Aufzeichnungen von Ricson Orlow

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    • Aufzeichnungen von Ricson Orlow

      Es ist nun schon eine ganze Weile her, dass dieser Alptraum begann. Eines morgens wachte ich total verkatert an einem mir unbekannten Strand auf. Zunächst dachte ich an eine eskalierte Yacht-Party, aber schnell wurde mir klar, dass ich in einer, mir bisher unbekannten, fremden Welt gestrandet bin.
      Aber was war geschehen? Ich weiß es nicht !

      In dieser Welt leben neben prähistorisch wirkenden Tieren auch eine Art Eingeborene. Ich war kaum einen Tag mit dem Überleben beschäftigt, da tauchte solch ein "Eingeborener" auf. Er ritt auf einer fliegenden Echse. So etwas habe ich noch nie zu vor gesehen, aber er hatte offensichtlich eine besondere Beziehung zu diesem Tier. Lautlos gab er ihr Befehle und sie reagierte ausnahmslos auf sein tun. Er hatte sie wirklich im Griff und war zu schnellen Flug-Manövern fähig. Ich war sehr beeindruckt und zu gleich verängstigt. Ich hoffe dies hat der "Eingeborene" nicht bemerkt. Er stellte sich mir als "Der Wolfsmensch" vor. Was auch immer dies bedeuten soll ist mir schleierhaft. Ich hätte ihn eher "Der Flugechsen-Reiter" genannt. Aber es steht mir nicht zu anderen Spitznamen zu erteilen.

      Die ersten Tage war ich damit beschäftigt, nach hause zu finden. Mittlerweile denke ich, dass ich nie wieder nach hause finden werde. Und so langsam gefällt mir dieser Gedanke sogar. Ich fühle mich wie neu geboren, frisch und vor allem bin ich meine bisherigen Probleme los.
      Ich fühle mich ein wenig wie Robinson Crusoe, nur nicht so einsam. Denn, ich habe neben dem "Wolfsmensch" auch eine junge Frau getroffen. Anya ist ihr Name. Sie ist ebenfalls auf einem Vogel geritten, scheint allerdings auch vom Planeten Erde zu kommen. Und Andy konnte ich kurz Kennenlernen. Ein sehr hilfsbereiter Kerl. Er ist offensichtlich auch aus unserer Heimat und ebenso verwirrt über unsere Situation wie ich.

      Als ich vor einigen Tagen das erste mal in dieser Welt am Strand aufwachte gab es in der Ferne einen großen Waldbrand. Es stank fürchterlich nach Rauch und einige Tage darauf spülte es allerhand verbranntes Holz, tote Tiere und einige brauchbare Gegenstände an den Strand. Diese Gegenstände deuteten eindeutig auf eine Zivilisation hin. Ich fand am Strand einen Notizblock, auf dem ich nun hier meine Gedanken festhalte, und den passenden Graphitstift dazu. Außerdem wurde ein Säckchen mit sechs reich verzierten Goldmünzen angespült.

      Ich finde immer wieder neue Sachen am Strand. Gestern waren es geschmiedete Werkzeuge, eine Axt und eine Spitzhacke. Und heute war es ein verirrter und orientierungsloser Bieber. Ein riesiges Exemplar. So hilflos herumirrend, mit seinem verbrannten Fell tat er mir schon leid. Plötzlich kam aus den Sträuchern eine riesige Echse mit kleinen Hörnern am Kopf. Sie hat den Bieber angegriffen und dieser ging total entkräftet zu Boden. Doch auch die Riesenechse wurde von einem großen elefantenartig scheinenden Tier verfolgt. Es hatte drei riesige Stoßzähne und konnte die Riesenechse in die Flucht schlagen.
      Ich war neugierig und schaute nach dem Bieber, als er seine Augen öffnete und tief Luft holte. Er hatte einen flehenden Blick und ich beschloss alles mögliche zu tun um dieses Wesen zu retten. Ich sammelte Beeren und verrührte sie zu einen Brei, den ich nun füttere. Hoffentlich kommt der Bieber durch.

      Ich baue nun schon seit ein paar Tagen an einer Holzhütte direkt an der großen Bucht. Aus Lehm und großen Steinen konnte ich ein recht ordentliches Fundament setzen worauf ich nun einen Bretterverschlag baue um nicht wieder im Regen schlafen zu müssen. Allerdings ist dies noch lange keine architektonische Meisterleistung, aber ein Anfang.

      Ja, ein Anfang ! ich denke ich sehe nun einen Anfang und nicht mehr nur den Alptraum.

      gez. Ricson Orlow
    • Und wieder kam ein langer Tag zum Ende.
      Der Bieber scheint sich langsam zu erholen, aber er ist immer noch total entkräftet und hat schlimme Brandwunden. Immerhin frisst er nun mit einem ordentlichen Appetit. Ich habe das Gefühl ich gewinne langsam das Vertrauen des Tieres. Ich konnte meine Bretterhütte etwas verstärken, denn der starke Wind hat in der vergangenen Nacht ordentlich an ihr gerüttelt.

      Heute machte ich eine etwas größere Runde an der Insel um nach essbaren und nützlichen Dingen zu suchen. Der ständige Beeren-Salat macht mich verrückt. Auf der anderen Seite der Bucht habe ich eine riesige schwimmende Plattform gefunden. Da hat jemand Ahnung von seinem Handwerk, aber getroffen habe ich leider keine Menschenseele. Ich hoffe es sind nette Leute.

      An der Felswand konnte ich Kalkstein finden, was mich auf eine Idee brachte. Ich habe sofort einen großen Stein mitgenommen und werde mich nun an einer Art Zement-Mischung versuchen. Mit Glück kann ich damit meine Hütte deutlich verstärken.

      Als ich Anya traf, erzählte sie mir von einem Händlerpunkt. So eine Art Marktplatz für diverse Güter. Den wollte ich finden. Die Reise war nicht einfach, denn meine Floß-Improvisation war nicht besonders gut. Mehrmals ist das notdürftige Segel gerissen und anscheinend hat es nicht genug Auftrieb. Denn es liegt viel zu tief im Wasser. Ständig schwabt Wasser über die Bohlen und die Füße werden nass. Weit weg vom Ufer traue ich mich damit nicht. Ich habe eine ganze Weile suchen müssen, aber schlussendlich die richtige Flussmündung gefunden, von der Anya berichtete. Am Ende konnte ich den Marktplatz finden. Er ist recht gut versteckt, aber nicht zu übersehen, wenn man das Ufer etwas genauer anschaut.

      Ich konnte Andy erneut treffen. Er stand vor einem großen Schiff, welches nicht ihm gehörte. Er schien auf jemanden zu warten. Ob dies das Schiff von Anya war? Sie hatte von einem Schiff in Ihrem Besitz gesprochen, aber gesehen hatte ich es noch nicht. Und auch jetzt war von Ihr keine Spur. Ich hoffe ihr geht es gut. Ich habe sie schon eine Weile nicht mehr getroffen. Ich wollte mich Andy nicht weiter aufdringen und als ich vom Markt zurück kam war er bereits verschwunden.

      Zu später Stunde habe ich es endlich geschafft, den Bieber in die Hütte zu locken. Dies war nicht einfach, denn er ist einfach zu schwach. Ich denke in der Hütte ist es sicherer für dein "kleinen". Mal schauen wie es wird wenn er wieder auf die Beine kommt.

      gez. Ricson Orlow
    • und wieder ging einige zeit ins land. Der bieber erholt sich langsam und ist sehr zutraulich. Vielleicht sollte ich einen namen für den klein.. ,pardon, die kleine finden.

      Meine versuche mit dem mörtel scheinen von erfolg gekrönt. Ich konnte die hütte schon gut befestigen. Eine zweite etage haben die wände alleine allerdings nicht getragen. Ich habe die wände daher im fachwerk errichtet und mit balken verstärkt. So konnte ich die holzhütte oben drauf bauen und gewinne damit reichlich platz. Auch habe ich nun ein ordentliches strohdach gebaut was bisher ganz gut dicht hält.

      wie nun fast jeden tag war ich an der großen bucht unterwegs um steine zu sammeln, als mich plötzlich ein kleines äffchen ansprang. Ich habe mich tierisch erschrocken, aber es schien nur spielen zu wollen. Es lief mir bis nachhause nach. Vielleicht ist das ja noch ein treuer begleiter. Das äffchen ist ùbrigens auch ein weibchen. Es ist also wieder genauso wie früher, die frauen fliegen auf mich...

      am strand traf ich heute erneut auf andy, der auf mich einen recht besorgten eindruck machte. Er berichtete mir von den andere bewohnern der bucht und, dass sie eine gemeinschaft, ein dorf aufbauen wollen. Vielleicht finde ich da anschluss. Angeführt wird die gemeinschaft wohl von einem Kapitän oder so. Ich bin gespannt wann ich auf ihn treffe, immer hin wohne ich nun direkt gegenüber.
      außerdem berichtete andy von seiner misslichen lage und dass er vor einer schwierigen entscheidung steht. Mehr wollte er nicht verraten. Es sei wohl besser für mich, wenn ich ahnungslos bleibe.
      er hat auch erzählt, dass anya eine seltsame wandlung gemacht hat. Sie soll den lebensmut und antrieb verloren haben. Das kann ich mir kaum vorstellen. Ich meine, gut, ich habe anya eine ganze weile nicht mehr gesehen. Aber bei unserer ersten begegnung war sie eine freundliche person, die vor positiver energie sprühte. Sie gab mir hoffnung als ich neuling verzweifelte. Ich hoffe der andy irrt sich.

      gez. Ricson Orlow
    • was haben wir heute geschafft? Ich konnte an dem eingang die lampen installieren die am strand angespült worden. Leider waren es nur 4 große und 2 kleine. Aber so habe ich in der nacht etwas licht am eingang und sehe besser, wenn nachts wieder jemand und die hütte schleicht. Der bieber scheint ganz gut wieder auf den beinen zu sein. Ja, ich hatte mich geirrt. Es ist wohl doch ein männchen. Ich bin eben kein tierarzt. Einen namen habe ich allerdings immer noch nicht. Der racker ist ganz schòn verschmust aber reiten lassen will er sich noch nicht so recht. Abgesehen davon habe ich noch keine zündende idee, wie ich mich auf dem rùcken festhalten soll. Ich bräuchte eine art sattel. Vielleicht lässt er sich reiten, wenn ich nicht so am fell ziehe.

      Ich habe andy wieder getroffen. Scheinbar hat sein wichtiges treffen, weswegen er so unruhig war, nicht stattgefunden. Ich bin mir nicht sicher ob er etwas erleichtert, oder umso besorgter ist. Schließlich stand ihm eine schwere entscheidung bevor, die er nun noch nicht treffen musste.

      Plòtzlich stand ein mann im blätterkostüm hinter mir. Ich habe mich zu tode erschrocken und dachte nun hat er auch mich gefunden. Ich habe schon viel über den waldläufer gehòrt.
      Doch keine panik, es war nur andy in einem ähnlichen kostüm. Er wollte mir zeigen wie der waldmensch aussieht, damit ich ihn erkenne, wenn ich ihn sehe.
      Oder wollte andy etwas ganz anderes zu verstehen geben? Ist er vielleicht selbst ein waldmensch? Das kostüm war sehr aufwendig gearbeitet. Doch nicht nur, um es mir vorzuführen. Ich bin mir sicher er wird auch bessere verwendung dafür haben. Egal was er vorhat, er scheint ein loyaler und ehrlicher kerl zu sein. Ich vertraue ihm.

      ich habe heute mit wertvollen tips von andy farbpigmente kochen können, um meine lumpen zu färben. Sieht schon deutlich besser aus. Zu später stund kuschel ich mich zu äffchen und bieber. Puh werde ich wieder stinken. Aber wen stòrt das schon.

      gez. Ricson Orlow
    • heute konnte ich die erste versuche mit dem biber machen. Ich habe eine idee, wie ich eine art sattel bauen kann. Aus leder sollte er sein, um ausreichend flexibel und dabei aber auch sehr robust zu sein. Die ersten versuche mit lederriemen scheinen dem biber, ich glaube ich nenne ihn Norbert, nicht so geheuer. Er versucht ständig die riemen abzureißen und kratzt sich ständig. Er muss sich erst noch daran gewöhnen. Ich lass zunächst eine große schlaufe um seinen bauch über nacht dran. Allerdings muss ich mir gedanken machen, wie ich mich am besten auf dem sattel behalte. Ich dachte an ein paar haltebügeln und wollte dazu den schmied aufsuchen, von dem mir andy ständig berichtet. Die schmiede habe ich gefunden. Allerdings schien niemand da zu sein. Ich hoffe der schmied ist das nächste mal da. Ich kann noch einiges mehr von ihm gebrauchen.

      Heute konnte ich das fundament für den geplanten grillplatz bauen und auch bereits ein provisorisches dach auf stellen. Die feuerstelle und die bänke stehen auch bereits. Ich freue mich schon auf den ersten grillabend.

      gez. Ricson Orlow
    • Heute konnte ich endlich die anderen Bewohner der Bucht kennen lernen. Olli und Missy. Sehr freundliche Leidensgenossen aus der alten Welt. Sie sind dabei eine Dorfgemeinschaft rings um die Bucht auf zubauen und ich konnte mich anschließen. Wir sind also nun eine richtige Gemeinde. Das erste große Projekt steht an und fordert meine architektonischen und statischen Fähigkeiten und Erfahrungen. Wir errichten einen Turm mit Leuchtfeuer, eine Art Leuchtturm, am Zufluss zur Bucht, damit niemand die Einfahrt verfehlt. Ich konnte heute bereits das Fundament legen und die ersten Mauern aufbauen.

      Außerdem mache ich riesige Fortschritte mit dem Biber. Ich habe nun ein paar Lederriemen zu einer Art Sattel kombiniert und diese Lösung scheint der Biber zu tolerieren, denn er wehrt sich nicht mehr dagegen. Das Reiten ist so viel bequemer und ich habe den Biber besser unter Kontrolle.

      Bei einer feuchtfröhlichen Runde im Pub mit Andy, Missy und Yoso konnte ich also Yoso kennen lernen. er scheint bei dem Schmied in Lehre zu sein.
      Beide Jungs lagen schnell unter dem Tisch, was Missy sehr unterhaltsam fand. Das kann ja noch interessant werden.

      gez. Ricson Orlow
    • Was heute geschah, ist unvorstellbar. Ich war gerade dabei am Leuchtturm zu arbeiten als plötzlich Oli herbei gerannt kam. Völlig außer Atem rief er mit letzter Kraft, dass ich das Boot, welches ich heute gebaut hatte, auf die andere Seite der Bucht zu seiner Werkstatt fahren soll. Kaum dort angekommen, schleppte er riesige Kanonen auf das Boot. Dafür war die Schaluppe nicht gedacht, aber sie hielt. Immer wieder fragte ich, was denn los sei, dass hier so eine Hektik herrscht. Etwas großes, düsteres kommt auf uns zu, sagte Oli. Er wüsste es selbst nicht, was es ist. Und plötzlich kreist eine riesige fliegende Echse über der Bucht und spuckt Feuer.

      Ich geriet in Panik. Auch Oli war deutlich besorgt. Dieser Riese von Mann wirkte plötzlich so klein. Ich versteckte mich im Boot und schaute mit dem Fernglas etwas genauer hin. Es war offensichtlich der Waldläufer, der die Feuer spuckende Echse ritt.

      Sie flog auf uns zu, während Oli die Kanonen belud. Ein großer Feuerschwall rollte über das Deck und Oli fing Feuer. Er sprang über Bord um sich selbst zu löschen. Am Horizont näherte sich nun eine zweite riesige Flugechse und auch sie spuckte Feuer. Die beiden jagten sich und kämpften verbittert am Himmel. Ein riesen Durcheinandern. Oli wusste gar nicht mehr auf wen er schießen soll. Aber das war auch egal. Die Schaluppe war so träge, dass Oli nichts treffen konnte. Wir machten das Boot am Strand fest und liefen so schnell es ging zu Olis Haus. Er hatte noch einen Bogen und einige Pfeile. Dies war ein Witz gegen die riesige Echse aber immer hin etwas. Es stellte sich heraus, dass der Wolfsmensch die zweite Echse ritt und auch Caris war zur Unterstützung auf einer kleineren Flugechse vor Ort.

      Plötzlich tauchte auch Andy auf. Es rankten sich die wildesten Gerüchte um ihn. Er solle wohl mit dem Waldläufer unter einer Decke stecken, ihm bei wichtigen Besorgungen tatkräftig unterstützt haben. Mir gegenüber hat er im Voraus behauptet, ein falsches Spiel mit dem Waldläufer zu spielen und, dass er eigentlich nur schlimmeres verhindern will.
      Ich glaubte an ihn und als er zum Bogen griff, zielte er auf den Waldläufer. Da wusste ich, dass er auf unserer Seite kämpft. In diesem durcheinander, der Panik, hätte er hinterrücks einen nach den anderen meucheln können und keiner hätte etwas bemerkt. Aber er kämpfte auf unserer Seite. Oli wurde von der Flugechse zerfetzt. Er flog in einem großen Bogen zu Boden und stand nicht mehr auf.

      Nach einem langen Kampf konnten Caris und der Wolfsmensch den Waldläufer aus dem Sattel reißen und Caris machte dem Spuk ein Ende. Sie kam mit dem Arm vom Waldläufer zurück und verkündete, dass es nun vorbei sei.

      Oli kam kurze Zeit später mit großen Kopfschmerzen zurück. Offenbar stimmt es wirklich, man stirbt nicht richtig und kommt immer wieder, sofern der Kristall im Arm steckt.

      Niemand traute mehr Andy, doch wir bzw. Oli konnte ihm ein Angebot machen, sich uns, Tortuga, anzuschließen. Wir werden sehen, wie er sich entscheiden wird.

      Der halbe Leuchtturm ging zu Bruch. Die neu gefertigten Scheiben, die mir Oli heute brachte sind zersprungen.

      Mein Gott war das ein Tag. Zum Glück war Missy gerade nicht da. Morgen geht es an die Reparaturen.

      Kurz bevor ich zu Bett gehen wollte, kam Anya und kurz darauf auch der Wolfsmensch vorbei. Anya wollte wissen was geschehen war und der Wolfsmensch wollte scheinbar nach dem Rechten schauen. Wir saßen noch eine Weile am Feuer und unterhielten uns über das Geschehene und, dass möglicher Weise eine Pforte zu einer anderen Welt geöffnet wurde.

      Ich bin gespannt was als nächstes geschieht.

      gez. Ricson Orlow
    • Nach dem, glücklicher Weise erfolgreich abgewehrten, Angriff auf unsere Gemeinschaft in dieser Welt, gab mir der Captain einen Auftrag. Die Errichtung einer Wehranlage gegen das Eindringen feindlicher Gefahren. Diesen werden ich so schnell es geht in die Tat umsetzen und erhoffe mir tatkräftige Unterstützung von Andy. Aber am Ende sind alle in der Gemeinschaft gefordert. Gerade die Beschaffung der imensen Menge an Baumaterial ist eine große Herausforderung, bei der Jeder mithelfen kann. Holz trägt der Biber "Norbert" ständig zusammen. Das sollte also nicht das Problem sein, aber das Steineschleppen geht nur langsam und mühseelig von Statten.

      Als erstes werde ich die Einfahrt zur Bucht sichern. Der Zufluss muss reguliert werden und schwimmenden oder gar tauchende Gefahren sind damit schnell ausgesperrt. Von da aus werden Mauern, Wehrgänge und vielleicht sogar kleine Aussichtsposten errichtet. Dies macht den Großteil des Bauvorhabens aus. Allerdings bleibt eine Gefahr immer offen, Der Himmel.
      Ich hoffe der Wall wird uns behilflich sein, gegen das, was da draußen noch auf uns wartet.

      gez. Ricson Orlow
    • Andy kam vorbei und wir machte uns auch gleich an das errichten des schutzwall. Wir kamen heute sehr gut voran. Der zufluss zur bucht ist bereits gut gesichert.

      allerdings plagen mich nachts schlimme alpträume seit dem großn angriff. Ich hatte fast vergessen, wie gefährlich diese welt ist. Und nun wandeln halb zerfallene untote dodos auf der insel herum. Sind scheinen einen virus in sich zu tragen und sind sehr aggressiv.

      In dieser schweren zeit bin ich froh den schutz der gemeinschaft in tortuga zu genièßen. Ich finde es wichtig, dass wir zusammenstehen. Darum habe ich heute damit begonnen mein kleines haus einzureißen und ein neues näher an der gemeinschaft zu errichten. Es ist noch viel zu tun.

      gez. Ricson Orlow
    • Die Seuche scheint sich breit zu machen.heute waren wieder halb verfaulte Drachen an der Felswand. Zum Glück kamen gerade der Wolfsmensch mit Caris und Anya des Weges. Sie konnten einige dieser riesigen Flugechsen töten und andere vertreiben.
      Als ich aus meinem Haus heraus kam, rannte der kleine Alex gerade panisch vor einem Raptor davon. Er drehte sich immer wieder um und schoss Steine mit seiner Zwille direkt auf die Nase des Raptors. Zunächst dachte ich: "Wie naiv der kleine doch sein Leben aufs Spiel setzte", da fiel die stolze Echse, auf zwei Beinen, bewusstlos zu Boden. Scheinbar hatte sie ein paar Steine zuviel auf die Nase bekommen. Völlig außer Atem versuchte mir Alex nun zu erklären, was geschehen war. Der Raptor habe ihn angegriffen und in Panik rannte er um sein Leben. Doch dieser Raptor war sehr schnell und ließ nicht von ihm ab. In der letzten Verzweiflung schoss er dann mit der Zwille auf ihn, in der Hoffnung ihn zu vertreiben.
      Nun plagte das naive Kind das schlechte Gewissen. Alex machte sich Sorgen, dass der Raptor sterben würde und wollte ihn wieder auf die Beine helfen. Ich gab ihm einige Steaks aus dem Kühlschrank, damit er den Raptor füttern konnte. Vorsichtig fütterte er das stolze Tier und allmählich kam dieses wieder zu sich. Noch recht benommen stand der Raptor plötzlich auf. Wir haben uns erschrocken und sind zunächst auf Abstand gegangen, doch der Raptor blieb ganz friedlich und ist Alex ständig hinterher gerannt. Scheinbar konnte Alex das Vertrauen des Tieres gewinnen, wie ich es bei dem Biber geschafft hatte. Dies brachte mich auf eine Idee.

      Wenn man das Tier in dem Glauben lässt, er wäre dem Tode nahe und ihm anschließend scheinbar das Leben rettet, entsteht mit viel Glück scheinbar eine besondere Beziehung. Zum Glück ist die Tierwelt nicht von einer solchen komplexen Intelligenz gesegnet, wie wir menschen es sind. Wenn ich dies mit meinem Nachbar versucht hätte, wäre er alles andere als mein Freund gewesen.

      Ich habe eine art Gürteltier gesehen, welches mit seinem Schwanz einen großen Felsen zertrümmerte. Vielleicht kann man dieses auf ähnliche Weise zahm bekommen. Das könnte uns bei der Materialbeschaffung sehr hilfreich sein. Allerdings glaube ich nicht, dass dazu eine Zwille und Steine ausreichen. Das Gürteltier hat einen festen Panzer und wird die Steine eher als Kitzeln wahrnehmen. Dazu musst ich mir etwas einfallen lassen.

      Der Captain scheint von der berauschenden Wirkung der schwarzen Beeren abhängig zu sein und wenn er davon zu viele gegessen hat, schläft er wie ein Baby. Vielleicht lässt sich daraus ein betäubender Brei machen. Ich werde wohl etwas tüfteln müssen.

      Wie ich gesehen habe, hat Andy in meiner Abwesenheit die Baumängel am Leuchtturm beseitigt und auch den zweiten Turm weiter gebaut. Außerdem hat er bereits Fundamente für den nächsten Mauerabschnitt gesetzt. Der Junge ist echt fleißig und bringt sich ein. Ich wusste doch, dass er ein guter Kerl ist. Nur die Steine gehen uns ständig aus. Ich hoffe es findet sich bald eine Lösung, wie wir uns damit Abhilfe verschaffen können.

      gez. Ricson Orlow
    • Ich kann es nur immer wieder betonen, der Andy ist sehr fleißig und bringt sich ein. Er konnte bereits einen riesigen Abschnitt der Mauerfundamente vorbereiten. So konnte ich heute bereits das erste Stadttor auf stellen. Leider empfand es der Andy, als deutlich zu klein. Vielleicht sollten wir über solche Bauvorhaben eine Abstimmung machen.

      Außerdem konnte ich heute die ersten Baumaßnahmen am neuen Stall beginnen. Ein neuer Stall ist mittlerweile echt nötig, denn es wird eng für die Tiere.

      Wie mir zu Ohren kam gab es im Dorf einen Vorfall mit dem Doc. Er wollte wohl Anya als Sklavin verkaufen. Wenn die Berichte stimmen, wollten wohl Olli und Missy ein Angebot machen. Zum Glück konnte Andy den Doc vertreiben. Seit dem wurde er nicht wieder gesehen.
      Ich bin entsetzt, dass in Tortuga offensichtlich Personen leben, die keine Skrupel vor Menschenhändlern haben. Ich dachte eigentlich, dass wir ein Zusammenschluss von Menschen der alten Welt sind, die durchaus eine Ahnung von Menschenrechten haben. Scheinbar verändert das Leben in dieser Welt einige Menschen schlagartig. Ich hoffe ich verkommen nicht auch irgendwann zu einer Art Tier.
      Wir sollten unbedingt eine Art Rat gründen. Mal sehen was die Anderen dazu sagen.

      gez. Ricson Orlow
    • Heute war ein dunkler Tag für Tortuga. Andy hat sich nach der Ratssitzung tatsächlich aus dem Staub gemacht. Er sprach schon seit einiger Zeit mit mir darüber, dass er sich nicht mehr wohl fühlt und nun ist er in die Ungewissheit aufgebrochen. Ich hoffe ihm passiert nichts. Er hat sich von den anderen unbemerkt davon geschlichen, aber sich von mir verabschiedet. Dabei überließ er mir sein Pelikan. Ich werde mich gut um ihn sorgen.

      Ja so wurde die kleine Gesellschaft etwas kleiner. Ich hoffe Tortuga zerbricht nicht irgendwann ganz.

      Ich konnte heute noch einige Mauern am neuen Stall hochziehen und hatte auch gleich die ersten Probleme mit der Statik. Ich konnte es vorerst mit zusätzlichen Balken stützen. Vielleicht finde ich dafür noch eine bessere Lösung.

      Und wieder einmal waren Neulinge zu Besuch. Celina kam zusammen mit Rayah vorbei und wollte uns einander vorstellen. Es war eine sehr interessante Unterhaltung. Allerdings musste ich wiederholt festellen, dass die Neuankömmlinge erstaunlich gut zurecht kommen. Mal abgesehen von Alex, dem kleinen Jungen, kamen wohl alle mit diesem Schock besser zu recht, als ich es zu Anfang tat. So langsam zweifel ich an meiner ursprünglichen Idee, für solche verunsicherte Neuankömmlinge eine Zuflucht zu bauen. Ein Ort mit der wichtigsten Ausstattung, wie eine Feuerstelle und eine Werkbank, sowie sicheren 4 Wänden. Als Anlaufpunkt in Tortuga etabliert sich die Bar "Zum Säbelzahnlachs" von Missy prächtig. Und auch eine Zimmervermietung gibt es im oberen Stock.
      Vielleicht sollte ich mir eine andere zusätzliche Aufgabe suchen, neben der Architektur. Vielleicht baue ich einmal einen kleinen Verkaufsstand für verschiedene Erzeugnisse. Meine Versuche mit der Betäubungspaste aus schwarzen Beeren machen beispielsweise gute Fortschritte. Ich werde sie einmal dem Captain zum probieren geben. Ich denke der ist ein guter Tester.
      Ausserdem bin ich mittlerweile recht gut darin, meine Kleidung zu nähen.

      Wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Es bleibt spannend.

      gez. RIcson Orlow
    • * Ricson sitz auf seinem Boot, auf offener See, bei dem Schädelfelsen, schaut hinaus aufs Meer und ist in Gedanken vertieft*

      Sollten Sie Recht haben ?
      Kann es sein ... ?

      Ich denke nicht !

      Oder will ich es nicht denken ?
      Was ist wenn ... ?
      Wo stehe ich wenn ... ?

      *Ein Blitz trifft den Schädelfelsen. Ein Donnergräuel folgt. Die See wird rau. Ein Gewitter zieht auf*

      Ich sollte schnell wieder nach hause. Ich sollte gar nicht allein hier draußen auf See sein.
    • Der Stall nimmt langsma richtig Gestalt an. Im Lager konnte ich diverse Gitter finden, die ich gleich installieren konnte. Ich habe wieder extra Bolzen zur Verstärkung eingeschlagen. Ich werde den Tag nicht vergessen, als ein Gitter fast auf den kleinen Alexander gefallen ist. Der kleine Tüftler kam auf die Idee mit den extra Bolzen. Ich hoffe ihm geht es gut. Der Wolfsmensch hat mir in einer Unterhaltung berichtet, dass er den Ausreißer gefunden und vorerst bei sich aufgenommen hatte. Beziehungsweise nicht direkt bei ihm... ist auch egal wo der Junge genau ist. Ich denke dem Jungen geht es in seiner Obhut nicht schlecht. Vielleicht hat er den Racker besser im Blick als wir es in Tortuga konnten.

      Andy kam noch einmal vorbei und wollte doch noch den Pelikan abholen. Dieser wollte allerdings nicht so recht weg. Aber wer kann es dem Tier schon verübeln? Er ist ja nicht der einzige Pelika in Tortuga und fühlt sich damit sichtlich wohl.

      Rayah und Celina waren zu Besuch. Rayah kam mit Ihrer Katze. Welch eine riesige Katze. Ich habe mich gar nicht heran getraut. Missy hat sie natürlich gestreichelt, die Verrückte.
      Und Celina konnte ich mit einem Sattel für Ihr Biber-Weibchen helfen. Damit hatte ich ja nun schon Erfahrungen. Somit konnte ich meine ersten Taler mit meinem Handwerksgeschick verdienen.
      Ich glaube die Arbeit mit Leder liegt mir, auch wenn meine Lederjacke bisher eher wie ein Lumpen aussieht. Aber Übung macht den Meister.

      Den Captain habe ich schon eine Weile nicht mehr gesehen. Er scheint viel zu tun zu haben. Nicht, dass er sich noch übernimmt?

      gez. Ricson Orlow
    • Die letzten Tage waren so ereignisreich, dass ich gar nicht dazu kam, etwas nieder zuschreiben.

      Ich konnte den Stall fertigstellen und somit ist nun auch der Flieger-Hangar aufgesetzt. In der zweiten Etage sind also die Flugtiere untergebracht. Dies bringt natürlich zusätzlichen Platz für Biber Norbert, das Gürteltier und die beiden Krokodile im Erdgeschoss.

      Missy konnte nun endlich ihre Bar "Zum Sebelzahnlachs" offiziell eröffnen und der Captain veranstaltete dazu ein Feuerwerk. Die Schmied brachte einen Großen Anker als Eröffnungsgeschenk. Es war eine gut besuchte ausgelassene Party, bei der am Ende sogar gesungen und getanzt wurde.

      Beim Schmied habe ich nun bessere Werkzeuge bestellt, mal schauen wie schnell er diese anfertigen kann. Leider konnte ich ihn nicht persönlich antreffen, aber ich habe ihm eine Nachricht im Postkaten hinterlassen. Im Anschluss war ich in der Bucht vor dem Händlerposten Angeln. Allerdings beißen die großen Fische nicht an, wenn ich den Harz-Köder verwende. Ich traf am Händlerposten auf Celina und Andy. In einem kurzen Gespräch erzählten sie mir von ihren Angeltricks und einem Geheimtipp wo die Fische besser beißen. Celinas Tipp war es mit Blutegelblut am Angelhaken zu angeln. Ich habe keine Ahnung wo ich Blutegel finden kann, aber Celina meinte sie können etwas besorgen. Vielleicht kann ich das also bald einmal ausprobieren.

      Der Captain hat mir seine neuste Errungenschaft presentiert. Er ließ sich vom Schmied eine Flinte anfertigen, mit der er Betäubungspfeile verschießen kann. Ich durfte sie einmal ausprobieren. Ein Höllengerät. Ich hatte ein Fiepen im Ohr von dem Knall und meine Schulter schmerzt jetzt noch von dem Rückstoß. Geschossen hatte ich mit einem normalen Projektil und der Captain meinte, dass ein Betäubungspfeil weniger laut ist. Schon ein seltsames Gefühl, soviel Macht in der Hand zu halten. Aber ich bin davon fasziniert. Vielleicht frage ich auch einmal beim Schmied an, was solch eine Flinte kosten würde. Allerdings müsste ich noch sehr viel üben.

      Da nun der neue Stall fertig ist, kann ich nun den alten abbauen. Das Holz werden ich für ein kleines Stadthaus verwenden. Ein Ort an dem man Neuigkeiten verkünden und Abstimmungen abhalten kann. Bisher war die Bar von Missy recht bequem dafür, aber so richtig offiziell wirkte es nicht. Außerdem wird es als abschreckendes Simbol eine Art Pranger geben. Dies wollte der Captain ja schon lange, aber nun wohl möglich dringender als bisher. Vielleicht wird dieser ja schon bald benötigt?!?

      Die Katze, mit der Rayah vor kurzen in Tortuga zu Besuch war, hat mich stark beeindruckt. Ich musste immer wieder daran denken, welch ein stolzes Tier das war. Ich träumte davon, irgendwann selbst eine solche Katze zu haben. Und dann meinte der Wolfsmensch in einem Gespräch zu mir, dass es ihm ein Leichtes wäre, mir ein Jungtier zu besorgen. Ich habe nicht lange nachgedacht und ihn sofort damit beauftragt. Ich bin also schon bald ein Katzenbesitzer. Ich hoffe die Katze wird zutraulich. Ich kann es kaum erwarten.

      Als ich heute vom Händlerposten zurück kam, ich hatte Fleisch beim Metzger gekauft, rannten wieder die kleinen Echsen um meine Füße. Sie gehen einem kaum bis zum Knie und irgendwie sind sie ganz niedlich anzuschauen. Sie haben wohl das Fleisch in meinem Rucksack gerochen, weswegen sie mir nachliefen. Es wurden immer mehr und sie fingen an mich anzuspringen. Langsma wurde es mir unheimlich. Einzeln sind sie ja niedlich, aber wenn dann plötzlich ein ganzes Rudel vor dir steht, fängst du an nachzudenken, was die wohl anstellen können. Ich warf ihnen also ein Fleischstück hin, in der Hoffnung diese los zuwerden. Das Kottlett war so schnell verputzt, so schnell konnte ich gar nicht gucken. Und schon hatte ich sie wieder am Hintern. Sie zogen nun immerwieder an meinem Hosenbein, bis ich ihnen wieder ein Kottlett zuwarf. Vielleicht war dies ein Fehler, denn nun sind sie mir bis nachhause gefolgt. Ich habe sie zunächst in den Käfig gesperrt.
      Mal schauen ob sie uns als eine art Wachhund nützlich sein könnten. Ich vermute allerdings, dass diese sich nicht zähmen lassen.

      Ich bin gespannt was als nächstes auf uns zukommt. Ich freue mich riesig auf das Katzenjunges und ich hoffe, dass unser Plan aufgeht. Es muss funktionieren. Wir werden nur diese eine Chance haben.

      gez. Ricson Orlow
    • Unser Plan hat funktioniert. Alles lief reibungslos.

      Dennoch war es ein düsterer Tag für Tortuga.

      Niemand von uns hatte gedacht, dass Anya ihm den Stein raus schneidet.
      Okay eigentlich hätte man das schon vermuten können, aber ich denke soweit hat niemand gedacht. Anya machte Andy endgültig den Gar aus.
      Scheinbar ist sie weiter von der alten Welt entfernt, als wir uns je vorstellen wollten.

      Ist dies die Zukunft? Ich habe ein seltsames Verständnis für das geschehene und zugleich das Gefühl, dass es falsch ist. Bin ich auch schon so sehr abgestumpft?

      Andy fehlt mir. Wir haben ihn an der Stadtmauer begraben. Und an seinem Grab eine Fackel aufgestellt, die von nun an jede Nacht für Ihn brennt.

      Missy hat das Geschehene wohl nicht so gut aufgenommen. Sie wirkt durcheinander und traurig. Traurig sind wir alle, aber Missy ganz besonders. Hatte sie eine besondere Bindung zu Andy? Oder ist es einfach die Menschlichkeit in ihr? Ich hoffe sie kann das bald überwinden. Allerdings bin ich mir da selbst nicht sicher, ob ich es überwinden werde.

      Andy, ich werde immer an dich denken. Ruhe in Frieden.

      gez. Ricson Orlow
    • Der Schreck steckt Tortuga noch in den Knochen. Die Bewohner machen einen betrübten Eindruck.

      Ben, ein Neuankömmling, hat noch nicht einmal seine Ankunft in dieser Welt verdaut und musste gleich alles mit an sehen. Ich hoffe er hat nun nicht ein falsches Bild von uns.

      Er und Missy haben mir geholfen den alten Stall zurück zu bauen. Missy war gerade in der oberen Etage dabei die Bodendielen zu entfernen als sie plötzlich durch den Boden brach. Sie fiel gute 4 Meter tief und schlug hart neben uns auf dem Fundament auf. Sie hat sich ordentlich den Knöchel verknackst. Leider haben wir den Doc schon sehr lange nicht mehr gesehen. Gerüchten zu folge ist er sogar verstorben. Jetzt hätten wir Ihn gebraucht. Unter Einnahme einer großen Menge Narcose-Beeren haben wir Missy nachhause geschafft und sie wollte sich hinlegen. Ich hoffe der Knöchel ist nicht gebrochen.

      In einer kraftzährenden Nacht voller Aufbau-Arbeiten konnte ich mit Ben zusammen eine art Ratssaal bauen. Dies soll den Bewohnern von Tortuga ermöglichen Ratssitzungen, fernab von der Stammtischatmosphäre des Sebelzahnlachs, abzuhalten. Das Lokal von Missy "Zum Sebelzahnlachs" wird weiterhin erster Treffpunkt für die Bewohner sein, allerdings werden wichtige Themen nun unter Ausschluss der breiten Offentlichkeit im Ratssaal des Stadtrates behandelt. Dabei sei festzuhalten, dass jeder Bewohner von Tortuga automatisch Mitglied im Stadtrat ist.

      Ich hoffe der Wolfsmensch kann mir schon bald meine zukünftige Gefährtin bringen. Ich halte es kaum noch aus darauf zu warten.

      gez. RIcson Orlow
    • Heute war der glücklichste Tag seit Langem. Endlich wieder ein Lichtblick. Der Wolf war mit Caris, Anya und dem kleinen Alexander zu Besuch in Tortuga und brachten mir meine Katze.
      Welch ein riesen Tier. Ich bin total fasziniert und gleichzeitig habe ich riesen Respekt. Das Mädchen strahlt ein bedrohliche Aura aus. Und doch scheint sie so lieblich und zutraulich.
      Ich möchte ihr Herz gewinnen, wie sie meins gewonnen hat. Zunächst werde ich Ihr ein schönes Freigehege bauen, damit sie sich bewegen kann.

      Ben hatte eine etwas hitzige Dsikussion mit dem Wolf als ich des Weges kam. Er schien das Geschehene stark zu verurteilen. Ich bewunder Ihn, dass er alles Andere zum Trotz, an die alten Werte festhält. Er wirkt stark dabei und dennoch bin ich überzeugt, dass auch er es sich früher oder später eingestehen wird. Die Gesetze der Natur stehen nun einmal über dem Menschenrecht. Der Mensch der alten Welt sieht sich immernoch an der Spitze der Nahrungskette. Spätestens im Angesicht einer riesigen, feuer spuckenden, fliegenden Echse sollte man dies allerdings überdenken.

      Ich habe den ganzen Abend im Stall der Katze verbracht. Ich beobachtete sie und sie schien mich zumindest zu dulden, denn meine Anweseheit störte sie keines Weges.
      Irgendwann muss ich wohl eingeschlafen sein. Im Traum bin ich Ihr im Dschugel begegnet und sie stellte sich mir als "Shiva" vor. Ich sprach im Traum also mit einer riesigen Katze und es fühlte sich so vertraut an.

      Als ich am nächsten Morgen aufwachte, lag sie direkt neben mir. Ich hatte gerade meine Augen geöffnet, als ich ihren Atem auf meiner Stirn spührte. Zunächst erschreckte ich mich und sprang auf. Sie öffnete ein Auge und schaute mich an, kurz darauf schloss sie wieder die Augen und schlief seelenruhig weiter. Als wollte sie mir sagen, ich solle mich beruhigen. Shiva ist also dein Name? Das gefällt mir. Ein Name der ihr ehrenwürdig ist.

      gez. Ricson Orlow
    • Was war geschehen? Da bin ich endlich wieder zurück in Tortuga und so Einiges ist beschädigt. Bei meinem Haus fehlt das halbe Dacht und auch bei Shivas Stall ist das Dach eingestürzt. Am großen Stall fehlt die obere Etage fast vollständig.
      Wie ein Schlachtfeld. So lange war ich doch gar nicht weg! Was zur Hölle ist geschehen???

      Ich laufe in Richtung Bar als mir Ben entgegen kommt. Ich frage ihn sofort, was passiert ist. Er berichtet mir von einem Angriff auf Tortuga durch einen riesigen Sandwurm. Es gab einen erbitterten Kampf beim dem einige Tiere und auch Anya den Tod finden.
      Schreckliche Szenen müssen sich abgespielt haben. Jetzt sehe ich auch all das Blut in den Trümmern. Als wäre dies nicht schon genug, kommt der Wolf mit Caris des Weges und berichtet davon, dass sie erneut von der Pest befallene Drachen und Dodos gesehen haben und diese auf der Klippe über Tortuga sind. Außerdem ist dort auch solch ein Wurm. Noch einer. Er soll riesig sein. Bisher kenne ich diese Würmer nur aus Erzählungen. Und diese reichen aus, dass ich hoffe, nie einen zu Gesicht zu bekommen.

      In einem kurzen Gespräch über die aktuelle Situation waren wir uns einig, dass wir handeln müssen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese Kreaturen erneut Tortuga angreifen. Wer weiß wer als nächsten sein Leben lässt?
      Wir sind alles andere als auf einen Kampf vorbereitet, aber wir müssen es jetzt tun. Ben schnappt sich seinen Bogen und hofft, dass das Training etwas gebracht hat. Er hat sichtlich die Hosen voll und ich spreche ihm Mut zu. Dabei habe ich selber keinen Mut. Meine Knie schlabbern wie Pudding und ich kann mich kaum auf den Beinen halten. Ich greife zur Armbrust. Diese habe ich zuletzt in der Hand gehabt als ich sie vom Captain bekam, um gegen Nino zu kämpfen. Schreckliche Erinnerungen kommen zurück.

      In der Nacht und bei Regen brachen wir auf zur Klippe. Wir liefen bis ganz nach oben, doch kein Drachen und kein Wurm war zu sehen. Die Nacht neigte sich dem Ende zu und die Sonne ging langsam auf als plötzlich der Wurm direkt vor uns aus der Erde schaute. Wir verteilten uns etwas und nahmen den Wurm aus verschiedenen Seiten ins Visier. Die ersten Schüsse waren gut platziert. Man konnte aber auch kaum vorbei schießen, denn der Wurm war gigantisch. Viel, viel größer als ich es mir je hätte vorstellen können. Man glaubt es nur, wenn man es mit eigenen Augen gesehen hat. Der Wurm schien sich zurück zu ziehen und verschwand wieder in der Erde. Links von mir stand Ben mit dem Rücken zur Klippe. Auf einmal bebte die Erde und direkt vor Ben schoss der Wurm aus dem Boden. Ben war starr vor Schreck. Ich hörte einen lauten Schrei und sah im Augenwinkel wie der Wurm nach Ben schnappte. Als ich mich zu ihm rum drehte, flog Ben bereits im hohen Bogen die Klippe hinab. Ich war mir sicher, dass er dies nicht überleben konnte. Ich war geschockt und wusste nicht weiter. So schnell wie der Wurm kam, war er auch wieder in der Erde verschwunden. Ich suchte den Augenkontakt zum Wolf, doch der stand nicht mehr da wo ich ihn vermutete. Wo war er hin?
      Ich bekam Panik und rannte orientierungslos herum. Plötzlich hörte ich wie der Wolf rief ich solle vorsichtig sein. Da war er. Ich schaute ihn fragend an, als sich vor meinen Füßen der Boden verflüssigte. Nun war ich an der Reihe. Der Wurm schoss direkt neben mir aus dem Boden und ich schaute in seinen riesigen Schlund. Hunderte Zähne schauten mich an. Ich dachte daran, wie ich auf dieser Insel das erste mal die Augen öffnete. Ich dachte an Andy und all die anderen, denen ich mittlerweile begegnete. Und dann . . . absolute Stille . . . Finsternis . . .

      Ich höre meinen Herzschlag . . . ganz leise und ganz langsam.
      Er wird langsam schneller und stärker und mit jeden Schlag schmerzt es mehr. Ein Feuer in der Brust. Es fühlt sich an als würden man mit dem nächsten Herzschlag platzen.
      Der Schmerz fährt nun durch alle Glieder und in der Brust scheint ein Dolch zu stecken. Ein tiefer Atemzug und es wird wieder hell.
      Ich finde mich vor meinem Bett auf dem Boden wieder. Der Schmerz pulsiert und drückt auf die Augen. Ich kann kaum etwas sehen und es fühlt sich an als drückt einer einem die Augen in den Kopf.
      Ich muss mich übergeben. Mir ist so übel. Völlig geschafft ergebe ich mich meinem Schicksal und bleibe einfach liegen.

      So fühlt es sich also an, wenn man stirbt und anschließend wieder auf steht? Daran soll man sich gewöhnen können? Niemals, lieber sterbe ich. Achja das bin ich ja bereits. Ich meine natürlich, dann sterbe ich lieber nicht!

      Ich glaube ich war eine Weile bewusstlos und als ich zu mir kam, lag ich in meinem Erbrochenen. Ich hatte schrecklichen Durst und kroch nun auf allen Vieren in Richtung Bar. In Tortuga war es ruhig.
      Ich schleppte mich in die Bar und trank eine Flasche Wasser in einem Zug aus. Anschließend übergab ich mich wieder.
      Ben kam in den Gastraum und schien sich ähnlich zu fühlen. Wir haben also beide versagt.
      Wie ein Häufchen Elend sitzen wir nun in der Bar und lecken unsere Wunden.
      Als der Wolf uns fand, schien er erst zu realisieren, was geschehen war. Er berichtete, dass Caris zwar schwer verletzt war, aber der Wurm das Zeitliche gesegnet hatte. Und wieder wurde Tortuga vom Wolfsrudel gerettet. Was machen wir nur, wenn diese Leute einmal nicht zur Stelle sind? Wir sollten schnell lernen.

      Ich schleppte mich zurück in das Bett und schlief eine ganze Weile. Ich habe absolut keine Ahnung wie lange das war. Es ging mir dennoch elend. Ich möchte nie wieder sterben !

      In den folgenden Tagen konnte ich die Schäden beseitigen und die Dächer mit Dachschindel verstärken, in der Hoffnung, dass sie nun etwas mehr aushalten als die Strohdächer. Im Lager habe ich außerdem einige Bauteile für ein kleines Gewächshaus gefunden, welches ich nun am Wasser aufstellen konnte. Mal schauen ob die Pflanzen darin besser gedeihen.

      Mein Schädel zerspringt immer noch. Wir können festhalten: Sterben ist ein "riesen Arschloch"!

      gez. Ricson Orlow
    • Und wieder einmal ging eine Menge Zeit ins Land. In letzter Zeit bin ich immer häufiger auf Handelsreisen, sodass ich kaum nich zum Schreiben komme.
      Nun nehme ich mir einfach mal die Zeit.

      Viel hat sich getan. Shiva hat mittlerweile vom Jack einen Sattel bekommen. Ich muss feststellen, dass dies eine super Arbeit von dem Lederkünstler ist. Scheint für Shiva wie eine zweite Haut zu sein. Sie hat ihn bisher nicht runter gerissen. Als sie schlief, habe ich mich bereits einmal vorsichtig drauf gesetzt. Dabei wurde Sie kurz wach, aber sie störte sich nicht daran. Vielleicht lässt sie sich ja sogar bereits reiten, aber so recht trauen tu ich mich noch nicht.

      Der Wolf hat den riesigen Vogel gezähmt, den er für den Kampf gegen die Drachen besorgen wollte. Der Schmied hat zusammen mit Jack einen speziellen Sattel angefertigt. Auf diesem Sattel wurde nun eine große Baliste montiert. Eine abenteuerliche Kostruktion und ich soll, bei der Jagt auf die Drachen, oben auf der Baliste sitzen und schießen.
      Ja, es ist so unglaublich wie es klingt. Und ich würde es erst glauben, wenn ich es sehe.

      Beim Training klappt es mittlerweile ganz gut. Die Steuerung geht recht gut von der Hand, wenn man sich einmal daran gewöhnt hat. Allerdings bewegen sich bisher die Ziele noch nicht. Was bleibt, ist die Angst, aus dem Stuhl zu fallen. Bisher war der Gürtel um die Hüften zuverlässig.

      Der Captain hat uns gezeigt, wo er ständig seine Zeit verbringt, wenn wir ihn suchen. Er erforscht die Tiefsee und ist auf einige sonderbare Anomalien gestoßen. Auch dies glaubt einem niemand, wenn man davon erzählt.

      Caris hat mir einen Schulter-Fuchs anvertraut. Ein kleines Weibchen. Ich werde mich gut um Sie kümmern. Ich glaube, ich verstehe es als eine Geste des Vertrauens und als Prüfung zu gleich.
      Das Rudel scheint mich zumindest zu respektieren.

      Mal schauen was die nächsten Tage noch alles auf uns zu kommt.

      gez. Ricson Orlow