Tagebuch einer Zivilistin

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    • In Gedanken gekehrt sitzt die junge Frau in ihrem Zimmer und sieht verträumt aus dem Fenster. Vor ihr liegt das aufgeschlagene Buch und sie beobachtet die Urzeitwesen welche dort draußen nichts von ihr ahnen. Seufzend streicht sie sich eine Strähne hinter ihr Ohr und träumt vor sich hin. Mal wieder hängt sie in Gedanken bei Marcus. Melancholisch denkt sie an den letzten Abend bevor sie zusammen aufbrachen. Als er meinte er würde alleine los ziehen wollen. In ihren Gedanken sieht sie Ian neben sich sitzen. Wie er wiedermal ihr Lied spielt. Das Lied der Familie. Stumm löst sich eine Träne und die junge Frau nimmt die schützende Brille ab.
      Hier war es toll, hier war es aufregend. Doch irgendwie wünscht sich Valeria zurück. Für einen Moment verfluchte sie die Welt und alle anderen Welten dazu. Sie fragt sich warum man immer in Ihr so etwas Großes sehen muss. Nicht nur dass es John gesehen hatte, nein, jetzt auch noch ein Greif. Nachdenklich mustert sie ihre verbrannten Handinnenflächen und stellt fest wie leichtfertig sie Munins Leben aufs Spiel gesetzt hat. Ihre Gedanken schweifen in die Vergangenheit ab. Zu dem schwarzen Wolf und dem Löwen. Zu Gordon und zu Jack. Kopfschüttelnd versucht sie es auf sich beruhen zu lassen, doch heute möchte ihr Kopf nicht so wie sie will.
      Sie schaffte es nicht einmal am Vortag in ihr Tagebuch zu schreiben. Leise summt sie die Melodie der Familie mit während sie ihren Dad förmlich spielen hört.

      John sagte immer das die Ungewissheit einen verrückt machen kann und sie war scheinbar auf dem besten Weg dort hin. Von Kopfschmerzen geplagt massiert sie sich die Schläfen und schließt für einen Moment die Augen. Sie dachte an Wolfs Rudel. An die beiden Wölfe welche nach der Beerdigung vor ihr standen. Nicht knurrend, nicht feindlich. Genau so trauernd wie das hübsche Mädchen selbst. Wie in alter Gewohnheit greift sie an ihren Hals um den kleinen Anhänger in die Hand zu nehmen welcher ihr immer Kraft gab. Doch auch diesen nahmen sie ihr. Selbst den kleinen blauen Engel welcher wirklich keinerlei Gefahr darstellte. Selbst dieser wurde ihr genommen. Ihre Stirn legt sich in Falten und sie atmet tief durch. Denkt an das schöne Leben welches die Brüder gerade leben durften. An der Tafel der Krieger sitzen sie alle zusammen. Die Familie geeint.

      Langsam öffnet sie ihre Augen wieder und steht auf. Entschlossen weiter zu gehen so wie es alle taten, selbst wenn sie nicht mehr konnten.
      Weiter den Weg beschreiten der ihnen auferlegt wurde. Selbst Hades war nicht mächtig genug den Kampf zu gewinnen, auch wenn er letzten Endes die Zerstörung vollbrachte wird er dennoch nie gewinnen.

      "Ich danke euch allen. Nur durch euch kann ich heute hier sein. Nur durch euer Blut und euren Schweis stehe ich heute dort wo ich nun bin. Ihr machtet mich zu dem was ich bin. Ich bewundere und vermisse eure Stärke die ihr an den Tag gelegt hattet. Und noch jetzt gebt ihr mir kraft, noch immer gehört ihr zur Familie, noch immer gedenke ich euer. Jeden Tag und Jede Nacht. Mögen die Ahnen Euch führen. Möget ihr Mich führen. Mich führen auf dem Weg welcher mir vorbestimmt und mich letzten Endes zu dem macht was euch an die Tafel der Götter brachte und noch viele andere Krieger in die Halle der Helden bringen wird."


      Ihr Verstand ist klar, ihre Worte voller Sehnsucht und Entschlossenheit. Erneut sieht sie gen Himmel und denkt an ihre Familie.
      Erneut entschließt sie sich dazu nicht aufzugeben und den unwirklichen Kampf welcher endlos scheint zu beschreiten. Noch bevor sie ihr Zimmer verlässt schließt sie noch einmal die Augen, atmet tief durch und versucht innere Ruhe zu finden ehe sie nach draußen geht.
    • Kopfschüttelnd streichelt sie den Adler während sie bei ihm auf dem Adlerhorst sitzt. In Gedanken lässt sie den Tag und das Erlebte Revue passieren und denkt über Milan nach. Sie versteht sein Verhalten aber dennoch konnte sie über diesen blinden Hass sowie diese unfassbare Besessenheit nur den Kopf schütteln. Schweigend löst sie das Buch von dem Lederriemen des Adlers und fängt an in ihr kleines Buch zu schreiben.

      Nach zwei Tagen schreib ich mal wieder. Ich weiß nicht, mir fehlte die Muse.
      Ich war gestern bei Milan. Und es lief wie ich es vermutet hatte. Anfangs schien er ziemlich unfreundlich, beinahe schon offensiv. Aber ich kann es ihm nicht verübeln. Würde zu mir eine mir fremde Person kommen und mir etwas von meinem Leben erklären würde ich ihr dezent sagen sie solle sich verpissen. Aber er hörte mir zumindest zu und taute allmählich auf. Er zeigte mir sein Schiff und auch seinen Rochen. Ich sprang ins Wasser und tauchte runter zu dem Delphin des Jungen. Liam. Ich hab ihn nicht kennen gelernt, aber er wohnt scheinbar bei Milan. Hehe. Der Kleine der Chris einen Pfeil verpasst hatte. Ich glaube er könnte mir gefallen.

      Naja. Er schien nicht davon begeistert zu sein dass ich ihr war, oder eher gesagt dass ich wegen Chris hier war. Wir sprachen darüber wie es ist hier zu sterben. Und scheinbar war er auch erstaunt wie dumm ich bin. Die einen scheint es zu beeindrucken, andere wiederum zu verstören. Aber gut, seis drum. Ein Tod mehr oder weniger tut nichts zur Sache. Außerdem, vielleicht ist es irgendwann ja doch noch der Letzte. Er erzählte mir von seinem Tod und das eines dieser Wasserbiester dafür verantwortlich war. Irgendwie schon lustig dass er sich jetzt genau so ein Tier zu eigen machen möchte. Gut, dieses Exemplar muss notgeschlachtet werden wenn er es nicht schafft. Also hat es zumindest noch einmal die Chance.
      Das Gespräch mit ihm über Chris war sehr einseitig. Oder wie soll ich es besser sagen..? Uneinsichtig? Ich versteh dass er den Jungen schützen möchte. Ich weiß nicht wie sie zu einander stehen, aber wenn ich Dad und Marcus schützen müsste, dann würde ich mich mit allen verdammten Drachen dieser verfluchten Welt anlegen. Und wenn es unzählige Tode bedeuten würde. Ich versteh ihn. Doch, ja tatsächlich. Aber was ich nicht verstehe ist dieser blinde Fanatismus. Anders kann ich es nicht benennen. Er urteilte über Chris weil er einen schwerwiegenden Fehler begangen hat, schwerer als viele andere die ich bisher gesehen habe. Aber dennoch nicht so Endgültig wie andere Fehler. Und doch zerbrach es den Reiter dass er seinen, scheinbar, besten Freund getötet hatte. Selbst wenn er wieder vor ihm stand, allein die Tat welche er begannen hatte zerbrach ihn.

      Ich hoffe nur, ich wünsche mir für mich selbst, dass Milan das selbe Schicksal trägt wie es Chris trug. Chris verbrannte ihn und riss sein Haus nieder, doch er hatte noch einmal die Chance sich zu entschuldigen. Seiner Seele Frieden zu schenken. Doch dieses Geschenk hat Milan nicht. Und genau dies wird sein Fluch sein. Und obwohl er genau wusste dass er nicht mehr zurück kommen würde rammte er ihm den Speer in die Brust als wäre alles nur ein Spiel. Man merkte das er es nicht wollte. Aber seine Besessenheit, für welche er Chris verurteilte, trieb ihn dazu den letzten Schlag auszuführen. Den endgültigen Schlag. Hin und wieder frage ich mich tatsächlich ob Chris den Stein entfernt hat. Ich sah niemals seine Wunde, nur einen blutigen Verband. Doch das ist eine Frage die ich früher oder später beantwortet bekomme.
      Dad hielt sich daran was ich sagte. Und auch Cara folgte meinen Anweisungen auch wenn es mich wirklich überrascht hatte. Doch es war nicht unser Kampf der dort gefochten wurde. Dies war eine Sache zwischen den Beiden. Das einzige was ich tun konnte - und auch tun wollte - war ein Gespräch einzufordern. Ich gab Milan mein Wort das ich mich hinterher nicht einmischen werde, solange er Chris noch einmal zu hörte. Und dies tat er.
      Nur bis dorthin galt ihm unser Schutz, bis ich mit Milan sprach hatten Cara und Ian die Anweisung dass Chris nichts passieren durfte. Und die erfüllten sie beide.
      Doch die einzige Unterstützung die wirklich wichtig gewesen wäre, mir wichtig, war der Greif. Doch wie konnte ich darauf hoffen dass er auftauchte? Es war schon Ehre genug das er uns hin und wieder Gesellschaft leistete. Und scheinbar war auch Milan neu dass diese Wesen mit einem Kommunizieren können.

      Cara und Chris verstanden was ich ihnen vermitteln wollte. So unterschiedlich sie auch waren - dennoch waren sie Gleich.
      Ich hatte es bei Milan versucht, ich zeigte ihm einen Weg, doch die Wahl traf er selbst. Und er entschied sich für einen, dem Anschein nach, sehr schweren Weg. Die Besessenheit die Chris in sich trug, die ihn zu dem Machte was ich in ihm sah, die selbe Besessenheit trägt auch Milan in sich. Und er wird nicht ruhen bis er endgültig tot ist oder er den Drachen endlich erwischt hat. Ich bin mir sicher dass er ihn nicht finden wird. Auch wenn ich eine Vermutung habe wo er sein könnte. Einen Ort an dem sich kein normaler Mensch und auch kein Tier hinwagt. Doch das wird er mir wohl nie bestätigen können. Und selbst wenn, es ist besser wenn ich es weder weiß noch genaueres hier rein schreibe. Wer weiß wann jemand dieses Buch meinen kalten Händen entreißt und es durchliest. Der Drache war kein blindlings tötendes Tier. Ich sah es in seinen Augen, er war mehr als nur das. Aber das ist lediglich meine Meinung.

      Es tut mir für Cara leid. Aber zumindest musste sie nicht die Entscheidung fällen.
      Zumindest klärte sich zwischen ihr und Chris ein kleiner Teil bevor er gehen musste. Jeder ist für seinen eigenen Weg verantwortlich, ich kann ihnen nur die einzelnen Wege zeigen die ich für sie sehe. Milan wählte den Seinen. Und auch Cara wählte den Ihren. Eine kluge Frau aus der noch viel werden kann, wenn sie sich öffnet. Wenn sie beginnt zu sehen. Ich frage mich nur was Liam denkt. Was er von Milan hält wenn er erfährt was er tat. Ist der Junge auch von blindem Hass gelenkt oder gibt es für ihn noch Hoffnung? Ich werde es sehen wenn ich ihm in die Augen sehe.

      Der Tod von Chris betrübt mich, aber es ist auch nur ein weiterer Körper der nicht mehr bei uns ist. Oben, wenn wir nach oben sehen, schimmert ein neuer Stern. Und auch er wird auf diejenigen herab sehen und sie schützen welche er ehrt, respektiert und liebt. Vielleicht sogar auf Milan. Chris wirkte nicht als wäre er von Hass zerfressen, er wollte lediglich Vergebung und sich erklären. Und auch in ein paar Jahren wir Milan vielleicht verstehen was er jetzt noch nicht versteht. Aber das ist nichts was mich etwas angeht. Er ist vermutlich bestraft genug den Fluch ertragen zu müssen seinen Freund getötet zu haben. Und das ohne Gegenwehr.
      Ich muss sagen, ich habe großen Respekt vor Chris. Er starb ehrenhaft und mit aufrechtem Blick. Selbst wenn er längst gebrochen war. Er winselte nicht um Gnade oder bettelte um Erbarmen. Er stand für die Taten die er begangen hatte gerade. Die ein oder anderen werden ihn vielleicht sogar Märtyrer nennen. Und das ein Stück weit zurecht.
      Er wollte Frieden und bezahlte mit dem Tod.

      Ich war nicht an seiner Beerdigung, stimmt. Ich wollte John und Rimay folgen, doch ich musste noch etwas anderes erledigen.
      Aber auch hier, Drachenreiter, kann ich dir gedenken.

      Mit einem Lächeln schließt sie das Buch und überlegt für einen Moment. "Munin also." flüstert sie leise und sie nickt verstehend.
      Ihr Blick wandert lächelnd gen Himmel. Für einen kurzen Moment schließt Valeria ihre Augen und genießt die Stille bevor sie zu sprechen beginnt.

      "Ehre wem Ehre gebührt.

      So mögest du führen, dein Schwert mit eiserner Hand.
      So mögest du heben, dein Schild und halte Stand.
      Gedenke der Ahnen, sie werden dich führen. Gedenke der Stärke, wenn sie dich berühren.
      Zum Geleit die Willenskraft unserer Ahnen. So mögen sie dich vor Unheil bewahren.

      So führe die Liebsten mit stählernem Willen.
      Zeige ihnen die Wege, doch stets im Stillen.
      Doch nun, so geh nach Walhall, den Göttern zum Geleit.
      Denn auch für dich wird es nun langsam Zeit."

      Mit diesen Worten sieht sie zu ihrem Adler und überlegt für einen Moment. "Und morgen mein Guter werden wir los fliegen und Munin raus lassen. Wenn ich mich recht erinnere sprach er auch von Hugin. Wir können sie nicht verhungern lassen nur weil der Blinde Zorn anderer ihren Freund zu Grunde gerichtet wurde.". Kurz kreischt der Adler einmal auf und fordert Valeria dazu auf ihn zu kraulen. Müde Lächelnd nickt sie den Adler schweigend an und beginnt ihn sanft am Hals zu kraueln. "Er gehörte nicht zur Familie, aber scheinbar war er dennoch einer von Uns. Meinst du nicht?".
      Müde schmiegt sie sich an den Adler und sucht Schutz unter seinem großen Flügel ehe sie sich hinlegt und sanft in eine unruhige Nacht mit zerrüttetem Schlaf gleitet.
    • Zufrieden und glücklich liegt Valeria in ihrem Bett. Seufzend streckt sie sich lächelnd und schwingt sich aus dem Bett ehe sie die Leiter herunter springt. Mit einem ganz neuen Elan als die letzten Tage tänzelt sie beinahe verspielt zu ihrem Schreibtisch und krallt sich ihr Buch. Leise öffnet sie die knarrende Türe und klettert zu dem Adler nach oben. "Hey mein Freund." sagt sie mit gedämpfter Stimme und streichelt den Adler über den Schnabel.

      Ha !
      Was für ein Tag !! Wir haben Marcus gefunden! Ich weiß nicht wie lange er schon hier ist. Aber ich fand ein Zelt am Strand und wurde neugierig. Murrend knurrte mir ein Mann entgegen und fluchte auch schon in allen Tönen. Ich wusste das konnte nur Marcus sein! Und da stand er so wirklich wie wir selbst. Hehe. Jetzt ist die Familie endlich vereint. Es gab nur einen Moment an welchem ich so Glücklich war wie Heut. Und zwar als ich den Brief von John las.

      Der Tag war im Allgemeinen gut. Dad war mit Skadi unterwegs und ich mit dem Rüden. Der gute verirrte sich in unserer Grube und ich näherte mich immer wieder mit einem blutigen Stück Fleisch. Irgendwann vertraute er mir weit genug dass ich mich nähern konnte. Ich überwältigte den Rüden und brachte ihn in einen Zwinger wo ich ihn langsam an mich gewöhne. Allmählich funktioniert es. Was wohl am besten funktioniert ist die Hetzjagd. Er und Skadi stacheln sich gegenseitig an. Wobei es hin und wieder gefährlich war die Gemüter der beiden wieder zu beruhigen. Nachdem Skadi nun schon ein paar Tage bei uns ist habe ich ihr Riemen angelegt. Dad musste natürlich ausprobieren sich drauf zu setzen - sehr zur Missgunst des Tieres! Sie warf ihn sofort wieder ab und ich rechnete schon beinahe mit seinem Tod, doch sie tat ihm nichts.
      Ich bin gespannt wie lange wir dafür brauchen bis sie John auf sich reiten lässt.

      Mein Freund der Greif war hier. Natürlich wollte er wissen was mit Chris raus kam. Nun ja.. Ich denke er war von meinem Versagen nicht unbedingt erfreut, doch ändern konnte weder er noch ich es. Wäre er da gewesen... Hätte er mich unterstützt, dann wäre es vielleicht anders gelaufen. Doch ich stand dort unten ziemlich alleine. Natürlich, es war meine Aufgabe, aber dennoch hätte ein wenig geflügelte Unterstützung nicht geschadet. Ich bin seit dem Besuch am überlegen ob er mich zu dem Drachen bringen soll. Warum? Ich weiß es nicht... Es ist ein Gefühl das ich es tun sollte, dass ich es versuchen sollte. Bisher hat mich mein Gefühl selten getäuscht. Doch ohne Chris habe ich eine Menge Respekt vor dem Wesen. Der Greif wirkt mir nicht so einschüchternd wie der Drache.
      Ich hoffe der Greif taucht die nächsten Tage hier auf, ich möchte mit ihm reden.

      Marcus ist komplett durch den Wind. Hehe. Ich hab ihn noch nie so viel im Dialekt reden hören wie hier. Und verdammt nochmal, es ist ansteckend. Bisher habe ich es gut verbergen können wer ich wirklich bin, doch er macht es mir verflucht schwer. Sehr schwer!
      Aber ich freue mich das er wieder hier ist. Und ich hab da auch schon eine kleine Idee. Eigentlich war Ian für so etwas immer Zuständig, doch ich glaube inzwischen muss ich diese Sache übernehmen. Und ich hab da auch schon etwas im Kopf, ich muss nur noch ein wenig daran arbeiten und muss mit Munin zusammen einen Stein organisieren. John wird es gefallen, und ich denke auch das Marcus damit kein Problem haben wird. Doch alles zu seiner Zeit. Es erfordert Geduld und Vorbereitung. Aber es würde uns allen gut tun denke ich.

      Wir müssen uns etwas überlegen wo Marcus erst einmal unterkommt. Entweder er schläft bei mir oder bei John. Hehe, oder doch bei der Hyäne wie ich ihm angeboten hatte, hehe. Fand er wohl nicht so lustig wie ich. Ich bin glücklich dass es nicht mehr so ruhig ist. Hehe, ich hab wieder jemanden zum Ärgern und vor allem der mich auch ärgert. Doch etwas ist Anders... Und ich glaube ich weiß auch was. Aber das lasse ich auf mich zukommen. Erst einmal muss ich noch einmal den Greifen treffen. Und dann schauen wir mal weiter was Dad nun jetzt Cara zugesichert hat. Marcus gefällt die Sache scheinbar genau so wenig wie mir. Er ist genau so misstrauisch wie ich, zumindest macht es den Eindruck.

      Aber für heute war es das.
      Ich werde mich hinlegen. Morgen ist auch noch ein Tag. Ein Tag voller Vorbereitungen und Arbeit - irgendwie graut es mir. Aber was sein muss, muss sein.



      Über ihr Vorhaben grübelnd bleibt sie noch ein wenig bei dem Adler oben eh sie sich schlafen legt. Schließlich verfielen die Männer bereits wieder in alte Gewohnheiten was die Wache betrifft und sie ging amüsiert und kopfschüttelnd ins Bett. Immer noch mit einem sanften Lächeln auf den zarten Zügen liegt sie in ihrem Bett und sieht aus dem Fenster wo sie den Vollmond betrachtet. Im stillen dankt sie dem Mond für sein schützendes Licht in noch so düsterer Nacht. Noch eine Zeit lang denkt sie über die Vergangenheit nach. Sie sieht sich selbst wie sie einen Weg ging den sie nie gesehen hatte, bis Jetzt. Bis eine junge Frau, stärker als mancher Mann, nun lächelnd im Bett liegt. "Tja, meine Hübsche. So kann sich ein Mensch ändern." sagte sie zufrieden grinsend und war stolz auf sich selbst.
    • Gemütlich taucht Valeria durch den glasklaren See und schwimmt ihre täglichen Runden. Das Wasser ist kalt, doch die junge Frau hat gelernt wie sie im Eiswasser überleben kann. Während sie gerade mit offenen Augen durch den kleinen See taucht legt sich ungewollt ein Schmunzeln auf ihre Lippen als sie daran dachte wie sie von Terrence ausgebildet wurde. Im Meer musste sie schwimmen bis sie beinahe keine Ausdauer mehr hatte, sie kämpfte förmlich damit wieder an Land zu kommen. Und dann musste sie mit, bereits blau gefrorenen Fingern, ihre Waffe zerlegen, zusammensetzen und anschließend nach- sowie durchladen damit sie wieder komplett Einsatzfähig war. Und erst dann durfte sie sich mit ihren kalten Händen ein Lagerfeuer machen. Natürlich ohne Feuerzeug oder Streichhölzer. Kopfschüttelnd taucht sie auf und geht in Ruhe an Land.

      Brav sitzt der Rüde dort und wartet wie es ihm befohlen wurde. Grinsend geht sie zu dem Tier und streichelt ihm über den Kopf, ehe sie von einem hohen Felsen ein Fleischstück herunter holt und es ihm zuwirft. Gekonnt schnappt die Hyäne nach dem Stück und schlingt es in einem Happ hinunter. "Hehe. Guter Junge." sagt sie lobend während sie an ihm vorbei geht und ihm pfeift dass er ihr folgen darf. Zuhause angekommen entzündet sie ein Feuer und wärmt ihren kühlen Körper mit ein paar Trainingseinheiten wieder auf ehe sie sich setzt und ihr Tagebuch beginnt.

      Thja.
      Das habt ihr euch wohl nicht gedacht oder? Trotz des kleinen überlebenskampfes hier mach ich brav meine Übungen. Gut, okey. Nicht mehr täglich. Aber Minimum jeden zweiten Tag. Da sieht man mal wie die Jungs mich gedrillt haben. Neben den ganzen Arbeiten hier und dem ständigen Kampf mach ich auch noch das. Was bin ich für ein Freak? Hehe. Wobei! Ich kann mich ja nicht immer auf Munin oder die Männer verlassen. Ich hab es in der Wüste gesehen. Aber man sieht, ich bin trotz der unsagbaren Schmerzen nicht zerbrochen.

      Hehe. Es ist schön dass Marcus wieder bei uns ist. Es rührt sich etwas und man hört ihn immer überall fluchen. Während die Männer noch beschäftigt waren ging ich nach draußen. Munin und ich schlichen uns davon.
      Wenn man bei einem riesigen Adler von schleichen sprechen kann. Naja, wir erkundeten die Gegend. Wie immer. Ich muss alles noch vorbereiten und bin guter Dinge dass es so klappt wie ich möchte. Ich habe auch schon den richtigen Ort dafür gefunden! Ich bin gespannt was sie dazu sagen werden. Des weiteren hab ich eine alte verlassene Kathedrale gefunden. Zumindest scheint es so. Es wirkt zumindest so. Wie ein Kloster, eine Kathedrale oder irgendein wichtiger Ort der einst hier ansässigen Kultur. Ich bin nicht weit rein, zu groß war der Respekt wieder von unzähligen Spinnen überfallen zu werden. Und diesmal konnte ich mich nicht drauf verlassen das Munin mir helfen würde. Durch die Fenster war es ihm unmöglich herein zu kommen. Ich denke ich werde heute oder Morgen nochmal dorthin gehen. Der Ort interessiert mich. Vielleicht finde ich dort mehr heraus. Mehr über diese Artefakte von denen alle sprechen. Meine Neugier ist geweckt. Und... Nun ja... Nachdem wir wieder vereint sind ist es mir egal ob man hier weg kommt oder nicht. Das einzige was mich hier weg trieb war die Suche nach Marcus.

      Nachdenklich blickt sie auf die Seiten und hört auf zu schreiben. Sie lässt das Kohlestück spielend durch ihre Finger wandern. Der dünne Gegenstand wandert wie ihre Marke über ihre Finger. Lange hatte sie geübt bis sie ihre Marke lässig wie in einem Western, die dortigen Geldstücke, die ihre Marke wandern lassen konnte. Doch inzwischen war sie so geübt dass es ihr nicht einmal mehr auffiel wenn sie das tat. Der Gegenstand musste nur die richtige Größe und Stärke haben. Erst als sie selbst sieht wie die Kohle ihre Finger immer dunkler färbt fällt ihr auf was sie gerade tat.

      Hmm... Hugin also... Ich halte es immer noch für eine dumme Idee. Eine sau dumme Idee. Einen Greifen... Ich denke er wird dabei draufgehen. Und das nicht nur einmal. Aber Hey - wenn er es versuchen will nur zu. Ich warte dann bereits auf ihn um ihn gehässig auszulachen. Niemand kann einen Greifen unterjochen. Der einzige Greif, den ich mir vorstellen könnte, wäre mein großer Freund. Aber auch nur weil er bei uns bleiben möchte. Irgendwie würde es mich freuen. Seine Gegenwart beruhigt mich auf eine sehr eigenartige Weise.

      Nun gut. Ich muss erstmal aufhören hier.
      Die Jungs sind scheinbar bei Cara und ich hab hier noch eine Menge vorzubereiten bis sie wieder hier sind. Vor allem muss ich alles noch an den Platz schaffen den ich gefunden habe. Das wird ja eine widerliche Arbeit.
      Ich muss nur noch schauen wie ich diesen verdammten Felsen dorthin bekomme. Ich muss irgendwie ein Tragegeschirr für Munin bauen damit er mir dort helfen kann.
      Ich bin mir sicher dass er das Gewicht tragen kann. Hoffe ich zumindest. Ansonsten ist der ganze Plan für den Arsch...


      Seufzend schließt sie das Buch und fährt sich durch die Haare. Valeria sieht nachdenklich auf das geschlossene Buch und grübelt wie sie ihren Plan umsetzen kann. Ohne dass sie von Irgendwem Hilfe erbitten muss. Grummelnd schiebt sie das Buch bei Seite und macht sich etwas zu Essen am Herd bevor sie sich schlafen legt. Noch eine Zeit liegt sie wach in ihrem Bett und starrt an die Decke während sie über Marcus nachdenkt.
    • Ohne ein weiteres wort und so schnell sie die Adlerschwingen tragen konnten flog Valeria zurück nach Hause.
      Dort angekommen lies sie den Adler landen, ging in ihr Haus und packte ihre Sachen in den kleinen Rucksack. Alles andere befestigt sie vorsichtig an dem Adler.
      Zu guter letzt pfeift sie die Hyäne aus ihrem Zwinger und legt ihr mehrere Lederfetzen um. "Munin, los!" sagte sie und der Adler griff vorsichtig nach der Hyäne ehe sie los flog.
      Kopfschüttelnd und aufgebracht stürzte sie sich mit dem Adler die Klippen hinab ehe sie sich zu einem ihr vertrauten Fleck begab. Ohne eine Nachricht oder einen Hinweis verlässt sie ihr Zuhause und schließt noch nicht einmal mehr die Türen. "Ich kanns nicht glauben.." flüstert sie leise und legt sich für einen Moment auf den Adler bevor sie beginnt die Sachen abzuladen. "Gut das ich bereits angefangen hatte.. Ich wusste ich könnte den Unterschlupf noch brauchen.." murmelte sie mehr zu sich als zu Hades während sie ihm über den Kopf streichelt und ihren Schlafsack auf den Boden wirft.
      "Er ist unvorsichtig.." brummt sie enttäuscht und wütend zu gleich während sie ihren Arm um den Rüden legt und sich an ihn kuschelt.
    • Nachdenklich sitzt Valeria auf dem Holzboden und schnitzt mit dem angebrochenen Stein welchen sie als Messer verwendet Symbole in das Holz. Sie versucht die Inschriften der Ruine wieder zu geben und ordnet sie in selber Reihenfolge an wie sie diese abgezeichnet hat. Immer wieder schweifen ihre Gedanken zu Ian ab und ein trüber Gesichtsausdruck legt sich auf ihre Züge. Trotzig schnitzt sie weiter in dem Holz und vervollständigt die Inschriften welche sie gefunden hatte ehe sie diese für sich selbst vorliest. "Fovfrost, Bottled, Tho Wo Ma, Skinnwalker, Ted Warring, Gardsco, Jym, Olscartch, Dmiumblue, The Angry Snake, Anubian Prime, Xxistenzz, Jure Iones, Myndmelt..." flüstert sie leise und versucht einen Zusammenhang zwischen den Wörtern zu finden. "Es klingt wie Namen.. Namen großer Personen..." sagt sie nachdenklich und beginnt die Buchstaben heraus zu suchen welche dicker geschrieben wurden und schreibt sie in ihr Buch.

      Ich habe diese seltsamen Inschriften gefunden. Ich weiß nicht was sie zu bedeuten haben, aber ich glaube es könnte Dad interessieren. Ich versteh nur nicht warum manche Buchstaben dicker geschrieben wurden.

      OVROST, OTTL, TOWOM, SNNWR, TWRRIN, GRSO, JY, OLSRT, MIUMLU, TNRYS, NUNPRM, XXSTNZZ, JURIONS, MYNMLT...

      Was hat das zu bedeuten?
      Ich zerbrech mir seitdem ich das gelesen hab den Kopf und ich weiß nicht wie ich weiter kommen kann. Aber gut. Das werde ich Dad zeigen, er weiß sicherlich etwas damit anzufangen. Dad.. Mir is verdammt nochmal kalt.. Ich sitz hier in dieser scheiß unfertigen Baustelle und mir ist kalt. Ich versteh einfach nicht wieso er das einfach entschieden hat... Er hat mir gesagt das wir darüber noch reden, das wir das gemeinsam beschließen.. Und jetzt hat er es alleine entschieden. Ich bin enttäuscht... Es fühlte sich an wie ein Messerstich. Naja. Aber gut, ändern kann ich es nicht. Ich werde erst einmal hier bleiben bis ich mich beruhigt hab. Ein Streit würde alles nur gefährden.. Ich versteh nicht was er vor hat. Ich seh diese verdammten Fäden nicht. Ich weiß weder auf welchem ich mich befinde noch wo der nächste ist. Ich glaube John und der Greif haben sich getäuscht. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie habe ich verlernt zu sehen. Ich will wieder zurück, nach Hause... Ich vermisse es... Marcus ist zwar wieder hier, die Familie vereint.. Aber ich will nach Hause. Ich weiß nicht warum, aber irgendetwas blendet mich hier. Ich sehe nichts und davon viel.

      Mir fehlt der Antrieb, das Ziel. Zuhause hatte ich immer ein Ziel vor Augen, hier nicht. Ich muss meine Familie nicht schützen, es gibt abgesehen von den Tieren nichts bedrohliches. Zuhause war es etwas anderes. Dort gab es immer irgendwelche Fraktionen und Gruppen die uns gejagt haben oder hinter einem von uns her waren. Aber hier? Hier scheint die Welt ja in Ordnung zu sein. Die Konflikte werden scheinbar durch größer scheinende Bedrohungen bei Seite gelegt. Seien es nun Drachenreiter, Drachen oder riesige Fleischfresser. Und wenn das nicht der Fall ist dann verkriechen sich alle in ihren Häusern und warten bis sie an Altersschwäche sterben.

      Ich habe, seitdem ich hier bin, noch nie jemanden außerhalb einer Behausung getroffen. Die einzige die ich bisher in der Wildnis getroffen habe war Cara. Alle verstecken sich feige hinter ihren Mauern und warten darauf bis jemand zu Besuch kommt - am besten mit Kaffee und Kuchen... Zum grauen ist das hier.

      Und dieser Ironman von Youtube der versetzt alle nur in Helle Aufregung. Ich bin mir nicht mal sicher ob da jemand drin steckt oder ob es lediglich eine Drohne ist. Es fliegt nur immer rum, spricht kein Wort, ignoriert alles und jeden und bleibt stets auf Abstand. Es scheint sich scheinbar nur mit den Dinos anzulegen. Und das scheinbar auch nur mit dieser Energiewaffe. Ich glaube inzwischen das dieses Ding nicht einmal von einer Person gesteuert wird. Es ist vermutlich einfach nur eine Sonde die uns beobachtet und ermittelt. Irgendwelche Werte die in diese großen Dinger hochgeladen werden. Vermutlich sind diese Dinger auch für das Schild zuständig welches ich gefunden habe. Die Dinosaurier scheint es nicht zu stören. Ich habe ein Rudel Federraptoren beobachtet wie sie einfach durch liefen und auf der anderen Seite weiter jagten, doch sobald ich es berühre ist es wie eine Wand. Ich frage mich ob man hindurch kommt wenn man keinen Stein mehr besitzt... Vielleicht ist dieser Stein der Schlüssel. Vielleicht kommen wir weg wenn wir ihn entfernen.. Ich bin von Tag zu Tag mehr am überlegen es zu versuchen... Das Entfernen wäre kein Problem, notfalls muss die Hand dran glauben und wird anschließend gut ausgebrannt und versorgt. Hmm. Ich muss das Risiko abwägen - wobei.. Was für ein Schwachsinn ! Ist der Tod nicht etwas natürliches? Etwas das man nicht aufhalten sollte?? Ich kling schon genau so bekloppt wie diese Verrückten hier.

      Nur der Tod ermöglicht uns das wahre Leben. Denn wer den Tod nicht respektiert und meidet - der hat das Leben nicht mehr verdient. Es fehlt die Angst. Es fehlt das Verlangen zu Überleben. Die Leute hier töten sich bevor sie eine Wunde auskurieren... Das ist einfach Traurig. Es scheint als würden sie nicht schätzen was man ihnen geschenkt hat. Und zwar das Leben selbst.


      Verwirrt seufzend fährt sich die hübsche Frau übers Gesicht und massiert sich anschließend die Schläfen. Sie rutscht ein wenig nach hinten um sich an der Wand anzulehnen und sieht Gedankenverloren auf ihr Buch ehe sie den Stein betrachtet. Das rötliche Glimmen des Implantats zieht sie irgendwie in einen Bann und erst nach kurzer Zeit schüttelt sie den Kopf. "Die Säuberung also.. Cleanout.." murmelt sie leise während Zeige- und Mittelfinger ihrer Rechten über das Implantat streifen. Genauer betrachtet sie den implantierten Fremdkörper und versucht abzutasten wie weit dieser in den Körper integriert ist. "Chris hat ihn sich selbst entfernt meinte er.." spricht sie zu sich selbst und nimmt ihr Tagebuch wieder in die Hand.

      Was wäre wenn alle hier diesen Stein entfernen würden? Was würde dann geschehen? Vermutlich hätten unsere Entführer dann keine Kontrolle mehr darüber. Natürlich, es würden viele Leute sterben. Aber die meisten leben hier sowieso schon viel zu lange. Die Highbloods würden von ihrem hohem Ross steigen. Hm. Der Professor kann mir sicher die ein oder andere Sache beantworten. Ich glaube ich werde ihn irgendwann mal besuchen. Er kann mir sicher helfen während alle anderen abgelenkt sind. Sei es nun durch die Drohne, den Greifen oder etwaige Tiere welche versuchen ein zu fressen. Hehe, oder durch Einhörner.

      Ich vermiss die Maske. Muss ich zugeben. Es war, nein es wirkt so, dass es anders war als wir sie noch hatten. Hier wirkt es irgendwie hinfällig. Vielleicht bilde ich mir auch nur alles ein. Aber der Tod nagt an mir. Und zwar sehr. Ich weiß nicht warum, aber ich werde damit nicht fertig nicht sterben zu können. Es sei denn ich mache es beabsichtigt oder es passiert durch Pech. Aber irgendwie nimmt es mir die Lebensfreude. Warum sollte ich jeden Tag oder eher gesagt jeder Auferstehung erneut feiern wenn ich sowieso nicht sterben kann? Es sei denn ich werde von dem Cleanout betroffen und erleide deren Schicksal. Aber selbst dann wirkt es eher wie ein Segen. Vielleicht hatte die Mutter deswegen gelächelt und nicht geschrien. Hm. Dinge die ich sie wohl nie fragen kann.

      Aber gut. Wenn sich mein Gemüt beruhigt hat werde ich zu Ian fliegen und mit ihm reden. Ich hab alles bereits hergerichtet. Es ist alles soweit fertig. Nur war Cara zu neugierig. Es war nicht ganz die Wahrheit - aber Außenstehende geht es nun mal nichts an. Ganz einfach. Es ist mir egal was Dad sagt, wie sehr Ian ihr vertraut. Ich tu es nicht. Und ich bin auch sicherlich nicht ihr schwarzer Wolf den sie sich einbildet. Da trägt man den Pelz eines erlegten Wolfes und wird schon beinahe gepriesen... Es ist Ihr Banner, und nicht das meine. Ich folge nur einem schwarzen Wolf. Nur einer Person welche einen schwarzen und einen weißen Wolf symbolisiert.


      Nachdenklich fasst sie an die Stelle wo sie das Symbol des Wolfes aufgenäht hatte. Kopfschüttelnd sinkt ihr Arm auf ihren Schoß und ein langer und gepeinigter Seufzer verirrt sich in dem Haus welches mehr Baustelle als alles andere ist. Ein sanftes Lächeln legt sich auf ihre Lippen als sie an die Zeit beim schwarzen Wolf denken musste. Entschlossen legt sie ihr Buch zur Seite und beginnt mit ihrem Training bei welchem sie Laut mitzählt. Doch diesmal setzt sie sich keine Grenze. Sie macht die Übungen bis sie zusammen sackt und es ihr Schwarz vor Augen wird.
    • Notizen und Forschungen

      Herbivoren
      • Triceratops (Dreihorn)
      • Gallimimus (Läufer)
      • Parasaurus / Hornbläßer
      • Ankylosaurus (Stachelrücken)
      • Pferd
      • Schaf
      • Kleiner Wurm
      • Großer Wurm (Hallo Sager)
      • Brachio- oder Brontosarurus
      • Kleiner Brachio/Bronto
      • Dornfuß Dino
      • Dodo
      • Schildkröte
      • Biber
      • Kleines Faultier
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    • Nervös sitzt Valeria neben dem Lagerfeuer und bindet Pfeil für Pfeil. Bereits eine beachtliche Menge liegt zu ihrer Rechten auf einem Haufen. Immer wieder nippt sie von einem Sud aus den Schwarzen Beeren und tunkt ihre blutigen Fingerkuppen in eine zähflüssige Flüssigkeit aus den selbigen Beeren. Durch das anschärfen der Spitzen sowie das Binden der Pfeile sind ihre Hände aufgeschürft, angegriffen und haben überall Riss- und kleine Schnittwunden. Musternd betrachtet sie die kleinen Päckchen von je 20 Pfeilen und arbeitet entschlossen weiter. Bereits 120 Stück liegen neben ihr und es ist scheinbar kein Ende in Sicht, nicht wenn man die Entschlossenheit in ihren Augen sieht.


      Nach weiteren 40 Pfeilen beendet sie ihre Arbeit und wischt sich die blutigen Finger ab. Ihr Körper zittert und sie trinkt erneut einen Schluck von dem Sud ehe sich ihre Hände wieder langsam beruhigen. Mit geschlossenen Augen atmet sie einmal kurz durch und nimmt ihren Einband zur Hand.

      Ich hab seit ein paar Tagen nicht mehr geschrieben. Ich schaff es nicht meine Gedanken zu sammeln. Die Drachenpopulation steigt mächtig an. Inzwischen treiben sie sich sogar außerhalb der Drachenschlucht herum. Gestern habe ich diesen Aiden in den Tod geschicht, allerdings nicht beabsichtigt. Ein Drache tauchte hinter uns auf und ich versuchte ihn mit Munin von ihm, Cara und vielleicht meiner Familie -wenn sie dort waren- wegzulocken. Doch scheinbar hatte ihm der Drache noch einen Feuerstoß hinterher geschickt während er sich mit dem Adler und mir beschäftigte. Ich glaub Aiden ist ein wenig eingeschnappt, aber gut - das ist mir Relativ. Er soll sich nicht so anstellen, schließlich lebt er ja wieder. Was mir viel mehr Sorgen macht ist die Tatsache das sie sich inzwischen auch auf der Ebene herum treiben. Ich weiß das Dad und Marcus des öfteren bei Cara sind, ich muss irgendetwas unternehmen. Inzwischen habe ich auch einen sicheren Platz gefunden. Und ich denke man wird mich nicht so schnell finden können, vor allem nicht der Greif.

      Ich glaube ich werde verrückt. Ich weiß das Aberglaube ganze Welten versetzen kann, aber dieses neue Artefakt das ich gefunden habe bringt mich glaube ich allmählich um den Verstand. Inzwischen trage ich es nicht mehr bei mir. Ich habe es versteckt. Es verändert mich allmählich habe ich den Eindruck. Oder ich bilde mir diesen ganzen Schwachsinn einfach nur ein. Ich weiß es nicht. Aber ich werde sie finden, alle. Und wenn ich dafür über Leichen gehen muss. Ich will von dieser verdammten Insel hier weg. Egal was es kostet. Wenn die Männer mit wollen, dann sollen sie das. Wenn nicht werde ich alleine gehen. Und es ist egal wo ich raus komme, ich werde dort weitermachen.

      Ich habe nun endlich eine richtige Waffe. Und die Vorbereitungen laufen auch besser als Gedacht. Ich muss nur schauen dass ich den Überblick der Bestellungen und der noch zu zahlenden Beträge nicht verliere. Und das schöne ist, keiner weiß etwas vom anderen. So allmählich funktioniert mein Plan. Ich bin zwar nicht so gut wie Ian, aber dennoch komme ich voran. Ich muss heute noch los und die Sachen für das Fest abreißen und vor allem das Schwein wieder freilassen. Das Opfer hat sich scheinbar aufs erste erledigt. Aber gut, scheiß drauf. Es funktioniert immer besser. So allmählich erledigen sich meine Punkte des Plans von selbst ohne dass es auffällt. Der größte Punkt ist nur ... Die Drachen. Aber dafür finde ich auch noch eine Möglichkeit. Und ich weiß auch schon wer mir da Helfen kann ...

      Er hätte mir doch einfach nur etwas erklären müssen ... Mehr habe ich nicht verlangt... Doch scheinbar war es zuviel... Aber gut. Es ist vergangen - und ja, die Vergangenheit kann weh tun...
      Ich war gestern dreimal Zuhause, doch es war niemand da. Es ist Praktisch in der Nähe von Cara zu sein, ich weiß meist was sie treiben. Ich finde es sehr interessant wenn man mal hinter die Bühne blicken konnte, wo zum Henker überall die hübschen Linien verlaufen. Und allmählich habe ich sie alle zugeteilt. Zumindest die welche ich von meiner Position aus entdecken kann. Ich muss nur auf Marcus und Ian achten. Sie sind die einzigen die dem ganzen wirklich gefährlich werden können, der Rest ist Blind und folgt den Worten wie ein braves Hündchen.


      Kurz sieht sie hastig auf als Valeria ein Geräusch wahrnimmt. Ihre Stirn legt sich in Falten und ihr Blick wandert zu ihrem Bogen. Langsam steht die junge Frau auf während sie leise einen Pfeil anlegt und leicht spannt. Ihr Blick wandert von Munin zu Hades, doch die zwei Tiere scheinen nichts gehört zu haben. Leisen Schrittes schleicht sie in die Richtung doch findet nichts was ein Geräusch hätte auslösen können. "Ich werde allmählich glaube ich wirklich verrückt..." murmelte sie verwirrt und durcheinander ehe sie sich wieder setzt und ihren Becher leer trinkt. Wieder hängt sie einen Topf über das Lagerfeuer und kippt Wasser hinein ehe sie eine Hand voll Schlafbeeren hinein wirft. Allmählich köchelt der eklig schmeckende Tee vor sich hin welchen sie inzwischen täglich konsumiert.

      Bis auf Huntington. Huntington ist nicht so naiv wie der Rest. Aber das gefällt mir. Ich glaube es ist gut dass John und er sich in die Haare gekriegt haben - das kommt mir nur zu Gute. Ich hoffe das der Plan aufgeht - das einzige was mir im Moment fehlt ist ein Lehrer. Aber den finde ich auch noch. Früher oder Später. Ich frage mich ob ich es schaffe an einem dieser riesen Bäume eine Plattform ran zu bauen. Mit Kletterhaken und Munin als Sicherung könnte ich dort arbeiten. Doch ich weiß nicht wie ich dort etwas befestigen könnte. Ich müsste es in den Stamm integrieren. Hm. Vielleicht kann mir der Professor helfen, der scheint ja ein kluges Köpfchen zu sein.

      Aber gut, ich weiß nichts von dem Professor. Erstmal bin ich vorsichtig mit ihm. Ich hoffe das beim anderen die Experimente gut voran gehen und ich bald die erste Lieferung abholen kann.
      Ich hoffe nur der Preis wird nicht zu teuer werden. Wobei ich beinahe alles besorgen kann. Wenn nicht ich selbst, dann kann ich es über vier Ecken beschaffen.


      Hehe. Irgendwie gefällt mir das.
      Wie wurde mir einst mal gesagt? Das Rudel verschwindet im Nebel, und im Moment macht es beinahe den Eindruck als hätte ich es geschafft. Ich brauch noch ein paar Vorbereitungen und dann kann ich ganz im Nebel verschwinden.
      Auch wenn ich mich immer wieder frage ob John wütend ist, weil Marcus und ich ja die alten Werte scheinbar vergessen haben. Hehe. Sehr amüsant irgendwie. Ich könnte mir vorstellen er tobt wie ein brummender Triceratops. Hehe. Aber wie sagte er mir bereits seit Anfang? Auch wenn wir eine Familie sind darf jeder seinen eigenen Weg gehen. Und im Moment denke ich dass sie alleine besser zurecht kommen. Oder ich alleine besser zurecht komme? Na wie man es sieht. Egal - es läuft aufs selbe hinaus.


      Ich muss nur mit Marcus reden, aber jedes mal hat er dieses Anhängsel dabei. Oder er ist unterwegs. Ich weiß zwar oft wo sie sind, aber nicht immer.

      Ich hoffe meine Rechnung stimmt. Wenn dieser große Fleischfresser bereits 80 Pfeile gebraucht hat, dann braucht meine Beute mindestens um die 150-250 Pfeile. Ich hab noch ne Menge Arbeit vor mir. Und davon dann die Anzahl dazugezählt welche ich im Kampfgeschehen daneben setze. Hmm.. Ich frage mich ob 300 Pfeile reichen... Noch dazu brauche ich etwas wovon ich schießen kann. Munin ist zwar ein guter Vogel, doch wirklich gezielte Schüsse sind zu unsicher auf ihm. Hin und wieder einen Pfeil abschießen ist kein Problem, doch wirklich für den Kampf ist er so nicht geeignet. Ich bin über die Schnelligkeit von Hopes Pferd erstaunt, vielleicht wäre dies etwas. Mal schauen. Oder ein Gallimimus. Er wäre auch ein exzellenter Läufer. Mal sehen. ich komme an mein Ziel - und wenn ich durch tausend Tode gehen muss bis es funktioniert.


      Mit düsterem und ernstem Blick klappt sie den Einband zu und denkt über die Artefakte nach. John sagte das der Chronist mehr darüber wissen würde. Nachdenklich und nervös werdend fragt sie sich ob das Versteck wirklich sicher ist. Doch mit einem Kopfschütteln wischt sie die Gedanken beiseite. "Ungewissheit kann einen Verrückt machen.." murmelt sie nur warnend und mahnt sich selbst. Lächelnd streichelt sie ihre Hyäne nachdem der Rüde sie anstupst. Nickend kuschelt sie das Tier an sich und krault ihn anschließend ein wenig hinter den Ohren. Doch wirklich zur Ruhe kommt sie nicht, die innere Unruhe pocht stets in ihr und die Mühlen ihres Verstandes mahlen langsam aber stetig. "Ich merke wie meine Paranoia zurück kommt..." flüstert die junge Frau unbewusst zu sich selbst und merkt inzwischen gar nicht mehr wie oft sie eigentlich mit sich selbst spricht.
    • Müde sitzt Valeria auf dem höchsten Punkt den sie in der Nähe finden konnte und sieht in die Ferne.
      Ihr Blick auf das Meer gerichtet genießt sie den Sonnenuntergang gemeinsam mit ihrem gefiederten Freund.
      Immer wieder sieht sie sich kontrollierend um und hält die gesamte Umgebung im Blick. Zumindest soweit sie es kann und trinkt den letzten Schluck des warmen Beerentees. Als sie ein paar Minuten auf das endlose Meer starrt und die Sonne sich langsam müde Bettet holt sie ihr Tagebuch heraus. Die Umgebung und die steilen Klippen werden in ein rötliches Licht getaucht und sie erinnert sich an den Sonnenuntergang welchen sie damals zusammen angesehen hatten als sie die Schlange besuchten.

      Ich war heute Zuhause. Nach drei oder vier Tagen. Ich weiß nicht wie lange es genau her ist als Dad das Gespräch beendet hatte, aber es ist auch egal. Jedenfalls waren die Türen verriegelt und ich kam nicht rein. Ich dachte ich wäre im falschen Film. Ich wollte durchs Fenster klettern doch das ging schief, ich hoffe das mein Arm nicht gebrochen ist.. Naja egal. Ich beschloss mir Zutritt zu meinem Haus mittels Munin zu schaffen und setzte mich auf den großen Adler. Nur leider habe ich seine immense Kraft unterschätzt.. Er machte nicht nur die Wand kaputt, sondern auch zwei Tragende Wände und die ganze Scheiße brach zusammen. Nun ja. Scheiß egal würde ich jetzt mal sagen. Jetzt kann ich es auch nicht mehr ändern. Ich packte meine Rüstung und räumte meinen Munitionsvorrat leer bevor ich mir noch meine Chitinaxt holte und schließlich mit Munin wieder los flog.

      Ich hoffe der neue Platz ist sicher genug. Wobei, soweit ich weiß gibt es nicht viele Leute die fliegen können. Oder Flugtiere besitzen. Ich hab heute wieder eine Menge Pfeile gemacht. Ich glaub bald hab ich davon genug, mit dem Vorrat aus meinem Haus hab ich noch ein paar Mehr als gedacht. Wenn es klappt, und ich es allen beweise, dann ist der Zeitpunkt gegeben dass ich mir diesen verfluchten Stein entferne.
      Einen Weg zurück gibt es nun nicht mehr. Ich denke das Ian und Marcus das ganze als Verrat ansehen werden - selbst wenn sie nicht wissen was ich vor habe. Aber wenn es so ist dann soll es so sein.

      Von Anfang an hatte ich ihn gewarnt das ich nicht das bin was er glaubt. Wieso hat er mir nicht einfach meine Fragen beantwortet? Nun gut. Es bringt mir nichts in der toten Vergangenheit zu wühlen wenn die Gegenwart viel lebendiger erscheint. Ich hatte nie darum gebeten etwas Großes zu sein. Ich wollte lernen, ich wollte verstehen, ich wollte wie er sein. Doch er schafft es nicht seine Geheimnisse zu erklären, vermutlich versteht er selbst nicht einmal was er tut und es ist alles nur eine glückliche Fügung des Schicksals. Eine zufällige aneinander Reihung von günstigen Ereignissen die es so aussehen lassen als würde alles funktionieren.


      Ihre Gedanken schweifen abermals ab und sie sieht lediglich ins Leere. Als wäre ihr Tagebuch, auf welches sie starrt, nicht existent und Valeria würde direkt in den Schlund der Hölle blicken. "Ja. Nicht ich bin es." antwortet sie obwohl dem Anschein nach niemand hier war. "Nein, Ich weiß es nicht, aber ich muss es auch nicht wissen. Wie sagte mein Dad mal vor langem zu mir? Der Laufbursche kann sterben solange der Boss weiterlebt." schüttelt sie widersprechend den Kopf während ihre Augen versuchen einen Fixpunkt zu finden. Jedoch wandern sie unruhig von einem Punkt zum anderen. "Sophia...Stacey..." flüstert sie anschließend ehe sie den Kopf erneut schüttelt und es den Anschein macht als würde sie zu sich kommen.

      Ich hatte versucht zu verstehen, doch er gab mir einfach keine Antworten. Dann soll Dad seinen Plan durchziehen wenn er meint, aber ich kann ihm nicht mehr helfen. Er sagte mir immer das es keine Geheimnisse in der Familie gibt, er beantwortete mir immer alle Fragen, er erklärte mir immer alles. Doch warum nun nicht mehr? Wie soll ich sehen wenn man mir die Augen verbindet? Aber auch der blinde Jäger findet seine Beute und meine ist unübersehbar. Selbst für blinde Räuber. Er merkte sicher dass ich misstrauischer wurde, hätte er mich doch wenigstens nur mit kleinen Brocken gefüttert, so wie sonst auch. Doch scheinbar soll ich inzwischen soweit sein alles zu sehen und zu verstehen was er tut. Doch er hat sich getäuscht. Wie ich ihn schon warnte.

      Nur noch eine Sache habe ich vor, danach ist es mir egal was passiert. Ich werde es ihnen allen Beweisen. Ihnen allen Zeigen zu was ich im Stande bin. Und sie werden sich alle wundern. Selbst der Greif, ich muss nur lange genug unter dem Radar bleiben bis ich es geschafft habe. Aber früher oder später werden sie alle sehen was passiert...


      Mit diesen Worten und einem eigenartigen Blick schließt die hübsche Frau das Buch und umwickelt den Einband mit einem Lederband. Nachdenklich verweilt sie noch eine Zeit lang dort ehe sie wieder zurück in ihr Versteck fliegt. Amüsiert beobachtet sie diese Federraptoren wie sie versuchen sie zu erreichen, doch es ist ihnen unmöglich und sie verlieren schon bald die Lust daran. Valeria entzündet ein kleines Feuer welches mehr glimmt als brennt um erneut einen Tee aufzusetzen. Sie rührt einige Zeit bevor sie sich etwas in einen Becher gießt und sich voll innerer Unruhe hinsetzt und ihren Tee schlürft. Von einer ihr unbekannten, innerlichen Kraft angetrieben beginnt sie von neuem Spitzen für die Pfeile anzuschärfen. Immer wieder trifft der grobe Stein auf den brüchigen Feuerstein und kleine Splitter springen davon. Die einzelnen Splitter die davon schießen mahlt sie und sammelt dieses entzündbare Material in einzelnen Behältern. "Sie werden es noch sehen." redet sie mit gedämpfter Stimme zu sich selbst. Erst nach einiger Zeit entschließt sie sich dazu sich schlafen zu legen, geplagt von Träumen und einer Unruhe welche sie immer wieder aus dem Schlaf reißen, übersteht sie auch diese Nacht aufs neue. Und wieder erkämpft sich Sol, die Sonnengöttin, ihr Reich zurück und drängt Mani vom Schlachtfeld. Ein Kampf der schon solange besteht wie die Welt selbst.
    • Entschlossen sitzt Valeria auf einem Vorsprung und schreibt mit blutigen Fingern ihren Tagebucheintrag.
      Dies wird mein Letzer Eintrag werden.
      Ich habe mir vorhin den Stein entfernt. Ich wünsch diese Schmerzen niemandem, aber ich bin erleichtert. Es fühlt sich wieder an wie MEIN Leben. Mein Leben das MIr gehört und niemand anderem.

      Ich kann nicht mehr. Ich bin Müde.
      Ich wollte mir den Stein erst nach dem Versuch entfernen - doch es ist verfickt nochmal mein Leben.Und ob ich nun verblute oder bei den Drachen sterbe - es ist scheiß egal, es war bis zu letzte Mein Leben.
      Ich habe die Entscheidung getroffen es zu beenden oder es zu leben. Leider wird letzteres der Fall sein.

      Ich habe Daddy und auch Marcus enttäuscht. Alle die an mich glaubten und dafür starben - doch ich kann nicht.
      Ich bin nicht die Person die ich hätte sein sollen - oder nicht mehr.

      Ich weiß nicht was ich mit dem Buch hier mache - verbrennen wäre wohl das beste.
      Mal sehen. Erst einmal werde ich versuchen zu schalfen - vielleicht schaffe ich es heute.

      Zumindest werde ich ab morgen schlafen.
      -Valeria


      Weiteres Blut tropft auf das Tagebuch und sie zieht den Verband stärker an ehe sie das Buch zusammen klappt und den Adler fertig beläd.
      "Mein Freund, sie werden dir Familie sein wie sie mir waren. Und auch dir mein kleiner Hades. Schützt sie wie ihr mich geschützt habt. Sie geben auf euch acht."
      Flüstert sie scheinbar abwesend zu den Tieren und begibt sich in Richtung der Behausung von Ian und Marcus.[/color]