The Life of Charlie - Schiffbruch mit Tiger

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    • The Life of Charlie - Schiffbruch mit Tiger

      Als wäre es nicht schon genug, dass ich so viel Arbeit damit hatte, die ganzen Notiz"blätter" zu basteln, nun fange ich auch noch mein eigenes kleines Therapiebüchlein an. Zumindest habe ich somit etwas Ablenkung.

      Ich müsste nun etwa ziemlich genau einen Tag hier überstanden haben. Wie ich hierher gekommen bin, ich weiß es noch immer nicht. Klima und Vegetation deuten auf das Mittelmeer hin. Doch die Tiere so überhaupt nicht. Möglicherweise ist das hier eine unbekannte Insel. Vielleicht war ich ja auf einem Schiff oder Flugzeug, welches mich zur Behandlung in die USA bringen sollte. Dieses Ding am Arm, soll es die Vergiftung bremsen, bis man mich in einer Spezialklinik behandelt hat? Zumindest wurde ich auch in diesen Arm gestochen.
      Andererseits wurde außer mir nichts an den Strand gespült, was gegen ein Schiffbruch spricht. Jedoch konnte ich die Gegend noch nicht weiter absuchen.
      Als ich hier gestrandet bin, umgaben mich mehrere Tiere, zum Beispiel diese kleinen Laufvögel, die aussehen wie Dodos. Oder diese pummelige Echse, die ständig schmatzend an Sträuchern knabbert. Andere Tiere waren viel größer, manche erinnern mich stark an die Dinosaurier aus meiner Kindheit oder aus heutigen Filmen.
      Als ich am Felsen einen notdürftigen Unterschlupf fand, sah ich, wie ein Tiger aus dem Wald gerannt kam und den Strand als sein Jagdrevier beanspruchte. Den hat er auch mehrfach erfolgreich gegen diese riesigen Geier verteidigt, die seitdem woanders kreisen. Alle anderen Tiere sind tot oder geflüchtet. Und da der Tiger immer wieder zurückkehrt, um nach Beute am Strand zu suchen und dieser den einzigen Zugang zum Felsen bietet, sitze ich hier erstmal fest. Mit meinem Lagerfeuer und einigen Beeren.
      Auf der anderen Seite des Felsens saß ein merkwürdiger "Springfuchs", der geduldig dort blieb, auch als ich ihm sehr Nahe kam. Vielleicht wartete er auf etwas (oder jemanden?). Belohnt wurde er mit einem Geier, der ja vom Tiger verjagt wurde und dort kurz rastete. Nachdem der Geier weiterflog, sind nur noch Blutspuren an dieser Stelle. Hoffentlich hat der Kleine erflogreich die Beine in die Hand genommen.
      Schön war allerdings der Gesang des schlanken Wals, der genau unter meiner Felsseite im Schatten rastet. Ihn begleiten Mantas und überfütterte, dicke Delfine, die anhand der Flosse aber wahrscheinlich was anderes sind. Sowas habe ich noch nie gesehen!

      Ich bin hier allerdings nicht allein. Ein Hoffnungsschimmer, in Form von einer Burg, die in der Ferne emporragt.

      Ich werde weiterhin so gut ich kann die Fauna beobachten, ich habe ja nun Übung im "Blätter"machen *gezeichneter schmollender Smiley* Mit Beeren kann ich mich noch eine Weile über Wasser halten, doch muss ich mich darauf einstellen, bald einen besseren Ort aufzusuchen. Vielleicht zur Burg. Und bis dahin sollte ich besser wissen, was mir hier ans Leder will...

      Beitrag von Mario ()

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      Charlies GTA - Grand Theft Allesmögliche



      Ein starker Wind pfiff mir um die Ohren. Ich flog wie ein Vogel über dem Festland, höher als jeder Berg und konnte weite Teile des Festlandes sehen. Doch ich kann doch garnicht fliegen? Fiel ich etwa? Der Erdboden näherte sich. Alles wurde größer. Gleich würde ich aufschlagen...und schlagartig war es vorbei mit dem Dösen. Naja, Albträume waren zu erwarten. Zumindest hatte die Sonne ihren Zenit überschritten und ich konnte mich aus meinem Felsen hervor wagen.

      Wann immer ich Zeit erübrigen konnte (mein Terminkalender ist ja so voll), bastelte ich irgendwelche Sachen. Primitive Speere, einen Bogen, dessen Sehne mir beim ersten Spannen nicht gleich zerreißt und die Wangen aufpeitscht.
      Währenddessen habe ich viel beobachtet und mich weiter vom Felsen weg getraut. Der Tiger scheint verschwunden, genauso die Geier. Stattdessen sind hier nun riesige Möwen und noch gemeineres Kleinvieh. Auf meinen Touren begegnete ich einem Mini-Raptor, den ich mittlerweile als Bedrohung einstufe, da ich seinesgleichen weit größere Wesen als mich hab jagen sehen. Er muss die Klippe runtergefallen sein und kam zwischen den Steinbrocken nicht mehr raus. Ich nahm meine Hacke und schlug Brocken vom Felsen. Das Tier sah mich mit goßen Augen an, rührte sich aber nicht. Ich war bereit, sofort zurückzuspringen, sobald die Spalte genug vergrößert war. Doch tatsächlich lief er sobald er konnte davon. Es hätte mir sicher auch Angst gemacht, wenn ein Tier kraftvoll auf den Steinbrocken vor mir eingeschlagen hätte... Sein Leben währte nicht lange, ich sah ihn und einen weiteren seiner Art gegen diese Trikeratops kämpfen. Er selbst wurde mehrfach niedergetrampelt, während sein Kollege kurz darauf von den Hörnern des anderen Trikes hoch über das riesige Tier geschleudert wurde. Ein Anblick, beeindruckend und beängstigend zugleich. Der Mini-Raptor knallte auf den Boden, richtete sich zögernd auf und versuchte wegzuhumpeln. Doch der Trike setzte ihm mit einem gezielten Stich in den Rumpf ein Ende. Ich werde um diese Tiere von nun an einen noch großzügigeren Bogen machen! Das einzig Gute daran war, dass ich somit an Tierhaut gelangen konnte - und etwas Fleisch!

      Ich bin bei meiner Tour noch einem weiteren neuen Tier begegnet. Während meines Marsches, hörte ich neben mir eine Art Gähnen. Erschrocken schaute ich hin und sah dieses zweibeinige, rattenartige Reptil. Kurz darauf sah es mich, fauchte beeindruckend laut auf und sprang auf mich zu. Ich nahm so schnell ich konnte die Beine in die Hand, immer wieder zurückblickend. Das Gute, was ich sah, war, dass es langsamer war, das Schlechte jedoch, dass es auch nicht von mir abließ. Es kostete mich fast meine gesamte Ausdauer, ehe ich es abschütteln konnte. Natürlich war das am Strand zu Fuße meines Felsens, wie könnte es anders sein! Dennoch schlich ich mich immer wieder daran vorbei, mal mit, mal ohne Erfolg. Einmal erwischte mich das Mistvieh und klaute mir geschickt einige Beeren. Mit der Beute zufrieden, ließ es von mir ab, bis es alle aufgefressen hatte. Also versuchte ich ihm neue hinzuwerfen. Es ignorierte sie. Es sammelte auch von selbst keine neuen. Warum? Weil klauen so viel Spaß macht? Immer wieder kamen wir uns in die Quere! Ich wollte seine Hartnäckigkeit ausnutzen und ihn vom Strand weglocken, auch das klappte nicht. Schließlich hatte ich meinen Bogen und eine Handvoll Pfeile fertig. Mit ein paar Probeschüssen überprüfte ich in etwa die Leistungsfähigkeit des Bogens und die Ballistik der Pfeile. Er war zumindest besser als das, was wir als Kinder gebastelt und im Camp benutzt hatten. Als das Vieh mir wieder im nächsten Busch auflauerte, hatte ich den ersten Pfeil im Anschlag und schoß vor seine Füße. Doch das war ihm egal. Ich wusste nicht, wie ich die Situation noch lösen sollte. Ich zielte auf ihn. Daneben. Er rennt weiter auf mich zu. Diesmal knapp daneben, dennoch ohne Wirkung. Ein dritter Pfeil geht daneben. Der vierte sitzt, durchschlägt seinen Rumpf. Das hier ist nicht wie in einem Spiel, das Tier fällt nicht sofort tot zu Boden und löst sich auf. Es schreit bestialisch auf, aus den Augen des Jägers sind verängstigte, riesige Pupillen geworden, die mich zitternd anstarren. Das Tier wälzt sich im eigenen Blut, alle Glieder bewegen sich bizarr und verkrampft. Aus dem Zappeln wird ein Zucken, das Schreien ein Fiepsen. Ich kann sehen, wie die Augen glasig werden und das Leben aus dem Tier fließt. Schließlich regt es sich nicht mehr und erstarrt in einer verzerrten Haltung. Mein erstes getötetes Tier. Hätte ich vielleicht noch mehr versuchen müssen, es vom Strand wegzulocken? Ein Teil von mir schreit ja. Der andere schüttelt sich, gewinnt die Oberhand, und ich verwerte das Tier.

      Ich erlebte noch einen weiteren Angriff. Eine Art Pelikan oder Storch stürzte auf mich herab. Es war ein gezielter Stoß und plötzlich fühlte ich mich leichter. Es hat mir mein Fleisch gestohlen! Ist das denn zu fassen? Jedes Vieh, das mich erwischt, bestiehlt mich zugleich. Ich bin auf einer Insel der Diebe gelandet. Ich sollte meine Hose besser enger zuschnüren...

      Zugleich ist mir im Westen ein riesiger, massiv blau leuchtender Turm aufgefallen. Er sieht aus wie ein sehr modernes Bauwerk, beeindruckend. Doch was soll diese krasse Beleuchtung? Ich dachte, dieser Trend blieb auf PC Hardware beschränkt, hat sich das mittlerweile auf Gebäude ausgeweitet? Jedenfalls hat sein Zentrum eine ähnliche Form wie mein Implantat. Das kann kein Zufall sein. Soll ich nun zur Burg oder zum Turm? So kritisch ich dieser Beleuchtung gegenüberstehe, bei dem Stromverbrauch wird es dort sicher jemanden geben, der das betreibt...
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      Charlie und der Terminator



      "I'll be back!" - Das musste sich der Tiger gedacht haben, nachdem er den Strand vor ein paar Tagen verließ. Er war wieder zurück. Und sein Blutdurst wieder auf einem Höhepunkt.
      Ich weiß, dass Löwen Elefantenkälber reißen, wenn sie die Möglichkeit dazu haben. Doch ein ausgewachsenes Tier braucht sie nicht zu fürchten. Hier ist das anders. Dieser Trikeratops, welchen ich von der Masse her mit einem Afrikanischen Elefanten vergleichbar finde, gehört zum Beuteschema eines hier lebenden Tigers. Dieses Biest Sprang aus dem Hinterhalt, warf sich an die Kehle seines Opfers und biss sie auf. Der Angriff glückte. Das Tier blutete stark, wahrscheinlich würde es nicht mehr lange leben. Doch statt es ausbluten zu lassen, legte sich der Tiger mit dem verletzten Trikeratops an. Die meisten Angriffe konnte er mit seinen mächtigen Pranken ablenken und zugleich immer wieder seine Krallen in das Fleisch schlagen und neue Wunden reißen. Zwar streifte ein Stoß den Tiger und verletzte sein Bein, jedoch nur oberflächlich. Der Trikeratops starb innerhalb weniger Minuten. Sofort stürzte sich die Großkatze auf seine Beute. Ein zweiter Trikeratops stieß dazu, angelockt von den Todesschreien seines Artgenossen. Der Tiger stellte sich abermals zum Kampf. Doch diesmal fehlte ihm die Überraschung, es gelang ihm nicht, an seine Kehle zu kommen. Zudem schien dieses Exemplar etwas größer zu sein. Dieser Kampf ging länger. Den entscheidenden Schlag machte diesmal der Trikeratops. Er blutete aus vielen oberflächlichen Wunden, würde es aber überstehen. Dennoch dachte ich noch lange an die Bilder, wie die Großkatze etwas so großes erlegen konnte.

      Scheinbar ist das kein Einzelfall. Die Carnivoren hier sind sehr aggressiv, zeigen wenig Vorsicht und sind sehr angriffslustig. Als ich mich etwas tiefer in den Wald traute, sah ich, wie drei Raptoren, wie ich sie aus dem Film kenne, riesige Panzerechsen mit mächtigen Keulen an den Schwänzen angriffen. Ich wettete auf die Panzerechsen. Ich sollte mich irren. Es war ein Blutbad. Kaum hatte ich mich zu einem eiligen Rückzug entschlossen, war das letzte Tier bereits tot.

      In der nahen Umgebung fühle ich mich immer sicherer. Ich begegne keinen neuen Tieren mehr und weiß immer besser mit ihnen umzugehen. Ich kenne Fluchtwege, Verstecke und Aussichtspunkte. Mein Unterschlupf wurde im Laufe der letzten Tage von mir künstlich ausgebaut. Bolas sind meine Lebensversicherung. Mit dieser gewonnenen Selbstsicherkeit. begann ich meine Beobachtungen durch Experimentieren mit der Fauna und Flora zu erweitern. Sogar mit Erfolg. MIr sind erste chemische Eigenschaften klar geworden, die ich nutzen kann.
      Was die Fauna betrifft, so habe ich mich auf die Wesen der Kreaturen konzentriert, um Grenzverhalten zu erkennen. Viele Tiere ignorieren mich, selbst wenn ich ihnen Futter hinhalte. Andere widerum nahmen es dankend an. Dann gibt es Arten, bei denen es vom jeweiligen Individuum abhängt. Diese großen Warane mit erhobener Brust, sonst eigentlich sehr ängstlich, lassen sich füttern, wenn man ihnen das richtige anbietet. Bei einem hat es geklappt. Während andere Tiere sich daran satt fressen und wieder ihrer Wege gehen, werde ich diesen Kollegen nicht mehr los. Eine Hand voll Beeren und er folgt mir auf Schritt und Tritt. Ich lief so schnell ich konnte weg, er folgte konsequent. Ich setzte mich auf einen Stein und wartete, er blieb, begutachtete höchstens ein wenig seine Umgebung, scharrte an Hölzern und Büschen. Dabei zeigt er sich sehr sammelfreudig, er trägt stets etwas davon mit sich. Er lässt es sich sogar abnehmen. Geben kann ich ihm auch etwas, allerdings nur Dinge, die ihn interessieren. Dabei zeigt er sich als ziemlich kräftig. Mittlerweile hab ich mich mit meinem neuen Begleiter abgefunden. Wenn wir aber gemeinsam überleben wollen, müssen wir besser miteinander arbeiten und an unserer Kommunikation arbeiten. Ich lass mir da was einfallen.

      Achja, der Turm...noch immer stößt Bitterkeit auf, wenn ich daran denke. Es war eine Enttäuschung. Tagelang war ich unterwegs, nur um dann festzustellen, dass man ihn nicht betreten kann. Er schwebt über einer künstlichen Ebene, darunter eine Art Schalter, die ein Lichtstrahl zu ihm hochsendet. Ich konnte damit nichts anfangen. Ich warf einen Stein ins Licht, nichts passierte und aus dem Schalter werde ich nicht schlau. Ich war wütend. Was soll das alles? Ich drehte mich zum Strand - und entdeckte Kisten. Also doch ein Schiffbruch! Ich öffne sie - mittelalterlich wirkende Waffen und Werkzeug. Das passt doch wieder nicht...aber meine Enttäuschung hält sich in Grenzen. Ich habe hier weit besseres Werkzeug, als ich herstellen könnte. Sogar teilweise aus Eisen. Ich nahm was ich tragen konnte und machte mich auf den mühsigen Rückweg.
      Unterwegs kam ich an einer Holzhütte vorbei. Ich entdeckte keinerlei Lebenszeichen, traute mich aber auch nicht allzu nah heran. Ich habe keine Ahnung, ob das Eingeborene sind oder zivilisierte Menschen. Ich habe nur einen Versuch, um das herauszufinden. Da sollte ich besser nichts überstürzen. Doch die möglichen Vorteile sind so groß, dass ich ein andermal dorthin zurückkehren sollte...
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      Charlie, spiel mir das Lied vom Tod



      Nur kurz ausruhen wollte ich mich. Also saß ich auf einem Stein in der Mittagssonne. Ich schloss kurz die Augen und als ich sie wieder öffnete, ist die Sonne bereits ein Stück weiter gewandert. Mir war schwindelig, so lange unter der Sonne. Noch schlaftrunken, torkelte ich vom Stein und sah nach dem Rechten. Plötzlich rutschte ich aus, genau am Rande des Felsens. Schock, Starre und ein Boden, auf dem ich mit dem Kopf voran aufschlug. Dann wachte ich in meinem Schlafsack auf, mit höllischen Kopfschmerzen. Was zum Teufel war das? Mein Körper hat Schürfwunden. Irgendwas ist passiert. Aber ich lebe. Ich taste vorsichtig an meinem Kopf. Auch hier Wunden, aber nichts was auf den mächtigen Aufschlag hindeutet. Hatte ich Glück, habe mich bis zum Schlafsack gezerrt und dort das Bewusstsein verloren? Ich kann es nicht sagen...

      Zuvor hatte ich einen langen Marsch hinter mir. Er führte mich bis zur Burg. Ich begegnete Anzeichen von Menschen, doch keiner war da. Auf die Burg konnte ich nicht, die Brücke war eingestürzt, alles sah verfault aus. So ging ich wieder zurück. Und da sah ich ihn. Den König der Insel. Noch größer, als er im Film wirkt und viel größer, als mir lieb wäre. Der Tyrannosaurus erlegte gerade einen dieser großen zweibeinigen Echsen. Dann war ich bereits weg.
      Ein Abstecher in die Hütte verriet mir, dass sie bewohnt ist. Zwei Menschen sah ich darin schlafen. Ich wollte sie nicht stören und versuche es ein andermal. Dieser Ort ist jetzt mein einziger Anhaltspunkt.

      Mein Begleiter, der Waran, hörte immer besser. Nur noch selten kam er mit, wenn ich unterwegs war und ihm zu verstehen gab, er solle hier bleiben. Diesmal jedoch brachte selbst das geliebte Futter als Bestechung nichts. Er scheint echt an mir zu hängen. Vielleicht sieht er in mir seinen Beschützer. Ich traute mich tiefer in den Wald und sah ein großes Tier mit riesigen Klauen an den Händen. Wir schlichen uns erfolgreich vorbei, wurden jedoch von Insekten überrascht. Während ich mit ihnen kämpfte, lief mein Begleiter weg, genau in die Richtung dieses Tiers. Gerade konnte ich das letzte Insekt abwehren, da schlitzte dieses Biest meinen Begleiter auf. Einfach so. Der zerfledderte Kadaver gab nicht einmal einen letzten Laut von sich, es war sofort vorbei. Der Ort war übersät von Blut. Und ich lief. Ich lief und kämpfte mit den Tränen. Er hat mir sein Leben anvertraut. Ich war absolut machtlos, selbst wenn ich es eher gesehen hätte. Diese Welt ist brutal. Erbarmungslos. Ich fühle mich so ohnmächtig. Und da höre ich das Schreien dieser Rattenreptilien. Aus Trauer wurde Wut. Ich konnte mit den Verletzungen nur schlecht laufen und alles tat weh. Mein Freund ist tot. Lasst mich in Ruhe! Ich packte die Armbrust und tötete das erste Tier auf der Stelle. Der andere lief weg. Aber nur für jetzt, nächstes Mal will er mir doch sowieso wieder an den Kragen! Ich lief ihm hinterher. Schoss. Traf. Er war nicht sofort tot, schrie auf. Im Zorn nahm ich die Axt und schlug immer wieder auf das Tier ein. Im Nachhinein bereue ich es. Sie tun mir nicht leid, die Situation auch nicht. Wahrscheinlich, weil ich hier nicht machtlos war. Sondern der stärkere. Das Gefühl tat gut. Dennoch mussten sie nur sterben, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort waren...und das ist nicht richtig. Das macht mich immer noch nachdenklich...
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      Charlie, der Drachenlord und seine Haider



      Ich bemerkte schnell, wie mir mein Partner fehlte. Es machte den Alltag schwerer, und so merkwürdig es klingt, die soziale Komponente litt sehr darunter. Doch es sollte nicht lange so bleiben. Ich erkundete wieder einmal den direkten Pfad von mir in den Wald. Dort ist mir diese Art Hyäne schon mehrmals aufgefallen. Ebenso, dass sie, im Gegensatz zu den anderen Tieren, ihren Platz nicht verließ. Sie streifte eine Lichtung ab und bewegte sich nie weiter. Altes Blut war noch zu erkennen, doch ich kann nicht sagen wovon. Kadaver sehe ich keine. Hier hatten die Raptoren auch die Panzerechsen überfallen. Tüpfelhyänen in Afrika leben in Clans, vielleicht ist das bei dieser Art genauso? Möglicherweise hat sie hier Artgenossen verloren, oder zumindest den Anschluss. Das würde die Orientierungslosigkeit erklären. Mit den Bolas in der Hand, gab ich mich etwas zu erkennen, um ihr Verhalten auf mich zu erfahren. Die Ohren richteten sich auf, Blick zu mir. Dann ein vorsichtiges Annähern. Ihre Körpersprache ist der von Hunden überraschend ähnlich. Dementsprechend wirkt sie neugierig, aber auch vorsichtig. Unser beider Neugier schien die Vorsicht zu überwiegen und im Laufe der nächsten Minuten kamen wir uns näher. Sie winselte, schnüffelte aber an meiner Hand. Dann ein Stubbser ihrer Nase an diese. Im Nachhinein finde ich es wirklich dumm, doch in dem Augenblick wirkte es auf mich so, als könnte ich sie streicheln. Ihr Körper spannte sich an, hielt aber dagegen. Sie stapfte wieder davon, blieb aber nahe. Wir arbeiteten noch eine ganze Weile an unserer "Beziehung". Wir verloren unsere Anspannung. Und irgendwie hatte ich die Hoffnung, sie würde mit mir kommen. Damit ich nicht mehr allein bin. Mit einem Hund könnte ich viel besser umgehen. Scheinbar wurden meine Gebete erhöhrt. Nach ein paar weiteren Streichelversuchen, schien sie mir auf meinem Rückweg zu folgen. Der Abstand zu mir war erst großzügig, verkürzte sich allerdings zusehends. Als wir an Dodos vorbeikamen, fiel sie diese an. Zuerst wollte ich handeln, doch warum? Wenn ich möchte, dass sie mich begleitet, muss sie auch Fleisch essen. Tja...nun sitzt also eine Hündin bei meinem Unterschlupf.

      Wir hatten Tage Zeit, uns anzufreunden. Die Beziehung zwischen uns hätte nicht unterschiedlicher als zum Waran sein können. Sie hat Respekt vor großen Tieren, doch alles was kleiner ist als sie, fällt sie an. Ich vermute, sie möchte mich beschützen. Was sie auch tut. Nur bei Dodos und Schmatzechsen ist das vielleicht etwas übertrieben. Ich trainiere sie also, gewisse Tiere in Ruhe zu lassen, es sei denn, sie hat Hunger. Dann ist es natürlich ihr überlassen. Sie läuft vor größeren Gefahren auch nicht wild davon, wirkt aber sehr erleichtert, wenn ich wegrenne und sie mir somit folgen und der Gefahr entkommen kann. Dafür trägt sie nicht gern Dinge, die ich ihr gebe. Maximal nimmt sie einen Stock oder ein Werkzeug ins Maul, oder Dinge, die sie selbst fressen würde. Man kann eben nicht alles haben. Dafür kann ich durch ihre Jagd ausreichend Tierhaut nutzen. Und irgendwie frage ich mich, ob ich mich vielleicht nicht etwas zu zimperlich angestellt habe. Das passt so garnicht in diese Welt. Wer hier zögert, stirbt.

      Wenn man in seiner Zuflucht sitzt und diese anfängt zu beben, dazu in solch einer Welt, dann sollte man besser schnell den Grund herausfinden. Ein Linsen über den Felsen offenbarte riesige, grüne Schwingen. Sofort zog ich den Kopf ein und drückte mich an die Felswand. Das riesige Tier bewegte sich noch ein wenig darauf, ehe es dann einfach weiterflog. Ich konnte nicht sofort aufstehen. Was war das? Ich konnte es nicht genau erkennen. Aber wenn es solch mächtige Wesen mit Flügeln gibt...ja was dann? Was soll ich dann noch tun? Unter Wasser gibt es riesige Haie, an Land riesige Echsen und jetzt ist nicht einmal mein Felsen sicher, weil es gigantische Flugechsen gibt? Kurze Verzweiflung packte mich. Andererseits war ich hier all die Tage sicher. Und das Tier blieb nicht. Eventuell war es nur auf der Durchreise und rastete kurz.
      Wenige Stunden später, wenn überhaupt, sah ich ihn dann. Ich lief auf einer Grasfläche zwischen Wald und Strand, und da kreiste dieser große Drache. Ich duckte mich in den nächstbesten Busch, der kaum groß genug für mich war und sah, wie das Tier abermals vor meinem Unterschlupf landete. Meine Begleiterin schläft dort noch! Ich kann nichts tun. Er hob wieder ab, blickte den Strand ab. Dann flog es über der Wiese, ich konnte seinen Unterleib sehen und den aufgewirbelten Wind seiner Schwingen spüren. Das war's. So nahe muss er mich doch wahrnehmen. Doch er flog weiter und war weg.
      Sofort ran ich zur Hündin, nahm sie mit und lief zu den Stellen, von denen ich ausgegangen bin, dass sie bewohnt sind. Ich muss sie warnen, wenn etwas so großes hier herumstreift! Und ich muss hier weg. Er hat mit Sicherheit meinen Unterschlupf gesehen. Und er flog auf dem Weg zu den anderen Behausungen nochmals an mir vorbei. Er sucht etwas.
      An der Hütte, die ich auf dem Weg zum blauen Turm fand, war keiner zu sehen. Also weiter. An dem Strandhaus brannte ein Feuer, jemand war dort. Langsam nahm ich Kontakt auf, er sprach zum Glück meine Sprache. Jasper hatte den Drachen auch gesehen. Er gehöre wohl den Gesichtslosen. Er warnte mich vor ihnen, auch wenn sie sich noch nicht als direkte Bedrohung gezeigt haben. Es gibt hier also Drachenreiter...das ist unvorstellbar. Ich weiß, dass Menschen übergroße Herbivoren für ihre Zwecke nutzen können, wie Rinder und gar Elefanten, aber bei Carnivoren ging nichts über den Wolf hinaus. Und das hier sind riesige Drachen.
      Das letzte und beeindruckendste Anwesen, das ich bisher kenne, war auch bewohnt. Eine Person ritt auf einem weißen, noch viel größeren Tiger, als ich bisher gesehen habe. Das Tier macht gigantische Sprünge und kletterte die Hauswand hoch. Ein Pfeil wurde von der Person in die Luft geschossen. Dann sprang sie ab und war in Windeseile weg. Kurz darauf flog über mir der Drache zum Anwesen. Als dieser wieder weg war, kam der Sprungtiger-Reiter zurück geschossen, hin zu seinem Anwesen. Er hat ziemlich sicher den Drachen gesehen. Damit sind alle gewarnt. Ich mache mich auf den Heimweg...
      Ich falle erschöpft auf meinen Schlafsack. Nur kurz ruhen. Dann verdeckte etwas kurz das Licht vor meinen geschlossenen Augen. Ich öffnete sie - und da landete der Drache genau auf dem Felsen vor mir, der aus dem Meer ragte. Sein Blick ist auf mich gerichtet. Ich erstarre. Weglaufen ist sinnlos. Er schaut mir direkt in die Augen. Ich kann jemanden darauf sitzen sehen. Eine gefühlte Ewigkeit vergeht. Ich schwitze, als stünde ich unter der Sonne. Und dann fliegt er davon. Ich traue mich, wieder großzügig Luft zu holen. Bis dann der Felsen bebt. Nein! Ist er das? Ich riskiere einen Blick, verlasse meinen Unterschlupf. Und sehe ihn. Er sieht mich. Ich renne zum Unterschlupf. Als würde das etwas ändern. Dort zusammengekauert, stapft das riesige Tier hinter mir her. Eine raue Stimme ruft "Na, wo versteckt er sich denn?". Was solls. Ich rufe ihm zu, ich weiß garnicht mehr, was es war. Dann kommt er hervor. Der Reiter mit seinem Drachen. Er spielt mit meiner Angst, bezeichnet meine Hündin als "Leckerbissen". Doch er schien mich nicht töten zu wollen. Wir unterhalten uns, zumindest so gut ich es vor Angst kann. Als die Bedrohung etwas durch die Worte des Reiters gemildert ist, biete ich ihm etwas Fleisch an. Er nimmt dankend an. Er stellt Fragen über mich, erzählt von vielen Menschen, Verrätern, Krieg. Und den Sankru, die seinesgleichen hassen würden. Ich höre viel Zorn in seinen Worten. Dennoch rät er mir nicht davon ab, Kontakt zu ihnen zu suchen. Ich solle mir meine eigene Meinung bilden. Das habe ich auch vor. Er versicherte mir nochmals, keine Bedrohung zu sein. Er verlangte nichts von mir. Im Gegenteil, wenn ich mich richtig erinnere, solle ich mich nun beschützt fühlen. Gemischte Gefühle empfinde ich dabei. Einerseits ist es aufregend, wenn das ein Mann auf einem solch mächtigen Tier sagt. Andererseits bedeutet das, dass es schnell passieren kann, Teil dieses Krieges zu werden. Nichts liegt mir ferner!

      Ich muss mir was einfallen lassen. Vorerst scheine ich hier sicher, doch ich finde noch immer, dass ein Umzug nötig ist. Ich muss mich weiterentwickeln. Meinen eigenen Weg gehen. Und wenn es bedeutet, dafür in die Höhle des Löwen zu steigen. Und genau dort soll mein nächstes Zuhause sein. Alles oder nichts.


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      Charlie und der kleine Prinz



      Gerade noch lag ich auf meinem Schlafsack, um mich von den Strapazen des Umzuges ein wenig zu erholen, als mich unbekannte Geräusche auf meinem Felsen erreichten. Kurz darauf knurrte Carla. Kaum habe ich meinen Unterschlupf verlassen, standen zwei dieser Sprungtiger mit Reitern darauf vor uns. Auch sie stellten Fragen. Ähnlich derer des Drachenreiters, zu dem sie aber nicht gehörten. Sie hassen ihn. Die ganze Zeit sprachen sie mit einem leichten Knurren in der Stimme, ganz so als wollten sie als die ganz harten und wilden erscheinen. Einer ihrer Drachen gesellte sich im Hintergrund dazu. Heute ist ja wieder ganz schön was los. Die Frau ergab sich als ein "Frischling" zu erkennen, wie ich einer sei. Auch sie immitierte diese knurrige Stimme bereits sehr gut. Auch sie gaben nicht viel von sich preis, selbst was sie wollten, sagten sie nicht deutlich. Nur, dass sie meinetwegen hier seien. Nachdem sie scheinbar genug Fragen gestellt und zufrieden waren, drohte ihr Anführer Vaan mir mit meinem Tod, sollte ich mit den Gesichtslosen zu tun haben. Schließlich kündigten sie an, nochmal vorbeizukommen. "I'll be back" - schon wieder. Na toll. Es hilft nichts, ich muss hier weg.
      Zuerst brauchte ich etwas Zeit, um die Nerven zu sammeln. Das wird langsam echt zuviel für mich. Ich muss mich auf meine Aufgabe konzentrieren. Jetzt umso mehr. Keine Zeit für Panik. Also machte ich mich auf dem Weg zu meinem zuküntigen Zuhause, um fleißig daran zu bauen. Gegen Abend flog eines dieser prächtigen, großen Pterosaurier an mir und der Baustelle vorbei. Ernsthaft? Noch während des Bauens wurde ich schon wieder entdeckt? Er flog sogleich davon. Wohin soll ich denn noch? Es war spät, ich übernachtete schließlich dort.

      Am Morgen kehrte ich zum Felsen zurück, um ein paar Sachen zu holen. Da fliegt doch schon wieder etwas...? Diesmal ein Drache, der mir bekannt vor kam. War das der Drachenreiter, dieser Meister? Und dazu noch ein Geier mit einem Reiter. Er gehört wohl zu ihm. Tatsächlich hat sich jedoch der Drache nicht genähert, obwohl ich ihm zuwinkte. Stattdessen flog er davon. Der Geier blieb auf dem Felsen. Wollte er mich überraschen? Ich rufe ihm zu. Eine junge Stimme spricht auf das Tier ein. Dann sagte er, er käme zu mir herunter. Der Vogel machte einen Satz und landete unsanft, was er mit einem Krächzen bestätigte. Scheinbar ist der Junge noch nicht so geübt. Als er abstieg und sein Gesicht offenbarte, bestätigte sein Äußeres, dass er noch ein Heranwachsender war. Aber er war sehr nett. WIr unterhielten uns lange. Und er klärte mich ein wenig über diese Welt auf. Hoffnungen starben, doch an ihrer Stelle kehre Gewissheit, die mich stärkte. Liam stellte sich als der Adoptivsohn eines Ian vor. Er muss ebenso ein mächtiger Mann sein, wenn sein Sohn bereits eine so prächtige Rüstung trägt. Der kleine Prinz bot mir an, mich zu meinem neuen Zuhause zu bringen. Was soll's, gefunden wurde es ohnehin schon. Sein Greif packte mich und trug mich in Windeseile und in schwindeliger Höhe dahin. Dort zeigte er sich sehr großzügig, half mir mit wertvollen Gegenständen aus und brachte mir ein paar Kniffe bei. Ich glaube er genoß es sehr, mal die Rolle zu tauschen und diesmal der Lehrer zu sein. Er ist ein guter Junge. Schließlich brachte er mich sogar zurück zur alten Behausung, damit ich mit meiner Arbeit fortsetzen kann. Dort begegnete ich Oskus auf seinem imposanten Pterosaurier, der, der mich letzten Abend bereits gefunden hatte. Er bot sich an, mir ein wenig die Gegend zu zeigen. Doch durch das Auftauchen eines Gesichtslosen auf seinem Drachen wurde nichts daraus. Nicht weit von meinem Felsen war Ulysses, der mich mit Vaan bereits Tags zuvor besuchte, mit seinem Drachen, dazu Freunde von ihm, mit den Waffen in der Hand, den Himmel absuchend. Wir saßen nun auf einer Plattform wie auf dem Präsentierteller, während der Gesichtslose uns umkreiste. Viel wurde gemutmaßt. Es gab ein paar Scheinangriffe, bis der Reiter schließlich den Drachen des Ulysses mit einem Schuss betäubte. Doch er nutzte die Gelegenheit nicht. Griff er nicht an, weil ich dabei war? Dachte er, ich sei in Gefahr? Spielt er mit uns, wie Ulysses es sagt? Vielleicht bin och bloß ein kleiner Teil, ein Zeuge in diesem Krieg und spiele bei dem Ganzen hier keine Rolle. Bald zeigte sich der Drache lange genug nicht mehr, sodass Oskus und ich davonflogen. Er brachte mich nach Hause und warnte mich vor den Gesichtslosen. Er legte mir nahe, umzuziehen, weil ich auf ihrem Territorium baue. Nach Süden sollte ich. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich wirklich tun soll. Alles hier ist menschenfeindlich. verstecken scheint sinnlos und je weiter ich mich ins Landesinnere begebe, desto gefährlicher werden die Tiere. Allerdings weiß ich nun, solange ich mein Implantat nicht verliere, sterbe ich nicht. Das relativiert die geringe Erfolgschance... wenn auch für einen schmerzhaften Preis. Darüber nachzudenken macht mich wahnsinnig. Ich muss mich auf den nächsten Schritt konzentrieren. Die Behausung ist noch nicht fertig...
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      Hoppe Hoppe Reiter, Charlie!




      Hoppe, hoppe, Reiter
      Wenn Charlie fällt, dann schreit er
      Fällt er auf den harten Hügel
      Fressen ihn die Laufvögel
      Kommt er aufs Pferdchen nicht mehr rauf
      Wacht er am Blauen Obelisken wieder auf!

      Hoppe, hoppe, Reiter
      Wenn Charlie fällt, dann läuft er
      Fällt er in das grüne Gras
      Verliert er schnell den Spaß
      Fängt Oskus ihn nicht mehr ein
      Bleibt Clara ganz allein!

      Hoppe, hoppe, Reiter
      Wenn Charlie fällt, dann schwimmt er
      Fällt er in das Wasser
      Wird er noch viel nasser
      Und während er die Luft anhält
      Erkundet er die Meereswelt!


      Doch etwas angepasst, zugegeben, aber dennoch hätte ich nie gedacht, dieses alte Kinderlied einmal wirklich zu durchleben. Alle drei Strophen in einer Nacht.
      Oskus wollte mir auf seinem Pferd neue Gebiete zum Leben zeigen. Sie sind tatsächlich sehr schön! Und ich bevorzuge nun eindeutig seinen großen Pterosaurier, dieser Ausflug mit ihm war doch wesentlich entspannter.

      Ein schwarzer Reiter tauchte auf. Er warnte mich vor dem Dschungel und schickte mich zum blauen Obelisken. Das deckt sich mit Oskus Aussage, ich sollte nicht im Gebiet der Gesichtslosen leben. Sogar Vaan kannte ihn nicht und ich gehe davon aus, dass er über seine Verbündeten gut Bescheid weiß. Also war es ein Rat einer neutralen Person. Deshalb folge ich ihm nun auch. Und habe mir von Oskus eine bessere Gegend zeigen lassen.

      Der Drachenreiter zog wieder seine Kreise über alle. Fibi gelang es, ihn kurz anzusprechen, er sagte uns er wolle nur mit denen Sprechen, deren Ohren würdig seien. Vermutlich möchte er nichts im Angesicht seiner Feinde sagen. Aber er lehnt das Gespräch nicht grundsätzlich ab. Es könnte also schlimmer sein.

      Momentan lebe ich auf Oskus und dessen Bruders Farm. Ich helfe ihm beim Ausbau und zur Sicherung seines Anwesens, was mir, solange ich dort lebe, auch Zugute kommt. Ich helfe so gut ich kann, bis ich an einem neuen Ort Fuß gefasst habe. Ich möchte ihm so wenig wie möglich zur Last fallen. Und möglichst bald unabhängig sein können. Das ist mein nächstes Ziel.