Aus Feuer und Blut

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    • Zwei Welten

      Ich war grade mit meinem Boot unterwegs nach Tortuga, da sah ich auf einer kleinen Insel eine Strohhütte. Ich legte an und ging von Board um zu schauen ob jemand zuhause ist. Da öffnete sich auch schon die Tür und ein recht stattlicher Typ stand vor mir. Wir stellten uns gegenseitig vor und unterhielten uns etwas. Seinen Namen habe ich leider schon wieder vergessen, aber er kannte mich schon vom hören sagen. Er war recht neu auf dieser Welt. Da ich aber weiter musste gab ich Ihm eine einfache Metallhacke als Willkommensgeschenk und segelte weiter.

      In Tortuga angekommen stand ich vor dem großen Hafentor, welches aber verschlossen war. Da ich bereits einen Schlüssel hatte fuhr ich ins Hafenbecken und verschloss das Tor wieder. Als ich anlegte bemerkte ich die Stille. Niemand schien da zu sein. Die Taverne war verschlossen und weit und breit war keiner zu sehen. Also ging ich zum Haus vom Captain. Auch dort war alles ruhig. Als ich so durch das hohe Gras lief sah ich eines von diesen Raubtieren, es handelte sich um einen Raptor. Ich nahm mein Präzisionsgewehr und legte an. Als ich den Raptor durch das Zielfernrohr ansprach entdeckte ich, dass ein kleiner Junge darauf ritt. Es war der kleine Alexander. Ich nahm die Waffe runter und ging zu Ihm. Er erzählte mir das er die Raptordame vor ein paar Tagen verletzt hatte und sich jetzt um Sie kümmert. Außerdem sagte er mir das Andy und der Captain unterwegs sind. Ich wartete noch eine Weile, bis ich mich entschied zurück zu segeln.

      Als ich grade die Insel umfuhr entdeckte ich ein großes Haus welches aus Holz und Stroh gebaut war. Dieses wollte ich mir mal aus der Nähe ansehen, da es mir damals nie aufgefallen war. Aber gut sonst fuhr ich auch immer eine andere Route. Als ich vor dem Haus stand sah ich wie die Türen und Fenster offen standen. Daneben stand nur ein Schild mit der Aufschrift " Bin auf Expedition... Bin bald zurück....der Doc". War da jemand eingebrochen? Ich hatte mich entschlossen nachzusehen. Das ganze Haus war voller Medizinischer Gerätschaften, Pülverchen und Terrarien mit giftigen Tieren. Ich rief mehrmals ob jemand zuhause ist aber niemand antwortete. Als ich ins obere Stockwerk ging sah ich eine Maschine laufen. Wieder rief ich, aber immer noch kam keine Antwort. Sehr Merkwürdig alles. War diesem Doc was zugestoßen?
      Ich schaltete die Maschine aus und schaute mich etwas in den Schränken um. Dann steckte ich mir etwas von den Medikamenten ein. Wer weiß für was man dies mal braucht. Als ich wieder draußen war schaute ich mich nochmal um aber weit und breit war nichts.

      Kaum kam ich an meinem Bootsanleger an, da sah ich vom weitem das, dass Ufer von Dinoleichen übersäht war. Ich schaute durchs Fernrohr und erkannte Caris und Ciro. Als ich das Boot vertäut hatte sagte mir Ciro das hier ein Drachen gewütet hat. Außerdem hatten sie eine Art Krokodilechse dabei. Diese ist wohl für Tortuga. Wir gingen zur Schmiede und ich übergab Ihnen die bestellten Waren. Auch erkundigte ich mich nach Ciro sein neues Geschäft. Er beschafft Tiere im Auftrag. Klingt sehr interessant. Bei der Gelegenheit zeigte ich den beiden meinen neuen Freund. Ein kleiner kräftiger Dickschädeldino. Welcher wahrhaft ein kleiner Dickschädel vom Charakter ist. Wir plauderten noch etwas bis die beiden wieder loszogen.

      Am späten Abend entschloss ich mich nochmals nach Tortuga zu reisen um den Captain den Zoll zu zahlen. Ich habe nicht gerne Schulden. Besonders nicht in einer Welt wo das Gesetz des stärkeren gilt. Ein Pfeil im Rücken eitert leider schwer raus.

      Ich nahm meinen kleinen treuen Pelikan und flog los. Grade als ich in Tortuga ankam beobachtet ich eine interessante Situation. Eine Gruppe bestehend aus den Captain, Andy, Missi, einen Unbekannten mit Hut und Anya in Handschellen ließ mich kurz innehalten und die Situation aus der Ferne beobachten. Auf einmal eskalierte es, Andy zog eine Waffe und schoss auf den Unbekannten. Ein Kullerdino kam hinzu und schlug ebenfalls auf den Unbekannten welcher ins Wasser sprang. Ich landete und nahm Anya die Handschellen ab. Es war ein totales Durcheinander und alle waren sehr nervös. Keiner konnte mir erklären was vorgefallen war. Da tauchten auch Caris und Ciro auf. Anya war außer sich vor Wut und stürmte davon. Der Captian verstand auch das Problem nicht so recht. Andy wurde ganz ruhig als Ciro neben Ihm stand. Caris, der Captain und Ciro gingen erst mal zum Haus vom Captain um ihre Geschäft abzuschließen. Andy flog nervös umher und suchte den Unbekannten. Anya war auch verschwunden. Also ging ich auch zum Haus vom Captain. Nachdem die anderen beiden alles mit Ihm geklärt hatten zahlte ich erst mal meinen Zoll. Außerdem ließ ich mir vom Captain eine vernünftige Angel anfertigen. Da es schon sehr spät war machte ich mich auf dem Weg nachhause.

      Nächsten Tag wollte ich meine Ressourcen etwas aufstocken und zog mit Hannes, meinen treuen Ankylosaurus, los um Metallerze abzubauen. Als wir grade an der Abbaustelle ankamen wurden wir von einem Drachen attackiert. Sofort ritten wir im Eiltempo zur Schmiede zurück und ich bemannte die Balliste, doch der Drachen verschwand. Kurze zeit später tauchte Anya bei mir auf und wollte sich für gestern entschuldigen. Wir aßen eine schöne Gulaschsuppe zusammen und Sie erzählte mir auch nun in aller Ruhe was vorgefallen war. Eine echt böse Geschichte. Sind eben zwei verschiedene Welten mit unterschiedlichen Regeln und Gesetzen. Und wie sagte ich so schön, es ist gut in dieser Welt keine Schulden zu haben oder eben die richtigen Leute zu kennen.
    • Volle Auftragsbücher

      Gestern traf ich Yoso nach langer Zeit wieder bei mir. Anscheinend hat auch er seinen ersten Tod in der neuen Welt erfahren. Ich fertigte Ihm eine neue Ausrüstung an. Da er vor Wasser großen Respekt hat traute er sich auch nicht alleine mit einem Floß loszufahren. Trotzdem wollte er die Welt erkunden. Ich erzählte ihm von der Möglichkeit zu fliegen. Da schaute er mich mit großen Augen an. Als wir am Strand unterwegs waren entdeckten wir einen einen kleinen Flugsaurier ohne Federn der anscheinend starke schmerzen hatte. Er wollte auch nicht wegfliegen als wir uns näherten. Ich ging zum Haus um etwas Schmerzmittel zu holen. Dieses verabreichten wir dem Vogel welcher darauf hin zusammen brach. Hatten wir Ihn jetzt damit getötet? Anscheinend nicht, denn er hatte aufgehört zu klagen und machte den Anschein sich zu entspannen. Als ich etwas Fleisch holen wollte traf ich auf Ciro. Er wollte etwas spezielles bestellen. Ich erklärte Ihm kurz das ich in Eile bin und wir setzten unser Gespräch am Strand fort. Ich gab Yoso das Fleisch und er kümmerte sich um den Vogel. Er hat aufgrund seiner Vergangenheit sowieso mehr Ahnung von Tieren. Caris war auch mit am Strand aber sehr ruhig. Sie hielt sich im Hintergrund auf. Merkwürdig, aber ich fragte nicht nach. Nachdem alles geschäftliche geklärt war zogen die Beiden wieder los. Yoso erzählte mir das es den Vogel besser geht und er das Fleisch verputzt. Es scheint Ihm also zu schmecken. Dann stand der Vogel auf und lief Yoso hinterher. Wir gingen zum Haus zurück und Yoso kümmerte sich gut um Ihn.

      Am nächsten morgen fertigte Yoso einen Satttel für den neuen Vogel an. Eine recht gute Arbeit. Also er kennt sich mit Leder gut aus. Er hatte auch die Schnallen und Ringe selber gefertigt. Also hat er von mir auch was gelernt. Dann setzte er sich auf den Vogel und lief mit Ihm vorm Haus umher. Ich erzählte Ihn das er die Knie etwas mehr in den Rücken drücken soll und dabei an den Zügeln ziehen muss. So hatte es jedenfalls bei dem Pelikan geklappt damit dieser sich in die Luft erhob. Er probierte es und sein Vogel stieg in die Luft. Nach einigen kurzen Flugversuchen konnte er Ihn auch gut steuern. Auch wurde er nicht abgeworfen. Der Vogel vertraute Ihm offenbar. Am späten Nachmittag sagte Yoso das er mal eine größere Runde mit dem Vogel drehen will. Er nahm sein Zelt und ein paar Vorräte mit. Dann verschwand er im Abendhimmel. Mal schauen wenn ich Ihn wiedersehe.

      Am nächsten Tag war ich grade dabei die Bestellung vom Wolf zu bearbeiten da standen 2 Leute vor der Schmiede. Eine Frau die sich mir als Celina vorstellte und der Typ welchen Namen ich vergessen hatte. Gleich daruf tauchten auch Missi und Alexander bei mir auf. Also das die Leute bei mir anstehen hätte ich mir nie träumen lassen. Celina erkundigte sich nach meine Preise. Sie hatte anscheinend kein Gold also bot ich Ihr an Ressourcen im gegenzug zu nehmen. Sie wolle darüber nachdenken. Der Typ wusste genau was er wollte. Da er Fischer ist brauchte er einen Speer welcher stabil und möglichst rostfrei ist. Ein glück ist das Wasser hier nicht Salzhaltig und dadurch werde ich eine Art Edelstahllegierung verarbeiten. Diese Celina war sehr neugierig und fragte mich ob sie sich umsehen darf. Das war schon ein wenig merkwürdig. Sie hatten auch großes Interesse an meinen Skorpion. Ich warnte sie nur das dieses Tier recht wild und gefährlich ist und sie nicht so nah an den Käfig gehen sollen. Auch bot ich den Skorpion zum kauf an.
      Da es bereits anfing zu dämmern zogen die beiden wieder los und ich kümmerte mich um Missi. Ich reparierte ihre Sachen und wir plauderten etwas. Dann wollte der kleine Alex noch etwas von mir. Er packte mir 11 Münzen hin und fragte was er dafür bekomme. Ich fragte was er denn brauche. Dann einigten wir uns auf eine einfachte Axt aus Metall. Außerdem fragte er mich ob ich seinen Sattel verbessern könne. Da ich von Leder und Sattlern nicht allzuviel Ahnung habe schaute ich mal. Ich sah sofort das die Schnallen scheuerten und unterlegte sie mit etwas Leder. Das war schon besser. Dann fasste ich unter den Sattel und entdeckte eine verhärtete Stelle im Leder. Ich gab Alex etwas Fett und sagte Ihm das er die Stelle schön einfetten und weichdrücken soll. Da der Sattel grade ab war fragte er mich ob ich Ihm den einfärben kann das er gefährlicher aussah. Ich ging zum Haus und kochte etwas Färbemittel auf und legte gleich los. Nebenbei brünoerte ich seine Metallteile damit sie sich schwarz färbten und auch Rostfrei wurden. Als ich zur Werkstatt ging war Missi in Panik. Der kleine Alex war umgekippt. Sie fackelte nicht lange und schüttete ihm Wasser ins Gesicht. Ein glück kam er wieder zu sich. Dann sagte er uns das er diese leckeren Beeren gegessen hatte. Es waren die Schwarzen Giftbeeren. Ich nahm Ihm die sofort ab und tauschte sie gegen die ungefährlichen blauen Brommbeeren. Dann erklärten wir Ihm das man die Weißen und Schwarzen Beeren nicht essen darf. Da Ihm noch etwas schlecht war gab ich Ihm etwas Brot. Es war schon recht dunkel geworden und die beiden machten sich wieder auf den Weg.

      Da ich jetzt viel zutun hatte machte ich die Nacht durch. Es dämmerte bereits da hörte ich vor der Werkstatt ein butzen und einen Mann sprechen. Ich ging hinaus und sah ein ulkiges Tier. Sah aus wie ein Kängeruh nur viel größer. Sowas hatte ich in dieser Welt noch nicht gesehen. Der Mann mit seinen roten langen Haaren stellte sich mir als Ryan vor. Wir unterhielten uns nett. Er kam auch von der alten Welt. Aus Montana, also ein Ami. Er wollte eine bessere Spitzhacke haben. Wir einigten uns auf den Preis und ich reparierte seine alte. Dann Unterhielten wir uns noch sehr viel über die alte und neue Welt und stellten fest das es hier eindeutig an Gewürzen fehlt. Und typisch Amerikaner vermisste er seine BBQ-Sauce. Mir währe guter Bautzner Senf zwar lieber aber naja. Dann zog er wieder los und ich ging erstmal ab ins Bett. Eine ordentliche Portion Schlaf kann ich jetzt gut gebrauchen.
    • Die 2 Hübschen Ladys

      Es ist in den letzten Tagen nicht viel geschehen. Ich war grade friedlich am Angeln da kam ein ungewöhnliches Schiff vorbei. Es war mit Stacheln bestückt, anscheinend für gefährlichere Gegenden gerüstet. Als sich das Tor öffnete standen da 2 sehr ansehnliche junge Damen die mich begrüßten und fragten ob ich hier Angel. Ich sagte Ihnen, dass in den Morgenstunden die besten Bisse zu erwarten waren. Sie wollten mich nicht stören und sagten, dass sie erst nach Tortuga und dann zu mir fahren werden. Also angelte ich in Ruhe weiter. Auf einmal hatte ich einen wahnsinns Ruck in meiner Angel gespürt. Ich musste richtig kämpfen um diesen schweren Brocken ran zu ziehen. Da sah ich auch schon den Kopf dieses großen Säbelzahnlachses. Ich hakte Ihn mit einem Gaff ein und zog ihn an Bord. Er zappelte heftig und wollte grade wieder über die Reling springen da konnte ich Ihn mit einem gezielten Speerstoß den Gar aus machen. Mein Gott war der riesig! Als ich den Fisch aufschnitt entdeckte ich viel Krimskrams. Ganze Steinwerkzeuge und Kleidung waren in Ihm. Auch entdeckte ich ein an gegammeltes Buch mit einigen Aufzeichnungen. Leider war die Schrift nicht mehr so gut leserlich und auch das Papier war schon stark verfärbt. Mal schauen ob ich noch was brauchbares entziffern kann. Vielleicht finde ich jemanden der mir dabei behilflich ist.


      Als ich wieder Zuhause war kamen die beiden hübschen Damen vorbei. Celina kannte ich ja schon. Die andere stellte sich als Rayah vor. Sie übergaben mir die vereinbarten Rohstoffe und ich händigte Ihnen die bestellten Werkzeuge aus. Außerdem erkundigten sie sich nach Schusswaffen. Rayah war sehr interessiert an einem Präzisionsgewehr, während Celina mit einer Armbrust anfangen wollte. Wir plauderten noch kurz und dann zogen die beiden Damen auch schon wieder los.

      Als ich bei den Händlern war traf ich auf Onigrim, endlich konnte ich mir den Namen merken. Er fragte ob ich ihn eine einfache Klinge fertigen kann. Da ich eine Feldesse auf meinem Boot habe fertigte ich Ihm kurzerhand ein einfaches Entermesser. Er brauchte es zum zerlegen von großen Fischen. Anschließend machte ich noch einen Abstecher zum Schädelfelsen um einige spezielle Erze abzubauen. Am Nachmittag statteten Ciro, Caris und Alexander mir einen Besuch ab. Ciro holte sich die Spezialmunition ab und Alexander kletterte auf dem Dach von der Werkstatt rum. Als ich Ihn runterhelfen wollte war er schon über mein Schild nach unten geklettert. Ganz schön sportlich der kleine.

      Am nächsten Tag, ich war grade mit meinem treuen Ankylo Hannes Metallerz abbauen, da kam Andy auf seinem großen Vogel angeflogen. Er sagte mir das er Kundschaft mitgebracht hatte. Ich machte mich auf den Rückweg da auch das Wetter umschlug und ein Gewitter aufzog. Bei der Werkstatt wartete Celina und Andy bereits auf mich. Celina brachte mir eine größere Menge Leder und wollte die Armbrust kaufen die ich Ihr einige Tage zuvor gezeigt hatte. Ich packte ihr noch 50 Bolzen hinzu so wie ich es bei allen Schusswaffen mache die ich verkaufe. Dann legte sie mir angeekelt etwas Blutegelblut auf den Tresen. Ich kaufte Ihr wie vereinbart die gesamte Menge ab. Sie fragte wofür ich es brauche. Als ich sagte das man damit die dicksten Fische fängt wollte Sie mir es kaum glauben. Sie kaufte außerdem noch einige Schnallen und Ringe für einen Sattel. Wenn Yoso jetzt hier wäre hätte er Ihr auch gleich einen fertigen können, aber so konnte ich Ihr nur das Metallzubehör anbieten. Dann zogen die beiden wieder los.
      Am Abend tauchte Andy nochmal bei mir auf und übergab mir die Schulden von Ricson. Wir unterhielten uns auch über die Hintergründe warum er Tortuga verlassen hatte und er richtete eine Bitte an mich. Ich solle Ciro bei Gelegenheit eine Nachricht übermitteln. Andy hatte das Versteckspiel leid und möchte sich mit Ihm aussprechen. Vielleicht ist dies keine so schlechte Idee. Ich denke auch das dort viele ungünstige Missverständnisse vorhanden sind die schnellstens geklärt werden müssen. Da es schon spät war fütterte ich noch meine Tiere und ging dann ins Bett.
    • Teufelszeug

      ...Ohhh mein Kopf. Also dieses Starkbier von Missi ist echt ein Teufelszeug. Ich denke ich sollte nächstes mal bei dem normalen bleiben. Ja die Stimmung bei der Eröffnungsparty war recht gedrückt. Was ich durchaus nachvollziehen kann. Da war zu einem der Vorfall mit Andy. Ich kann auch noch nicht ganz verstehen warum er Tortuga verlassen hat. Der Captain war jedenfalls etwas ruhig, gut so genau kenne ich Ihn auch nicht. Missi gab sich große Mühe und tafelte ein schönes Spanferkel auf. Die Schwarte war ein Traum und das Fleisch sehr zart. Auch das Brot war sehr köstlich. Schmeckte wie eine Art Kartoffelbrot. Wir unterhielten uns über vieles in der alten Welt. Über Spielfilme und Elektronik. Einige scheinen noch sehr an der Technologie zu hängen. Ich hatte es schon fast verdrängt, denn eigentlich mag ich diese neue Welt sehr. Sie ist so schön entschleunigt - den Stress, die Politischen Auseinandersetzungen und die Soziale Ungleichheit vermisse ich überhaupt nicht. Schon das war damals der Grund warum ich mein Studium in der Großstadt geschmissen hatte und wieder aufs Land zog.
      Als ich dann im laufe des Abends auf das Starkbier gewechselt habe, war es auch recht schnell vorbei bei mir. Ich hielt es dann für besser mich auf meinem Boot ins Bett zu legen. Also gab ich Missi 20 Taler für ihre Mühen. 15 für das Bier und 5 als Trinkgeld, schließlich ist das ja so ziemlich Ihre einzige Einnahmequelle und Sie wird bei mir bestimmt noch Waren kaufen. Dann trat ich den, in meinem Zustand, beschwerlichen Weg zum Boot an. Dabei lief mir Anya über den Weg. Sie muss ja auch sonst was von mir denken da ich wieder besoffen war. Ist mir das peinlich...


      Bevor ich zu dieser Eröffnungsparty aufgebrochen bin tauchte der Captain bei mir auf. Er fragte ob ich Ihn eine Art Feuerwerk bauen kann. Er wollte Missi damit überraschen. Das sollte ich hinbekommen. Auch erzählte er mir das er ein Präzisionsgewehr haben will. Das Geld hätte er schon zusammen. Also noch etwas Arbeit bevor die Feier losgeht. Für das Feuerwerk nutzte ich Schwarzpulver als Treibmittel und für die unterschiedlichen Farben verwendete ich Kupfersalze, Magnesium, Kupfer und Lithium. Da ich einige Läufe schon vorgearbeitet hatte brauchte ich das Gewehr nur noch zusammenbauen. Zielfernrohrmontage anbringen und schon war die Waffe fertig. Als ich sie einschießen wollte tauchte Ciro, Caris und Anya bei mir auf. Sie wollten ein paar Platten für eine weitere Rüstung haben. Bei der Gelegenheit überbrachte ich die Nachricht von Andy. Der Wolf verschränkte die Arme und hörte sich an was ich zu erzählen hatte. Dann fing er an auszupacken was er von Andy hält und erzählte mir Sachen die ich nicht wusste. Zuerst versuchte ich Andy zu verteidigen aber als der Wolf mir immer mehr erzählte und auch Caris und Anya in das Gespräch mit einstiegen bekam ich echte Zweifel. Hatte ich mich in Andy getäuscht? Waren es alles ungünstige Zufälle? Oder ein großes Missverständnis? Ich sagte Ihnen das ich nur Mittelsmann bin und ich mich auch nicht näher einmischen möchte. Alles andere sollten Sie persönlich klären, denn Neutralität ist mir sehr wichtig. Auch wenn es nicht immer einfach ist evtl. zwischen den Fronten zu geraten. Als die drei wieder loszogen war Ryan mit seinem Riesenkänguru da. Er wollte die Spitzhacke abholen. Ich schliff nur noch schnell den Dorn an und schon war wieder ein gutes Werkzeug an den Mann gebracht. Typisch Amerikaner fragte er mich ob ich auch Schusswaffen bauen kann. Vielleicht sollte ich mal versuchen eine Art Revolver zu konstruieren. Wäre genau das Richtige für Ihn. Ich erzählte Ihm von der Eröffnungsfeier heute Abend, dann hüpfte er auch schon wieder davon. Ich schoss noch schnell die Waffe für Olli ein und lud das Geschenk für Missi auf mein Boot. Dann segelte ich los.
    • Angst essen Seele auf

      Viel Aufregendes ist in den Letzten Tagen nich passiert. Ich hatte ein paar Aufträge in meiner Bestellungskiste. Da es da aber noch Sachen zu klären gab machte ich mich selber auf den Weg. Leider traf ich die Leute vor Ort nicht an und so legte ich Ihnen ebenfalls Nachrichten rein. Die Tage hatte ich Besuch von Ciro, Caris und Anya. Mit Ciro hatte ich einiges besprochen. Als Anya nochmals bei mir vorbeikam habe ich Sie wegen der Pflanzenbeete und dem Buch, welches ich auds dem Fisch hatte angesprochen. Sie nahm es erstmals mit und wollte mal sehen ob Sie es übersetzen kann. Ich vertraue Ihr.
      Tortuga hat einen Neuankömmling. Was für eine Schissbüchse. Er war wohl Informatiker, Trink auch keinen Alkohol und Frauen kann er auch nicht viel abgewinnen.
      Aber so ein Schiss wie er hatte ist es wohl das bessere erstmal in Tortuga zu bleiben. Mal sehen wie der Taugenichts dort zu Rande kommt. Nachdem ich in Tortuga war und ein schönes Bier getrunken hatte fuhr ich in die Bucht wo die großen Brocken anbeißen und wollte die Nacht zum Angeln nutzen. In der Bucht war grade eine Riesenechse im Wasser und machte sich an den schönen Fischen zu schaffen. Ich zog meine Armbrust und setzte Ihm zu. Dann steuerte das Vieh auf mich zu. Der Höllenflinte sei Danke schaffte ich es grade noch rechtzeitig das Vieh zu erledigen. Kaum war das Vieh zu Boden gegangen tauchte Andy auf einmal auf. Irgendwie merkwürdig. Hatte er mich beobachtet? Er sagte mir das es unklug sein von mir eine Waffe zu kaufen. Er wollte nich noch mehr Ärger auf sich ziehen. Dann plauderte er wieder fröhlich aus dem Nähkästchen. Wo er sich grade aufhält, woher das Krokodil hat auf welchem er reitete, soll wohl ein Ei aus dem Sümpfen sein. Er zog dann von dannen und ich packte endlich mein Angelzeug aus.
      Ich hatte grade die Rute ausgeworfen da kam Missi mit dem Jammerlappen vorbei. Da ich ja nicht so bin gab ich Ihn einfaches Steinwerkzeug und einen Bogen. Ich sagte Ihm auch das er sich besser damit vertraut machen soll.
      Die ganze Nacht beißte es nicht wirklich gut. Irgendetwas hatte die Fische verscheucht, wahrscheinlich die ganze Unruhe. Als es dann langsam hell wurde ruckte es auf einmal total an meiner Angel. Was für ein Monster da wohl gebissen hatte. Die Rute bog sich ordentlich durch und ich zog mit aller Kraft. Dann als die Bestie kurz an der Oberfläche zu sehen war kam was kommen musste und die Angel zerbrach. Völlig gefrustet packte ich meine Sachen und fuhr wieder Nachhause.
    • Neues Leben kommt - altes Leben geht.

      Vieles ist passiert. Ich brauchte eine Weile bis ich diese Zeilen schreiben konnte.
      Meine Ankylodame Maxi verhielt sich in den letzten Tagen komisch, weshalb ich meist mit Hannes unterwegs war um Steine und Erze abzubauen. So konnte Sie sich etwas erholen. In den Tagen machte ich mich ebenfalls daran eine Art Revolver zu entwerfen. Das Schwierigste an der ganzen Sache waren die Fluchten von jeder einzelnen Trommelkammer zum Lauf. Die Trommel musste auch noch frei beweglich sein aber durfte nicht zu viel Spiel haben. Außerdem durfte der Übergang von der Patronenkammer zum Lauf nicht allzu groß sein damit der Gasdruck vom Pulver noch stark genug ist um genügend Durchschlagskraft auf die Kugel zu übertragen. Und ich musste einen Mechanismus konstruieren damit die Trommel genau um eine Patronenkammer weiter gedreht wird. Eine schwierige Aufgabe aber machbar. Am einfachsten wäre hier eine Single Action. Also das man durch einzelnes Spannen des Hahns die Trommel um genau eine Kammer weiterdreht.
      Am Nachmittag kam Ryan vorbei und erkundigte sich wegen Schusswaffen. Ich zeigte Ihm auch den Vorderladerevolver, dabei bekam er große Augen. Typisch Amerikaner eben.

      Meine erste Konstruktion war schon recht gut. Aber ich war nicht wirklich zufrieden. Eine feste Trommel hatte den großen Nachteil das man einfach ewig zum Nachladen braucht. Also entwarf ich einen Revolver mit einer Wechseltrommel. Dies hatte den Vorteil das man die schon vorgeladenen Trommeln wie ein Magazin einfach auswechseln konnte. Natürlich musste ich dadurch sehr präzise arbeiten. Aber auch dies sollte möglich sein.

      Weil die Arbeit viele Nerven kostete entschied ich mich nach Tortuga zu fliegen und wir ein Bier zu gönnen. Als ich dort an kam traf ich auf Ricson welcher sehr in Eile war. Er meinte ich solle bei Missi warten, was ich dann auch tat. Ich bestellte mir ein Bier und genoß die Sonne auf Ihrer Terasse. Auch Ben war da und sagte mir das er es gut nachvollziehen kann, dass ich es bevorzuge alleine zu leben. Als ich fragte was er damit meint sagte er mir das wahrscheinlich was schlimmes passiert. Dann tauchten Anya und Caris auf. Als ich die beiden Fragte was hier los ist bekam ich keine eindeutige Antwort. Ich solle nicht Fragen und einfach abwarten. Ciro und der Captain tauchten auch auf. Was ging hier vor? Als Ricson mit seinem Schiff zurück kam dämmerte es mir langsam. Sie hatten Andy gefangen genommen. Sie steckten Ihn in einem Käfig und der Captain hielt eine Ansprache. Andy hatte die Gesetze von Tortuga gebrochen und musste nun bestraft werden. Dann... Dann geschah es. Anya nahm Ihm das Leben. Ein grausames aber notwendiges übel. Denn nur so konnten die Einwohner von Tortuga ihre Glaubwürdigkeit behalten. Missi brach in Tränen aus. Irgendwie war mir das etwas zu viel und ich machte mich auf den Heimweg.

      Als ich meinen Pelikan in den Stall bringen wollte schaute ich noch nach Maxi. Doch was sah ich da. Jetz war mir es klar warum sie so komisch war. Dort war ein Ei. Maxi stupste mich in Richtung des Eies. Als ich es streichelte bewegte sich das Ei plötzlich. Dann bekam die Schale einen leichten Riss. Ich war total aufgeregt. Es vergingen ein paar Minuten und die Schale brach immer weiter auf. Dann steckte der kleine Wurm sein Köpfchen raus. Ich half Ihm dabei aus der Schale zu kommen. Oh Gott war der niedlich. Vielleicht sollte ich dich Andy nennen.
    • Eine Lösung muss her

      Es vergingen ein paar Tage und der kleine Andy wuchs recht schnell. Schon bald würde er so groß wie seine Eltern sein. Da der Stall aber nicht dafür ausgelegt war musste eine Lösung her. Die Tiere im Freien zu halten war mir nach allen bekannten Ereignissen einfach zu riskant. Ich überlegte mir wie ich den Stall dierekt an das Haus mitanbaue um die ungenutze freie Ecke sinnvoll mit einzubauen. Als erstes musste meine Latrine weg. Ich baute die Holzbude ab und fing an die Grube auszuheben. Da die meiste Schei.. schon verrottet war würde es einen Guten Humusboden abgeben. Evetuell ließ sich dieser Humus gut als Dünger verwenden. Als nächstes musste die Steinmauer etwas erweitert werden damit sich das Gewicht von den dann angebrachten Balken etwas besser verteilt. Ich ließ auch gleich Lücken in der Steinmauer welche als Balkenaufnahme dienten. Dann musste nur noch der Baum in der Ecke gefällt werden, was ich auch gleich tat. Jetzt fing ich an Holzfundamente zu legen und die Felsenwand auszukleiden. Da es schon spät wurde schnappte ich mir ein Stück Holzkohle und setze mich in den Stall um meine Ankylos zu zeichnen.
    • Wenn es läuft, dann läuft's

      Das Dach hatte ich schon abgebaut weil es eh vergrößert werden muss. Die vordere Wand konnte ich mit der vom Haus verbinden und eine Tür vom Stall zur Küche habe ich auch schon gebaut. Dann kam der Wolf und Alexander mich besuchen. Ich fragte Ciro ob er den Skorpion außerhalb meiner Insel Auswildern kann, nicht das der 2 Tage später wieder bei mir rumschleicht. Die beiden machten sich auch gleich an die Arbeit und der kleine Alex half dem Wolf so gut er kann. Er nennt Ihn sogar Papa. Als Dank schenkte ich Ihm eine kleine Stoffkatze. Er freute sich sehr darüber.

      Als Ciro nochmals bei mir alleine war fragte ich Ihn wie es ausschaut nochmal eine Höhle zu erkunden da ich in Haralds Buch was von Erzen der Tiefe gelesen habe, vielleicht werde ich ja dort fündig. Evtl. finden wir ja noch einen Begleiter. Am Abend flogen wir noch nach Tortuga und hatten etwas Spaß mit Benjamin. Wir gingen noch in die Taverne zu Missi und schlemmten ein wenig.

      Die nächsten Tage war es recht ruhig. Was auch recht gut so war, denn dadurch konnte ich in aller Ruhe die Dachkonstruktion fertigstellen welche nicht ohne war. Aber so wie es jetzt ist gefällt es mir recht gut. Andy wird auch von Tag zu Tag größer. Im neuen Stall ist jetzt aber ausreichend Platz.

      Eines Morgens war ich recht früh wach. Ich weiß auch nicht warum aber irgendwie konnte ich nicht mehr schlafen. Ich ging aus dem Haus und da war schon Besuch da. Ciro mit Familie? Kann man da so nennen? Ich denke schon. Der Captain kam auch vorbei. Missi und Ben kamen kurze Zeit später. Komisch mal passiert tagelang gar nichts und dann kommen plötzlich alle auf einmal. Der Captain wollte nur etwas Munition und war dann recht schnell wieder verschwunden. Ciro wollte seine Bestellung abholen. Metallpfeile und Spezialmunition. Er gab mir eine Handvoll von der bereits gefüllten Munition da ich diese mal testen wollte. Dem kleinen Alex zeigte ich noch wie man einfache Nägel schmiedet und beantwortete Ihm einige Fragen zum Schmieden. Anschließend schenkte ich Ihm ein Planetenmodell welches ich aus einfacher Bronze gefertigt hatte. Missi dauerte es anscheinend zu lange und sie verschwand wieder. Ben beglich seine Schuld und zog ebenfalls recht bald wieder ab. Als alle wieder weg waren flog ich nach Tortuga weil ich ja vom Captain eine neue Angel kaufen wollte.

      Nächsten Tag flog ich zu den Händler da ich noch etwas Flußmittel brauchte. Da ich grade in der Gegend war flog ich etwas weiter den Fluss in Richtung Sumpf. Ich entdeckte das Floß von Celina da setzte auf einmal ein heftiges Gewitter ein. Ich entdeckte eine Art Ranch und stellte mich dort unter. Da kam Rayah und stellte mir einen Neuankömmling vor, er war recht schweigsam, soll aber wohl gut mit Leder umgehen können. Wir gingen in Ihr Haus und unterhielten uns. Sonst war Sie ja immer recht schweigsam. Ich bekam auch was zu Essen angeboten was in dem Moment genau das richtige war. Als das Gewitter nachließ erzählte mir Rayah etwas über die Ranch und ließ mich sogar auf einem Gorillapferd reiten. Das wäre genau ein Reittier nach meinem Geschmack. Ich bekundete mein Interesse und sie meinte wenn sie was für mich hätte würde Sie sich melden. Außerdem sagte ich zu Ihr, dass sie eine Bestellung von Blutegelblut an Celina ausrichten soll.

      Nächsten Tag machte ich mich daran den Lattenzaun, welcher ja nur hinter dem Haus verlief zu verlängern und so einen Innenhof zu haben. Nach der getanen Arbeit war es Zeit für ein ausgiebiges Bad. Ich legte meine Sachen ab und schwamm einige Runden während mein Schulterdrache auf meine Sachen aufpasste.
      Am Abend kam Anya vorbei und brachte mir die Übersetzung von den beiden ersten Kapiteln aus dem Buch, welches ich im Magen des Fisches fand. Ich schaute kurz rüber und entdeckte einige interessante Sachen. Ich las noch etwas bis vor Erschöpfung einschlief.
    • Riesen Zähne

      Ich flog grade den Fluss bei den Tradern entlang da entdeckte ich diese riesige Bestie. Ein so großes Exemplar hatte ich noch nicht gesehen. Da ich mein Präzisionsgewehr und die Spezialmunition vom Wolf dabei hatte landete ich einer dieser Ruinen und nahm eine gute Schussposition ein. Ich legte an und ließ fliegen. Treffer. Aber was sah ich da. Die Bestie ging nicht zu Boden sondern lief nun im schnellen Schritt auf die Ruine zu. Ich ladete schnell nach und gab noch ein Schuss ab. Auch diesmal hatte mein Treffer keine Wirkung...Schon war es zu spät. Die Bestie hatte die Ruine erreicht und ich sah nur riesige Zähne...dann flog ich im hohen Bogen mit einigen Trümmern durch die Luft. Mein Schulterdrachen stürzte sich todesmutig in den Kampf. Was auch mein Glück war. Ich versuchte schnell auf die Beine zu kommen und rannte zu meinem treuen Pelikan. Im Augenwinkel sah ich nur wie dieses Scheusal meinen kleinen geflügelten Freund mit einem Habs verschlang und dann wieder auf mich fixiert war....ich sprang auf meinen Pelikan und gab ihm ordentlich die Sporen. Die Bestie versuchte nach uns zu schnappen und verfehlte uns nur ganz knapp. Mein Herz raste....mein Gott war ich froh das wir grade nochmal so davon gekommen sind. Zuhause versuchte ich mich erst mal aus den verbeulten Brustpanzer zu befreien. Nachdem ich diesen abgelegt hatte sah ich die Auswirkungen vom Sturz. Ich muss mir mehrere Rippen gebrochen haben. Meine ganz linke Seite war schon blau angelaufen. Eines habe ich heute gelernt. Leg dich nur mit jemanden an dem du auch gewachsen bist.

      "Ich danke dir mein kleiner Freund, dass du dein Leben für unseres gegeben hast"
    • Kalte Schulter

      Irgendwie vermisse ich dich mein kleiner geflügelter Freund. Da ich dich ja über all dabei hatte ist es jetzt ein komisches Gefühl. Dein Platz auf meiner Schulter ist jetzt so kalt und leer. Ich traue mich auch noch nicht Anya von deinem Verlust zu erzählen. Hätte nie gedacht das du mir mal so ans Herz wachsen würdest...

      Ansonsten hatte ich wieder alle Hände voll zutun. Seit dem die Drachen wieder da sind wollen sich alle bewaffnen. Ryan war vom Revolver sehr angetan. Und ich habe eine Mammutaufgabe vor mir. Ich soll eine Plattform an einem Sattel befestigen. Aber diese Aufgabe werde ich nicht alleine schaffen. Vielleicht kann der Sattlermeister Jack mir dabei behilflich sein. Zumindest bei den Lederarbeiten. Auch muss ich schauen wie ich diese Plattform baue. Gießen oder doch aus Einzelteilen zusammennieten. Mal schauen, denn zu schwer darf sie auch nicht werden.

      Ricson erkundigte sich ebenfalls nach Schusswaffen. Ich zeigt Ihm ein paar Modelle und erklärte Ihm die Handhabung. Letztendlich nahm er meinen Prototypen vom Revolver. Eine gute Wahl um den Umgang mit Schusswaffen zu lernen.

      Der Wolf war mit seinem Rudel bei mir. Hat wieder einen größeren Vorrat an Munition geholt, welchen er für die Drachenjagd benötigt. Auch habe ich erfahren das Tortuga von Sandwürmern überfallen wurde. Ein Glück ist meine Insel etwas ruhiger.
      Alex wollte wissen wie man Feuerwerk herstellt. Ich zeigte Ihm in der Werkstatt wie man eine einfache Signalpistole bauen kann. Diese schenkte ich Ihm dann auch. Als ich dann mit Anya und Caris am quatschen war schlich der Kleine Alex um meinen Hof. Plötzlich war er verschwunden. Wir suchten Ihn überall. Ciro kam auch wieder zurück und fragte was los sei. Ich erklärte ihm die Situation und ging zur Klippe von der Bucht. Er wird doch hoffentlich nicht da runter gefallen sein. Ich schaute durch mein Fernrohr und entdeckte auf der anderen Seite 2. aufhäufende Sandhaufen. SANDWÜRMER!!! nun auch bei mir. Scheiße. Ich rannte zum Stall um meinen Sturen Mönch zu holen. Er ist zwar Stur aber auch das schnellste Tier was ich hatte. Ich gab Ihm die Sporen und raste auf die andere Seite von der Bucht. Da fand ich den Kleinen auch. Gott sei dank ist Ihm nichts passiert. Da ich die Sandhaufen nicht mehr sehen konnte und er sehr verängstigt war setzte ich Ihn auf meinen Mönch und wir machten uns sofort auf den Rückweg. Der Kleine weinte sehr. So hart es auch klingt aber das wird Ihm hoffentlich eine Lehre sein. Ist ja schließlich alles gut gegangen. Anya brachte Ihn auch gleich Nachhause.
      Als sie wiederkam sagte sie mir, wie auch Ciro der sich um ein paar kranken Dodos kümmern wollte, dass die beiden Sandwürmer wohl an meinem Steg verharrten. Wir nahmen unsere Waffen und machten uns auf dem Weg Ihnen den Gar aus zu machen. Waren das Riesenviecher. Ich nahm die Höllenflinte und hatte ganz schön zutun. Da wurde ich auch erwischt schon durch die Luft geschleudert. Als einer der Würmer voll auf mich zuhielt dachte ich schon das dies mein Ende wäre, als mich plötzlich Ciro mit seinem Vogel ergriff und aus der Gefahrenzone flog. Er setzte mich auf einen Tafelberg ab und wir versuchten den Wurm von oben zu zusetzen. Man konnte diese Vieh ordentlich einstecken, doch schließlich brachten wir es dann doch zu Fall. Ich stand vollkommen neben mir.

      Am nächsten Tag machte ich erst mal Schadensbegutachtung. Mein Lagerschuppen und Teile vom meinem Steg waren komplett zerlegt. Ich spuckte mir in die Hände und machte mich daran es zu Reparieren. Da ich dafür eine Weile brauchte verging der Tag wie im Flug. Am Abend nahm ich mir die Übersetzung von Anya zur Hand und fing an zu lesen. Dort waren allerlei Baupläne und Notizen zu allen möglichen Sachen. Viele Sachen zur Sattelherstellung. Und auch für Pelzkleidung. Doch dann kamen die interessanteren Sachen. Baupläne für einen kleinen und einen großen Rennofen. Morgen werde ich mich mal daran setzen und schauen ob ich zumindest den kleinen Rennofen bauen kann.


      Ich war recht früh wach und machte mich daran meine Werkstatt umzubauen. Auch müllte ich etwas aus. Da war zum Beispiel ein Sattlergestell von Yoso. Da ich Ihn aber schon länger nicht gesehen habe, brachte ich diese zu Jack. Er wird die sicher besser gebrauchen können als ich. Der kleine Rennofen sah recht gut aus. Ich machte ein Feuer und gab etwas Eisenerz hinein. Mal schauen ob er hält und ich dann irgendwann die anderen Legierungen, welche auch in der Übersetzung standen, einschmelzen kann. Dort war unter anderem von einer Obsidianlegierung die Rede. Da mein Vorrat sehr bescheiden war machte ich mich auf zur Schädelinsel...
    • Der Höllenofen

      Ich hab es geschafft. Ich konnte endlich einen großen Schmelzofen bauen. Natürlich war da viel Vorarbeit nötig. Da dieser Ofen mit sehr hohen Temperaturen arbeitet brauchte ich gut isolierende Schamotte. Also erst mal ordentlich Ton besorgen. Diesen dann mit Mineralien und anderen Zusätzen mischen und dann die erforderlichen Ziegel brennen. Nach dem das erledigt war hatte ich schon mal alles wichtige für die Schmelzkammer. Jetzt musste ich nur noch den Ofen mit ordentlich Ton verputzen.
      Nun stand er vor mir in seiner ganzen Pracht. Damit wird es ein leichtes sein die benötigte Metallmenge für die Plattform zu schmelzen.

      Da ich mich für eine Gussvariante entschieden habe brauchte ich natürlich große Mengen flüssiges Metall. Auch über die Legierung war ich mir schon einig. Dieses Obsidian in Verbindung mit Eisen und etwas von diesen Kristallen sollten eine geeignete Mischung ergeben welche Leicht, korrositionsbeständig und leicht zugleich sein wird.

      Ich fertigte eine Gussform aus Ton und heizte den Höllenofen ordentlich ein. Nach einer weile stach ich die Schlacke ab und schon floss das flüssige Metall aus der Rinne. Jetzt hieß es schnell sein um das flüssige Metall gleichmäßig in der Form zu verteilen ohne das Einschlüsse entstehen. Als das erledigt war, war Warten angesagt.

      Selbst am nächsten Tag strahlte der Guss noch ordentlich Wärme ab. Also zog ich los um etwas die umliegenden Inseln zu erkunden.
    • Von Meisterhand

      Es passt. Ich habe die Tage die Plattform zum Sattlermeister gebracht und er hat meine Arbeit perfektioniert und einen meisterlichen Sattel für den Riesenvogel gefertigt. Die Legirung hatte sich auch bewährt, da man die Große Plattform mit 4 Leuten tragen konnte. Der Vogel muss sich zwar noch daran gewöhnen aber das wird er schon schaffen. Da ich grade bei Rayah war sagte Sie mir das dass Jungtier jetzt so alt wäre um von seinen Elltern getrennt werden zu können. Für ein Jungtier hatte es auch schon eine stolze Größe erreicht. Aber man merkte das es noch recht verspielt war. Wir einigten uns noch auf den Preis und ich nahm die kleine, große mit auf mein Schiff.

      Am nächten Tag machte ich mich auf dem Weg zum Wolf. Ich musste immer weiter Richtung Westen segeln. Dort angekommen ankerte ich und machte mich mit meinem treuen kleinen Vogel auf die Suche. Er hatte mir ja nur den Weg beschrieben. Ich fand es aber dann auch gleich. Ein sehr schönes, aber auch kaltes Fleckchen in den Graslanden, wie die Gegend hier genannt wird. Ben war mit dem Riesenvogel auch vor Ort. Wir flogen dann gemeinsam zu meinem Schiff um die Balliste abzuladen. Als Dank für die Balliste hatte Ciro mir schöne Pelzkleidung gefertigt. Vielleicht werde ich sie auch bald brauchen um die Schneelande zu erkunden.

      Da jetzt etwas Ruhe eingekehrt war, hatte ich wieder Zeit die Taverne aufzusuchen. Ben und Ricson waren auch da. Aber dieser Ben verhielt sich komisch, er sah mich nicht an und sprach kaum ein Wort. Irgendwie merkwürdig, er wird doch nichts im Schilde führen? Ricson und Ben verschwanden auch dann recht schnell und ich bestelte mein 2. Bier. Ich plauderte etwas mit Missi. Sie war etwas Ratlos, da Ben wohl zu Ihr gemeint haben soll dass es in Tortuga nicht mehr sicher ist. Das konnte ich absolut nicht nachvollziehen. Wenn die Mauer erstmal fertig ist und ein paar Balliste stehen ist es vermutlich der sicherste Ort auf dieser Welt.
      Spät in der Nacht tauchte Ricson an meiner Werkstatt auf. Er holte seine Werkzeuge ab und wollte einen Bogen von mir kaufen. So einen wie ich damals Andy verkauft habe. Er machte ein paar Probeschüsse und kaufte Ihn. Ich bin ja was das Bogenschießen anbelangt sehr untalentiert. Da es schon mitten in der Nacht war und die Esse langsam abkühlte ging ich ins Bett.
    • Die Siegesgöttin

      Da es etwas ruhiger wurde und ich alle Aufträge abgearbeitet hatte kümmerte ich mich um mein neues Reittier welches ich von Rayah gekauft hatte. Ein schönes, kräftiges Tier. Man konnte mit Ihr gut reiten und sie lässt sich schon recht gut lenken. Aber Sie ist auch sehr temperamentvoll und geht manchmal durch wie ich erst letztens feststellen musste.
      Als ich mit Ihr letztens von einem Ausritt zurück kam stand auch ein Tier von ihrer Rasse in der Nähe von unserem Zuhause. Es war ein wildes welches von einem Strauch ein paar Beeren naschte. Kaum hatte sie es erblickt ging begannen die Revierkämpfe. Ich versuchte einzuschreiten aber als die Körpermassen aufeinanderprallten wollte ich lieber nicht dazwischen geraten. Ich versuchte mein bestes um sie wegzurufen, aber sie waren beide im Kampfesrausch. Nachdem der Kampf vorbei war, meine kleine machte kurzen Prozess mit ihrem Gegner, hatte ich auch endlich einen Namen für Sie. Viktoria - so wie die Siegesgöttin. Ich versorgte Ihre Wunden mit eine kühlenden Salbe und gab Ihr was von Ihren Lieblingsbeeren.
    • Das Beben

      Ich war grade auf einer friedlichen Angeltour da spührte ich wie die Erde bebte. Die Bäume waren kräftig am Zittern und im Wasser bildeten sich große Wellen. Nachdem das Beben vorüber war machte ich mich auch dem Weg nachhause. Aber leider konnte ich nicht den Weg nehmen den ich hergekommen war. Dieser war von einigen Felsbrocken verschüttet worden. Also suchte ich einen anderen Weg. Ich hatte ja genug Fisch an Board. Das war auch gut so, denn ich benötigte durch diesen Umweg gut 2 Tage eh ich den heimatlichen Hafen ansteuern konnte. Zuhause begutachtete ich die Schäden am Haus. Nichts was man nicht mit ein paar Brettern ausbessern könnte. Allerdings war die Werkstatt stärker betroffen. Mein schöner großer Schmelzofen hatte einen starken Riss bekommen und es dauerte etwas dies zu reparieren.

      Zu allem Überfluss waren meine Auftragsbücher auch schon wieder voll. Irgendwie wollten sich alle bewaffnen.
    • Chaos

      Jetzt überschlugen sich die Ereignisse. Alle wollten sich irgendwie Bewaffnen. Revolver, Bögen, Gewehre und sogar eine weitere Balliste hatte ich verkauft.
      Ich bestellte auch ein paar Schnecken beim Wolf um meine benötigten Rohstoffe direckt vor der Haustür zu haben. Ich hatte extra ein schönes Gehege gebaut. Auch wollte ich endlich in die Höhlen um diese besonderen Erze zu finden, welche in der Übersetzung von dem Buch erwähnt werden. Auch eine genauere Beschreibung von der Höhle war in der letzten Übersetzung dabei. Anya leistet echt ganze Arbeit.

      Eines Abends tauchte der Captain bei mir auf. Er wollte eine Plattenrüstung. Ich nahm seine Maße und sagte Ihm das er mich nächsten Abend aufsuchen sollte und wir dann die Feinanpassung machen. Er wollte das ich Verschwiegenheit ware und gab mir eine kleine Extrazahlung. Aber Ciro hatte es schon so gemerkt als er kurze Zeit später bei mir war. Und da ich mit ihm ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis habe sagte ich Ihm das der Captain eine Rüstung bestellt hat. Ciro sagt mir das etwas mit dem Captain nicht stimme und ich mich bessr aus der Sache raushalten solle. Sonst würde es bald schwierig mit meiner Neutralität werden.
      Nächsten Tag auf dem Mittag war der Captain schon da. Ich war etwas verwundert da wir ja erst Abends verabredet waren. Er meinte nur das sich was geändert hat und es keinen Aufschub zulässt. Ich hatte die Rüstung schon fertig. Er versichtet auf die Feinanpassung und machte sich gleich auf und davon, schießlich hatte er sie ja schon im Voraus bezahlt. Er machte den Eindruck als wäre er sehr in Eile.

      Am nächsten Tag tauchte eine panische Missi bei mir auf. Auch ein Neuankömmling war bei Ihr. Der war etwas Wortkarg aber gut wenn man grade hier landet muss man sowas auch erstmal verdauen. Missi packte mir Ihr gesamtes Erspartes auf den Tisch. Sie brauche eine Waffe und das schnell. Eine womit Sie umgehen kann und keine hohen Schießkünste benötigt. Ich hatte noch eine Höllenflinte, weil ich es geahnt hatte das der Verkauf wahrscheinlich weiter geht. Ben hatte ja auch eine gekauft. Eben eine Waffe wo man keine großen Schießkünste benötigt. Als Sie immer mehr drängte gab ich ihr die Waffe und 2 Schuss Munition. Die Panik war ihr wie ins Gesicht geschrieben. Sie zitterte leicht. Als wir dann grade nach draußen gingen wollten stand dieser Ryan mit dem Gewehr im Anschlag auf der Veranda und fragte ob wir den Captain gesehen haben. Ich sagte ihm im ruhigen Ton das er erstmal die Waffe runternehmen soll und dass der Captain nicht hier sei. Missi sagte das sie Ihn als letztes in Tortuga gesehen hat, Ryan sagte das er dort nicht mehr ist und er ihn hier vermutet. Missi wurde immer panischer und wollte schnell die Waffe testen und sie schrie sich mit Ryan an. Ich versuchte die Sache zu beruhigen und sagte das ich den Captain hier noch nicht gesehen habe - da kam er auf einmal um die Ecke. Missi drückte sofort ab und schon ging der Captain zu Boden. Als sie dann zu der Leiche rannte zog Ryan wieder seine Waffe und zielte auf Missi. Er schoss aber erwische sie nur an der Hose. Da mir die ganze sache zu Bunt wurde zog ich ohne zu zögern meine Höllenflinte und verpasste ihm eine volle Ladung Schrot. Missi hatte in der Zeit schon den Stein vom Captain entfernt und stand so unter Adrenalin das sie Ihren Streifschuss nicht bemerkte. Dann tauchte der Wolf und sein Rudel auf. Auch Ben war dabei. Sie wollten auf Missi losgehen und alle Schrien sich nur noch an. Ich holte Missi in die Werkstatt und gab ihr eine Hose damit man Ihre Wunde nicht sehen konnte. Auch gab ich Ihr weitere Munition und wartete mit Ihr bis die anderen wieder verschwunden waren. Irgendwie wirkte Missi so als wenn ein Riesen Stein von ihrem Herzen gefallen ist. Den Streifschuss merkte sie auch garnicht mehr. Ich verband sie noch und dann machte sie sich auch auf den Weg - Was für ein Chaos.

      Ich hatte das erste mal einen Menschen erschossen. Aber gut, mehrmals hatte ich Ihn ermahnt und wer auf meinem Grund und Boden nicht hören will muss die Konsequenzen tragen. Ich schaute mir die Leiche an. Anscheinend hatte die Höllenflinte ganze Arbeit geleistet und sogar sein Implantat in tausend Teile zerlegt. Ruhe in Frieden Ryan.

      Irgendwie war mir die ganze Situation zu viel. Ich füllte die Futtertröge und belud mein Boot mit Vorräte. Vermutlich wird Ciro mir auch böse sein wegen der ganzen Situation, aber irgenwie war mir Missi in dem Moment wichtiger.Also werde ich jetzt auf eigene Faust die Höhle aufsuchen. Dann wird es hoffentlich etwas ruhiger sein wenn ich zurück komme.......