Die Gedanken der Schattenhand

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    • Die Gedanken der Schattenhand

      Eintrag 1 - Vertraue deinem Instinkt
      Es ist lange her das ich etwas wie Papier oder ein Buch gefunden habe. Ich bin mir nicht mal sicher ob es Monate oder Jahre sind, da mir das Sonnenlicht nur noch wie ein Traum erscheint, kann ich nichtmal sagen ob wir Tag oder Nacht haben. Es ist wie ein Kerker aus Steinen und Schutt. Ist das meine Strafe? Ist es meine Schuld?

      Die Tiere hier sind anders als alles bisher dagewesene. Sie sind angriffslustiger. Erbarmungsloser. Wie Totengräber die nur darauf warten das ich einen unüberlegten Schritt mache. Vater lehrte mich zwar das Überleben aber hier ist es eine ganz neue Herausforderung. Ich esse nicht regelmäßig, das Wasser ist knapp und ohne Waffen oder einen Gefährten an meiner Seite ist auch das Jagen fast unmöglich. Ich weiss nicht ob ich das hier überlebe oder es schaffe einen zweiten Eintrag zu schreiben.

      Eintrag 2 - Jemand anderes im Spiegel
      Seit dem letzten Eintrag kann ich nicht mehr sagen wo genau ich bin. Der Abgrund ist zu verwinkelt. Alles ist dunkel. Kalt. Orientierung ist fast unmöglich, da meine Augen immernoch mit den Lichtverhältnissen kämpfen. Es wirkt wie eine zerstörte Heimat. Müll. Metalle. Alles was ich kenne, nur zerstört oder aber von der Vegetation verschlungen.

      Ich habe komplett mein Zeitgefühl verloren. Ich weiss nicht wo ich bin und auch nicht wie es weiter gehen soll. In einer Scherbe hat sich mein Geschicht gespiegelt. Ich sehe aus wie mein Bruder, nur viel dünner.
      Meine Haare sind ein ganzes Stück gewachsen, sodass ich mir einen richtigen Zopf machen kann.Ich vermute also das einige Monate vergangen sind. Mit mühe habe ich mir Werkzeuge aus Stein gefertigt und kann mich nun besser wehren. Auch habe ich einen Weg gefunden die steinigen Klippen und Felsspalte relativ sicher zu überqueren. Ich weiss nicht mehr wer ich war und bemerke das ich vergesslich werde. Meine Augen spielen mir streiche. Derzeit teile ich meine Beute mit einem kleinen Vogel. Eine der Maulwurf-Echsen hat ihn wohl vom Schwarm getrennt. Ich sollte ihn essen aber ich kann es nicht. Er erinnert mich an den kleinen von damals. Hilflos aber voller neugierde.

      Eintrag 3 - Zerberus der Höllenhund
      Diese Tiere sehe ich nun zum allerersten mal. Sie sind eine Mischung aus Wölfen und Echsen. Tödlich und gerissen wie ich sehen durfte. Ich taufe sie Finsterfell. Sie erinnern mich an eine Gestalt aus den Märchen von Mutter. Sie töten Präzise sind dabei aber leise wie Attentäter. Auch ihr dunkles Fell hält verbirgt sie grandios in den den Schatten. Man könnte meinen sie sind die Könige hier unten.

      Eintrag 4 - Einer von ihnen?
      Heute bin ich fast gestorben. Ein Finsterfell hat mir beinahe den Arm abgerissen als ich versucht habe eine dieser Kröten zu fangen. Ich weiss nicht warum aber er brach den Angriff ab und verschwand wieder in der Dunkelheit. Ich verstehe es nicht. Haben sie mich akzeptiert? Haben sie mich erkannt? Vielleicht sogar anerkannt als Bewohner dieser Menschenfeindlichen Gegend? Schließlich bin ich der einzige Mensch hier. Das einzige und vor allem letzte Trueblood. Schon seit langem ist die einzige Stimme die ich höre, die meine und ich will nicht verrückt werden hier unten. Die Einsamkeit wird mich brechen wie der Wind einen einen dünnen Ast, also muss ich versuchen zu trainieren, körperlich wie geistig. Noch habe ich ja die Bücher. Sie sind von Vater und anderen Männern der Vergangenheit . Damit kann ich mir sicher die Zeit vertreiben, zumindest einige Tage sollte ich damit überbrücken können wenn ich einen passenden und sicheren Unterschlupf gefunden habe.

      Eintrag 5 - Sonnenvogel
      Die Dunkelheit ist kein Problem mehr für mich. Meine Augen haben mein Schicksal, anders als ich akzeptiert, doch als ich eben etwas lesen wollte ging mir das Feuer aus, das ich nunmal brauche um zu lesen und etwas ruhiger zu werden. Ich wollte also eigentlich schlafen und morgen wieder etwas suchen um ein Feuer zu machen, bis der kleine Vogel begann zu glühen. Er spendete mir Licht. Das erinnerte mich an die Geschichten von Vater. Der kleine wird daher den Namen Ikarus tragen. Er ist meine Sonne hier unten. Mein Lichtspender. Mein Freund.

      Eintrag 6 - Trueblood?
      Es hat lange gedauert hierher zu kommen. Ikarus und ich mussten einen neuen Unterschlupf suchen. Wir wurden angegriffen und konnten unser Versteck nicht mehr halten, weshalb wir uns mit Hilfe kleiner Finten in eine Felsspalte zurückziehen konnten. Jetzt heißt es ausharren. Abwarten. Zum Glück hat Ikarus ein Talent dafür Feinde zu entdecken. Er wäre perfekt für die Jagd in der alten Heimat gewesen. Ob sie mich vermissen? Ob sie mich suchen? Denken sie an mich? War es ihnen egal? Leben sie noch? Egal. Es ist egal. Ich bin der letzte Mensch. Ich bin ein Trueblood!

      Eintrag 7 - Die Bestie im Spiegel
      Sie jagen uns. Sie jagen wie wir damals. Umkreisen uns. Beobachten uns. Warten auf einen Fehler unsererseits. Die Finsterfelle sind ausgesprochen perfektionistisch wenn es um die Jagd geht. Sie erinnern mich an früher. An die Jagd mit meinem Bruder. Mittlerweile sehe ich sogar aus wie er. Meine Haare sind schulterlang und der Bart alles andere als perfekt gestutzt. Als wäre ich eine Symbiose aus unserer Familie, gepaart mit den Tieren dieser Welt. Ich bin nur noch ein Bruchstück meiner selbst aber es ist gut so. Ich werde zu dem was ich werden muss um zu überleben. Ich bin auf mich alleine gestellt. Habe nur noch Ikarus der es wert ist Schutz zu erfahren.

      Eintrag 8 - Erbarmen oder Egoismus?
      Ich weiss nicht was ich tun soll. Gestern griffen die Finsterfelle an, wurden aber von einer Gigantischen Echse dabei gestört. Ein Jungtier wurde dabei verletzt und liegt nun genau unter meinem Versteck. Es jault und kann sich nicht bewegen, zumindest weisst alles darauf hin das seine Beine gebrochen sind bzw verstaucht. Helfe ich, dann bin ich vermutlich tot aber sollte ich nichts tun wird der gestank nach Tod noch mehr Predatoren anlocken. Ich bin mit meinen Weisheiten am Ende. Diese Situation überfordert mich gerade etwas. Ich hadere mit mir selbst wie es weitergehen soll. Ich will ihm helfen aber etwas in mir sagt das ich es nicht mehr kann...

      Eintrag 9 - Er ist wie ich!
      Wie mir scheint ist das Jungtier nicht relevant für das dazugehörige Rudel. Ob sie ihn verstoßen haben? Könnte sein. Es wäre nicht unüblich das schwächste Glied der Kette zu verstoßen. Ich werfe ihm hin und wieder etwas Fleisch runter und habe mich dazu entschlossen heute nach unten zu gehen. Ich war wie er und kann ihn nicht so sterben lassen. Er ist ein Gamma und verdient vielleicht eine Chance.

      Eintrag 10 - Neues Zuhause
      Ich war unten. Er hat mich sofort angreifen wollen aber war zu schwach um mich wirklich zu verletzen. Mein Glück. Ich entschloss mich eigentlich dazu ihm den Gnadenstoß zu verpassen und sein Leid zu beenden, doch als ich in seine Augen sah, sah ich meinen Bruder, meine Gefährten, den Jungen. Ich konnte es nicht. Es war als hätte ich mir selbst ein Messer an die Kehle gelegt. Ich entschied mich also ihn wieder aufzupäppeln und zu beschützen. Mit Steinen habe ich eine Art Wall gebaut und mit spitzen Knochen diesen dann verstärkt. Ich hoffe das es klappt. Bisher zumindest wurden wir nicht mehr angegriffen. Es geht dem Finsterfell etwas besser. Er wird zutraulicher aber er ist eine Bestie wie ich sie noch nie gesehen habe. So Viele Aspekte eines Wolfes, gepaart mit diesem robusten Körper und den Augen die den Tod bedeuten. Ich werde versuchen ihn woanders hin zu bringen.

    • Eintrag 11 - Zwei Wesen, ein Herzschlag
      Es müssen Tage oder Wochen vergangen sein seit ich zusammen mit meinen “Schützlinge" weiter gezogen sind. Wir sind mittlerweile in einer Ruine die mir sagt das es Menschen hier gab. Als wir dort ankamen versteckten wir uns erstmal und mir wurde wieder bewusst wie es ist seine Meute zu verteidigen. Mir fielen immer wiede die Augen zu als plötzlich ein Rudel Finsterfelle auftauchte. Sie hatten uns kalt erwischt. Ohne das ich sie hörte standen sie einfach da. Alle Ausgänge waren versperrt. Ich schloss mit meinen Leben ab und dachte an meine verlorenen Geschwister und da passierte es. Als mich eines dieser Tiere Angreifen wollte, sprang der den ich wieder aufpäppeln wollte über mich und stellte sich dem Rudel in den Weg. So Etwas hatte ich noch nie gesehen. Er baute sich vor mir auf und brüllte wie eines der großen Exemplare. Es kam mir vor wie eine Ewigkeit als der Angreifer und mein Schützling sich anstarren. Es wurde so ruhig um uns herum. Als würden sie Telepathisch miteinander kommunizieren, blicken sie sich an und das Rudel verschwand wieder in der Dunkelheit.

      Eintrag 12 - Schatten
      Es ist einige Zeit vergangen. Meinem Patienten geht es besser. Ich glaube er und ich werden hier unten ein gute Partner. Sein Name ist Schatten und ich glaube er akzeptiert mich so wie ich ihn. Es ist beinahe wie früher mit meinen anderen Gefährten. Es macht mir Mut zu sehen das es weitergeht. Das ich auch hier unter diesen unvorstellbaren Bedingungen einen Weg finde zu überleben. Die letzte Zeit über ich mich in Meditation. Es beruhigt mich und hilft meine Körperfunktionen weitestgehend runter zu fahren und von meinen Reserven zu zeeren.

      Eintrag 13 - Zuhause?
      Ich bin wieder dort wo ich geboren wurde. Ich habe einen Weg gefunden die Barriere zu brechen und bin nun wieder hier. Es ist lange her das ich etwas geschrieben habe, ich musste auf die Nacht warten, weil meine Augen die Sonne nicht mehr vertragen. Nur in der Nacht zu reisen erschwert es mir zwar aber ich denke es wird besser. In der ersten Nacht war ich bei meinem alten Haus. Dort stinkt es nach Fremden. NIchts ist wie es war. Sie hat nichts dort gelassen wo es war. Sie hat alles verändert. Sie hat wohl vergessen das Trueblood blut in ihren Adern fließt. Mauern wie die einer Festung. Prunkvoll und nicht so wie es war. Sie hat unser Blut verraten und sogar ein Grab für diesen Fanatiker errichtet. Widerlich. Zumindest die Tiere haben mich nur angesehen und nicht attackiert als ich dort war. Sie wissen zumindest wem sie vertrauen schenken können.

      Eintrag 14 - Vermächtnis im Trümmern

      Sie hat alles mit Füßen getreten. Alles was uns aus machte. Ich verstehe nicht warum sie ihr eigenes Rudel verrät, warum sie mit diesem Verräter gemeinsame Sache macht und jeden Lowblood die Füße küsst. Sie war nie ein Anführer. Nie ein Alpha. Sie glaubt zwar das sie die Führung hat, doch sie ist nicht mehr als die Hure eines Soldaten. Zumindest wird sie auf die eine oder andere Weise vor Armeniz gekniet haben und hat sich diesem Heuchler und Lügner unterworfen. Mit Rimays Entscheidungen ist nun also auch das letzte Mitglied meiner Familie gestorben. Sie hat keinen Funken Ehre mehr im Blut und muss dafür Bezahlen. Zuerst aber muss ich Verbündete suchen und dank Cara weiss ich auch genau wo. Sie hat sie quasi ihr eigenes Grab geschaufelt und ist nun Vogelfrei. Ich denke ich werde sie so bestrafen wie es sich für den Verrat am Rudel gehört...
    • Eintrag 15 - Geteiltes Blut
      Ich habe sie gefunden und sie stehen mir wie erwartet bei. Die Grenzen verschwimmen und aus diesem Wirrwarr an Kombinationen ergeben sich neue Sichtweisen. Neue Verbündete und neue Gefährten. Die Leute machen sich sorgen wegen Sprechender Tiere und dieser Köter der einst unter mir diente glaubt nun ein Prophet zu sein. Er hat Angst das wir durch unser tun einen erneuten Cleanout auslösen und ist fest davon überzeugt mehr zu wissen als der Rest. Alles schwachsinn. Sie haben nicht diese Konsolen gesehen, diese Monster und diese Welt. Sie verstehen nicht das es nur ein Spielfeld ist und wir die Figuren. Leider gibt es kaum jemanden der es durchschaut. Nur meine neuen Verbündeten scheinen es verstanden zu haben. Sie sind die nach dennen ich suchte. Sie sind Truebloods. Sie erkennen das es in unserer Pflicht liegt unsere Heimat so zu schützen wie sie es verdient. Es werden sich einige gegen und stellen, das ist klar aber ich werde nicht eher ruhen bis wir die Kontrolle zurück haben.

      Erfreulich war es meinen alten Gefährten zu sehen. Geist verließ Cara und freundete sich mit einem Mann an. Er kümmert sich gut um ihn und das ist das einzige das mir wichtig ist. Sicher würde ich am liebsten wieder mit ihn reisen aber er ist glücklich und wird an meiner Seite kämpfen wenn auch mit einem anderen Reiter. Da bin ich mir sicher. Liam ist nicht zu finden. Ob er mich noch erkennt? Ob er überhaupt noch etwas von mir wissen will? Wie steht er zu Cara und was hat es mit diesem Ian und den anderen aufsich? Ich brauche mehr Zeit. Ruhe und etwas das mich beschäftigt. Ein Unterschlupf wäre gut. Vielleicht in einer Höhle. Ich mag sie mittlerweile.

    • Eintrag 16 - Fremde & Fanatiker
      Wo soll ich nur beginnen? Wo fange ich nur damit an die Geschehnisse der letzten Zeit zu verewigen? Am besten fange ich wohl bei Liam an. Liam der Junge der einst so glücklich war und in der Wasserstadt mit Hope spielte ist nun ein religiöser fanatiker. Er spricht langsam. Kühl. Erschöpft. Nichts weiter als ein Gefäß für lügen von diesem Ian und dem Chroniker-Bastard. Der Wahnsinn sprudelt aus ihm heraus wie aus einer Wasserquelle. Jedes Wort von ihm war geschwängert mit Aberglaube und Angst vor einer erneuten Katastrophe die er glaubt verhindern zu können. Wie ein Prophet geht er voran und die schwachen Geister folgen ihm. Es ist wie bei den Voktys. Immerhin sind wir uns einig das es weder er mich, noch ich ihm nach dem Leben trachten. Auch das Schlachtfeld haben wir beide nicht im Sinn. Er vertraut mir nicht und auch ich kann ihm nicht vertrauen. Es ist so viel Zeit vergangen und ich bin mir nichtmal mehr sicher ob mein Versprechen noch gilt. Ich schwor meinem Bruder damals ihn zu schützen, doch Schutz braucht er schon lange nicht mehr und ich befürchte auch das unsere Heimat vor seinem Glauben geschützt werden muss.

      Nach dem Gespräch mit Liam traf ich dann auf seine Jünger und mein guter Ruf eilte mir voraus. Sofort schlug mir in MEINEM Zuhause hass und Lügen entgegen. Die Frau die mit Gesichtslosen kooperieren sollte versuchte mich mit ihrer Quitschestimme zu provozieren und mir wurde sofort klar das die Gerüchte um sie wahr sein müssen. Infiltrieren und von innen heraus denn Stamm vernichten. Dass es niemand von ihnen sieht wundert mich. So Blind kann niemand sein oder? Zumindest konnte ich durch ihr “Wissen" über meine Person erfahren. Wie mir scheint hat Cara nicht nur die Beine für einen Verräter breit gemacht, nein sie spuckt auch auf mich und Chaska indem sie und Armeniz meine Ansichten verdrehen! Ich blieb trotz allem ruhig und besonnen. Vielleicht werden sie bald verstehen, verstehen das Lowblood nicht bedeutet dass man von der Erde kommt. Lowbloods sind Menschen die die Wesen unserer Welt wie Gegenstände behandeln. Es sind Menschen die immer wieder dafür sorgten dass Technik in unsere Heimat gebracht wurde, die uns alle das Leben hätte kosten können. Sie kennen unsere Geschichte aber verstehen sie nicht. Würden sie nachdenken, dann wäre ihnen klar das mein Vater und mein Bruder auch von der Erde stammten und einst Lowbloods waren. Ich gebe nichts auf Grenzen, Gebiete oder Stämme, schließlich schlägt auch in mir das Herz meiner Mutter, einer Sankru. In mir tobt ein Wind aus Sand und Schnee. Rimay und ihr Bettgefährte haben das wohl vergessen oder mich nie verstanden. Es war wahrscheinlich auch Fehler mein Vermächtnis wegen Alex anzutreten. Es war zu früh. Ich war nicht bereit dafür, doch jetzt sehe ich es klarer und werde eine Allianz formen. Es gibt drei Arten wie man zu mir stehen kann. Stehst du hinter mir, dann beschütze ich dich. Stehst du neben mir, dann respektiere ich dich. Stehst du vor mir, bist du im Weg und ich hoffe mir wird niemand im Weg stehen. Sicher, Rimay und Armeniz müssen sterben aber abgesehen von ihnen wird der Rest eine Faire Chance bekommen mich zu überzeugen.

      Jetzt sitze ich hier in diesem kleinen Versteck und warte auf die nächsten Schritte meiner Verbündeten.

      Eintrag 17 - Alte Freunde
      Als ich eben die Augen öffnete, dachte ich dass ich Träume. Im Mondlicht des Eingangs stand einer meiner Gefährten. Ein Alter Freund. Älter sogar als Geist. Er musste mir aus den Highlands gefolgt sein und konnte nicht mit der Geschwindigkeit von Geist mithalten als Jake mich zurück brachte. Seit meiner Kindheit war er an meiner Seite und nun ist er zurück. Ich hatte Tränen in den Augen als er zu mir kam und sich wie selbstverständlich neben mich legte. Er hat gewartet und er ist der einzige der neben Geist noch zu mir steht. Der letze meines Rudels. Wir sind eins. Die Symbiose zwischen Mensch und Tier. Das Bindeglied zwischen Wort und Tat. Es hat begonnen...

    • Eintrag 18 - Nachricht an die Heimat
      Ich muss meine Gedanken sammeln. Anders als früher habe ich weder die Mittel noch die Helfer um etwas großes zu errichten. Aus diesem Grund habe ich mich dafür entschieden die kargen Felsen etwas heimischer zu Gestalten, denn hier habe ich anders als in Fallen wenigstens die Chance dazu etwas zur ruhe zu bekommen. Ares Rudel hat sich hier in der Nähe niedergelassen und jagen recht effektiv. Aus diesem Grund überlege ich schon mich mit dem Rudel anzufreunden. Schaden kann es nicht. Vielleicht schaffe ich es sogar ein Mitglied seines Rudels für mich zu gewinnen und wie damals auf ihnen in den Kampf zu ziehen? Sicher würde auch Ares mich auf seinem Rücken tragen aber das will ich nicht. Er ist alt und hat es verdient frei zu sein. Sein Rudel zu führen und seine Welpen aufwachsen zu sehen. Er hilft mir schon genug damit das er Cara eine Nachricht überbracht hat. Ich hoffe er ist bald zurück. Rimay wird ihm nichts tun und auch die Wölfe sollten ihn kennen.

      Ich habe versucht ihr einen Ausweg zu liefern. Nach altem Brauch wollte ich ihr eine Chance geben sich reinzuwaschen und im Exil zu verschwinden. Ihre Antwort wird mich hoffentlich erfreuen. Es wäre trotz ihrer Fehler und meiner Wut auf sie schlimm sie sterben zu sehen. Sie war immerhin wie eine Schwester für mich als Alex starb. So oder so werde ich mich nicht davon verblenden lassen, sollte sie meine Hand wegschlagen.

      In diesen Momenten fehlt mir die Familie. Die weitsicht Vaters, Mutters Art die Dinge mit den Augen der Sankru zu bewerten oder Alex nervigen Scherze das ich mir eine Gefährtin suchen soll. Ich weiss worauf es ankommt. Ich habe Unterstützer. Ich kenne die Lager und Verstecke der Lowbloods. Ob die Höhle dieser Gesichtslosen Hure Elois oder das gläserne Haus in dem der Chroniker-Bastard lebt. Die Lehmhäuser und Lager in der Wüste oder aber die Verstecke im Dschungel. Trotzdem muss etwas Zeit vergehen. Ruhe einkehren. Sie müssen sich sicher fühlen. Erst kommt die Diplomatie, dann die Klinge. Hoffentlich kommt Ares wohlbehalten zurück.

    • Eintrag 19 - Blut ist dicker als Wasser?
      Ares ist zurück und er brachte mir einen Gast, sowie ein Messer für mein Herz. Cara hat ihm einen Brief mitgegeben. Der Rest ist noch in der Tasche. Das bedeutet sie lehnt ab. Es bedeutet dass sie ihren Liebhaber der Familie und ihrem wirklichen Rudel vorzieht. Ich wollte sie retten vor dem was auf sie zukommt. Die Würfel sind gefallen.

      Als nächstes werde ich meine Verbündeten aufsuchen müssen und versuchen mit ihnen einen Plan zu schmieden. Ich hoffe sie werden einverstanden sein mit meinen Plänen.

      Zu guter letzt kam Ares diesmal mit seiner Gefährtin. Sie ist Sandfarben und ein wunderschönes Weibchen. Gut gebaut und vor allem sieht sie Gesund aus. Hinter ihnen war ein junger Wolf ich denke es ist einer aus ihrem Wurf. Fraglich nur ob es noch mehr gibt und ob das Rudel hier überleben kann. Wir werden es sehen. Zu guter letzt habe ich Ares Gefährtin den Namen Dust gegeben. Ich finde er passt perfekt. Jetzt liegen sie hier und ich werde versuchen gleich Kontakt zu dem jungen Wolf aufzunehmen. Er misstraut mir noch.

    • Eintrag 20 - Rudel oder Meute?
      Ich war bei meinen Verbündeten. Ares begleitete mich und wachte mit seinem Rudel über mein Leben. So wie früher schon konnte ich mich auf die Wölfe verlassen. Sie schauen “Schatten” zwar immer etwas misstrauisch an aber auch das wird sich auch bald ändern sobald das Rudel mich und meine Gefährten aus “Fallen” akzeptiert.

      Mein neuer Waffenbruder zeigte mir das die Vergangenheit ihm genauso wenig bedeutet wie mir. Wir erkennen das es an der Zeit ist neue Banner zu hissen. Neue Regeln aufzustellen. Unsere Heimat zu befreien und gemeinsam für sie einzustehen. Ihm folgen viele, doch ich kann nicht viel mehr beisteuern als meinen Verstand, meine Gefährten und mein Wissen. Wird es reichen? Wenn alles vorbei ist werde ich ihm die Kontrolle überlassen und ins Exil gehen. Zusammen mit meinen Gefährten und dort leben.

      Nach dem Gespräch war ich mit dem Rudel jagen und konnte Ares Nachwuchs in Aktion erleben. Sie passen sich perfekt an die neue Umgebung an und gehen in dieser auf. Sie haben zwar mit den einheimischen Tieren so ihre Probleme manchmal. Ares Rudel besteht aus 7 Wölfen. Ihn eingeschlossen. Ares als Alpha, seine Gefährtin Dust scheint etwa im selben Alter zu sein wie er. Dann sind da noch 2 weibliche Welpen und Ares “Sohn”. Zumindest lässt sein Verhalten und Färbung darauf schließen. Dann gibt es da noch einen hellen Rüden und einen dunkleren. Für sie habe ich noch keine Namen.

      Eintrag 21 - Annäherung
      Es war gestern nach der Jagd. Wie es meistens so ist konnte ich nicht schlafen daher ging ich raus und wollte etwas auf einem Felsen meditieren. Ares und die anderen ließ ich schlafen. Ich setzte mich hin. Schloss die Augen und versuchte meine Gedanken zu hören. Ich wollte darüber nachdenken wie es weitergeht und vergaß die Welt um mich herum. Mir ging so viel durch den Kopf das meine sonst so ausgeprägten Instinkte geradezu wie nichtig waren. Ich bekam also nicht mit wie sich hinter mir eine der Säbelzahnkatzen die hier beheimatet sind aufbaute und sich sicher schon die Schnauze leckte. Als diese dann zum Sprung ansetzen wollte wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Ich drehte mich sofort um, doch noch bevor ich meinen Dolch ziehen konnte knallte Ares Nachkomme mit voller Kraft gegen die Katze und beförderte sie in den Abgrund. Der Wolf der Ares so ähnlich sah und sich nur wegen der hellen Akzente im Fell von seinem Vater abhob, schaute mich mit den gelben Augen an als würde er mir die Hand zum Kriegergruß reichen. Ich wusste nun dass auch der misstrauischste Wolf des Rudels verstanden hatte dass er mir trauen kann und das ich niemals einem Wolf schaden würde.

    • Eintrag 22 - Einsamer Wolf?
      Die Maßnahmen um mein Versteck zu sichern gehen voran. Ich brauche alleine zwar eine Ewigkeit Wände zu setzen und Steine übereinander zu stapeln aber es fühlt sich gut an wieder eine Art Zuhause herrichten zu können. Das letzte Jahr war etwas Fell und ein Feuer das einzige was mir eine Konstante war. Seit ich nun aber wieder hier bin, erkenne ich dass mir die vielen Menschen seltsam vorkommen. Das Leben auf Fallen war hart aber dank Iggy und Schatten trotzdem auf seine verquere Weise schön. Ich kann mich einfach nicht mehr so lange mit Menschen umgeben und bin sogar ziemlich froh das es hier an diesem Abgelegenen Ort nur mich und das Rudel von Ares gibt. Vielleicht ändert es sich ja auch wieder? Könnte es sogar sein das ich bald wieder ein Rudel gründe wenn alles erledigt ist? Ich bin mir nicht sicher.

      Ikarus wird schwächer. Der kleine Vogel verträgt die Nahrung nicht richtig also muss ich versuchen etwas für ihn zu besorgen das er besser verdauen kann.

      Schatten hat versucht sich gegen Ares aufzulehnen und prompt den kürzeren gezogen. Jetzt wo die Rangfolge geklärt ist, wird es wohl keine Probleme mehr geben. Allgemein bin ich von Ares überrascht. Trotz meiner Abwesenheit hat er es geschafft sich von Cara und der Führung loszusagen. Er hatte da ein besseres Gespür als ich.
      Sein Rudel haust hier in der nähe. Sie haben sich in einer Höhle zurückgezogen. Die Welpen wachsen und werden bald bereit sein da erste mal mit zu jagen. Ich nenne die kleinen Romulus und Remus. Anders als Grimm sind die beiden wie ihre Mutter sandfarben. Der graue heißt Stone und sein dunkelbrauner Partner Amarok.

      Grimm wird langsam zutraulicher. Er zeigt mir zumindest das er mich zu mögen scheint. Er könnte der Wolf sein der mir gestattet auf ihm zu reiten. Ich werde vielleicht bald einen Versuch starten.

      Abgesehen von den normalen Problemen gibt es da noch einen Adler der ärger macht. Er versucht jedes mal Fleisch zu klauen und greift Tiere in der nähe an. Ob hier irgendwo ein Nest ist?

    • Eintrag 23 - Gesichtslose!
      Ich war unterwegs um mit Schatten die Gegend zu erkunden. Wir haben etwas gejagt und Materialien gesammelt, doch als wir schon in Sichtweite zu unserem Unterschlupf sah ich etwas das mich mehr als nur nervös machte. Ein Reiter auf einem Raptor. Genau vor meinem Versteck. Die Wölfe sahen sofort das etwas nicht stimmte und griffen an. Dann erkannte ich den Reiter. Ein Gesichtsloser. Ich rannte also los und wollte helfen aber es war zu spät. Bevor ich auch nur in der Nähe war schlug dieser Bastard Grey sein Schwert in die Kehle. Sie hatte keine Chance und war sofort tot. Kurz stockte mir der atem. Das Wimmern als die Klinge ihre Kehle durchbohrte war wie damals als Thanatos starb.

      Sofort sprang Ares auf und schlug seine Zähne in den Nacken des Gesichtslosen. Er wirbelte ihn geradezu hin und her. So etwas sah ich zuletzt als wir auf dem Schlachtfeld waren. Er zerfetzte ihn geradezu zusammen mit den anderen. Ich kam erst dazu als kaum noch etwas von dem Bastard übrig war. Ares schaute mich an und ich wusste was er dachte. Ich dachte genau das selbe damals.

      “Nimmst du uns einen, dann nehmen wir dir alle!”


    • Eintrag 24 - Igasho, Yuma & Manapi
      Wegen dem Vorfall mit dem Gesichtslosen habe ich einige Zeit nicht mehr geschrieben und versucht meine behausung zu festigen. Ich habe sogar vergessen zu erwähnen was mit dem Adler passiert ist. Ich hatte ja schon die Vermutung das es sich um ein Nest handeln muss aber das ich direkt eine ganze Familie antreffen würde war mir nicht klar. Eigentlich wollte ich mit Ares und Grimm nur die Highlands erkunden, doch ich fand so viele Wichtige sachen das ich kaum weiss wie ich es zusammenfassen soll. Ich versuche alles einigermaßen zu komplettieren.

      Noch bevor ich mich auf den Weg in Richtung der Highlands machte, wollte ich herausfinden wohin der Adler immer verschwand. Der Adler allerdings entpuppte sich als die Adler. Drei Adler um genau zu sein. Ein Jungvogel und seine Eltern. Der Jüngste war in eine Falle getappt. Ich vermute die Gesichtslosen hatten etwas damit zutun als sie hier waren. Die Beiden größeren und vorallem älteren Adler fanden es demnach nicht wirklich gut einen Menschen zu seh. Sofort bewies mir das Weibchen was es von mir hielt und stieß mich weg, sodass ich fast in den Abgrund stürzte. Ich konnte mich mit Mühe und Not noch dank meinen Kletterhaken retten. Das Männchen wirkte anders als seine Gefährtin. Als ich wieder einigermaßen festen Stand hatte, sah ich das das Männchen an seinem rechten Bein ein Band hatte. Es war wohl vor einiger Zeit schon mit Menschen in Kontakt gekommen. Es schien zu wissen das ich helfen kann und lies mich sogleich helfen. Ich befreite das Jungtier sofort und ließ ihnen einige Stücke Fleisch dort ehe ich mich auf den Rückweg machte. Als ich heute morgen aber aufstand war die ganze Familie direkt vor meinem “Versteck”. Das Jungtier scheint immer noch etwas krank zu sein. Eine Infektion? Ich werde mir wohl hilfe besorgen müssen sobald die Mittagssonne verschwunden ist.

      Nun zu den doch etwas Wichtigeren Ereignissen. Ich war bei meinem alten Zuhause. Kein Tier war zu sehen oder zu hören. Kein Mensch war mehr dort. Alle Türen standen auf. Sogar die Geheimtüren. Ich habe mich also umgesehen und mitgenommen was ich tragen konnte. Rimay und ihr Bettgefährte werden es sicher nicht mehr brauchen und wenn doch dann sollen sie es sich doch holen kommen. Ich schaute mich etwas um und musste feststellen das der Ort wo der Mann den sie Kenan nennen lebt einen neuen Stall hat. Zumindest sieht das ganze aus wie ein Stall. Liams Vogel habe ich zusammen mit einem Tiger bei diesem “Horst” erspäht und ich frage mich was dort vorgeht. Was tut Liam dort und warum sah dieser vorher eher unwichtige Ort plötzlich so belebt aus? Ich sollte Vaan danach fragen.

      Jetzt überlege ich mir meine Verbündeten aufzusuchen und mit ihnen zu sprechen um herauszufinden was dort los ist. Ich verstehe vieles nicht was hier vorgeht und das missfällt mir. Wie sagte Vater früher immer?


      - Wer mit den Wölfen essen will, muss mit den Wölfen kämpfen -
    • Eintrag 25 - Wer dem Wolf beim Zerreissen hilft, wird später selbst vom Wolf gerissen

      **Nash sitzt auf seinem Bett. Er starrt die Truhe neben sich an und man kann erkennen wie seine Augen geradezu funkeln, erst nach einigen Minuten schüttelt er seinen Kopf, schlägt sein Buch auf und beginnt zu schreiben**

      Ich hatte keine Zeit zu schreiben weil die letzten Ereignisse einfach kaum eine freie Minute ließen. So vieles ist passiert. Sander, ein Schmied aus alten Tagen hat sich meinen Weg angeschlossen. Er ist ungehalten, nachlässig und im Kopf noch jung, doch sein Herz schlägt an der richtigen Stelle. Ich werde ihn anleiten. Ihn zu einem Wolf machen.

      **Erneut geht sein Blick zu der Truhe**

      Dann ist da noch Ramona. Sie ist Ulysses erster Lehrling und man könnte sagen Vaan hält ein Auge auf sie. Er möchte sie im Medizinischen Wissen schulen. Wenn ich aber sehe wie sie mit der Wölfin an ihrer Seite umgeht, stellen sich mir die Nackenhaare auf. Am liebsten hätte ich...

      **An dieser Stelle wird die Schrift deutlich schneller und aggressiver. Fast schon gehetzt**

      ...Sie in Stücke gerissen. Ihren Kopf genommen und Ares zum spielen gegeben. Diese Art und Weise mit diesem Lebewesen umzugehen ist…

      **Plötzlich lässt Nash seine Feder fallen und reibt sich die Augen. Er scheint nicht ganz bei sich zu sein. Die Schreibweise normalisiert sich aber wieder.**

      Ich weiss nicht warum ich so aus der Haut gefahren bin. Wohlmöglich liegt es an meinem Fundstück? Möglich wäre es zumindest. Ramona ist eine gute Schülerin. Auch wenn sie noch viel lernen muss. Über diese Welt. Über unsere Geschichte. Über sich selbst.

      Ich führte auch ein Gespräch mit Rimay. Ich wollte zu Alex Grab und plötzlich stand sie zufällig dort. Ich nutzte die Chance und wollte ihr ins Gewissen reden. Ihr Leben retten. Schließlich ist sie so etwas wie eine Schwester. Doch was tut sie? Was erlaubt sie sich? Vor dem Grab meines Bruders sagt sie ich solle das Gespräch mit dem Mörder unserer Eltern suchen. Ich soll vergessen. Nur weil sie die Beine für Gesichtslose und Verräter breit macht und ihr wohl der letzte Rest ihres Verstandes aus den Kopf gehämmert wurde soll ich alles vergessen? Am liebsten hätte ich ihren Kopf an der Mauer MEINES zuhauses zerschellen lassen und ihr den verdammten Stein rausgeschnitten nur um sie dann mit diesem zu ersticken. Wäre dieser Raptorenreiter nicht aufgetaucht hätte ich Alex Grab wohl mit Rimays Blut besudelt. Sie verwandelt sich zu einem Lowblood und es ist an der Zeit sie endlich ihre Strafe spüren zu lassen. Wie eine läufige Hündin läuft sie einem Mann nach der sie anlügt und dennoch bleibt ihr Blick getrübt.

      **Nash hört auf zu schreiben und bewegt sich zu seiner Truhe. Aus dieser holt er einen, in einen Stoff gewickelten, Gegenstand hervor. Seine Augen funkeln geradezu als er ihn zu seiner Brust führt und ihn kurz davor auf sein Bett wirft**

      “Verdammt nochmal…”

      **Schnell sperrt er das ominöse Objekt wieder weg und geht raus zu den kleinen Katzen. Vor dem Käfig bleibt er sitzen und beginnt zu schreiben**

      Der Splitter. Er zieht mich bereits jetzt in seinen Bann. Ich muss ihn entsorgen. Woanders unterbringen. Ich habe Angst das er mich steuert doch ist es besser wenn er bei mir ist als bei einem Lowblood. Ich will mir gar nicht ausmalen was wäre wenn jemand wie diese verrückte Ella ein Artefakt berührt. Ich mache mir Sorgen was passiert wenn sie Ian weiterhin glauben schenken. Was ist wenn er für diesen Anzug die Energie benötigt um uns zu unterwerfen? Technik ist und war immer der Tot! Vaters Berater sagte immer: Wenn zwei Adler auf einem Baum sitzen, und es rennt eine Herde Schafe vorbei – dann sagt nicht ein Adler zum andern: “Schau, da rennt die Mehrheit, das muss der richtige Weg sein, schließen wir uns an!” Sie werden weiterhin als Adler dem Weg der Adler folgen.

      Darin steckt heute eine Lehre die ich früher nicht erkannte. Seltsam das sie erst jetzt Sinn macht. Jetzt werde ich aber erstmal zu den kleinen gehen und sehen das sie etwas essen.

    • Eintrag 26 - Der Wolf hat die Kraft eines Mannes, aber den Verstand von neun Männern. Der Bär hat die Kraft von neun Männern, aber den Verstand eines Mannes

      **Nash sitzt auf dem Bett und blickt zu dem schlafenden Körper neben sich. Für einen kurzen Moment streckt er die Hand nach diesem aus ehe er seinen Kopf schüttelt und die Hand weg zieht. Fast schon peinlich berührt schüttelt er erneut sein Haupt, greift nach dem Buch auf dem Tisch und begibt sich nach draußen wo er dann sofort anfängt seine Gedanken zu sammeln**

      Meine Vergangenheit holt mich ein. Ob das ein gutes Zeichen ist? Das wird sich zeigen. Ich muss erstmal Prioritäten setzen. Sie wird so lange versteckt bleiben bis ich weiss wer sie versucht zu töten. Bei uns zumindest ist sie sicher.

      Sander und ich waren bei Hopes Haus. Wir haben einiges zerlegt und Material mitgehen lassen aber Informationen gab es nicht. Zumindest keine die mich und unsere Pläne voran treiben. Da wir eh dort waren wollte ich eine Theorie überprüfen. Wir flogen hoch zu der Burg die dieser Wahnsinnig in seinem Anzug errichtete und fanden wie vermutet Liams Greif. Dann trafen wir auf Charlie. Der Begleiter von Elois. Ich möchte gar nicht genau auf die Unterhaltung eingehen aber sie zeigt e mir erneut dass Ian und seine Anhänger einen Krieg anheizen indem sie Lügen verbreiten. Das fiel mir bereits auf als ich mit Jake oder Fibi sprach. Ian, dieser Sohn einer Gesichtslosen, benutzt Liam für seine Lügen und dem werde ich ein Ende setzen. Für Chaska und auch für Liam.

      Die Vier kleinen Katzen sind nun nur noch zu zweit. Am Morgen fielen sechs Terrorvögel von oben direkt auf die Plattform und griffen alles an. Während Sander zwar alle in Sicherheit brachte und ich die Vögel mit Hilfe der Wölfen tötete, war auch das zweite Weibchen zu schwach um es zu überleben. Auch das schwächere Männchen lag im sterben, raffte sich aber auf und kämpfte sich zurück ins Leben. Darum gaben wir ihm den Namen Ahiga, der kleine Kämpfer. Das etwas bulligere Männchen hatte sich eine ganze Zeit lang versteckt, nur um mir dann auf den Rücken zu springen und diesen aufzureißen. Akando wird demnach sein Name sein sollte er überleben.

    • Eintrag 27 - Der Wolf verschwindet nicht eher aus der Herde, bevor er das letzte Lamm geholt hat


      **Früh am Morgen verlässt Nash seinen Unterschlupf und setzt sich an den Rand einer Klippe.**


      Es beginnt. Sie zweifeln. Sie zweifeln an Ian und seinen Absichten. Jetzt ist er auch noch verschwunden und es wird nicht mehr lange dauern bis sie ihre Augen öffnen und beginnen zu sehen. Einer nach dem anderen wird es verstehen und gemeinsam lässt sich all das Unheil das ich erfahren musste aufhalten.


      Auf bitten von Sander hin musste ich Fibi hierher bringen um sie und ihr Kind zu schützen. Sander hat recht, doch ist das kein Ort wie eine Lowblood Frau. Wir müssen sie immer im Auge behalten und das stört mich. Sie steht uns im Weg. Der Aufgabe im Weg. Akando und Ahiga geht es gut. jetzt wo Nova hier ist haben sie einen Bezug zu ihrer Art und auch Miska wird etwas entlastet.


      **Er schlägt das Buch zu und geht zu dem Schrein der genau vor dem Tor steht. Er entzündet das Feuer und spricht leise eine Art Gebet**

      “In der kalten Brise, durch die ich laufe, leben die Erinnerungen an euch weiter, für immer eingebrannt in mein geistiges Auge. Seit dem ich Schmerz und Trauer geweint habe, lebe und sterbe ich den Stolz, den mein Volk mir gegeben hat. Durch meine Taten stehe ich nun am Abgrund, hochstarrend dorthin, wo ein neuer Mond sein sollte. Kein Bedauern mehr, weil ich nichts zu verlieren habe, also werde ich mein Leben leben, so wie ich es für angebracht halte. Bis ich falle! Im weißen Schlund habe ich nie mit jemandem gesprochen oder mich jemandem geöffnet, habe mich selbst eingeschlossen. Habe gelernt, dass nur der Stärkere überlebt. Nur wer kaltherzig ist wird es schaffen. Ich warte hier am Abgrund bis sie kommen…”


      **Kurz danach geht er wieder zurück und sieht einen schwarzen Wolf**

      “Tenebrea…?”

    • Eintrag 28 - Wer sich vor dem Wolf fürchtet, der sollte nicht in den Wald gehen

      Rimay war hier. Sie wollte Gnade und mein innerstes sträubte sich dagegen. Ich war sogar kurz davor sie endgültig zu töten, auch wenn es wohl unter Einfluss des Splitters geschah, doch konnte ich es nicht. Ich habe ihr vergeben und gebe ihr nun die Chance ihre Seele reinzuwaschen.

      *Seine Worte klingen immer noch in seinem Kopf nach*

      "Du, Rimay Cara, wirst absofort meinem Befehl folgen. Du wirst jedem erzählen was du für Fehler begangen hast und die vom schwarzen Reiter beschmutzte Festung in den Highlands niederbrennen. Dir ist es verboten auf einem Wolf zu reiten oder einen anderen Gefährten auch nur anzusehen, außer ich erlaube es dir. All das wissen was Armeniz hatte wirst du mit mir teilen. Jedes Buch was ihr in dem Jahr gefunden habt wirst du mir bringen. Dann und nur dann erwäge ich das du wieder ein Teil meiner Familie, meines Rudels, meiner Meute wirst! Hast du das verstanden?"

      **Fragen schießen durch seinen Kopf. Wie viel davon war wirklich er und wie viel der Splitter?**

      Ich entschied mich dazu das sie hier bleibt. Sie muss bestraft werden aber ihr Leben muss verschont werden, schließlich fließt unter der dicken Schicht Lowblood irgendwo Omega Blut. Darum habe ich mich dazu entschieden mit ihr eine Reise anzutreten. Ich will ihr die Augen öffnen. Ich will ihr zeigen wie recht ich mit allem habe. Ihr zeigen was es heißt Fallen zu meistern. Sie muss erst die Bestie in sich entdecken und ihre Ketten sprengen. Sie wird lernen…

      Dann hat mich meine Vergangenheit eingeholt und es tut mir sogar verdammt gut das sie hier ist.
    • Eintrag 29 - Wer dem Wolf beim Zerreissen hilft, wird später selbst vom Wolf gerissen

      Einige Monde sind ins Land gezogen seit ich das letze mal etwas geschrieben habe. Meine Zeit war knapp und meine Gedanken bis dato noch nicht reif genug um sie nieder zu schreiben, doch ich bekomme so langsam einen Blick für die Dinge die mich umgeben. Allianzen scheinen nichts mehr Wert zu sein und Prioritäten werden falsch gesteckt. Nichts ist gefährlicher als eine verschmähte Frau und ich glaube ich weiss wie das enden wird. Ich sehe sie überall. Die Zeichen das etwas auf uns zu kommt. Das Fallen näher kommt und nach mir, nach mir und meiner Heimat ruft. Dann sind da noch noch diese Tiere, überzogen von einem Metallkleid. Hat Ian sie erschaffen oder war es ähnlich wie bei diesen Splittertiere? Warum geht es allen Tieren aus Fallen schlecht und wieso verschwinden so viele Bewohner ohne eine Spur zu hinterlassen? Sogar Liam ist unauffindbar. Sind sie alle in Fallen oder hat die jemand anderes sie geholt?

      **Er schaut hinter sich und beobachtet einen Moment lang die Silhouette die hinter ihm im Kerzenschein schläft**


      Setze vielleicht auch ich meine Prioritäten falsch? Woran liegt es das ich überall nur noch den Feind sehe? Bisher hat mir meine Intuition noch immer geholfen, doch diesmal bin ich mir nicht sicher ob mich etwas übergeordnetes leitet oder ich meinem eigenen Instinkt folge. Sind es die Splitter die ich bei mir habe oder doch Sie? Ist sie überhaupt die, für die ich sie halte oder ist es nur jemand den ich für sie halten will? Ich kann kaum noch geradeaus sehen ohne mich und alles hier zu hinterfragen. Wie sooft stehe ich also alleine da. Sander habe ich begreiflich gemacht das er kein Wolf ist und auch nie einer sein wird. Dafür sind seine Ansichten viel zu weich in anbetracht von Fibi und ihrem Neffen. Er will jedem helfen und das ist nicht zielführend. Rimay ist zwar wieder in meiner Nähe aber auch sie ist kein Wolf, ich habe versucht und versuche noch immer ihr zu zeigen wie schlimm Fallen war aber auch was Fallen aus mir gemacht hat. Ich will ihr beweisen das Schmerz ihr Freund sein kann, ihr Verbündeter. Das der schmerz ihr zeigt das sie noch einen Herzschlag hat. Das jede Sünde vergeben wird, wenn sie sich nur darauf einlassen kann ihre innere Bestie zu entfesseln.

      **Erneut wandert sein Blick hinter sich**

      Und was ist mit mir? Ich will doch lediglich jemanden an meiner Seite der Loyal ist. Ich will niemanden der das gute in mir sieht, ich will doch nur jemanden der das schlechte in mir sieht und mich trotzdem an seiner Seite möchte. Leider gibt es niemanden mehr davon. Niemanden der mich unterstützt.

      **Leise schlägt er das Buch zu und bewegt sich hinaus. Direkt an seinem “Gast” Amarok vorbei und hinab zu der kleinen gedenkstätte die er für Alex errichtet hatte. Er zündet einige Kerzen an und setzt sich auf die Bank daneben**

      “Alex...an Tagen wie diesen könnte ich dich wirklich brauchen. Erinnerst du dich noch daran was Mutter immer sagte? Das nur die Familie zählt? Doch wo ist sie jetzt? Überall hört man Unwahrheiten. Von diesen Geschwistern wird Armeniz in den Himmel gehoben für seine Lügen. Selbst nach seinem Tod stellt man ihn noch als Helden dar, der er nicht war. nicht damals und auch nicht heute. Hat ihnen Steine gegeben und gesagt er hätte 38 Verräter getötet? Wir wissen es besser oder Bruder? Ich werde nie vergessen wie es wirklich war…”


      **Er ballt eine Faust und erhebt sich. Sein Blick wandert zu einem Wasserfall und einer Höhle**

      “Ich werde nicht zulassen das es sie wieder gibt...Voktys & Zaldrīzes bleiben Vergangenheit!”



    • **Nash sitzt spät in der Nacht am Gedenkstein seines Bruders. Er schwelgt in Erinnerungen**

      Um etwa 16 ndZ
      Der Wind steht günstig und weht einigen Grenzern so um die Nase dass sie das gebratene Fleisch aus der Küche riechen können. “Hoffentlich löst uns bald jemand ab" knurrt einer der Grenzer ehe er nicht umhin kommt zu sehen wie ihr Anführer mit seinem Sohn lautstark streitet. “Niccolo, ich rede mit dir! Wage es dich nicht mich hier stehen zu lassen!” brüllt der ältere Mann mit dem silbernen Haar seinem Sohn hinterher. “Worüber sollen wir noch reden Vater? Du hast bereits diese Entscheidung getroffen und ich werde mich dir fügen…” zischt der Sohn ihn an und stürmt wutentbrannt auf ihn zu. “Es geht um den Frieden. Dafür müssen wir manchmal Dinge tun die uns nicht gefallen”. Zwar beruhigt sich Ciro, der der von allen nur Wolf genannt wurde, wieder aber sein Nachkomme noch lange nicht. “Ich bin Anführer der Meute, ich jage Grenzläufer und töte jeden der dem Rudel zu nahe kommt Vater. Was soll ich noch alles für diesen erlogenen Frieden tun? Ich diene unserer Heimat und dir seit ich 12 Jahre alt bin und damit danken du und Mutter es mir? Warum lasst…” Doch da wird seine hasstirade auch schon von der rechten seines Erzeugers unterbrochen, dessen Finger sich um seine Kehle legen. Die Grenzer wagen es nicht etwas zu sagen und versuchen die Situation im Innenhof zu ignorieren.

      “Erhebe nie wieder so das Wort gegen mich. Du bist nunmal kein einfacher Grenzer. Du bist mein Sohn. Du bist der Yuma. Deine Entscheidungen sind Wichtig um das Rudel zusammen zu halten. Um die Familie zu schützen und unsere Aufgabe als Alpha Familie ist es für unser Rudel alles zutun. Das macht einen guten Anführer aus!”. Sofort erkennt man das es dem jungen Mann an Luft fehlt um zu antworten. Seinen Vater scheint es aber auch nicht zu stören. “Du wirst diese Frau heiraten um eine Allianz zwischen uns und den Lowbloods zu schmieden!” Der Griff des Wolfes wird fester. “Mir ist es egal ob du es willst oder ob du es verstehst, akzeptiere es einfach" Erst dann lässt Ciro seinen Sohn zu Boden fallen. Nach Luft schnappend knallt der 17 Jährige auf den kühlen Schnee und schaut zu seinem Vater hinauf. Röchelnd richtet er sich auf “Verzeih mir Vater...ich wollte nicht respektlos sein. Ich Frage mich nur warum Alex es ist tun kann?” Sein Vater beginnt zu lächeln und geht einige Schritte auf seinen Sohn zu. “Weil Alex nicht mein leiblicher Sohn ist Nic, auch wenn ich ihn ebenso liebe wie dich, bist du nunmal mein Blut. Das war diesen Lowbloods wichtig. “ Erst dann schließt er den jungen Mann vor sich in die Arme und für den Bruchteil einer Sekunde legt sich Stille über den Grenzposten. “Dann werde ich es tun Vater. Ich werde diese Lowblood Frau heiraten...für das Rudel".

      Einige Wochen später
      “Kamira also? Das soll ihr Name sein?” fragt Nash leise seinen Vater als sie an einem neutralen Außenposten halt machen. “Ja, so lautet ihr Name. Versuch ihr keine Angst zu machen. Denk daran, sie gehört zu den Vereinten Stämmen und wird andere Dinge schätzen als wir...” erklärt ihm sein Vater als sie absitzen und in Richtung eines großen Tores gehen. Sofort treten zwei Soldaten vor und untersuchen Ciro und seinen Erben nach versteckten Waffen. Ares, der junge Wolf an Nashobas Seite, schnüffelt an den Soldaten und beginnt leise zu knurren. Als einer der Soldaten mit seinem Speer ausholen will, hebt der junge Nashoba seine Peitsche und knallt mit dieser direkt gegen die Hand des Torwächters. “Denk nicht mal daran oder ich schlitze dich auf Lowblood!” bellt der Junge schon fast als der Soldat nickt und sich die Situation wieder entspannt. Die beiden Männer werden durch das Tor in eine von Fackeln erhellte Halle gebracht von der aus nur Nashoba in einen Raum verfrachtet wird. Leicht gerüstet setzt sich der junge Mann auf einen Stuhl und starrt auf die gegenüberliegende Tür. “Bitte lass sie nicht fett sein. Bitte lass sie nicht fett sein" flüstert er wie eine Art Mantra vor sich hin “Was ist wenn sie stinkt? Oder schlimmer, was ist wenn sie…” doch da öffnet sich bereits die Tür und Nash’s Augen weiten sich vor Begeisterung. Hübsch war sie zumindest mit ihren 15 Jahren. Sie nimmt direkt vor ihm Platz, doch mehr als ein “Hallo" bekommen beide nicht raus. Menschen töten war etwas einfaches für ihn, doch diese Situation überforderte Nic etwas. “Du wirst also meine Frau?” fragt er dann etwas unverblümt und trocken. Das Mädchen vor ihm nicht nur als sich ein rotschimmer über ihre Wagen legt. “Du hast da ebenso wenig Lust zu wie ich oder?” hakt Nash dann nach. Ihm ist wohl nicht mal Ansatzweise klar wie blöd er sich anstellt. “Nein, nicht sonderlich.” Leise aber doch mit einem Hauch von Humor antwortet Kamira ihm dann. “Und was machst du so wenn du nicht gerade Lowbloods heiraten musst?” kurz überlegt Nash und denkt sich das ein Witz die Stimmung lockern könnte. “Ich töte Grenzläufer zum Spaß. Sie sind nie schneller als meine Pfeile" die junge Frau reist regelrecht die Augen auf “Ist das die Wahrheit oder schwarzer Grenzer Humor?”. “Es war nur ein Witz. Ich töte sie nicht aus Spaß. Ich töte sie einfach” erklärt er ebenso trocken. Erneut weiten sich Kamiras Augen. “Und was machst du so?” fragt nun auch der Erbe des Omega-Packs. Etwas schüchtern stammelt sie dann “Salben. Salben und...ehm… Seifen. Die fertige ich an. Ja." Nash nickt nur und verdreht etwas die Augen. “Klingt spannend?”

      Kurz nach der Schlacht um Caspers Hill
      Überall am Grenzposten liegen Tote. Schnee getränkt von Blut und zwei regungslose Giftdrachen die über die Mauern hängen. Eine Gruppe Reiter auf schwarzen Wölfen stürmt durch den Eingang des Grenzpostens “Heiler! Wir brauchen einen Heiler!” brüllen sie als einer von ihnen einen Körper in den Schnee legt. Es ist Nash dessen Körper komplett von Säure überzogen ist. Es scheint als hätte er unerträgliche Schmerzen. “Bringt mich um verdammt! Arrgghh!” Doch niemand wagt es sein Schwert an die Kehle des Yuma zu setzen. Es bestand ja die Möglichkeit ihn permanent zu töten und dieses Risiko wollte niemand eingehen. Erst nach einigen Minuten kommt eine junge Frau hinzu die auf den verletzten Nash zu stürmt. “Nic! Was ist passiert? “ sofort knallt die Frau auf die Knie. “Du törichter Idiot! Musst du immer dein Leben aufs Spiel setzen?” schimpft sie ihn dann aus und es wird klar das es sich bei der Dame um Kamira handeln muss. Geistesgegenwärtig greift sie in ihre Tasche und trägt eine Salbe auf. Nash muss grinsen und wird sogleich auf ein Zimmer gebracht. Das war das letzte mal dass sich die beiden gesehen hatten.

      **Nash muss lächeln als er eine Hand auf seiner Schulter spürt und aus seinen Gedanken gerissen wird**




    • Eintrag 30: “Schritt für Schritt” sagte der grosse Geist

      Atius Tirawa sagte immer: “Wenn du mit den Tieren sprichst, lernst du sie kennen. Wenn du nicht mit ihnen sprichst, lernst du sie nicht kennen. Was du nicht kennst, davor fürchtest du dich. Was du fürchtest, das zerstörst du.”

      Heute an diesem Morgen frage ich mich ob es nicht sein kann das sich die Leute vor mir fürchten? Könnte es gar sein das sie mir deshalb den Rücken kehren? Mich ausschließen? Anders als sie wird es jedoch leichter für mich Menschen um mich zu scharen. Ich muss ihnen nur die vermeintliche Stärke nehmen. Sie verwundbar machen und ihre Augen öffnen. Sie sehen nicht. Sie sagten zwar das sie sehen aber sie sind blind. Blind vor verlangen. Blind vor Gier. Blind vor Machthunger. Wenn jemand ein Problem erkannt hat und nichts zur Lösung des Problems beiträgt, ist er selbst ein Teil des Problems. Ich werde also dieses Problem lösen müssen. Alleine.

      **Er schaut vom Tisch aus rüber zum Bett**

      Manchmal wünschte ich dass ich auch so schlafen könnte wie sie. Nach den Umbau- und Reparaturarbeiten aber auch kein Wunder. Interessanter weise hat Amarok geholfen. Sie scheint einen guten Draht zu ihm zu haben. Ich habe ein kleines Grab in der Wüste für seinen Reiter errichtet, sein Tagebuch und die Ausrüstung allerdings wirft fragen auf. Es klingt beinahe so als hätte er mit Gesichtslosen zutun gehabt. Wie eine Art Händler. Das Faultier ist immer noch in Trauer wie mir scheint und hat viel durchgemacht. Ein Auge fehlt ihm und sein Körper ist von Narben überzogen.

      **Als er fertig ist geht er in einen geheimen Raum und öffnet eine Truhe voller Splitter und Steinen. Einen Splitter nimmt er heraus und sieht ihn an.**

      “Hinterlistig hrm?”




    • Eintrag 31: Es beginnt...

      **Nash steht in einem recht dunklen Raum. Vor ihm einige Gegenstände die er zu untersuchen scheint. Ratlos dreht er einige dieser Gerätschaften um und versucht herauszufinden was sie bringen könnten**

      “Lowblood Mist..."

      **Faucht er und macht weiter damit Teile des Dinos zu zerlegen. Technik über Technik und ein immer verwirrter Blick des Alphas**

      “Warum baut jemand solche Dinger?”

      **Die Augen zusammenkneifend verlässt er den Raum und begibt sich zu seinem Schlafzimmer wo er sein Tagebuch holt und sich nach draußen direkt neben Schatten setzt. Sanft streichelt er der Bestie über die Stirn**

      “Es scheint funktioniert zu haben oder? Du siehst schon viel stärker aus"

      **Lächelnd und beinahe erleichtert schlägt er sein Buch auf und beginnt zu schreiben**

      Wo fange ich nur an? Es gibt soviel das ich die letzten Tage vernachlässigt habe. Erstmal zum wichtigsten. Schatten ging es ebenso wie Vaan’s Bär und Ikarus die letzte Zeit immer schlechter. Die Sonneneinstrahlung ist meiner Meinung nach zu intensiv für die Tiere aus Fallen. Als es Schatten dann immer schlechter ging habe ich das einzige getan was ich für vernünftig hielt. Als Schatten das Bewusstsein verlor sah ich mir die Splitter an die ich hatte und traf eine Wahl. Was bei Vaan funktioniert hat, musste dich auch bei einem Tier gehen. Die Splitter Tiere hatten es doch auch geschafft und Schatten ist Willensstark, so zumindest mein Gedanke. Ich drückte den Splitter von Rimay direkt in die Stirn von Schatten und wartete ab. Es dauerte jetzt knapp eine Woche und Schatten ist wieder zu kräften gekommen. Er ist gewachsen und sieht nun auch Akando ebenbürtig aus. Normalerweise verabscheue ich es die Artefakte zu nutzen aber Schatten ist wegen mir hier und ich musste etwas tun.

      Gestern habe ich mir fast einen Arm weggesprengt als ich einige von Ulysses Granaten (?) genutzt habe um eines meiner Probleme zu lösen. Sie sind mächtig und ich will das er mir zeigt wie man sie herstellt. Ich muss Technik verstehen um sie vernichten zu können. Werde eine Bestie um die Bestie zu erlegen! Das ist das einzige was funktionieren wird.

      Er hat mich auch wegen Rimay gefragt. Ebenso wie Vaan vor einigen Tagen und warum sie noch lebt. Sicher verspürte ich Hass und fühle ihn immernoch in Anbetracht ihrer Entscheidungen aber trotz allem kommt sie Familie fast so nah wie Sie. Rimay ist und bleibt eine Art Schwester und da lasse ich mir von angeblich geläuterten Sankru nicht dazwischen reden. Er sollte erstmal seine eigenen Probleme in den Griff bekommen bevor er über mich urteilt.

      Jake ist nun ein Gast der Sankru wie mir scheint, doch merke ich immer wieder das er leicht zu manipulieren ist. Er schließt sich jemandem an und folgt Blind. Es war bei Ian so und nun auch bei Vaan. So kann ich ihm nicht seinen Weg zeigen. So wird er nie verstehen können wenn er nicht anfängt selbst zu entscheiden.

      Charlie scheint wissbegierig zu sein. Er verbringt viel Zeit in der Bibliothek und schreibt viel. Er hat Potenzial. Er saugt die Geschichte meiner Heimat auf wie ein Schwamm, doch steht ihm Eloid im Weg. Es bleibt abzuwarten wie es sich entwickelt.

      **Er schlägt das Buch zu und geht in Richtung der Brücke um der dort stehenden Frau zuzuschauen wie sie mit Hilfe des Faultiers beginnt einige Pfeiler zu heben**

    • **Nash steht in dem Raum denn er Vaan und Ulysses vor kurzem zeigte. Nachdenklich steht er vor der Truhe in der er die Splitter hatte. Er öffnet sie und begutachtet beide**

      “Du traust mir also nicht mehr Vaan? Gut...dann werde ich dir wohl wieder zeigen müssen wie man vertraut.”

      **Er verschließt die Truhe wieder**

      “Wie mir scheint ist es wohl doch nicht so das wir das selbe Blut in uns haben. Vielleicht bin ich ja doch mehr Schnee als Sand?”

      **Er beginnt zu grinsen und verlässt den Raum. Schnell packt er einige Sachen und macht sich ohne ein Tier oder Waffen auf in die Wüste**
    • Neu


      **Als Nash von Zora und Ulysses abgesetzt wird, schwankt er gen Tor und hebt noch einmal locker die Hand zum Abschied. Hinter sich lässt er das Tor zu fallen, fällt neben seinen Wölfen auf den Boden und beginnt zu lachen. Fast wie im Wahn streckt er alle Viere von sich und scheint mehr als nur belustigt über die gesamte Situation zu sein. Die Wölfe streifen um ihn herum und scheinen nicht ganz zu verstehen was los ist**