Rimay Caras Erinnerungen

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    • Kampf gegen Drachen

      Wir haben uns wieder auf den Weg nach New Harbour gemacht. Nash wollte uns dort treffen. Ich weiß nicht was genau er noch vorhatte aber scheinbar war er den Jungen holen. Als Hope und ich in der Stadt auf dem Wasser ankamen hatten wir zunächst Probleme mit einem dieser kleinen Vögel. Er entwischte mir und Nova jedes Mal, verschwand aber irgendwann. Es gab auch größere Probleme las diesen Vogel ... (auch wenn ich zugeben muss das es ziemlich frustrierend war ihn nicht zu erwischen).
      Hope meinte plötzlich sie hätte einen Drachen bei den Felsen gesehen. Als ich meinen Blick in diese Richtung richtete war er jedoch wieder verschwunden. Das sollte allerdings nicht so bleiben. Bald sah auch ich ihn zwischen den Felsen und Bäumen entlang fliegen. Er schien sich New Harbour weiter zu nähern ...

      Als Nash auftauchte hatte er den Jungen dabei. Außerdem meinte er es könnten zwei Drachen sein. Wir machten uns auf um uns das Ganze von nahem anzusehen. Als wir wieder nach New Harbour kamen machten wir uns sofort daran alles vorzubereiten um die Drachen zu jagen. Mindestens einem würden wir gegenüber treten müssen. Der scheinbar kranke Drache der der Küste immer näher kamen. Zusammen mit Chris machten wir uns letztendlich auf den Weg um dem Monster gegenüber zu treten. Unsere Katzen schafften es immer wieder den Drachen mit ihren Pranken und Zähnen zu erwischen, ich weiß nicht wie viele Pfeile wir auf ihn schossen. Chris fiel von seinem Pelikan und der Drache zerriss den wehrlosen Vogel in der Luft. Das war der einzige Verlust. Ich will nicht sagen das ich mich darüber freue - aber im Angesicht der Tatsache das dies unser erster Kampf gegen einen Drachen war - zumindest mein erster Kampf - war es schon erstaunlich das nicht noch mehr zu Schaden gekommen sind. Vielleicht hat Nash Recht und es liegt uns tatsächlich im Blut. Ich frage mich wie Mutter sich gefühlt haben muss als sie gegen den Drachenreiter und seine Bestie kämpfte. Sie hat mir die Brandnarben die sie von jenem Kampf erhalten hatte gezeigt. Sie hat mir von der riesigen Balliste auf ihrem Schiff erzählt. Von dem Tag an welchem sie den Drachenreiter das erste Mal begegnet ist und noch wehrlos war. Ich denke wir können froh sein das es sich hier nur um einen kranken Drachen handelte. Sie sind zwar auch gefährlich - aber wie viel Schaden können diese Kreaturen wohl anrichten wenn sie jemand gezielt lenkt und steuert? Daran will ich nicht denken.

      Das Gefühl das mich überkam als wir gegen den Drachen kämpften ... es war überwältigend.

      Der kranke Drache ist nur ein Zeichen mehr das mir sagt, wie sehr ich mich auf meiner Suche nach dem Tagebuch und anderen Dokumenten beeilen muss. Einmal habe ich gedacht ich hätte etwas gefunden. In einer verlassenen Ruine. Auf einem alten Steintisch in einer Truhe. Aber als ich die Blätter vorsichtig hinaus nehmen wollte, zerfielen sie in meinen Händen zu Staub. Ich hoffe ich habe demnächst mehr Glück. Wir müssen ein Heilmittel finden. Oder zumindest Hinweise darauf oder wie mit den befallenen Kreaturen zu verfahren ist.

      Dann ist da noch der Wächter. Sein Verhalten ist so merkwürdig und als wir gegen den befallenen Drachen kämpften erinnerte ich mich an ihn. Daran wie oft ich an ihm passieren konnte, ohne das mir je etwas zustieß. Also machte ich mich erneut auf den Weg zu ihm. Er saß dort - wie erwartet. Ich stieg von Nova und näherte mich dem Drachen vorsichtig. Es scheint ein Blitzdrache zu sein. Ich stand direkt vor ihm doch er griff mich nicht an. Als ich an ihm vorbei lief berührte ich sogar einen seiner Flügel, aber er tat nichts. Er scheint im Moment keine Gefahr für uns zu sein. Trotzdem werden wir uns das wohl noch einmal gemeinsam ansehen. Den Wächter auf der Brücke.

      Nicht dass das mit dem Drachen schon genug Aufregung gewesen wäre - nein. Dann ist in New Harbour auch noch ein Neuer aufgetaucht. Schreiend und irritiert und verängstig hielt er das Ganze wohl für einen Traum. Ich weiß das Mutter einst meinte, als sie hier ankam dachte sie erst auch es wäre ein böser Traum. Sie konnte und wollte die Regeln dieser Welt erst nicht akzeptieren, doch sie lernte und dann schämte sie sich eine Zeit lang dafür. Aber sie meinte auch, das egal wie amüsant wir es wohl finden mögen wenn ein Lowblood hier ankommt, wir auch Verständnis zeigen sollten. Diese Welt ist so viel anders als die aus der sie kommen und umgekehrt wäre es wohl auch ein Schock für uns.

      Nachdem sich alles wieder beruhigt hat haben wir noch mit Chris gesprochen. Nash hat ihm das mit der Balliste nahegelegt. Die Frage ist nur wo wie soetwas her bekommen. Wer könnte so eine riesige Armbrust bauen? Der Professor vielleicht? Ich weiß nicht worüber Nash noch mit Chris gesprochen hat. Ich meinerseits habe dann versucht noch ein Auge auf Liam zu haben. Der kleine hat die ganze Zeit Unsinn gemacht. Allerdings finde ich es faszinierend wie schnell sich dieses Kind den Umständen angepasst hat. Er weint nicht nach seinen Eltern, nach der alten Welt. Nein ... es scheint ihm hier sogar zu gefallen und er scheint Nash als sein Vorbild - vielleicht eine Art Vaterfigur auserkoren zu haben. Ich weiß noch nicht genau was ich davon halten soll. Ich habe mich mit Hope und dem Jungen auch über die alte Welt unterhalten. Ich denke ich kann nachvollziehen warum man es hier schöner finden sollte. Es ist hier zwar gefährlich, aber die Menschen in der alten Welt scheinen einige Fehler gemacht zu haben. Außerdem hatten sie wirklich merkwürdige Geschichten ...

      Was meinte Mutter noch manchmal ... es gibt diejenigen die sich an diese Welt anpassen und diejenigen, die diese Welt an sich anpassen wollen.

      Es ist mitten in der Nacht als Rimay einige Sachen packt um sich für die nächste Reise an einige ihr noch bekannten Orte zu machen. Sie hat vor am nächsten Tag wieder zurück zu sein. Sie hat das Gefühl, das sie nicht allein unterwegs sein sollte - aber die Zeiten erfordern es.
    • Interessante Ereignisse

      Wie es aussieht war ich heut im rechten Moment in New Harbour. Ich kam gerade an, als Milan und der Neue einen Adler erlegten der sich in die Stadt im Wasser verirrt hatte. Ich frage mich ob er durch den Drachen oder etwas anderes aufgescheucht wurde. Als ich mir den toten Vogel ansah zeigte er jedenfalls keinerlei Anzeichen das er von irgendeiner Krankheit befallen wäre. Nur einige Augenblicke später kam Chris plötzlich auf Milan zu und verwies ihn der Stadt. Ich hörte mir das Gespräch an und war mir erst nicht sicher ob das ganze jetzt irgendein Schauspiel sein sollte - immerhin hatte Christoph immer für Milan Partei ergriffen. Jetzt allerdings warf dieser ihm vor, er hätte das Tor zu den Ställen offen stehen lassen und einer der Frösche wäre seinetwegen entkommen. Ich bin mir noch nicht ganz sicher was ich von all dem halten soll ... ich hoffe das ganze führt einfach nicht zu weiteren Problemen.

      Ich war mit Nash noch einmal in New Harbour. Aber es war nur ein kurzer Besuch ... nicht viel zu erwähnen.

      Viel interessanter war mein Ausflug zu den Ruinen an der Brücke. Sie sehen so zerfallen, so alt aus, durch Krieg und Cleanout, als würden sie dort seit tausenden von Jahren stehen. Es ist merkwürdig wenn man bedenkt, das sie dort gar nicht so lange stehen, nicht viel älter sind als ich. Finden konnte ich dort allerdings abermal nichts. Es wird langsam frustrierend und ich habe das Gefühl, das mich meine Suche schlussendlich doch in die Sümpfe führen wird. Auch wenn ich gehofft habe diese vermeiden zu können. Ich kam gerade mit Nova wieder den Berg nach oben geklettert nachdem ich die Gegend unterhalb der Brücke näher betrachtet habe - da hätte ich beinahe den Sani Kaga auf seinem Reittier überrumpelt. Er war wohl auf dem Weg nach New Harbour. Wir haben eine Zeit lang gesprochen - die Brücke ist eigentlich kein Ort dafür. So brüchig wie sie ist habe ich sie bereits mit meinen Raptoren immer gemieden und stattdessen den Weg am Wächter vorbei bevorzugt. Ich habe ihm auch davon erzählt und sollte Nash und Chris dorthin aufbrechen wollen, dann würde er uns gern begleiten. Mal sehen ob er das wirklich tut. Er hat mir irgendeine Geschichte über die Brücke erzählt aber das rauschen des Windes hat einiges davon getragen. Nur diese eine Aussage ... er meinte das die Art wie ich auf Nova reite ihn an jemanden erinnert. Doch so wie der Wind seine Worte davon trug, hat er wohl auch meine Frage "An wen?" davon getragen ...

      Ich begleitete den alten Mann noch bis nach New Harbour. Dort trafen wir auf niemanden bis auf Rob. Er wusste noch nichts von der Sache mit Milan und ich meinte nur das Chris ihn noch genauer darüber aufklären würde ... vielleicht. Immerhin ist das nicht meine Aufgabe. Bei Anbruch der Dunkelheit machte ich mich wieder auf den Heimweg ... trotzdem würde ich gern wissen ob der Sani Kaga wirklich weiß wer ich bin ... oder an wen ich ihn erinnere.


      Der Wolf und der Vogel um den ich mich seit ein paar Tagen kümmer scheint es auch gut zu gehen. Istas - die Wölfin, hat sich hier prächtig eingelebt und ich versuche ab und an auf ihr zu reiten. Wir waren sogar schon unterwegs um Schafe zu jagen. Die kleine Echse haben wir wieder freigelassen und dafür einen der kleinen Vögel - die mich irgendwie an die Federraptoren erinnern - aufgenommen. Vielleicht behalte ich ihn. Ich denke ich werde ihn Devaki nennen. So wie ich auch die Echse nennen wollte. Weil sein Gefieder ebenso schwarz ist. Momentan landet er manchmal einfach auf meinem Kopf.
    • Lowbloods.

      Wir waren heut erneut in New Harbour. Eigentlich um zu besprechen was wir jetzt wegen dem Wettkampf der Manticore machen. Ich weiß das Nash teilnehmen will. Ich war erst etwas skeptisch aber ich kann seine Gründe nachvollziehen und vielleicht entdeckt man noch etwas interessantes dabei. Mutter hat mir oft von ihren Abenteuern und dem Erkunden von Höhlen erzählt. Ich möchte das auch gern ... und es wird uns sogar belohnt.

      Milan ist wohl dem Tode geweiht. Was genau passiert und wie wir weiter mit ihm verfahren, das ist Nash überlassen. Wenn er sagt Milan wird sterben, dann wird er das. Nach dem heutigen Tag muss ich mich nur immer mehr über die Leute aus New Harbour wundern. Sicher keine schlechten Menschen sind sie in meinen Augen zumindest manchmal Trottel. Der Neue der versucht auf dem Vogel zu reiten und ins Wasser zu den Haien springt weil er es für schlau hält gegen sie zu kämpfen. Rob der Milans Wut nur weiter auf sich zog und die Situation für alle vielleicht verschlimmerte weil er ihn mit Pfeilen beschoss ... Das es auch vernünftige Lowbloods gibt dessen bin ich mir sicher. Hope ist ein Beweis dafür. Auch Liam ... irgendwie. Meine Mutter ja auch. Ich werde einfach versuchen die ganze Situation weiter zu beobachten ... mal sehen wie sich das noch entwickelt. Zumindest haben wir den Jungen erstmal hier her geholt. Bei uns ist er sicherer als in New Harbour. Hat Mutter nicht erzählt das sie Alex damals auch aus Tortuga geholt haben und er dann bei ihnen lebte? Ob die Situation so ähnlich war? Manchmal wünschte ich ich könnte noch einmal mit ihr reden ...

      Ich war am frühen Morgen noch einmal mit der Wölfin unterwegs. Ich wollte versuchen auf ihr zu reiten aber sie hat nach mir geschnappt. Ich schätze es wird noch ein wenig dauern bis ich ihr Vertrauen so weit gewonnen habe. Devaki hat währenddessen eine neue Lieblingsbeschäftigung. Wann immer ich hinauf in den alten Wachturm gehe um ihm neues Futter zu geben, versucht er mich anzuspringen wenn ich noch auf der Treppe stehe. Er hat mich heute aus dem Gleichgewicht gebracht und ich bin rückwärts wieder die halbe Treppe nach unten gefallen. Ich muss ihm das unbedingt abgewöhnen ...
    • Rimay springt von Novas Rücken. Sie sattelt die riesige Katze ab und läuft dann, mit teils genervtem, teils vom Schmerz verzerrten Gesichtsausdruck Richtung Haus. Als sie Nash begegnet antwortet sie ihm nur mit einem Nicken und sieht vielleicht noch ein wenig genervter aus. Als sie in ihrem Zimmer ankommt verschließt sie die Türe hinter sich und lässt sich dann auf den Stuhl fallen. Sie atmet tief ein, kramt dann ihr Tagebuch und Feder und Tinte hervor. Bevor sie beginnt zu schreiben dreht sie die Feder am Kiel eine Weile zwischen Zeigefinger und Daumen und starrt die Feder an. Dann richtet sich ihr Blick aufs Papier. Sie scheint sich endlich etwas beruhigt zu haben.

      Ein Schritt zurück

      Ugh. Das lief alles andere als geplant. Ich verlor mit Nova den Halt als wir dabei waren eine Felswand in den Sümpfen zu erklimmen. Ein Stück Fels brach unter ihren Krallen ab und wir vielen rückwärts wieder nach unten. Ich konnte noch einen Blick auf die Krokodile erhaschen welche uns bis an die Felswand gefolgt sind, danach wurde alles schwarz. Den Schmerzen nach zu urteilen bin ich durch den Sturz wohl bewusstlos geworden und die Krokodile haben mir den Rest gegeben. Ich kann es noch spüren als würden sie ihre scharfen Zähne noch immer in meinen Körper graben. Nash war nicht sehr weit entfernt und hat es wohl noch rechtzeitig mitbekommen. Ich habe mich sofort auf den Weg nach New Harbour gemacht - zu Fuß. Und durchs Wasser. Ich glaube, den halben Weg bin ich an der Küste entlang geschwommen weil ich nicht von den giftigen Tieren auf der verbrannten Erde erwischt werden wollte. Unterwegs habe ich einige verschiedene Beeren gesammelt, auch die weißen, damit ich so schnell wie Möglich in New Harbour ankomme. Als ich dort war war Nash allerdings schon wieder verschwunden. Nova war noch da. Also sprang ich nur schnell auf ihren Rücken und verschwand dann wieder aus der Stadt im Wasser. Ich war wirklich nicht in der Laune noch mit jemandem dort zu reden.

      Vielleicht werde ich jetzt noch etwas trainieren gehen. Mich von den Schmerzen ablenken. Mich hinlegen und rumjammern wird auch nicht helfen und ich habe weniger Schmerzen als durch den Sturz von der Klippe. Vielleicht versuche ich das Vertrauen der Wölfin weiter zu gewinnen und ein wenig jagen zu gehen. Merkwürdig - ich kann nicht wirklich etwas für die Sache aber mal abgesehen davon das es ein unnötiger und auch irgendwie peinlicher Tod war, fühle ich mich, als ob ich Nash gegenüber etwas zu beweisen oder wieder gut zu machen hätte. Das nervt mich nur noch mehr. Jetzt da ich ihn als meinen Lesharo akzeptiert habe, ist es mir irgendwie nicht mehr egal was er von mir hält. Und da war das heute wohl nicht gerade eine Schritt in die richtige Richtung ...

      Rimay klappt das Tagebuch wieder zu und lässt es auf dem Schreibtisch liegen. Sie seufzt und steht auf. Alles niederzuschreiben hat sie tatsächlich wieder beruhigt. Dann schnappt sie sich Pfeil und Bogen und verlässt das Haus.
    • Etwas geht vor sich ...

      Ich bin mir nicht sicher was. Aber ich weiß nicht genau wie ich mich momentan den Leuten aus New Harbour gegenüber verhalten soll. Misstrauisch. Ich weiß nicht was ich über diesen Rob sagen soll. Er hatte die Möglichkeit bei der Verhandlung zu sagen wenn ihn etwas stört, aber er willigte ohne etwas zu sagen ein und beschwerte sich dann nachher das unser neues Abkommen wohl Nachteile hätte. Chris sah das allerdings anders. Wir auch. Rob hat aber schon bei der Sache mit Milan anmerken lassen das er seine Worte anscheinend der ... Situation anpasst. Das ist nicht sehr vertrauenswürdig. Vielleicht versuche ich einfach selbst meine "Segelkenntnisse" wieder aufzufrischen. Oder vielleicht taugt dieser John ja dazu. Bei Rob bin ich mir momentan nicht so sicher.

      Dann ist da die Sache mit Chris ... er ist wieder in New Harbour und hat anscheinend mit Milan gesprochen. Meinte das dieser wohl ein gebrochener Mann sei und zumindest einen Funken an Reue zeigen würde. Ha! Das glaube ich erst wenn ich es selbst sehe. Ich verstehe nicht weshalb Chris ihm immer noch hinter her rennt. Milan hat oft genug gezeigt wie falsch er ist. Das für ihn nur sein eigenes Leben zählt. Und Gold ... Aber gut. Wir werden sehen was noch geschieht.

      Istas lässt mich mittlerweile auf ihren Rücken steigen. Aber manchmal ist sie so stur und bewegt sich dann keinen Millimeter. Immerhin machen wir Fortschritte. Devaki klettert mittlerweile auf meinen Rücken und hat mich letztens sogar nach New Harbour begleitet. Mittlerweile fühle ich mich hier wieder richtig zuhause. Nur was Nash betrifft ... ich habe ihn zwar als meinen Lesharo akzeptiert, trotzdem habe ich das Gefühl das wir uns nicht wirklich näher kommen und ich weiß auch nicht ob er mir wirklich vertraut. Ob er weiß wie loyal ich ihm gegenüber bin. Ich denke auch ihm das so zu sagen bringt auch nicht wirklich etwas. Was sind schon Worte? Das was in New Harbour gerade geschieht ist beweis genug das man jede Menge sagen kann, es aber nicht so meinen muss. Ich frage mich, wie ich ihm beweisen kann, das ich es ernst meine. Wie hat Mutter sich dem Wolf damals bewiesen? Ich muss unbedingt das Tagebuch finden. Nicht nur wegen der Drachenpest. Auch für mich. Ich hoffe Rat zu finden. Ich denke es wird Zeit in die Sümpfe zu gehen ...
    • Das Ende des Wächters

      Wir verbringen in letzter Zeit viel Zeit damit Waren zu sammeln und zu verkaufen. Ich muss einfach immer wieder feststellen wie schwer es ist mit den Manticoren zu handeln. Geiziges Volk. Aber da sich unsere anderen Geschäfte hauptsächlich auf Tauschgeschäfte belaufen sind wir für Münzen leider auf die Trader angewiesen.

      Auf dem Rückweg zeigte ich Nash den Wächter. Als ich ihm näher kam geschah wie immer nichts. Als Nash ihm jedoch nahe kam schnappte er plötzlich nach ihm. Damit hatte der Wächter sein Todesurteil unterschrieben. Fast bereue ich es schon Nash dorthin geführt zu haben. Wir hätten die Ruhe des Wächters nicht stören sollen und jetzt fühle ich mich irgendwie für seinen Tod verantwortlich.

      Ich bin noch eine Weile geblieben während Nash sich weiter auf den Weg nach New Harbour machte. Ich schloss erst wieder mit ihm auf als er schon an New Harbour vorbei war. Dort ist er auf Milan getroffen. Ich konnte nur Stücke des Gesprächs auffassen. Sieht aus als ob Chris recht hatte. Er ist wohl wirklich ein gebrochener Mann. Und er hat Glück. Denn er lebt. Ich hätte nicht damit gerechnet das Nash ihn leben lässt.

      Als ich später noch einmal nach New Harbour kam weil ich ohnehin in der Nähe war - und vielleicht bereits jemand Zeit hatte mir das segeln bei zubringen - sah ich Milan später dort. Chris war auf einem der kleineren Schiffe mit mir und John unterwegs und unterwegs trafen wir auf Rob und sein riesiges Schiff. Wir trafen uns wieder in New Harbour und von da an Übernahm Rob den Segelunterricht. Wir sprachen auch über sein Schiff und ich wollte Nova holen um den Aufstieg zu testen. Ob er breit genug wäre. Und da sah ich wie Chris und Milan sprachen. Ich habe es erstmal ignoriert. Was genau jetzt los ist interessiert mich allerdings schon und ich werde versuchen weiterhin ein Auge auf die Menschen in New Harbour zu haben.

      Rimay sitzt auf einem der Felsen in der Nähe von New Harbour. Die riesige Katze Nova steht neben ihr. Rimay packt das Fernglas wieder in einer kleine Tasche, steht auf, schwingt sich auf Novas Rücken und macht sich wieder auf den Weg nach Hause.
    • Vergangenheit, Zukunft und Tod

      Nash wird mich umbringen. Wenn er das erfährt wird er es definitiv tun. Vielleicht auch nicht. Aber vermutlich. Er wird zumindest nicht gerade erfreut sein und bestimmt wird er wieder denken das ich unfähig wäre. Das ist wohl das was mich am meisten verärgert oder beschäftigt. Es hat mich den ganzen Abend beschäftigt. Gut. Ich bin das erste Mal gestorben da war ich ... 7 vielleicht. Aber Liam ist nicht von hier. Ich sollte ihn beschützen. Ich habe sogar versucht einen anderen Weg zu nehmen. Aber natürlich müssen sich genau dann die Ereignisse wieder überschlagen. Aber ich hätte nichts tun können, bis auf das was ich getan habe. Ich wollte nach New Harbour und der Kleine wollte unbedingt mit. Alleine wollte ich ihn auch nicht lassen also habe ich eingewilligt. Aber dann ist er irgendwie von Nova gefallen und da war ein Skorpion. Ich konnte den Skorpion zwar töten und Liam in Sicherheit bringen, aber das Gift hat viel zu schnell gewirkt. Also habe ich dort gewartet und seinen Körper so lang wie nötig geschützt. Und dann habe ich ihn gesucht. Er war nicht zuhause. Er war nicht am Strand. Also habe ich in New Harbour nachgesehen. Dort habe ich ihn auch gefunden. Auf meinen Segelunterricht konnte ich dann natürlich verzichten.

      Der alte Mann Atal wollte mir irgendwelche Vorwürfe machen, hat sich dann aber entschuldigt. Liam scheint es auch besser zu gehen als erwartet. Er steckt es recht gut weg. Trotzdem habe ich ein schlechtes Gewissen. Auch wenn selbst er sagt ich soll mir keine Sorgen machen. Er mein sogar das er nicht will das Nash wütend auf mich ist und ich ihm sagen soll das es seine Schuld gewesen wäre. Ich weiß noch gar nicht was ich tun soll ... zumindets werde ich heute nicht mehr zurück gehen sondern stattdessen in New Harbour bleiben.

      Und dann gibt es noch ein paar Sachen die mich beschäftigen. Gut. Milan scheint definitiv wieder hier zu sein. Der Sani Kaga hat eine Geschichte erzählt. Ich habe kaum zugehört aber es klang merkwürdig und hat mich nicht viel interessiert. Irgendeine Metapher oder so vielleicht. Liam schien es auch nicht zu verstehen. Nächstes Mal werde ich ihm eine Geschichte erzählen. Ich wette die gefällt ihm mehr.
      Und dann kam der Sani Kaga noch auf mich zu und meinte wir sollten Liam erklären keinen Groll gegen die Tiere zu hegen und sie nicht willkürlich zu töten. Ugh. Als ob wir das nicht ohnehin tun würden?

      Mir ist jetzt allerdings klar warum Nash ihn nicht leiden kann. Er weiß wer wir sind. Das er Nash erkennt war mir schon fast klar. Mich auch? Das war etwas unerwartet. Dafür bin ich immerhin ziemlich früh von der Bildfläche verschwunden. Ich wollte wissen was genau er über uns weiß. Er hat irgendwelche Sachen von wegen Nash würde vor seiner Vergangenheit davon laufen oder so erzählt. Nicht genau so - aber so ähnlich. Da sgab mir zu denken ob er die Wahrheit kennt. Oder nur irgendwelche Gerüchte. Aber er wollte es mir nicht verraten. Er hat nichts gesagt. Und er würde wohl auch nichts von mir erfahren. Ich werde ihm weder etwas über Nash, noch über mich erzählen.

      Rimay hat sich für die Nacht einfach in New Harbour einquartiert. Aber sie kann nicht schlafen. Irgendwann steht sie auf und geht nach draußen. Sie läuft nervös auf und ab. Irgendwann setzt sie sich auf einen Steg und lässt ihre Beine im Wasser baumeln. Das scheint sie zu beruhigen. Sie blickt nach oben und beobachtet die Sterne während sie leise vor sich hin summt.

      Spoiler anzeigen
      Die Leute in New Harbour dürfen alle grüngeschriebenen Infos gern IC verwenden :D !
    • Rimay läuft barfuß über Schnee. Sie läuft ... sie rennt. Das atmen fällt ihr schwer denn die Kälte sticht bei jedem Atemzug.
      Sie sieht Blut im Schnee. Tote. Menschen und Tiere. Raptoren, Wölfe, Hunde. Gesichtslose ...
      Sie folgt dem blutigen Pfad, immer weiter. Bis sie ihre Mutter sieht. Sie kämpft. Sie kämpft gegen so viele Feinde.
      Waren es wirklich so viele?
      Rimay sieht sich um. Sie greift nach einem Speer der in der Nähe liegt und stürmt mit einem Schrei auf die Feinde zu - plötzlich kann sie sich nicht mehr bewegen. Als ob eine unsichtbare Kraft sie festhält. Sie kann nur zusehen. Sehen das ihrer Mutter der Arm mit dem Stein fehlt. Wie sie trotzdem noch kämpft, ein letztes Mal zu ihr sieht und ...


      "MAMAAA!"

      Rimay wacht mit einem Schrei auf. Oder vielleicht war es auch nur in ihrem Traum. Sie ist schweißgebadet und tritt die Bettdecke beiseite. Einen Moment lang sieht sie sich irritiert um bevor sie sich daran erinnert das sie in New Harbour ist. Stimmt ... damals war sie auch so hilflos. So nutzlos. Und obwohl sie sich geschworen hatte das nie mehr zu sein, fühlte sie sich jetzt wieder so. Als ob sie was Liam betrifft versagt hätte.
      Sie steht auf und geht nach draußen an die frische Luft um sich abzukühlen.


      Spoiler anzeigen
      Alle die gestern in New Harbour waren (und mit im Gasthaus übernachten) dürfen Informationen verwenden. Ob ihr einen Schrei gehört habt überlasse ich euch :D
    • Geheimnisse

      Ich hatte die Nacht Albträume. Und das schlimme ist das die Menschen in New Harbour es mitbekommen ... oder mir zumindest angesehen haben. Selbst Liam hat gefragt ob ich nicht gut geschlafen habe. Dabei ist er doch derjenige der Schmerzen hat. Wenn es die Möglichkeit gäbe, dann würde ich seine Schmerzen einfach gern auf mich nehmen. Aber die Möglichkeit habe ich nicht. Also konnte ich nur den Hinweis geben, das einige der schwarzen Beeren vielleicht helfen könnten. Milan war welche holen. Er war nass? Ist er bis ans Ufer geschwommen um einige der Beeren zu besorgen? Ich bin ja schon ein wenig überrascht von seinem jetzigen Verhalten. Scheint so, als ob er sich doch nicht nur um sich selbst schert.

      Chris musste mich natürlich darauf ansprechen. Ha. Naja ... wer hätte es gedacht aber irgendwie hat es sogar geholfen mit ihm zu sprechen. Zumindest fühle ich mich besser. Ich hoffe nur er hält sich an unsere Abmachung. Er weiß jetzt mehr über mich und ich über ihn. Und ich muss sagen ... ich bin erstaunt. Das sind Sachen die ich so ehrlich gesagt nie erwartet hätte. Es ist beinahe schon ironisch.
      Trotzdem ... es war ... angenehm mit jemandem zu reden. Mit Nash konnte ich das bisher irgendwie nie. Zumindest habe ich nicht das Gefühl das ich mich ihm richtig anvertrauen könnte. Er würde mich nicht verstehen und umgekehrt ist das wohl auch so.

      Ich werde noch eine Weile hier in New Harbour bleiben. Zumindest bis es Liam wieder besser geht. Oder bis Nash hier auftaucht ...
    • Rimay geht in ihrem Zimmer auf und ab. Nach wenigen Stunden Schlaf ist sie wieder hellwach und sie hat einen Entschluss gefasst. Sie wirft noch einen Blick in Liams Zimmer und lächelt erleichtert als sie feststellt das er im Moment zu schlafen scheint. Dann sucht sie im Haus nach einem Zettel und einem Stift, oder etwas anderem zum schreiben.

      Ich muss noch etwas erledigen.
      Wenn alles gut geht bin ich am Morgen wieder da.
      Wenn nicht ... sucht nicht nach mir.

      An Liam: Gute Besserung!
      - Cara

      Sie sieht den Zettel einen Moment lang nachdenklich an und nickt dann zufrieden, bevor sie ihn in der Taverne gut sichtbar auf einen Tisch legt.
      Sie lässt ihre Tiere in New Harbour und macht sich zu Fuß auf den Weg.


    • Gesucht und gefunden

      Meine Suche hat endlich zum Erfolg geführt. Nachdem ich ohnehin schon andauernd unterwegs war habe ich beschlossen meine Ausrüstung zusammen zu packen und in die Sümpfe zu gehen. Ich ... war lange nicht mehr hier. Diesen Ort habe ich schon immer gemieden und ich glaube das war vielleicht das 3. Mal das ich mich überhaupt hier her gewagt habe. Und das erste Mal ohne einem Tier. Ich konnte Nova nicht mitnehmen. Und auch Devaki nicht. Zumindest nicht nach dem was letztens in den Sümpfen passiert ist. Also musste ich mich so durchschlagen. Oder durchschleichen. Bis ich das was ich gesucht habe gefunden hatte lief alles gut. Aber dann wurde ich übermütig. Ich war einfach so froh es endlich in meinen Händen zu halten! Mutters Tagebuch! Oder was davon übrig ist ... Viele Seiten sind lose, durcheinander gelegt mit Resten anderer Bücher. Anderen Dokumenten. Wie groß wird meine Chance sein hier etwas über die Drachenpest zu finden? Das war das eigentliche Ziel. Aber ich muss zugeben, das hier wohl viel mehr persönliches darin steckt. Es ist als hätte ich einen Teil meiner selbst wieder gefunden.

      Die Menschen in New Harbour schienen irritiert als ich in meiner Blätterkleidung und mit einem blutigem Bein dort ankam. Das kam von meiner Nachlässigkeit. Auf dem Rückweg habe ich ein Sprungkrokodil übersehen und mir im Kampf mit diesem irgendwie das Bein aufgerissen. Es wird eine Narbe bleiben ... aber das Ganze ist halb so schlimm. Vor allem wenn man bedenkt was ich dafür gewonnen habe.

      Wieder in New Harbour habe ich sobald wie möglich angefangen zu lesen. Liam scheint es immer besser zu gehen. Er läuft sogar wieder. Ruhe zum lesen hatte ich allerdings nicht. Erst wollte Chris unbedingt wissen was ich lese. Vielleicht hätte ich es ihm nicht sagen sollen, denn nun ist er so begeistert davon das er auch lesen will. Den ganzen Tag ist er mir hinterher gerannt bis ich irgendwann nachgegeben habe und ihn habe mitlesen lassen. Vielleicht bringe ich ihm die wenigen gebundenen Seiten noch vorbei - allerdings sollte er nicht wagen diese irgendwie zu beschädigen. Dann war der noch der Chronist. Er wollte ebenfalls wissen was ich lese - aber eine Person reicht mir schon. Vielleicht würde es deutlich schneller gehen wenn er auch einen Blick auf die Dokumente wirft und nach Informationen zur Drachenpest sucht. Aber mir ist das alles zu wertvoll, zu persönlich. Und hätte ich das Gespräch mit Chris gestern nicht gehabt dürfte er ebenso wenig einen Blick auf die Texte werfen.

      Nash ist hier noch nicht aufgetaucht. Erst habe ich mir Sorgen gemacht das er auftaucht, jetzt mache ich mir Sorgen um ihn weil er es nicht tut. Wenn ich nicht bald irgendein Lebenszeichen von ihm erhalte werde ich ihn suchen gehen. Ich bin mir immer noch nicht sicher wie ich über uns ... oder das neue Rudel denken soll. Er ist mein Anführer und ich habe Respekt vor ihm ... oder Angst? Ich weiß nicht was ich von ihm halten soll. Ich würde mich gern besser mit ihm verstehen aber ich weiß nicht ob und wie. Ich habe das Gefühl das ich selbst mit Chris offener sprechen kann als mit Nash. Das sollte nicht so sein. Wir sind ein Rudel, aber trotzdem leben wir jeder nur unser eigenes Leben. Nebeneinander her. Ich fühle mich dort zuhause und trotzdem fremd. Ich frage mich ob das alles leichter wäre, wenn Chaska noch am Leben wäre ...
    • Die große Jagd - Vorbereitungen

      Ich war mich heute umsehen. Auskundschaften. Ich habe das komplette Dschungelgebiet abgesucht und einige interessante Entdeckungen gemacht. Die Frage ist nur - sind wir gut genug vorbereitet um uns das näher anzusehen? Ich weiß das Nash an der großen Jagd teilnehmen wollte - da er nicht da ist werde ich die Lowbloods begleiten.
      Allerdings habe ich kein gutes Gefühl ... ich habe etwas gefunden das für manche wohl ... verstörend ist. Ich hoffe wir treffen im Dschungel niemanden an der uns zur Gefahr werden könnte ...

      Das Tagebuch habe ich mittlerweile von Chris zurück bekommen. Irgendwie scheint es ihn wirklich zu verändern. Das ist äußerst interessant.
      Mal abgesehen davon weiß er jetzt über alles Bescheid. Nash, Chaska. Meine Vergangenheit. Ich hoffe das macht mir später nicht noch Probleme.
      Trotzdem haben wir wohl noch immer unterschiedliche Ansichten. Das verändert sich wohl auch nicht mehr. Bei dem Gespräch über unsere Vergangenheit haben wir wohl noch ähnliche Meinungen gehabt. Nicht jedoch als es dann um die Gesichtslosen ging.
      Sollten wir im Dschungel wirklich jemandem begegnen der uns feindselig gesinnt ist ... dann hoffe ich das Chris mir nicht im Weg steht.
    • Neue alte Feinde?

      Das Gute zuerst: Wir haben das erste Relikt. Der Erste Schritt, ein gemeinsames Abenteuer, wurde gemacht. Ich verspüre Abenteuerlust! Ging es Mutter wohl auch so? Als sie in den alten Ruinen Centras nach Inschriften suchte? Als sie mit Ciro und Caris Höhlen erforschte?
      Ich muss sagen, das ganze ist aufregender und interessanter als ich dachte. Und wir werden sogar dafür belohnt. Ich muss sagen, damit bin ich sehr zufrieden.

      Leider wird meine Freude auch ein wenig getrübt ...

      Ich habe Chris und John diese Ruine gezeigt. Die Ruine mit den Käfigen. Mit Toten. Wir sind gerade angekommen und dann kam uns eine Gestalt auf einem Raptor entgegen gesprungen. Ein Gesichtsloser ! Ich habe zwar damit gerechnet das wir jemanden treffen aber nicht damit. Ich weiß nicht warum aber ich war so wütend! Es schien als ob dieser Gesichtslose und sein Raptor versuchen würden uns zu verspotten! Ich habe versucht ihn mit Nova zu jagen, aber er war zu schnell. Mir gefällt es nicht das er hier ist. Mir gefällt es nicht das er in der Nähe von New Harbour ist.

      Chris gefällt das auch nicht. Nachdem wir im Besitz des ersten "Relikts" waren, wollte er sofort nach New Harbour. Zu Fuß. Alle anderen dachten es wäre eine dumme Idee. Allerdings dachten sie auch New Harbour wäre sicher. Ich weiß dass das nicht so ist. Der Gesichtslose müsste zwar dumm sein einfach dort aufzutauchen, allerdings waren sie schon immer gekonnte Mörder. Sie täuschen, sie sind ausgebildet im Morden. Ich weiß, das egal ob jemand in New Harbour ist oder nicht - die Gesichtslosen sind immer eine Gefahr. Auf dem Wasser wäre er allerdings recht schutzlos. Also werde ich in New Harbour Wache halten. Irgendwas hat Chris daran nicht gepasst. Er war nicht gerade erfreut als ich meinte, ob er denn den Gesichtslosen lieber vor mir töten möchte. Irgendwie amüsiert mich das.

      Morgen hole ich die anderen im Dschungel ab und baue das Lager wieder ab.
    • Verfolgungsjagd

      Ich war in New Harbour und habe dort Wache gehalten als ich am Ufer jemanden sah.
      Ich bin mir sicher das er es war. Dieser Gesichtslose! Ich hätte nicht gedacht das er wirklich hier auftauchen würde.
      Vielleicht ist das eine Falle, aber ich habe beschlossen ihm zu folgen. Die Tagebücher und Dokumente lasse ich in Novas Satteltasche.

      Ich hoffe, das mich das nicht mein Leben kosten wird. Aber er ist alleine mit seinem Raptor - und der Dschungel ist für mich kein unbekanntes Gebiet. Ich weiß wie die Gesichtslosen kämpfen und ich habe selbst auch lange im Dschungel gewohnt und eigene Raptoren gehabt - wie man gegen sie vorgeht weiß ich also auch.

      Das Lager im Dschungel lasse ich noch ein Weilchen stehen - falls ich mich dahin zurück ziehen muss. Ich hoffe das wird nicht der Fall sein. Ausrüstung habe ich genug dabei. Messer, zwei Bögen, einen Speer, genug Pfeile und Bolas. Vor allem letzteres ist wichtig. Damit kann ich den Raptor samt Reiter zu Fall bringen.

      Ich werde ihn jagen. Und wenn es das letzte ist das ich tue.

      Rimay steht am Steg von New Harbour. Sie blickt der Person am anderen Ende des Ufers entgegen, ballt ihre Hände zu Fäusten und springt dann ins Wasser. Als sie am anderen Ufer ankommt ist die Person verschwunden. Rimay eilt ihr sofort nach.
    • Als Rimay endlich in ihr Bett fällt, wird sie sofort von Erschöpfung übermannt und schläft ein. Als sie wieder wach wird quält sie sich aus dem Bett und zu ihrem Schreibtisch. Sie sammelt ihre Schreibutensilien und seufzt. Dann konzentriert sie sich auf ihr Tagebuch.

      Ich fühle mich schrecklich. Was die letzten Tage passiert ist ... ich ... es verärgert mich, es kränkt mich und Chris meint wir sollten aufhören den Gesichtslosen zu unterschätzen. Er hat Recht. Auch wenn ich ihm das nicht sagen will. Er hat Recht. Zumindest damit. Ich weiß nicht wie und seit wann, aber der Gesichtslose hat von den Tagebüchern erfahren. Es ist jetzt meine Priorität die Bücher und Dokumente die ich gefunden habe zu schützen. Vor jedem. Vor dem Gesichtslosen, aber vielleicht auch vor Chris.

      Das was Chris mir offenbart hat. Es ist wahnsinnig. Es ist eine bescheuerte Idee aber ich bezweifle das er sich davon abbringen lässt. Ob ihm nicht selbst auffällt welche Risiken er damit eingeht? Ein leuchtender Stein wird die Regeln dieser Welt nicht ändern. Niemals. Sie haben nur Unheil gebracht. Immer und überall Unheil. Ich habe ihm zwar gesagt das er auf seiner Suche auf sich allein gestellt ist aber ... vielleicht gehe ich doch mit. Und wenn es ist um ihm zu beweisen das es nichts ändern wird. Um zuzusehen wie er realisiert, das die Kraft seiner "Mutter" nicht dort ihren Ursprung hatte.

      Bei den großen Vier. In welche Sache habe ich mich hier überhaupt verstrickt? Eigentlich hatte ich andere Pläne. Der Erhalt des Rudels sollte für mich an erster Stelle stehen. Momentan sind viele Neulinge in New Harbour. Ich weiß von Mutter das auch sie sich hier beweisen können. Ob und wie bleibt abzuwarten. Aber ob einer von ihnen das Zeug dazu hat?

      Und dann ist da auch noch die Sache mit dem Drachen in New Harbour. Das Jungtier scheint eine Bindung zu Chris aufzubauen. Mir wäre es gleich, ich fürchte Drachen nicht sehr. Erst recht keine Jungtiere. Aber Chris sollte wissen das es vielleicht noch Menschen hier in Chimeare gibt die wohl nicht gerade viel von Drachenreitern halten.

      Bin ich eigentlich diejenige die sich hier in Probleme verstrickt oder ist es vielleicht doch eher er? Nunja - ich muss wohl nicht versuchen mit ihm zu sprechen. Egal weshalb. Er hält sich ja immerhin für den "vernünftigeren" von uns beiden. Pah ... vernünftig ... wahnsinnig trifft es im Moment wohl eher.

      Rimay klappt ihr Tagebuch wieder zu. Es gibt noch so viel mehr das sie schreiben möchte, aber selbst das halten des Stifts scheint sie anzustrengen.
    • Rimay lässt sich auf das Bett fallen und krümmt sich vor Schmerz. Den ganzen Tag über hatte sie versucht es zu unterdrücken, aber ihr ging es immer noch nicht sonderlich gut. Und es hat wohl auch nicht geholfen unterwegs zu sein und mit Chris zu trainieren. Sie wartet eine Weile bis der Schmerz sich wieder etwas legt bevor sie ihr Tagebuch hervor kramt.

      Unklare Ziele?

      Ich bin mir nicht sicher was ich gerade von allem halten soll. Von den Neulingen - ob sie eine Gefahr sind oder nicht. Von Milan, den ich mittlerweile irgendwie verstehe, der sich zu verändern scheint, aber sich vor Chris immer noch aufspielt, von Atal, gegen den ich eigentlich nie einen Groll hegen wollte, und vor allem nicht von Chris, dessen Ziele mir noch immer nicht ganz klar sind.

      Einerseits denke ich nicht das er einen Grund hätte mir gegenüber zu lügen, aber vor den anderen zieht er ja auch immer sein Schauspiel ab. Die Frage ist nur - was dann dahinter stecken könnte. Ich will ihm ja vertrauen - irgendwie. Auch wenn wir beide vollkommen unterschiedliche Ideale haben und ich mich immer noch auf den Augenblick freue an dem er realisieren wird das ich recht behalte - aber ich bin mir nicht sicher ob ich das kann. Vielleicht sollte ich auch ihn im Auge behalten. Immerhin sage ich auch immer allen anderen sie sollen vorsichtig sein, und nach der Sache mit dem Gesichtslosen kann ich mir keine Fehler mehr erlauben.

      Warum will er trainieren ... warum ist er nicht dazwischen gegangen als ich dem Neuling beim Professor gedroht habe?
      Ach ... und dann ist da noch etwas. Will er etwa nur mit Milan die Ruinen im Wasser erkunden? Das kann er vergessen. Er kann mir nicht etwas von Erkundungen und Plänen erzählen und vor Milan diese Aussage machen. Zu zweit ... oder will er mit mir vorher dort hin? Zu dritt wären unsere Chancen allerdings besser. Und ich hätte kein Problem wenn Milan uns begleitet. Immerhin kennt er sich von uns allen am besten im Wasser aus.

      Rimay lässt das Tagebuch einfach neben das Bett fallen und dreht sich dann Richtung Wand, ihre Augen kann sie nicht mehr lange aufhalten und sie schläft nur wenige Augenblicke später ein.
    • Gefährliches Spiel

      Das ganze hier läuft aus dem Ruder. Es sind immer mehr Neulinge anzutreffen und die Sache mit dem Gesichtslosen macht mich paranoid genug um mir nicht sicher zu sein ob sie eine Gefahr darstellen können, einer von ihnen sind, oder nicht. Ich suche nach Menschen mit Potential. Dieser ... Gorden oder wie er heißt. Er passt nicht. Aber der andere den er aufgegabelt hat. Er vielleicht? Ich muss mehr über ihn erfahren. Über sie alle. Vielleicht bleibe ich doch näher bei New Harbour. Zumindest kann ich von hier aus alles und jeden im Auge behalten.

      Was Chris betrifft ... sein Verhalten wird immer merkwürdiger. Auch heute. Das war doch auch nur eine Maske die er für mich aufgesetzt hat. Reue, Demut. Ich kann mir nicht vorstellen das er wirklich entsetzt oder traurig oder niedergeschlagen ist was die Situation mit dem Drachen betrifft. Er hat es sich ausgesucht. Er wollte es so. Ein weiteres Stück welches den Pfad zum Unheil nur noch weiter untermauert. Er sollte es besser wissen. Vielleicht weiß er es auch besser und hat einfach all seine Prinzipien über den Haufen geworfen?
      Eine Weile werde ich mir das noch mit ansehen ... die Frage ist nur ... wie lange?
      Ich kann nicht zulassen das er einen Drachen zähmt. Es wird nur Unheil bringen. Er meint es ist eine Chance, ein Zeichen der Mutter. Macht ... die er ergreifen will. Zum Schutz, versteht sich. Als ob. Wie lautet noch gleich dieses Sprichwort aus der alten Welt? Achja ... Hochmut kommt vor dem Fall.

      In Milan finde ich hingegen eine Person der ich beinahe schon mehr vertrauen kann. Möglich das es auch ein abgekartetes Spiel ist, aber so wie er sich im Moment verhält und so wie er sich damals verhielt ... nun, ich glaube das ist nicht der Fall. Er macht sich tatsächlich Sorgen um Chris und ich kann auch nachvollziehen sollte ihm die ganze Situation Angst machen. Ich habe ihn und Liam erstmal bei mir untergebracht. Er kümmert sich gut um den Jungen und das ist dann immerhin eine Sache weniger um die ich mir Gedanken machen muss.

      Außerdem habe ich mit ihm etwas geplant. Ob und wie wir das umsetzen - das hängt von vielen Umständen ab. An erster Stelle ist da Chris Verhalten. So gern ich ihn sich selbst und seinem Wahnsinn überlassen möchte, so will ich trotzdem mehr erfahren. Mehr über das was er weiß, über die Bücher die er besitzt und was er meint zu wissen. Außerdem habe ich ihn lieber im Blick - so kann er mir keine Gefahr werden. Wenn es denn dafür nicht schon zu spät ist. Also habe ich ihm gesagt wir werden morgen wieder trainieren. Die Vergiftung scheint auch endlich halbwegs auskuriert zu sein. Ab und an habe ich noch Schmerzen, Fieber, Schweißausbrüche, aber das andauernde Schwindelgefühl und die Schwäche lassen nach. Ich werde Mutters Speer mit zum Training nehmen. Er ist viel zu gut um ihn nur daheim in einem Schrank zu hüten.

      Und ja - vielleicht hat Chris Recht. Vielleicht wird es mir eine Freude bereiten ihn zu töten. Auch wenn ich mir wünschte das würde ihn wieder wach rütteln, so bezweifle ich das allerdings. Er ist von seinem "Pfad der Vernunft" schon so weit abgewichen - aber er scheint es nicht einmal zu realisieren. Wie amüsant und tragisch zu gleich. Ich hoffe der Chronist ist fleißig und wird auch diese Geschichte nieder schreiben.

      Anstatt sich auf den Weg nach Hause zu begeben macht es sich Rimay in der Nähe von New Harbour gemütlich - so, dass sie die Stadt, als auch das Haus des Neuankömmlings im Auge behält. Sie sitzt, angelehnt an ihre große Katze Nova, welche hinter ihr auf dem Boden liegt. "So trügerisch ruhig und friedlich, nicht war Nova?" Die Katze gibt ein leises grummeln von sich, als würde sie verstehen. "Bis man einen genaueren Blick riskiert."
    • Beobachtungen

      Ich beobachte sie alle. So gut ich kann zumindest. Ich denke ich muss mir keine Sorgen um diesen einen Neuen machen. Allerdings habe ich trotzdem kaum etwas über seinen neuen Freund erfahren.

      Chris bereitet mir hingegen immer mehr Sorgen. Er ist jetzt allein in New Harbour. Selbst Atal scheint sich von ihm abzuwenden. Ich habe ihn gewarnt. Er hat nicht auf meine Worte gehört. Ich weiß einfach nicht was ich mit der ganzen Sitaution anfangen soll. In einem Moment wirkt er beinahe hilflos und ich würde ihn für einen guten Menschen halten ... im nächsten reitet er auf einem verdammten Drachen. Als wärs sein Schoßtier.

      Es war tatsächlich irgendwie eine Genugtuung ihn heut wieder beim Training zu töten. Nunja - bis zu einem bestimmten Punkt. Was irgendwie als Demonstration meiner Stärke begann endete wieder in ... Mitleid. Ich muss aufpassen was ich denke. Was ich fühle. Ich darf mich davon nicht beeinflussen lassen und muss einen klaren Verstand waren. Ich habe so einen Fehler schon einmal gemacht - und es hat mich so viel gekostet ... jetzt da ich endlich die Chance habe meine Fehler wieder gut zu machen und das Rudel wieder aufleben zu lassen.

      Ich muss mit Atal sprechen. Momentan wird mir bewusst wie viel unserer Geschichte verloren gehen wird, sollte einer von uns sterben. Einer von uns - damit meine ich Chris, Atal und mich. Ich habe ein ungutes Gefühl und das Bedürfnis mein Erbe und das Erbe meiner .... Brüder ... zu bewahren.
      Ich werde ihn abfangen wenn er vielleicht mit dem anderen Neuling unterwegs ist ....

      In New Harbour selbst gibt es momentan nicht mehr viele Informationen zu holen. Ich habe also beschlossen mich etwas umzusehen. Hab die neue Heimat von diesem John gefunden und jetzt werde ich mich vielleicht in Gebiete wagen die ich sonst gemieden habe. Vielleicht finde ich noch Angehörige der Nomadenstämme oder tatsächlich noch jemanden der zum Omega-Pack gehörte. Vielleicht aber auch Neulinge die sich mir als würdig erweisen. Und wenn es das nicht ist, dann kann ich vielleicht daran arbeiten die "große Jagd" fortzusetzen.
    • Unbekanntes Gebiet

      Ich habe jetzt wohl schon fast überall nach Menschen gesucht. Bin in die roten Wälder geritten, oder zumindest Teilen davon, über die Berge, die großen Wiesen. Aber die einzigen Menschen von denen ich hier weiß sind die im Norden - New Harbour und meine eigene Heimat - sowie die im Süden, Atal, Hope und der Professor. Sie sind schon so lange dort, wären dort noch andere Menschen, dann hätte ich sie wohl schon gefunden. Oder einer von ihnen hätte sie gefunden. Nash habe ich unterwegs auch nirgends antreffen können.

      Mittlerweile bin ich in der Wüste angelangt. Vielleicht finde ich noch Angehörige der Sankru. Allerdings wird mir klar warum ich dieses Gebiet hier sonst so gemieden habe. Hier gibt es jede Menge Kampfdodos und diese Vögel, wie Aki auch einer ist. Das Ganze wäre normalerweise nicht ganz so ein Problem, aber ich kenne mich hier auch kaum aus. Ich war hier so ziemlich nie. Die Schluchten und Felsen sehen alle gleich aus. Eine Kristallhöhle, einen Fluss und ein paar Wasserstellen konnte ich finden, die nutze ich momentan ein wenig zur Orientierung.

      Vorerst sitze ich wohl allerdings hier oben auf einem Felsvorsprung fest. Ich bin froh das ich immer ein paar Sachen parat habe um ein kleines Lager zu bauen, Zelt, Schlafsack, Sitzgelegenheit und alles für ein kleines Feuer. Eigentlich hatte ich nicht vor hier Lager aufzuschlagen. Lieber wäre ich zurück zum Professor. Tagsüber ist es mir hier beinahe zu heiß und nachts ist es fast noch kälter als in den Bergen. Als Kind dachte ich immer das Leben in der Wüste wäre abenteuerlicher und interessanter als in den Bergen, aber es ist schrecklich. Im Dschungel brauch ich allerdings nicht nach Menschen suchen, da treffe ich allerhöchstens noch auf Gesichtslose und für diesen Kampf bin ich noch nicht bereit.

      Naja - momentan sitze ich zumindest fest. Nova ist verletzt und Aki rennt umher wie ein aufgescheuchtes Huhn. Ich musste den dummen Vogel nun schon drei mal davor bewahren den Abhang hinunter zu flattern und zu Wolfsfutter zu werden. Jetzt hab ich ihn im Zelt eingesperrt. Ich habe unterwegs zwar versucht den anderen Sprungvögeln auszuweichen, aber wurde zwischendurch in der Schlucht von mehreren Kampdodos verfolgt. Ich wollte mit Nova gerade zum Sprung ansetzen als so ein kleines Mistvieh mich von Nova riss. Ich muss mir beim Aufprall wohl den Kopf gestoßen haben, denn kurz wurde alles schwarz. Nova hat mich die ganze Zeit vor den Kampfdodos geschützt und musste selbst ziemlich einstecken, während sich Aki anscheinend einen Kampf mit dem anderen Vogel geliefert hatte. Als alles wieder klarer wurde klammerte ich mich an Nova fest und Aki suchte ebenfalls Halt in Novas Fell bevor diese uns auf eben diesen Vorsprung hier trug.

      Meine Sachen sind zerfetzt. Jetzt habe ich zwar noch Lederkleidung und die Kleidung aus dem Dschungel dabei, aber die ist für diese Gegend hier eigentlich alles andere als geeignet. Die anderen Sachen kann ich wohl erst wieder flicken wenn ich daheim bin und genügend Material dabei habe.
      Ich habe zum Glück auch etwas Proviant dabei. Trockenfleisch und ein paar Beeren. Und hier oben stehen zwei große Kakteen. Ich weiß das man von denen so eine Art Saft gewinnen konnte, also sollten wir hier auch nicht Durst leiden. Das Fleisch habe ich aufgeteilt. Nova habe ich einen großen Brocken gegeben, etwas Aki, ich den Rest. Aus den schwarzen Beeren und dem Kaktussaft habe ich versucht eine Art Salbe für Novas Wunden zu machen. Für so ein riesiges Tier hat sie ein wirklich sanftes Gemüt. Hat sich einfach hingelegt und mich nach den Wunden sehen lassen ohne zu murren. Dabei scheint sie sonst immer so eigensinnig. Beinahe so schlimm wie Istas.

      Ich hoffe ihre Verletzungen heilen schnell. Meine eigenen sind nicht halb so schlimm. Nur oberflächlich. Einige Kratzer. Könnten zu Narben werden -aber das wären ja dann nicht die ersten.

      Irgendwie tut es gut. Mal weit weg von allem zu sein und endlich den eigenen Zielen nach zu gehen. Ich muss mir mal keine Gedanken um Chris und New Harbour machen. Oder um das dumme Artefakt. Das einzige was mich dann wieder daran erinnerte war der Drache der sich vielleicht aus der Drachenschlucht hier her verirrt hatte. Sollte er mich gesehen haben war ich ihm als Beute wohl zu uninteressant. Ich hoffe das bleibt so. Das letzte was ich jetzt noch brauche sind mehr Drachenprobleme.

      Rimay entzündet ein kleines Lagerfeuer welches ihrer Meinung nach noch immer viel zu hell brennt. Aber es spendet Wärme. Und ohne Greifhaken, Kletterausrüstung, Flugtieren oder anderer entsprechender Ausrüstung würde sie hier oben ohnehin niemand stören. Trotzdem gefiel es ihr nicht wie das Licht auch die Schlucht unter ihr ausleuchtete. Sie warf einen Blick hinab. Ein Rudel Wölfe schlich unten umher, wohl wissend das da oben auf dem Vorsprung jemand war. Rimay mochte die Wölfe hier in der Wüste nicht. Sie waren ... anders als die im Norden, in den Schneegebieten. Aber was genau sie daran störte, das konnte sie nicht sagen.
    • Sitzen, warten und Hitze dulden

      Nova ist weg. Das ist jetzt schon das zweite Mal! Damals in New Harbour hatte sie wenigstens einen Grund. Ich habe keine Ahnung wo es sie dieses mal hin verschlagen hat. Aber sie ist nicht da. Und jetzt sitze ich fest. Auf einer Klippe, in der prallen Sonne. Naja - mal sehen wie lang mein Trockenfleisch für mich und Aki reicht. Und Kaktussaft habe ich auch noch hier. Also verdurste ich auch nicht so schnell. Aber ausgerechnet jetzt da meine andere Kleidung auch noch zerfetzt ist.

      Leuchtpistolen habe ich auch nicht dabei, die wenigen die ich noch aus New Harbour habe, waren in der Tasche bei Nova. Genauso wie die Materialien die ich für einen Fallschirm bräuchte. Was denkt sich diese Katze? Noch gestern lässt sie mich ihre Wunden versorgen, und heut haut sie einfach ab. Hat sie vielleicht die Fährte von Geist aufgenommen? Ist Nash wohlmöglich doch in der Nähe? Von hier oben kann ich das nicht festellen.

      Eigentlich wollte ich ja vermeiden das jemand auf mich aufmerksam wird, aber bis Nova wieder kommt kann das dauern. Und ich will mich nicht töten um dann Aki hier zurück zu lassen. Vielleicht zünde ich abends einfach ein Feuer an und hoffe das jemand vorbei kommt der mir aus dieser beschissenen Lage helfen kann. Oder weiß wo Nova sich aufhält.

      Rimay läuft nahe der Felswand auf und ab, sieht dann hinunter in die Schlucht. Sie ist unruhig und verärgert. Was fällt dieser Katze auch ein? Nach allem was die zwei zusammen durchgemacht haben. Sie setzt sich an den Rand des Felsvorsprungs, bleibt aber nicht lange dort weil es ihr in der prallen Sonne dann doch zu heiß wird.