Ich fühle mich so leer. Ich bin froh das ich mich ablenken konnte , mit dem Bau von Reynirs Räucherkammer. Der alte Mann hat es tatsächlich fast geschafft mich zum Lachen zu bringen , doch meine Trauer kam schnell wieder durch. Der Sattel für Rubin ist auch endlich bald fertig. Diesmal kamen wir mehr ins Gespräch, auch wenn Charlie mir unbedingt aufdrängen wollte mir Reynirs Geschichten anzuhören von seinen Narben. Ich hatte keine Wahl und habe mich brav hingesetzt und habe zugehört. Bei so einigen Absätzen kamen mir immer wieder alte Erinnerung. Sie alle haben keine Ahnung wie ich gelitten habe. Wie es ist, immer wieder ein Strich ins Herz zu bekommen und das Gefühl zu haben in tausend Teile zu zerfallen. Doch wie werde ich reagieren wenn ich vor Rays Grab stehe? Werde ich meine Gefühle unter Kontrolle halten können? Ich werde es dann sehen. Noch ein oder zwei Tage, dann gehen Deisek und ich zurück in unser Lager. Da wartet jede Menge Arbeit auf mich.
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      Ich muss sagen es ist echt schwer mit einem Einheimischen quasi unter einem Dach zu leben. Deisek ist sehr ernst und hat meist ein schroffen Ton, doch an sich ist er ein guter Mensch. Jeder macht Fehler und aus Fehlern lernt man. Ich finde es nur seltsam, warum er mir mehr Vertrauen schenkt als den anderen, obwohl wir uns nicht lange kennen. Wir haben uns viel unterhalten und ich habe angefangen mich besser zu fühlen. Ich habe es auch irgendwie geschafft ihn ein Lächeln raus zu locken auch wenn er meine Scherze nicht ganz versteht, bin ich doch froh das er für mich da ist. Jeden Tag hilft er mir beim bauen und holt sogar Pflanzen ran für das Dach. Bei den Pflanzen sieht man deutlich das er da ein gewisses feingefühl besitzt auch wenn er es nicht zugeben will. Ich habe mich auch entschlossen mich von ihm tätowieren zu lassen. Als Erinnerung an alle die ich liebte und mir genommen wurden, auch an Antonio. Ich halte mich tapfer was die Schmerzen betrifft. Einige Tage später sind wir zu Sheona und den anderen zu Fuß gereist. Wie konnte es auch anders sein, denn ich wurde ordentlich am Oberschenkel von einem Raptor gebissen. Die Wunde war wirklich tief und es hat sehr stark geblutet. Deisek Verband es mir provisorisch und Charlie konnte alles weiter machen. Ich weiß nicht ob ich es richtig deuten konnte aber Deisek schien sehr besorgt zu sein. Aber warum? Er kennt doch die Gefahren viel mehr als ich? Ich werde ihn mal in einer ruhigen Minute fragen. Aber wenn er nicht gewesen wäre, wäre auch meine tätowierung hinüber gewesen. Es war allein meine Entscheidung gewesen die Schmerzen am Bein zu ertragen. Jake schien nicht sehr begeistert gewesen zu sein wie ich mich entschieden habe. Ich hoffe auch nur, dass "Mein Bild des Lebens" , wie es Deisek gerne nennt, wieder in Ordnung kommt nach der Entzündung. Ich denke da ist nur ein wenig Dreck ran gekommen und mehr nicht. Reynir bezeichnet mich als stark. Ist das wirklich so? Bin ich stark? Was meine Gefühle angeht bin ich das nicht. Ich habe mit der Zeit gelernt meine Schmerzen besser unter Kontrolle zu halten und nicht immer zu jammern.

      Und dann kamen noch diese Frau und dieser Mann. Die Frau sucht ihr Volk und Charlie will ihr helfen. Doch wird sie unser aller Leben in Gefahr bringen, wenn es soweit ist? Wir müssen abwarten. Dieser Jaro, nun ich weiß nicht was ich von ihm halten soll. Er erzählte uns das er in diese Hölle gegangen ist und beschrieb uns wirklich in Detail was er gefühlt und gesehen hat. Charlie war komplett anderer Meinung was diese Riesen Spinne angeht. Doch ich bin auf seiner Seite. Er ist auf etwas auf der Spur, wollte aber nicht genau sagen was. Doch ich finde Lösungen besser unser aller Leben zu schützen damit keine unnötig stirbt als zu kämpfen und leben zu riskieren. Doch wir müssen uns alle nochmal in Ruhe hinsetzten und darüber reden. Wenn die Sankrus wieder nicht dabei sind, dann ist das ihr Pech. Sie haben eh immer alles allein und auf eigene Faust gemacht. Ich bin gespannt was die Zukunft bringt. Aber ich muss erstmal gesund werden und die Raptoren von Deisek sicher nach Hause bringen. Ich habe ihm vorgeschlagen er solle nach Hause wenn er will und nicht auf mich warten aber er sagte er habe nichts dort um zurück zu kehren. Immerhin zeigt er so, das er nicht allein sein will.