Rimay Caras Erinnerungen

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    • Rimay Caras Erinnerungen

      Aufbau und Vorbereitung

      Mutter hat mir damals beigebracht zu schreiben und zu lesen. Das muss Ewigkeiten her sein und seitdem habe ich dieses Wissen kaum genutzt.
      Sie meinte auch zu mir, das sie damals auch 'Tagebuch' geführt hat. Sie hat alle Erlebnisse die sie beschäftigten nieder geschrieben. Ich erinnere mich noch daran wie sie mir erzählt hat, dass sie ihr Tagebuch immer als Logbuch betitelt hat, weil sie damals auf einem Schiff unterwegs war. Weshalb sie die warmen Strände und die Freiheit des Meeres freiwillig gegen die Kälte getauscht hat, ist mir noch immer schleierhaft. Auch wenn sie so viel Zeit damit verbracht hat mir das zu erklären.

      Ich weiß nicht ob ich mich einfach einsam fühle oder es irgend einen anderen Grund gibt weshalb ich jetzt selbst das Bedürfnis habe alles nieder zu schreiben. Erinnerungen so wie aktuelle Ereignisse. Vielleicht reicht es nicht mehr nur zu Niyaha zu sprechen. Ich will diese Freiheit und Unabhängigkeit hier nicht aufgeben, aber vielleicht würde es mir doch gut tun ein paar Kontakte zu knüpfen? Manchmal sind Lowbloods an den Stränden ... vielleicht gibt es jemanden der sich für mich als nützlich erweist.

      Nachdem der T-Rex (eine große fleischfressende Echse, Mutter nannte sie so) hier letztens durchgestampft ist und Niyaha und ich ihn gerade so in eine Falle locken konnten, steht so langsam wieder alles. Auch die Beete sind wieder neu bepflanzt und vor den Toren habe ich einige der Abwehrpflanzen platziert und die Gegend zusätzlich mit Holzstacheln geschützt. Hier sollte bald niemand mehr ungebeten eindringen - zumindest keine Tiere. Das größte Problem das ich jetzt noch habe ist die Wasserversorgung. Zu den nächsten Seen und auch hinunter zum Strand ist es ein langer Weg. Ich muss mir noch etwas einfallen lassen. Vielleicht kann ich das Regenwasser irgendwie sammeln. Regnen tut es hier immerhin oft genug.

      Da mein zweiter Raptor den T-Rex Angriff leider nicht überlebt hat, überlege ich, ob ich versuche wieder einen zu fangen. Wobei das vermutlich schwieriger wird. Niyaha und Keoba habe ich selbst großgezogen. Ich habe ihnen beim schlüpfen zugesehen, und unsere Bindung war eine ganz besondere. Auch Niyaha scheint der Tod ihres Bruders mitgenommen zu haben. Also will ich sehen das ich einen neuen Gefährten für sie finde. Weiter oben auf der Ebene sind immer wieder Raptoren. Keine Feder-Raptoren wie Niyaha aber vielleicht passt das auch. Es wird jedoch noch eine Menge Vorbereitungszeit kosten, bevor ich mich ernsthaft mit dem Gedanken befassen kann, eines dieser Tiere zu bändigen.
    • Auf Reisen

      Ich habe beschlossen los zu ziehen. Wohin? Vorerst zu den Tradern. Das Wort habe ich auch von Mutter übernommen, denn eigentlich nennen sie sich Manticore. Ich brauche Eisen. Nicht das Rohmetall, sondern reine Metallbarren. Oder besser gleich - ein Wasserfass. Das sollte dann auch endlich mein kleines Wasserproblem lösen und genug Regenwasser auffangen.


      Auf Niyahas Rücken bin ich schnell unterwegs. Ihr scheint es auch zu gefallen wieder unterwegs zu sein. Ich bin immer wieder aufs Neue begeistert von der Umgebung hier. Selten habe ich den Dschungel verlassen und beinahe nie etwas anderes als die verschneiten Berge und die grünen Dschungelwälder oder den Strand gesehen. Die große Schlucht habe ich seit langer Zeit nicht mehr überquert gehabt. Nachdem ich durch die Graslandschaft oberhalb des Dschungels geritten bin, kam ich an der großen Schlucht an. Eine steinerne Brücke führt hinüber. Noch bevor ich überhaupt darauf treten konnte viel mir der Drache am anderen Ende der Brücke auf. Und auch Greife sah ich in der Ferne, aber weiter entfernt von der Brücke. Den Farben und Mustern nach zu urteilen muss es ein Blitzdrache sein. Er saß am anderen Ende der Brücke, den Rücken zu uns gewandt. Niyaha und ich bewegten uns langsam auf ihn zu und liefen dann so schnell wie möglich an ihm vorbei. Er schien zu schlafen, denn er ignorierte uns als auch eine der größeren Federchsen in der Nähe.

      Jetzt rasten wir. Im Dschungel aber nahe der großen Wiesenflächen die mich zum Strand nahe der Trade führen sollten. Von dort werde ich sehen ob mich jemand mit einem Boot oder Schiff mitnehmen kann. Oder ich baue selbst ein Floß. Vielleicht gibt es Lowbloods die es hinaus aufs Wasser zieht, so wie meine Mutter einst.

      In letzter Zeit denke ich wieder viel an sie. Manchmal glaube ich, dass wir viel zu wenig Zeit miteinander verbracht haben. Vielleicht ist das auch meine Schuld. Was Atan betrifft so hatte sie ja ohnehin Recht. Jetzt bleibt mir nur noch Rache. Rache an denjenigen, die meine Mutter verraten haben und Rache an denen, die sie getötet haben. Ich werde jeden einzelnen Gesichtslosen, jeden Verräter von diesem Land tilgen. Und wenn es das Letzte ist was ich tue.
    • Neue alte Bekanntschaft

      Heute haben ich und Niyaha den restlichen Weg zu den Tradern zurück gelegt. Nach dem Dschungel kommt nur noch eine riesige grasbewachsene Ebene. Wenn ich dieser folge komme ich irgendwann zum Strand gegenüber der Trader. Eigentlich hatte ich ja vor vom Erlös meiner Waren auch gleich Metall zu kaufen. Aber es gibt kein verarbeitetes Metall! Und auch kein wasserdichtes Fass. Jetzt weiß ich warum ich mir so selten die Mühe mache mich auf den langen Weg zu den Tradern zu begeben.

      Bei den Tradern bin ich auf diese Männer getroffen. Sie kennen mich. Sie haben mich erkannt. Oder zumindest komme ich ihnen bekannt vor. Ich kenne sie auch ... irgendwoher. Irgendwo, in der Vergangenheit die ich versucht habe tief in meinem inneren zu vergraben, weil ich nie so sein wollte. Es ist merkwürdig aber irgendetwas - mag es das Treffen sein, oder die Tatsache das ich mich immer wieder erinner, von meiner Vergangenheit träume, aber manchmal wünschte ich oder ... ich denke daran, wie es wohl wäre, wenn ich damals beim Omega-Pack geblieben wäre. Wenn ich Seite an Seite mit Mutter gekämpft hätte, oder zumindest davon erfahren hätte um rechtzeitig dazu zu kommen und zu helfen. Aber jetzt bleibt mir nur Rache.

      Ich fange schon wieder an in Erinnerungen zu schwelgen wenn ich mich eigentlich auf die Gegenwart konzentrieren sollte. Ich vermute, dass die beiden auch Teil des Omega-Packs waren. Ob sie wie ich Verräter töten wollen oder sie selbst welche sind, das weiß ich noch nicht. Aber sollte es letzteres sein, dann ist mir egal wie viele es sind. Ich werde einen Weg finden sie zu vernichten.

      Einer der beiden ist später noch hier angekommen. Er hat mir ein Wasserfass geschenkt. Hat mich bei den Händlern wohl gehört ... ich traue ihm nicht. Irgendwie würde ich ihm gern vertrauen - vielleicht weil ich so lange auf keine anderen Menschen außer den Tradern gestoßen bin - aber ich tus nicht. Nichts auf dieser Welt ist umsonst und ich bezweifle das er es bei den Fragen belassen wird. Ich denke es könnte eine Falle sein ...
      Niyaha ist aufmerksam. Ich denke er ist verschwunden, aber ich habe mich lange nicht mehr so unwohl gefühlt. Aber ich bin auch irgendwie gespannt ... wenn ich wenigstens bei einem guten Kampf sterbe. Dann wäre es mir das wert.
    • Schlaflied

      Ich bin in der Nacht wach geworden. Ich habe gedacht Mutter würde an meinem Bett sitzen und mir ein Schlaflied singen. Ich erinnere mich wieder daran, sie hat das ab und an gemacht. Nachdem ich als Kind erfahren hatte, das sie auch mal für Alex gesungen hat als er jünger war, wollte ich das auch. (Ich glaube - auch wenn ich selber Schlaflieder wollte - habe ich mich eine Zeit lang über Alex lustig gemacht wenn wir ihn bei einem Treffen gesehen haben). Auf alle Fälle hat Mutter oft dieses Lied gesungen ... fast alle der Lieder die sie kannte kamen aus der alten Welt. Manchmal hat sie mir auch Geschichten dazu erzählt.

      Ich weiß nicht warum ich mich ausgerechnet jetzt daran erinnere. Was habe ich davon außer Trauer?

      Rimay liegt eine Weile auf dem Bett und starrt nach oben, bevor sie sich dazu entscheidet aufzustehen. Sie geht zur Feuerstelle und dem großen Steinkopf und setzt sich dort auf eine der Bänke. Sie sieht hinunter ins Tal und zum Meer und versucht sich wieder zu erinnern. Niyaha ist ihr zu dem Platz gefolgt. Mit etwas Abstand steht der Federraptor dort und wacht über Rimay, die in der Dunkelheit leuchtenden Augen sind auf sie fixiert. Rimay summt leise vor sich hin, so leise, das es beinahe vom knistern des Feuers übertönt wird. Sie versucht sich an den Text zu erinnern, aber alles, woran sie sich erinnern kann ist ein kleiner Teil des Liedes ...

      "you call my name ... and I'll be gone."
    • Misslungene Zähmversuche

      Ich hatte heute endlich genug Ausrüstung um einen Versuch zu starten die Raptoren zu zähmen. Zumindest dachte ich das. Nunja - die Ausrüstung war gut, die Umgebung wohl eher nicht. Ich werde mich das nächste mal lieber auf die Ebene in Richtung der Händler begeben, denn da ist es übersichtlicher.

      Eigentlich lief alles wirklich gut - bis so eine kleine Vogelechse mich angesprungen hat, Niyaha einen Schrei von sich gab und andere Raptoren in der Nähe aufmerksam wurden. Eigentlich kann ich ja von Glück reden, dass ich nur meine Ausrüstung verloren habe. Niyaha ist eine weile später zuhause aufgetaucht. Den toten Echsenvogel im Maul. Sie hat mich ganz stolz - oder vielleicht auch vorwurfsvoll angesehen - als ob sie mich verhöhnt. "Hier, das kleine Ding ist für deinen Tod verantwortlich! Aber ich habe es mit einem Biss erledigt!" Naja ... ich bin froh das es Niyaha gut geht.

      Ich muss jetzt unbedingt neue Materialien für eine halbwegs gute Ausrüstung zusammen bekommen. Waffen und Pfeile habe ich noch auf Lager aber ich werde noch etwas Narkosemittel benötigen. Und ich benötige noch etwas Material für ein neues Blätterkostüm. Beim nächsten Versuch will ich noch vorsichtiger sein.

      Mutter hat Raptoren ja immer gehasst. Ich finde diese kleinen Federechsen noch schlimmer. Ich glaube Mutter hätte sie auch nicht gemocht.
    • Die Vergangenheit die mich jagt

      Sie lassen mich nicht in Ruhe. Vor allem er nicht. Er erinnert mich an meinen Onkel. Er ist sein Sohn. Ich bin mir sicher. Ich hasse ihn. Ihn und seinen Bruder. Oder nicht. Ich weiß es nicht. Ich will einfach nur meine Ruhe. Ich wollte hier einfach nur mein Leben leben! Meinen eigenen Weg gehen! Das war das was ich immer tun wollte. Ich habe mein Leben im Rudel geliebt und zugleich verabscheut. Ich wollte unabhängig sein, an keine Regeln gebunden die meine Eltern gemacht haben. Und Mutter fand das okay! Aber jetzt fange ich an an mir und meinen Entscheidungen zu zweifeln. Weil sie mich nicht in Ruhe lassen. Sie sind wie Geister meiner Vergangenheit die mich verfolgen. Wie die Träume die jetzt jede Nacht wiederkehren. ICH WILL DAS SIE VERSCHWINDEN. Oder nicht?

      Ich war froh ... nachdem ich durch all den Ärger mit dem missglückten Zähmen auf ein Lowblood traf. Er hatte ein Schiff. Mutter hatte damals auch eines. Das hat sie erzählt. Ich erinnere mich noch an jenen Tag. Ich kenne den Grund nicht mehr, aber wir haben uns bei den vereinten Stämmen getroffen. Sie nahm mich auf einem kleinen Schiff mit aufs Wasser und ihre Augen leuchteten! Ich habe Mutter bewundert. Wie sie das Schiff elegant über das Wasser steuerte, der Wind ihre Haare zerzauste - und sie lachte. Ich habe sie selten so lachen sehen. Auf das Lowblood zu treffen war gut. Er ist ein neuer Handelspartner der mich die schrecklich hohen Preise bei den Tradern umgehen lässt. Und dann sind die beiden Brüder auch dort aufgetaucht. Folgen sie mir?
      Mitten in der Nacht zu gehen war ein Fehler. Mir war kalt und ich habe mich auch kurz im Dschungel verirrt. Ich war nicht richtig bei der Sache ... Ich wusste das beide oder einer der beiden wieder kommen würde. Er kam wieder.

      Er weiß jetzt wer ich bin. Und er hasst mich. Aus einem anderen Grund als ich ihn hasse. Ich hasse ihn, weil ich gehört habe das sie für das Chaos verantwortlich waren, welches zum Tod meiner Mutter führte. Aber das glaube ich nicht mehr. Jetzt ... jetzt hasse ich die beiden, weil sie mich nicht in Ruhe lassen. Ich habe versucht das alles hinter mir zu lassen und mir einzureden: Hey, es ist okay wie du jetzt lebst, Mutter meinte das auch, es ist meine Entscheidung. Aber ich mache mir Sorgen das es nicht okay ist. Schon seit dem Grenzfall. Ich habe versucht diesen Anblick zu verdrängen. Ich wollte nie mehr das Bild meiner toten Mutter vor Augen haben. Aber neben all der schönen Erinnerungen kehrt auch das wieder. Wie ein Schatten.

      Ich bin etwas überrascht das er mir nicht gleich den Stein entfernt hat. Aber ... wenn ich mich an Verrätern und den Gesichtslosen rächen würde ... dann würde ich das wohl auch nicht machen, mh? Sie werden wieder kommen. Nur er - oder beide. Und etwas anderes als warten kann ich nicht. Ich renne nicht davon. Das habe ich einmal gemacht und es hat zu all dem hier geführt. Auch wenn ich nicht aus Angst gerannt bin ... sondern nur aus purem Frust. Ich weiß nicht was ich tun werde wenn sie wieder hier sind. Kämpfen? Reden? Es ist ja schon fast schwerer sich darüber Gedanken zu machen, als wilde Raptoren zu zähmen ...

      Ich war wirklich ein dummes dummes Kind. Aber ich stehe zu meinen Entscheidungen. Auch denen von damals. Jetzt kann ich ohnehin nichts mehr daran ändern.

      Rimay liegt auf ihrem Bett und konzentriert sich auf den pochenden Schmerz der ihren ganzen Körper durchdringt, als würde sie das von ihren Gedanken erlösen. Nach einer Weile setzt sie sich auf. Sie geht hinaus zum Feuer und sieht von dort aus in die Richtung des Abhangs von dem sie gestoßen wurde. "Naja ... irgendwie habe ich es vielleicht verdient. Heimzahlen werde ich ihm das trotzdem irgendwann. Auf welche Art und Weise auch immer." Ein leises, beinahe zustimmendes Fauchen dringt aus dem Gebüsch hinter ihr und die gelb funkelnden Augen des Federraptors scheinen Rimays Blick hinüber zum Abhang zu folgen.
    • Warten

      Die Schmerzen scheinen kein Ende zu nehmen. Ehrlich - ich weiß nicht wie ich es gestern noch zum Feuer und wieder zurück zum Bett geschafft habe. Gerade könnte ich einfach nur hier liegen bleiben. Werde ich wohl auch. Eine Weile zumindest. Diese beschissenen Schmerzen ... ich hatte so viel geplant für die nächsten Tage! Ich hatte vor endlich einen Gefährten für Niyaha zu finden. Und wegen diesen dämlichen Idioten darf ich jetzt hier rumliegen und hoffen das diese scheiß Schmerzen endlich verschwinden! Eigentlich müsste ich auch jagen gehen. Es ist kaum noch Fleisch da. Nicht schlimm für mich aber Niyaha braucht etwas. Ich hasse ihn so sehr dafür. Ich hasse es nichts zu tun.

      Wenigstens ist er heute nicht hier aufgetaucht. Vielleicht denkt er ich würde tot bleiben. Soll mir nur Recht sein. Ich könnte seine Anwesenheit hier gerade wirklich nicht ertragen. Ich kann seine Ansichten nachvollziehen - aber ich hasse ihn auch dafür. Ich hasse ihn dafür, weil ich weiß, das ich meine ganze Geschichte erzählen könnte, aber er mich mit denen die ich hasse trotzdem noch gleichstellen würde.

      Wenn ich mich auf diesen Hass konzentriere - dann scheinen die Schmerzen nur noch halb so schlimm.
    • Ein neuer Gefährte

      An den Sträuchern konnte ich endlich genug Beeren ernten um ausreichend Narkosemittel herzustellen. Mit meiner neuen Ausrüstung und meiner Lederkleidung habe ich mich zusammen mit Niyaha auf den Weg zu den Grasebenen gegenüber der Trader gemacht. Jetzt wo es mir endlich wieder besser geht konnte ich mich endlich an mein lange gestecktes Ziel mache: Ein Gefährte für Niyaha. Es hat eine Weile gedauert aber irgendwann habe ich einen Raptor entdeckt der sich von den anderen immer weiter entfernte. Also entschied mich mich dazu ihn noch weiter fort zu führen. Der Plan lief ausgezeichnet. Mit ein paar Bolas sorgte ich dafür das er bewegungsunfähig ist und betäubte ihn dann. Es stellte sich dann heraus des es doch ein Weibchen war. Ich versuchte dann langsam ihr vertrauen zu gewinnen und führt sie Schlussendlich langsam in Richtung Heimat. Noch ist sie etwas durch den Wind wegen dem Narkosemittel. Ich habe sie Alecto genannt.

      Niyaha wird sicher auf Alecto Acht geben. Ich brauche mir also jetzt über Nacht keine Sorgen machen. Wenn das Narkosemittel erst vollständig aufhört zu wirken wird es wohl wieder etwas dauern bis sie mir vertraut - aber Niyahas Anwesenheit hilft mit Sicherheit. Vielleicht ziehe ich in den nächsten Tagen noch einmal hinaus auf die Ebene. Je mehr Zähne und Krallen - desto gefährlicher. Aber zunächst warte ich darauf das Alecto mir vertraut.

      Rimay sieht nach draußen. Das grüne Raptorweibchen hat sich bereits wieder schlafen gelegt, während Niyaha auf dem Gelände auf und ab läuft, als würde sie sich nach Gefahren umsehen. Rimay lächelt zufrieden und wendet sich dann wieder dem Fleisch zu, welches sie über dem Feuer brät.
    • Gefangen

      Sie sagen ich bin ihr Gast - aber eigentlich haben sie nur ein anderes Wort gesucht. Es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn sie es einfach bei dem Tritt und dem darauf folgenden Fall belassen hätten. Aber nein. Da stehen die beiden doch tatsächlich mit ihren riesigen Katzen vor meinem Haus und "bitten" mich darum mitzukommen. Ich werde wohl nie mehr meine Ruhe haben. Und ich kann mich auch nicht mehr um ihre Fragen reden. Alecto habe ich zuhause gelassen. Hoffentlich reicht das Fleisch welches ich heute auf der Jagd mit Niyaha besorgt habe. Geschützt sollte sie dort zumindest gut sein. Aber das ist natürlich kein guter Weg ihr Vertrauen zu gewinnen.

      Wie auch immer ... ich bin also mit den beiden mit. Wir sind bis zu einem alten Außenposten geritten. Ich glaube ich war hier schon einmal. Man kann die verbrannte Erde und den Vulkan sehen - und seltsame Felsformationen. Man sieht die Ebene, den Strand. Es ist eigentlich eine schöne Gegend - aber ich fühle mich trotzdem nicht wohl. Das Haus ist schön. Mein Zimmer auch. Wollen Sie mich mit dem Raptorkopf ärgern? War das Absicht? Ich muss gestehen - es übertrifft den Komfort von Zuhause ... aber auch wenn sie mich Gast nennen ... ich weiß das ich gerade eine Gefangene bin.

      Wir haben also gesprochen. Ich konnte sehen das er mich am liebsten wieder töten würde - vermutlich auch für immer. Es wundert mich nicht. Aber was erwartet er? Was will er von mir hören? Was denken sich die beiden? Und welchen Sinn hatte es für sie mich hier her zu bringen? Heimvorteil. Vielleicht.
      Ich habe ihnen alles erzählt. Ich habe mir schon Gedanken darüber gemacht - wie könnte ich nicht. Ich habe Mutter geliebt und ja - ich denke ich war ein dummes Kind. Vielleicht war es auch verletzter oder falscher Stolz der mich im Dschungel blieben lies. Ich hätte gern Seite an Seite mit ihnen gekämpft. Aber ich kam zu spät und jetzt sind sie tot. Denke ich das ich an allem Schuld bin? Nein. Hätte ich etwas verändern können? Das bezweifle ich. Aber zumindest hätte ich kämpfen können. Ich habe ihnen das alles gesagt. Das - und noch mehr aus meiner Vergangenheit. Der Streit mit Mutter.
      Ich frage mich was sie noch wissen wollen. Was sie von mir erwarten? Er meinte es wäre zu spät - die Gesichtslosen und Verräter jetzt zu jagen. Aber was soll ich sonst tun wenn mir nur noch das bleibt. Wenn mir nur noch Rache bleibt. Oder vielleicht sollte ich fragen wie ich es wieder gut machen könnte.

      Ich befürchte das die Antwort desjenigen, der einst irgendwie mein Bruder war, wäre zu bleiben. Aber das kann ich nicht. Das will ich nicht. Meine eigene Reue verbietet es. Und meine Echsen sind an das Klima nicht gewöhnt. Die beiden sind kaum mehr wie Fremde für mich. Was also sollte mich an diesen Ort hier binden außer einer Vergangenheit, die ich versuche zu verdrängen?
      Wobei es nichts bringt ... die Vergangenheit holt mich ja doch ein. Vielleicht muss ich endlich akzeptieren das sie ein Teil von mir ist. Auch wenn ich nicht immer stolz darauf bin.

      Rimay geht in ihrem Zimmer auf und ab. Ihr Blick fällt auf den Raptorenkopf über den Kamin und für einen Moment spielt sie mit dem Gedanken, mit einem Speer danach zu werfen. Sie lässt es dann doch sein. Von draußen hört sie plötzlich ein tiefes Grollen. Sie bleibt stehen und zögert einen Moment bevor sie eine der Türen nach draußen öffnet. Durch die Dunkelheit der Nacht hindurch - die hier weniger dunkel scheint als im bewachsenen Dschungel - kann sie ein Leuchten am Berg erkennen. Ihr Herz schlägt schneller und ihre Augen scheinen zu leuchten als sie den Vulkan beobachtet. Das hat sie schon lange nicht mehr gesehen. Einmal nur. Aber nie von hier. Sie sieht sich um und setzt sich dann auf das Geländer um zu sehen, wie der Vulkan Asche und Stein in die Höhe spuckt. Ein lächeln huscht über ihre Lippen.

      Mutter wäre sicher auch fasziniert gewesen.
    • Freiheit und ... Pflicht?

      Ich bin wieder daheim! Endlich! Noch nie ist die Zeit so schleichend vergangen! Mitten in der Nacht bin ich wieder hier angekommen und noch bin ich nicht sicher was ich von den Ereignissen heute halten soll? Habe ich überhaupt eine Wahl? Es ist als ob sich zwei Seiten in mir einen Kampf liefern. Es fällt mir schwer das zu beschreiben. Aber ich will zumindest versuchen es zu erklären:

      Da ist das Ich, welches ihre Vergangenheit abgelegt hat. Ich bin ein Kind des Dschungels. Ein Rebell. Ich mache meine eigenen Regeln und bin niemandem verpflichtet. Und dann ist da das ich - das ich das so lange geschlafen hat, vom anderen ich versteckt war. Das sich an Mutter erinnert und an all das was sie mir einst gelehrt hat. Das Ich, welches den Gedanken an die Tatsache, das sie sich zu spät entschieden hat, zu spät reagiert hat und nicht Seite an Seite mit den anderen kämpfen konnte immer mit sich trägt. Das ich, das durch diesen Gedanken gequält wird und es alles wieder gut machen will ...

      Chaska hat erneut mit mir geredet und ein Angebot gemacht. Ich weiß es nicht ob ich es annehmen soll. Verbündete - aber vielleicht wieder Teil des Rudels ... irgendetwas an diesem Gedanken ist verlockend und abstoßend zugleich. Ich habe sie nicht um Vergebung gebeten und doch kann ich nicht leugnen, das ich mich irgendwie über sein Angebot freue - ja vielleicht auch erleichtert bin. Ich weiß nicht wie viel sein Bruder von diesem Plan weiß. Chaska meinte er will noch mit ihm sprechen aber ob das eine gute Idee ist? Ob das alles überhaupt eine gute Idee ist ? Ich bin Hin und Her gerissen. Ich mag mein Leben hier im Dschungel. Ich liebe meine Raptoren, meine Freiheit. Ich hatte mich noch nie gut an Regeln und Verpflichtungen halten können. Und trotzdem. Irgendetwas in mir sehnt sich danach. Gleichzeitig möchte ich alles abschreiben. Ihm sagen, das es alles in der Vergangenheit liegt. Das es Zeit für etwas neues ist. Ich weiß es nicht. Ich weiß einfach nicht was ich tun soll.

      Mutter meinte manchmal zu mir "Hör auf dein Herz". Aber gerade habe ich das Gefühl, als würden zwei Herzen in meiner Brust schlagen. Eines voller Sehnsucht und eines ungebändigt im Rythmus den ich mir vorgebe. Und jetzt sitze ich hier und starre aus dem Fenster und habe keine Ahnung, wie ich ihm antworten soll, wenn er mich das nächste mal sieht.

      Nur einer Sache bin ich mir bewusst: Vor meiner Vergangenheit davon zu laufen bringt nichts. Ich muss mich ihr stellen.

      Rimay liegt noch eine Weile wach. Sie sieht noch aus dem Fenster als die ersten Sonnenstrahlen hindurch scheinen. Sie schließt die Augen und nickt. Sie hat einen Entschluss gefasst. Für den Anfang. 'Verbündete sein wäre zumindest kein Problem. Es wäre ein Start. Und ich glaube ich habe die beiden ohnehin lieber als Freund anstatt als Feind.'
    • Antwort und mehr Fragen

      Chaska kam wieder vorbei. Er wollte eine Antwort von mir. Ich habe mir die letzte Zeit nur den Kopf darüber zerbrochen wie ich ihm antworte aber schlussendlich schien er mit meiner Antwort zufrieden zu sein. Eigentlich ist es gut so. Irgendwie fühle ich mich jetzt wieder ein Stück vollkommener und gleichzeitig ist es für mich dee Weg des geringsten Widerstandes. Wie gesagt: lieber Freund als Feind. Das vor allem Nashoba es mir schwer machen würde hatte ich mir schon gedacht. Die beiden Brüder haben sicher ausgiebig darüber ... Diskutiert. Nashoba selbst ist nicht hier aufgetaucht, aber ich habe saß Gefühl das er mich beobachtet. Selbst wenn es so sein sollte - soll er doch, solange er sich von Alecto und Niyaha fern hält.

      Alecto gewöhnt sich übrigens immer mehr an mich - ich werde wohl bald versuchen auf ihr zu reiten.

      Obwohl ich weiß das es mir am Ende vielleicht noch mehr Ärger einbringen könnte, bin ich also auf Chaska eingegangen. Ich weiß nicht wie ich mich ihnen beweisen sollte und ehrlich - ich werde es nicht irgendwie erzwingen. Ich will ihnen schon beweisen das ich sehr wohl loyal bin, aber ich werde mich nicht hinaus in die Welt stürzen nur um einen Grund oder eine Situation zu finden in welcher ich mich beweisen könnte. Das mit dem Gold kann ich zumindest erledigen. Ich war gleich heute noch bei den Tradern. Ich würde die glänzenden Münzen ja schon gern behalten, aber ich benötige sie ja ohne hin kaum.

      Bei den Händlern bin ich Chris begegnet. Ich erinnere mich daran das der Mann mit dem Schiff ihn erwähnte. Es gefällt mir nicht das Chris meint er hätte mich schon beobachtet. Aber bei den Manticoren ist es nicht sehr clever jemandem zu drohen. Er schien beleidigt als ich ihn lowblood nannte. Ist dieser Begriff wirklich noch so negativ ? Ich sehe das anders. Mutter war ein lowblood. Und wie soll ich die Menschen aus der anderen Welt denn sonst nennen? Wenn man sich von einem Begriff, einem einzigen Wort, selbst einschränken lässt, dann ist man selber Schuld.
      Er hat interessante Bücher und eine ebenso interessante Auffassungsgabe. Seine Anschauungen über Vernunft allerdings scheinen mir teilweise lächerlich. Er hat mich eingeladen. Vielleicht schaue ich mal vorbei. Auch wegen dem Schiffsfahrer. Und wegen der Bücher.

      Eine weitere Sache ist mir auf dem Weg aufgefallen ... Der Drache an der Steinbrücke ist dort noch immer. Mittlerweile gehe ich vor seinen Augen hinüber und er reagiert nicht einmal dann. Ich frage mich langsam ob alles in Ordnung ist? Vielleicht ist er krank. Ich finde es ohnehin äußerst ungewöhnlich dort einen Drachen zu sehen. Und nicht einmal war er in der Luft. Er hält sich stehts am Boden. Ich bin mir aber auch nicht sicher wen ich diesbezüglich fragen sollte. Vielleicht ist es auch mehr eine Frage des Wollens als des Wissens. Ich bezweifle das Nashoba mir helfen würde, und auch bei Chaska bin ich mir nicht sicher.
      Vielleicht schaue ich morgen noch einmal allein beim Drachen vorbei. Im Notfall ist Niyaha schnell genug.
    • Zurück zum Alltag

      In den letzten Tagen hat sich nicht viel getan. Ab und an habe ich nach dem Drachen gesehen - ich denke es ist ein Blitzdrache. Er befindet sich noch immer an der Brücke. Vielleicht hat er sich auch nur irgendwie an mich gewöhnt und verschwindet deshalb nicht. Sicher bin ich mir trotzdem nicht und ich beobachte ihn lieber aus der Ferne.

      Alecto gewöhnt sich so langsam an den Sattel. Wirklich gefallen tut es ihr nicht und ich durfte auch schon mehrmals Bekanntschaft mit dem Boden machen als ich versuchen wollte auf ihr zu reiten - aber mittlerweile wird sie ruhiger. Zumindest jagen gehen kann ich mit ihr. Niyaha ist dabei eine große Hilfe. Die beiden arbeiten gut zusammen und Alecto scheint Niyaha als eine Art Anführer zu akzeptieren.

      Zu diesem Chris bin ich noch immer nicht gegangen. Ich hatte es zwar vor, aber irgendwie bin ich gerade froh mal ein paar Tage keine überraschenden Besucher hier anzutreffen oder durch die Gegend ziehen zu müssen. Stattdessen versuche ich mich gerade einfach weiter um meine Pflanzen und meine beiden Raptoren zu kümmern. Mittlerweile habe ich auch fast wieder genug Ausrüstung beisammen, um noch nach einem dritten Raptor zu suchen.
    • Unangekündigter Besuch

      Noch heute habe ich mich darüber gefreut das niemand hier her kommt, da wird meine Ruhe durch einen eher weniger erfreulichen Besuch gestört. Chaska kam zu mir und meinte sein Bruder und der Bootsfahrer würden hier vorbei kommen und ich solle überrascht tun. Ich war alles andere als begeistert. Warum zur Hölle bringen sie einen Fremden hier her ? Die beiden sind mir schon genug an Besuch. Aber gut, ich habe mich darauf eingelassen. Wobei ich sagen muss, das seine Vorwarnung wohl kaum etwas an meinen Antworten geändert hätte. Eigentlich stellte sich das alles sogar als ziemlich amüsant heraus.

      Milan und Nashoba kamen also hier an und dieser kleine Schiffsfahrer wollte doch tatsächlich das ich ihm noch Geld für die Fahrt letztens und die angeblich verdorbenen Güter bezahle. Da ich keine Güter erhalten habe, bekommt er von mir auch keine Bezahlung. Ganz einfach. Wenn er einfach auf den Berg maschiert um daran zu gelangen ohne mit mir einen Zeitpunkt ausgemacht zu haben wann wir uns treffen können, dann kann ich nichts für seine Unfähigkeit. Das mit dem Geld das er für die Fahrt haben wollte hat sich dann auch geklärt. Anscheinend hat er schlecht über die Brüder gesprochen. Ziemlich dumm so unvorsichtig zu sein. Ich habe bisher wohl selbst kaum gute Erfahrungen mit ihnen gemacht, aber wäre nicht so töricht und dumm und würde das weiter erzählen. Das macht nur unnötige Probleme. Und zumindest heute schienen wir eine ähnliche Meinung zu haben. Auch wenn Nashoba nicht mehr viel gesagt hat. Chaska hat sich hier schlafen gelegt und er ist einfach gegangen. Ob es jetzt gut oder schlecht für mich ist das er nicht mit mir redet kann ich nicht sagen. Im Allgemeinen bin ich mit der Situation allerdings ... zufrieden. Ich hoffe Milan und auch andere Fremde bleiben diesem Teil des Dschungels in Zukunft fern.

      Nachdem ich Besuch bekommen habe, habe ich mich dazu entschieden selbst jemandem einen Besuch abzustatten. Ich habe Chris schon eine Zeit lang einen Besuch versprochen. Allerdings war ich überrascht dort Nashoba und einen alten Mann zu treffen. Nashoba hätte ich dort irgendwie nicht erwartet. Er hat sich auch irgendwie ... anders verhalten. Aber ich kann nicht ganz sagen was anders war. Diesen alten Mann scheint er nicht zu mögen. Soweit ich mitbekommen habe handelt es sich bei ihn um einen Chronisten. Ich frage mich ob es einen bestimmten Grund gibt weshalb Nashoba ihn nicht leiden kann.

      Die Siedlung selbst ist beeindruckend. Auf dem Wasser gebaut, mit Runden Fenstern. Ich habe Chris belogen was meine Mutter und Tortuga betrifft. Denn in der Tat habe ich viele Geschichten vom damaligen Tortuga gehört und ich kann mich noch wage daran erinnern ein Mal dort gewesen zu sein. Christoph scheint von der Stadt und ihren Idealen fasziniert. Eine Sache von welcher ich wiederum wenig fasziniert bin war, als er den Dschungel und die Gesichtslosen ansprach. Ich bin gegangen. Ich hoffe er hat gemerkt das es ein Fehler war mich mit ihnen zu vergleichen. Ich mag Raptoren haben und auch im Dschungel leben - aber ich bin nicht so wie sie. Ich bin auf gar keinen Fall so wie sie. Und Gnade dem Gesichtslosen, der mir über den Weg laufen sollte ...

      Rimay betritt leise ihr Haus und sieht ein wenig nachdenklich zum schlafenden Chaska. Der Stuhl und der Tisch können beim besten Willen kein guter Schlafplatz sein. Sie ist ohnehin überrascht das er hier geblieben ist. Nashobas gehen war hingegen alles andere als überraschend. Sie klettert die Leiter nach oben und setzt sich dort ans Fenster. Eine ganze Zeit lang sieht sie noch hinaus und summt eine alt bekannte Melodie gedankenverloren vor sich hin. Sie hat den Drachen vergessen ... morgen würde sie mit Chaska und Nashoba darüber sprechen. Zumindest nahm sie es sich fest vor.
    • Verlust und ... Neuanfang?

      Mir ist eigentlich nicht viel nach schreiben. Ich habe gerade einen kleinen Unterschlupf gefunden und hoffe - das hier keine wilden Tiere mehr auftauchen werden. Erst kam Nashoba mit schlechten Nachrichten und als ich mich auf den Weg zu ihm machen wollte war ich töricht genug zu glauben, es wäre clever eine Abkürzung durch die Wälder zu nehmen. Ich hätte wissen sollen das es eine dumme Idee ist.

      Spätestens dann als eine dieser Katzen aus ihrem Versteck im Boden sprang und mich von Niya riss. Nicht nur das, aber auch andere der Tiere wurden auf uns aufmerksam. Obwohl ich versucht habe Niya zu verteidigen habe ich es nicht geschafft und ich selbst konnte mich auch nur knapp retten. Ich muss gerade ziemlich schrecklich aussehen ...

      Nun wären das also zwei Tiefschläge an einem Tag ... ich weiß nicht ob ich Alecto frei lassen soll, es scheint mir das sinnvollste zu sein. Ich habe sie nur gezähmt als Gefährten für Niya. Aber jetzt ist sie nicht mehr da und dann ist da ja das Gespräch mit Nashoba. Vielleicht ist es Zeit für einen Neuanfang. Vielleicht ist es auch kein Neuanfang. Vielleicht gehe ich einfach nur nach Hause.

      Rimay rückt näher an die Felswand in ihrem kleinen Versteck. Sie ist erschöpft aber kann trotzdem nicht einschlafen. Sie macht sich zu viele Gedanken um das was passiert ist. Sie hätte gedacht sie könnte sich ihre Zeit lassen, aber das Schicksal hat ihr da wohl gehörig einen Strich durch die Rechnung gemacht. Vielleicht ist es auch besser so, es wird sich zeigen ...
    • Asche

      Irgendwie habe ich es dann wohl doch geschafft mich zum Haus der Brüder durchzuschlagen. Obwohl mir nicht viel Zeit blieb. Ich hatte gerade Zeit mir ein paar andere Sachen über zu ziehen und dann ging es schon weiter. In den frühen Morgenstunden sind wir wieder im Dschungel gewesen. Das erste was ich tat war Alecto gehen zu lassen. Ich dachte immer es würde schwieriger werden das alles hier aufgeben zu müssen. Aber es hat etwas befreiendes an sich. Aber auch etwas bedrückendes. So ganz kann ich dieses Gefühl nicht beschreiben. Wir haben nur das wichtigste zusammengepackt. Materialien die wichtig sein könnten, die wenigen Habseligkeiten die ich habe. Dann hat mir Nashoba eine Fackel in die Hand gedrückt. Ich warf einen letzten Blick auf diesen Fleck im Dschungel den ich mein Heim nannte, bevor es in den Flammen verschwand.

      Ich habe heut noch diesen Professor und das Mädchen namens Hope kennengelernt die Nashoba letztens erwähnt hatte. Mit ihnen gesprochen habe ich nicht. Nur beobachtet. Das Haus in dem sie wohnen macht dem der Brüder Konkurrenz. Es ist durch die Brücke vom Land getrennt. Es scheint sicher zu sein. Wie es scheint, werden wir demnächst wieder hier her kommen.

      Es gibt viel worüber ich nachdenken muss. Der Wächter sitzt noch immer an der Brücke, aber ich hatte noch keine Zeit mich weiter mit dem Blitzdrachen zu befassen. Das ist gerade zweitrangig geworden. Mich beschäftigt gerade viel mehr meine eigene Zukunft. Ein zurück gibt es nicht mehr. Muss es auch nicht. Das ist jetzt Teil meiner Vergangenheit, einer der mich hoffentlich nicht verfolgt. Wobei ich feststellen muss das diese Träume auch weniger geworden sind seitdem mir Chaska dieses Angebot gemacht hatte. Seitdem die beiden mit dem Bootsfahrer bei mir aufgetaucht sind ...
    • Geduld

      So langsam habe ich mich in meiner neuen Heimat eingerichtet. Die Katze fängt langsam an wieder vernünftig zu fressen und ich denke - oder hoffe, das sie sich an mich gewöhnt. Zumindest lässt sie mich ja auf ihr reiten. Ich habe zunächst befürchtet dass das ein Problem wäre. Es ist so anders als auf einem Raptor zu reiten. Ich schätze die Geschwindigkeit der Raptoren, aber auf einer großen Katze zu reiten … die pure Kraft dieser Tiere zu schätzen und zu respektieren … das ist noch einmal etwas ganz anderes. Ich muss sagen … es erfüllt mich ein wenig mit Stolz.
      Nashoba hat eine dieser kleinen diebischen Echsen hier. Ich hab ihn noch nicht darauf angesprochen. Ab und an stecke ich ihr Beeren zu die das kleine Ding sich mit Eifer aus meinen Händen schnappt. Vielleicht fällt mir ja ein Name ein der zu dem kleinen Dieb passt.

      Wir waren noch bei der Stadt im Wasser. Eigentlich waren wir wegen Milan dort, doch der hat sich entweder irgendwo auf seinem Boot verkrochen oder war zu Fuß unterwegs. Weit konnte er sicher nicht gewesen sein. Chris war der einzige den wir zu dem Zeitpunkt dort antrafen. Er sah mich merkwürdig an. Ob es an der Kleidung liegt ? Ich muss wohl ziemlich anders aussehen als mit den Sachen die ich getragen habe, als ich im Dschungel unterwegs war. Irgendwie fühle ich mich auch anders. Obwohl ich mich erst weigern wollte mehr Kleidung am Oberkörper zu tragen habe ich dann doch eingesehen das es sinnvoll ist. Meine neue Heimat ist kälter und ich bin diese Kälte nicht mehr gewöhnt.
      Wir haben über Milan gesprochenen, hauptsächlich. Nashoba hat ihm tatsächlich alles erzählt was vorgefallen ist. Chris hat da etwas gesagt, das mich beinahe hätte zum lachen gebracht. Über den König der Lowbloods und den Wolf und das er sich den Wolf wohl so vorstellen würde wie Nashoba. Überhaupt fand ich einige seiner Bemerkungen sehr amüsant. Vielleicht muss ich öfter für ein Gespräch hier her kommen. Oder einfach nur zum zuhören …

      Bei Professor und Hope waren wir auch noch. Ich bleibe zumindest bis zum nächsten morgen hier. Das was es zu besprechen gab betrifft mich wohl auch, aber es war Nashoba der das ganze in Gang gebracht hat. Also werde ich ihn alles klären lassen, bis ich die beiden noch etwas besser kennengelernt habe und weiß wie ich mit ihnen umzugehen habe. Ich glaube diesbezüglich werde ich mich auch ein wenig an Nashoba orientieren ...
    • Neue alte Heimat

      Ich fühle mich hier immer wohler. Die letzten Tage habe ich hauptsächlich damit verbracht mich hier einzurichten, mit den Tieren vertraut zu machen und die Gegend kennen zu lernen ... oder wieder kennen zu lernen, während Nash mich auf dem Laufenden hielt. Ich hatte noch einige Fragen an ihn, aber das musste warten. Zunächst bin ich wieder mit ihm an die Stadt im Wasser geritten. Hope, die zurzeit unser Gast ist, hat uns begleitet.

      Heute war ziemlich viel los in der Stadt. Milan war dort aber hat sich sofort verzogen als wir ankamen. Er ist uns aus dem Weg gegangen aber ich weiß das er die ganze Zeit da war. Ich frage mich ob er uns belauscht hat. Chris scheint die Sache ziemlich fertig zu machen. Er gibt sein bestes um Milan zur Vernunft zu bringen, aber ich bin mir ziemlich sicher er vergeudet damit nur seine Zeit. Dann ist da noch dieser Rob oder wie auch immer er sich nannte. Er ist erst seit einer recht kurzen Zeit hier, scheint die Regeln dieser Welt jedoch besser zu kapieren als Milan es tut. Außerdem kann er ebenfalls Schiffe bauen und segeln. Ich frage mich ob er so gut ist wie Mutter, aber ich schätze das werde ich noch beurteilen können, denn er hat uns bereits ein Angebot gemacht.
      Der Junge ist auch hier. Er scheint übermütig zu sein ... einerseits ist sein Verhalten in einer solchen Situation in welcher er jetzt ist auch ein wenig faszinierend. Er hat Nash darum gebeten ihm beizubringen wie man mit Pfeil und Bogen schießt. All zu viel habe ich von ihm nicht mitbekommen. Die meiste Zeit hat er draußen mit Hope getobt und ist dabei des Öfteren ins Wasser gefallen. Ein wenig mehr Vorsicht könnte dem Jungen durchaus nicht schaden.
      Hauptsächlich waren wir in der Stadt wegen der Geschäfte. Wir haben Handelswaren vorbei gebracht und besprochen wie wir wegen der zu zähmenden Tiere fortfahren. Ich bin nicht davon begeistert in die Sümpfe zu gehen. Aber immerhin sind sie von dem wahnwitzigen Gedanken abgekommen, Sprungkrokodile zu wollen. Frösche könnten ihnen ja tatsächlich nützlich sein. Aber vor allem das Auskundschaften der Gegend ist dann sehr wichtig. Ich habe schon einen Plan im Kopf, aber das müssen wir auch erst noch alles besprechen ...

      Daheim habe ich tatsächlich noch mit Nash gesprochen. Ich frage mich schon eine Weile ob es wirklich das ist was er will. Seiner Rolle als Yuma gerecht werden. Der neue Anführer werden. Ganz gleich ob es das ist was sein Bruder für ihn wollte oder nicht. Ich denke, ich bin mit seiner Antwort zufrieden. Irgendwie kann ich es sogar nachvollziehen. Er hat mich gefragt weshalb ich hier bin. Die kurze Version ist wohl wirklich die, dass ich meine Fehler wieder gut machen will und jetzt auch wohl die einzige Chance für mich ist zurück zu kehren. Wenn auch ich mir das ganze unter anderen Umständen vorgestellt habe. Alles ging so schnell. Von heute auf morgen lebe ich wieder ein völlig anderes Leben. Völlig anders ... und doch vertraut.

      Als ich mich gerade wieder mit Mutter vertragen hatte, fragte ich sie einmal, warum sie mich nicht einfach zwingt zurück zu gehen. Warum ich für mein Handeln eigentlich nie Konsequenzen tragen musste. Ich erinnere mich noch genau. Erst sah sie überrascht aus. Dann musste sie lächeln und schließlich brach sie in schallendem Gelächter aus, so das es vermutlich der ganze Dschungel hören musste. "Weißt du Rimay, am liebsten hätte ich das getan. Am liebsten hätte ich dich so oft getötet, bis du Dickschädel es kapierst." Das waren ihre Worte. Ich wusste sie meinte es nicht böse, aber ich muss sie ziemlich irritiert angesehen haben. "Warum hast du es dann nicht getan?" Habe ich gefragt. Und sie meinte nur: "Was nützt es mir und dem Rudel, wenn ich dich dazu zwinge zu bleiben? Wie loyal wärst du, wenn du bleiben müsstest? Würdest du aus Überzeugung mit uns kämpfen? Ich glaube das nicht. Erst wenn du selbst weißt wo du hingehörst, wenn du überzeugt an unserer Seite kämpfen willst - aus freien Stücken, dann bist du uns loyal." Ich habe die Schwere dieser Worte, Mutters Liebe damals viel zu wenig geschätzt. Wäre ich schlau gewesen, wäre ich nach diesen Worten zurück gekehrt. Ich hoffe Mutter ist stolz auf mich. Ich bin wieder hier. Aus freien Stücken. Nash ist allein, aber trotzdem bin ich gekommen. Ich kann ihn von dem Treffen mit Mutter nicht erzählen. Ich kannes nicht in Worte fassen. Irgendwann vielleicht. Ich kann nur hoffen das er versteht, das ich die Loyalste von allen sein werde. Eigensinnig vielleicht. Aber wenn es darauf ankommt, dann werde ich mit ihm Seite an Seite kämpfen. Ich werde hinter ihm stehen. Er ist jetzt mein Lesharo.

      In das Tagebuch ist eine Notiz geheftet:

      - 3 Sätze Fellkleidung, Rob, Chris, der Junge
      - 200 x Öl pro Satz?

      Rimay wirft Devaki einige Beeren zu. Das kleine Tier schnappt sie sich noch in der Luft und verschlingt sie gierig. Dann sieht es Rimay neugierig an und hüpft näher auf sie zu. Gedankenverloren spielt Rimay noch eine Weile mit der kleinen Echse, bis sie den alten Wachturm verlässt um sich schlafen zu legen. Sie fühlt sich wohl hier. Es ist ungewohnt, und irgendwie vermisst sie den Dschungel, aber dieses Leben hat sie ebenso vermisst. Trotzdem ist sie sich jetzt sicher, welches ihrer beiden Herzen lauter schlägt.
    • Ein Zeichen?

      Ich habe wieder von ihr geträumt. Aber im Gegensatz zu den Träumen die ich hatte, nachdem ich Chaska und Nashoba bei den Tradern traf, war dieser Traum angenehm. Ich habe nicht gesehen wie Mutter starb, wie meine Freunde starben. Verrat und Tod. Verschleierte Gesichter. Nein ... diesmal nicht.

      Dieses Mal habe ich geträumt sie wäre hier. Genau hier, neben dem Bett. Und hat leise gesungen. Mir fallen auch immer mehr Lieder ein. Immer mehr Strophen. Es ist faszinierend ... Ich habe sie so lange nicht mehr gehört und sie waren mir so fremd und doch erinnere ich mich daran. Auch an die Geschichten die sie mir einst erzählt hat. Gerade jetzt - da diese Krankheit wieder auftaucht, frage ich mich, ob Mutter uns hätte Rat geben können. Vielleicht kann sie das noch. Ich weiß das sie einst Tagebuch geführt hat. Davon hat sie mir auch erzählt. Aber ich kann nicht sagen ob es in den Flammen des Cleanouts verschwand oder die Gesichtslosen es nach dem Grenzfall an sich nahmen ... vielleicht sollte ich es suchen? Vielleicht hilft es mir weiter.

      Vielleicht hat Mutter mich in meinem Traum aufgesucht ... vielleicht ist das ein Zeichen.

      Rimay steht nachts wie so oft auf dem Dach und beobachtet das Brodeln des Vulkans. Sie ist fasziniert davon. Schon immer gewesen. Auch wenn ihre Suche nach der Ursache für die vielen Raubtiere hier in der Gegend unbeantwortet blieb, so hat sie jetzt zumindest eine neue Spur der die nachgehen wird.
    • Unterwegs auf dem Wasser

      Der Tag heute war ziemlich anstrengend. Zuerst haben wir Chris verabschiedet, dann waren wir jagen ... Später sprach ich Nash auf das Tagebuch meiner Mutter an. Er war meiner Meinung - es ist einen Versuch wert.

      Wir haben uns daraufhin auf den Weg zu Chris gemacht. Den verseuchten Vogel den sich der Sani Kaga ansehen soll, haben wir auch gleich mit genommen. Das ganze war noch eine Herausforderung in sich. Dieses Tier stinkt nach Verwesung. Wir sind allerdings unbeschadet angekommen. Chris stellte sofort einen Käfig für das kranke Tier bereit. Der Chronist war auch vor Ort und sah es sich sofort an, machte die ersten Notizen. Jeder vor Ort hatte seine eigenen Theorien und Vermutungen was es wohl mit dieser Pest auf sich hatte ... Ich hoffe Mutters Schriften können etwas Licht ins Dunkel bringen.

      Nachdem wir uns vorerst um die Sache mit dem Vogel gekümmert hatten, sprachen wir mit Chris über das Tagebuch und den geplanten ... Ausflug ... In den Sumpf. Er schien nicht begeistert konnte es aber nach vollziehen. Eine Chance wie diese, sei sie auch noch so klein, sollte man ergreifen. Nash und ich würden Material für Kleidung besorgen, während sich die anderen um das Schiff kümmerten. Es dauerte eine Weile um das Tierfett zu besorgen, aber schlussendlich hatte ich genug um auch für Rob und Chris die Lederkleidung zu bearbeiten. Das frische Tierfett stinkt ein wenig. Aber man gewöhnt sich daran und mit der Zeit riechen die Blätteranzüge auch weniger streng.

      Als wir mit allem fertig waren brachen wir auf. Wir wollten erst zum Sani Kaga da er wohl ein Mittel gegen Insekten besitzt. Ich weiß auch wie man so etwas herstellt, habe aber keine Zutaten mehr dafür. Wir waren in der Nähe der Sümpfe, haben sie aber wohl nicht groß genug umfahren. Erst viel der alte Mann von Bord und wurde von Haien getötet. Nash hatte versucht ihm zu helfen und kam gerade so - mit zerfetzter Kleidung - davon.
      Dann war ein ... Ich glaub Mutter nannte so etwas Krake oder so - hinter uns her. Anstatt weiter zu fahren hielt unser Kapitän es für weise zu halten um diesen Kraken zu sehen. Es machte mich ein wenig wütend. Wie töricht. Es wäre seine Schuld gewesen wenn das Ding noch hinter uns gewesen wäre um uns nacheinander vom Schiff zu ziehen.
      Damit war die Gefahr allerdings noch lange nicht vorüber. Da wir uns zu nah an den Sümpfen hielten wurden sprungkrokodile auf uns aufmerksam. Als sie versuchten auf das Schiff zu gelangen wurde Nova unruhig. Sie versuchte nach ihnen zu schnappen. Ich versuchte sie zu beruhigen, was allerdings nur dazu führte das wir beide im Wasser landeten. Ich versuchte die Krokodile abzulenken und brachte mich mit Nova irgendwann auf einer kleinen Insel in Sicherheit. Das Schiff hatte ich aus den Augen verloren, also machte ich mich zusammen mit Nova auf den Weg zu Atal, in der Hoffnung, das die anderen es auch schaffen würden.

      Nach und nach trafen sie alle beim Chronisten ein. Er hatte überlebt. Wir entschlossen, das wir unseren geplanten Ausflug in die Sümpfe verschieben würden. Chris und Rob sollten das Schiff verbessern und wir wollten zunächst nach dem Jungen sehen. Nash und ich sind nun also bei Hope und Professor und haben es uns hier im Schuppen bequem gemacht. Ich bin mir noch nicht sicher ob es eine gute Idee ist mit diesem Rob als Kapitän in die Sümpfe zu fahren. Aber der Fußweg ist wohl auch keine gute Option ... Mal sehen. Vielleicht berücksichtigen sie ja meinen Tip mit der höheren Reling.
    • Auf Suche

      Wir haben heut das Lager aufgebaut. Direkt über dem Sumpf. Die ersten Frösche haben wir bereits mit Honig angelockt. Den Rest müssen Nash und die Lowbloods selbst machen. Bei Nash ist das wohl kein Problem ... bei den anderen bin ich mir da nicht so sicher. Wenigstens ist alles so weit vorbereitet. Sollte ich in der Nähe sein werde ich auch versuchen sie so gut wie möglich zu unterstützen. Vorerst jedoch habe ich eine andere Aufgabe.

      Ich muss das Tagebuch finden. Oder zumindest andere Dokumente in denen etwas über die Drachenpest geschrieben steht. Mutter hat zwar nie etwas von einem Heilmittel erzählt, aber selbst eine Möglichkeit um es einzudämmen wäre schon willkommen. Nash hat Recht. Ich vertraue da auch lieber auf das was WIR herausfinden können ...